Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Creator Studio: Tatsächliche KI-Limits weichen deutlich von Apples Angaben ab

Es gibt eine ganze Reihe an Apps und Tools, um Präsentationen zu erstellen. Auf dem Mac, iPad und iPhone bietet sich vor allem Keynote an: Die meisten Funktionen der Software sind kostenlos und wer über mehrere Apple-Geräte verfügt und mit ihnen an einer Datei arbeitet, hält diese ohne weiteres Zutun dank der iCloud synchron. Wer die Präsentation mit Bildern aufpeppen möchte, kann dies selbstverständlich tun – und hierfür neuerdings sogar ein eingebautes KI-Tool verwenden, sofern ein Abonnement des Creator Studio vorliegt. Allzu großzügig ist das Nutzungslimit jedoch nicht.


Troughton-Smith: Zwei Keynote-Präsentationen schöpfen KI-Limit aus
Der Entwickler und Sicherheitsforscher Steve Troughton-Smith teilt auf Mastodon seine Erfahrung mit Agentic Coding in Xcode: Die Einbindung von OpenAIs Codex funktioniere sehr gut, die Ergebnisse seien beeindruckend. Das Feature mache es möglich, ein bis zwei Apps täglich zu entwickeln. Troughton-Smiths erste Anwendung habe zudem lediglich sieben Prozent des wöchentlichen Codex-Limits verbraucht. Er zieht einen interessanten Vergleich: Er entwarf eine lausige Präsentation mit Keynote, welche 47 Prozent seines monatlichen KI-Limits des Creator Studio in Anspruch nahm. Die Diskrepanz ist augenfällig, wie auch John Gruber auf Daring Fireball vermerkt: Eine einzige Präsentation sollte die Nutzungsbeschränkungen weit weniger ausschöpfen als das Programmieren einer guten App.

Starke Abweichung von Apples Angaben
Apples Berechnung macht zudem einen etwas großzügigeren Eindruck: Cupertino verspricht zwar etwa 50 Präsentationen, ehe die künstliche Intelligenz den Dienst quittiert. Allerdings umfassen diese jeweils lediglich acht bis zehn Folien. Ferner ließen sich automatisch erstellte Moderationsnotizen für insgesamt 700 Folien monatlich erstellen. Tatsächlich scheinen die Limits für die meisten Nutzer aber sogar noch weit enger auszufallen. Um den bisherigen Verbrauch einzusehen, müssen Anwender Keynote öffnen, den gleichnamigen Punkt in der Menüleiste aufrufen und anschließend auf „Intelligence-Funktionen“ > „Nutzungsstatus anzeigen“ klicken.

Kommentare

Michael Lang13.02.26 16:00
Wieso gibt es überhaupt solche Limits?
Schließlich zahlt man auch für die beworbenen Features. Wenn man hat ne größere Präsentation mit vielen Folien machen möchte mit Nutzung der KI Festures, sollte das nicht gleich zum Limit führen. So 50 Folien sollten schon drin sein….
Hört sich unausgereift an, was Apple da abliefert.
- Das größte Maul und das kleinste Hirn,wohnen meist unter derselben Stirn. - Hermann Oscar Arno Alfred Holz, (1863 - 1929), deutscher Schriftsteller
+6
WahrFa13.02.26 16:41
Naja bei Adobe gab es am Anfang auch Limits bei generativen Funktionen oder immer noch? Weiß das jemand?
0
ttwm13.02.26 16:54
WahrFa
Naja bei Adobe gab es am Anfang auch Limits bei generativen Funktionen oder immer noch? Weiß das jemand?
Je nach Anwendung/Suite hat man eine bestimmte Anzahl inklusive (mal wenig, mal sehr viel), danach ist Dein Geldbeutel der limitierende Faktor beim Nachkaufen.
+2
OliverCGN13.02.26 17:42
Gibt es irgendwo eine Auflistung der KI Features - insbesondere der FinalCut-KI-Funktionen?
0
Nebula13.02.26 18:27
OliverCGN
Gibt es irgendwo eine Auflistung der KI Features - insbesondere der FinalCut-KI-Funktionen?
0
Spacely13.02.26 19:54
Ist wie beim Telefonieren.
Irgendwann gibts KI-Flatrates
+2
Stefanie Ramroth13.02.26 20:17
Spacely
Irgendwann gibts KI-Flatrates
Momentan geht's eher in die Richtung wie auf dem TV Markt. Ein Abo reicht nicht.

Apple Creator Studio für die Apple Integration. OpenAI für die tägliche Dosis "Intelligenz", Google für unbegrenzte Abfragen in Apple Intelligence und wenn ChatGPT an seine Grenzen kommt noch Claude et al. für's Coding.

Ich bin gespannt, wann hier eine Bereinigung eintritt und/oder die Preismodelle günstiger werden, weil die Nutzer sonst nur noch eine Plattform wählen (können) und lieber Kompromisse eingehen.

Bisher scheint es ja noch keine eierlegende Wollmilchsau in der KI zu geben. Aber ich denke, vorher limitiert bei vielen der Geldbeutel oder das Firmenbudget.
+1
Skywalker0414.02.26 06:22
Michael Lang

Ressourcen sind endlich, so ja auch die serverseitigen Ressourcen, die die Berechnungen vornehmen. Auf Millionen Nutzer skaliert braucht es gewaltige Rechenpower für LLMs, Bild- und Videogenerierung. Wer es intensiver nutzen will, zahlt eben für Aufbau, Unterhalt und Ausbau dieser Kapazitäten mit. Ein bisschen wie mit Mobilfunkverträgen, die oft auch noch Verbrauchslimits haben. Ist dann die Technik ausgereift oder nicht, wenn man nur 20gb im Monat nutzen darf?
+2
Performant8414.02.26 10:44
Michael Lang
Wieso gibt es überhaupt solche Limits?
Schließlich zahlt man auch für die beworbenen Features.
Weil sie dir irgendwann ein "Creator Studio Pro"-Abo anbieten werden.

Für Festplatte/SSD/Arbeitsspeicher deines Macs zahlst du auch - und die waren bzw. sind in der Basiskonfiguration auch schon immer grenzwertig niedrig: Brauchbar, aber nicht grosszügig. Das Upsell-Potential will ja immer gewahrt bleiben.
Die Diskrepanz ist augenfällig, wie auch John Gruber auf Daring Fireball vermerkt: Eine einzige Präsentation sollte die Nutzungsbeschränkungen weit weniger ausschöpfen als das Programmieren einer guten App.
...und genau umgekehrt sollte es sein, meint Gruber.

Er vergisst dabei, dass Apple bei (vielen) programmierten Apps mit Ihren 15-30% App-Store-Kommission noch fleissig im Nachgang abkassieren.

Im Gegensatz zu den erstellten Präsentationen. Gäb's da eine Kommission für jedes Mal, wenn jemand die anschaut, dann wären die Nutzungslimits auch höher. Apple würde es lieben.
+1
L-E14.02.26 21:39
Michael Lang
Wieso gibt es überhaupt solche Limits?
Schließlich zahlt man auch für die beworbenen Features. Wenn man hat ne größere Präsentation mit vielen Folien machen möchte mit Nutzung der KI Festures, sollte das nicht gleich zum Limit führen. So 50 Folien sollten schon drin sein….
Hört sich unausgereift an, was Apple da abliefert.
Das ist doch wohl völlig klar. Mit diesen Limits schaffen sich Anbieter Spielraum um die Kasse klingeln zu lassen. Willst du mehr, musst du mehr zahlen. Und mit einer der kommenden Versionen werden die Limits weiter eingeschränkt, um noch mehr Geld in die Kasse zu spülen. Das wird das große Ding für die Zukunft, dass Programmfunktionen mehr und mehr über Abos hinzugebucht werden müssen.
-1
Nebula15.02.26 09:37
Aber bei Apple kann man nicht mehr zahlen, um das Kontingent zu erhöhen. Das Argument hat derzeit zumindest null Bestand.
0

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.