Einstweilige Verfügung beantragt: Apple soll Fortnite und Entwicklerkonto von Epic wiederherstellen

Apple verlangt auf fast alle Käufe, welche im App Store getätigt werden, 30 Prozent Beteiligung – die so genannte "Apple Tax". Schon länger ist dies Epic ein Dorn im Auge und am 14. August macht der bekannte Spiele-Hersteller ernst: Vorbei am Review-Prozess des App Stores schaltet Epic eine eigene Bezahloption frei – und bietet die In-Game-Währung sogar zu günstigeren Konditionen an, wenn Spieler diese Art der Bezahlung wählen. Dies ist ein klarer Verstoß gegen die App-Store-Richtlinien und Apple entfernte binnen Stunden Fortnite aus dem App Store. Epic hatte mit diesem Schritt gerechnet: Der Hersteller startete wenige Stunden später eine Social-Media-Kampagne und reichte Klage gegen Apple ein.


Der Schlagabtausch ging Ende August weiter: Apple sperrte das Entwicklerkonto, über welches Epic Fortnite im App Store vertriebt – doch das Gericht untersagte die Stilllegung eines weiteren Entwicklerkontos, über welches Epic die Unreal-Spieleengine bereitstellt. Unreal wird von vielen Spieleherstellern als Grundlage für die Entwicklung von Independent- wie auch Triple-A-Titel verwendet. Das Gericht argumentiere, dass nicht unbeteiligte Dritte in den Streit zwischen Apple und Epic hineingezogen werden sollten. Doch das Entwicklerkonto für Fortnite blieb hingegen weiterhin gesperrt – und somit auch die Möglichkeit, Fortnite im App Store zu vertreiben.

Neuer Antrag von Epic
Epic hat nun einen neuen Antrag bei Gericht eingereicht: Per einstweiliger Verfügung soll Apple dazu gezwungen werden, auch dieses Entwicklerkonto wieder freizuschalten und Fortnite im App Store anzubieten. Epic argumentiert, dass dies der gerechte Weg sei – Apple sei ein Monopolist, welcher bezüglich des App Stores wettbewerbswidrig handle. Epic habe diesen Streit begonnen, da der Spielehersteller einer der wenigen sei, welcher über die Resourcen verfügt, eine solche Klage durchzuziehen. Epic würde durch den fortlaufenden Streit größeren Schaden erleiden als Apple, so dass die Wiederherstellung von Fortnite und des Entwicklerkontos gegeben sei.

Zweifelhafte Erfolgsaussichten
Das Gericht bemerkte bereits, dass Epic Fortnite wieder im App Store vertreiben könne, wenn es die eigene Bezahloption abschalte – doch Epic weigert sich offensichtlich, diesen Weg zu gehen. Es ist unwahrscheinlich, dass das Gericht dem Antrag auf die einstweilige Verfügung stattgibt, wenn es doch für die Dauer des Rechtsstreits diese Möglichkeit gibt.

Kommentare

flyingangel07.09.20 08:57
Jammern die jetzt so lang, bis das Gericht seine Entscheidung ändert? Erwarten die, dass ein Richter entnervt aufgibt?

Ich glaube, Epic hat sich verkalkuliert und nicht damit gerechnet, dass das Gericht eine Sperrung einiger Accounts grundsätzlich zulässt.

Was sie scheinbar nicht begriffen haben: auch wenn Epic Dagobert Duck gleich im Geld schwimmen, sie sind kein Big-Player, sondern auch nur einer von vielen.
+3
Retrax07.09.20 09:02
Apple hat ja die Bedingungen genannt:

- Externe Bezahloption im nächsten Update entfernen, und Fortnite kann wieder in den App Store aufgenommen werden.

Epic soll sich einfach an die Regeln halten, sie lebten ja in der Vergangenheit scheinbar recht gut damit. Gier ist nie gut.
+12
Peter Longhorn07.09.20 09:03
flyingangel
Jammern die jetzt so lang, bis das Gericht seine Entscheidung ändert? Erwarten die, dass ein Richter entnervt aufgibt?

Ich glaube, Epic hat sich verkalkuliert und nicht damit gerechnet, dass das Gericht eine Sperrung einiger Accounts grundsätzlich zulässt.
Sie haben es ja nicht grundsätzlich zugelassen. Nur gibts halt noch keine Entscheidung und diese kann viele Jahre auf sich warten lassen. Kann sehr wohl sein, dass es zugunsten von Epic ausgeht und danach Apple möglicherweise sogar Schadenersatz leisten muss.

Epic will halt nicht so lange warten (verständlich, sie können sich jedoch zumindest temporär den Regeln beugen und so wieder in den Store kommen - die Frage ist ob das negative Konsequenzen für das Verfahren haben könnte), Apple will den Account natürlich nicht freigeben (verständlich).

Retrax
Epic soll sich einfach an die Regeln halten, sie lebten ja in der Vergangenheit scheinbar recht gut damit. Gier ist nie gut.

Der letzte Satz passt aber für Apple genau so gut.
-1
LoCal
LoCal07.09.20 09:07
GameRiv
60% player base left Fortnite

In a statement in the court files Epic stated that more than 60% of IOS users have stopped playing Fortnite since the ban. The players mainly stopped playing the game because they did not receive the new season 4 update. People speculated the number of IOS users leaving would be close to 30% but in reality, the number is double.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+3
Radetzky07.09.20 09:10
Vielleicht ist Fortnite für viele Spieler doch nicht essentiell.

Es gibt Spiele, die ich immer noch regelmässig gerne besuche. Aber wenn da eines verschwindet, dann würde ich da nicht nachlaufen.
+6
MikeMuc07.09.20 09:20
Peter Longhorn
Retrax
Epic soll sich einfach an die Regeln halten, sie lebten ja in der Vergangenheit scheinbar recht gut damit. Gier ist nie gut.

Der letzte Satz passt aber für Apple genau so gut.

Wo bitte steht geschrieben das 30% vom Umsatz Gier ist? Das mag vielleicht dein Eindruck sein. Aber „im Handel“ sind teilweise wesentlich höhere Provisionen üblich. Du würdest dich bei vielem wundern, was aus einem Herstellungspreis am Ende geworden ist wenn das Produkt am Ende im Regal für Endverbraucher steht.
+10
Radetzky07.09.20 09:25
So ist es. Bei Klamotten oder Kosmetik sind Margen für den Handel von 50% oder auch mehr nichts Ungewöhnliches.
+6
ibasst
ibasst07.09.20 10:20
Frage mich, wieviel vom Verkaufspreis als Spieleentwickler übrig bleibt, wenn man auf Playstation, XBox oder Switch veröffentlicht. Aber 70% vom netto sind es sicherlich nicht.
+4
iQuaser
iQuaser07.09.20 10:24
" Apple sei ein Monopolist, welcher bezüglich des App Stores wettbewerbswidrig handle."

Das heißt Fortnite läuft nur auf Apple-Geräten und sonst gibt es nichts anderes auf dem Markt?

Netter Versuch epic - aber ihr werdet eine harte Bauchlandung hinlegen.
+1
Wiesi
Wiesi07.09.20 10:26
MikeMuc
Wo bitte steht geschrieben das 30% vom Umsatz Gier ist?

Die Gier entsteht, wenn der Gewinn ungewöhnliche Ausmaße annimmt. 30% je App für die Bereitstellung der ohnehin vorhandenen Entwicklungswerkzeuge, einiger Server und ein paar Prüfungen pro Update ermöglichen Milliarden Gewinne, wie Apple selbst ausweist. Keine der SW-Verkäufer holt aus den 30% so hohe Gewinnsummen heraus. Wenn die Stückzahl gering ist, können 30% pro Stück durchaus. angemessen sein.

Anmerkung: Ich habe die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben, daß in diesem Forum Mitglieder sind, die rechnen können.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
-5
Wiesi
Wiesi07.09.20 10:30
Ergänzung: Nachdem hier immer mehr Kommentare erscheinen, die 30% bei Äpfeln mit 30% bei Birnen vergleichen, stirbt die Hoffnung langsam ab.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
-7
piet44407.09.20 10:33
Heute Morgen in der Zeitung gelesen.
Es wird in 2020 mit bis zu 2,7 Mrd. Downloads gerechnet. Davon entfallen 72% auf Play-Store und 28% auf App-Store.
Play-Store soll 3,4 Mio. Apps haben und App-Store 1,8 Mio.
Vielleicht hat Epic den falschen Store beklagt.
+3
LoCal
LoCal07.09.20 10:35
Radetzky
So ist es. Bei Klamotten oder Kosmetik sind Margen für den Handel von 50% oder auch mehr nichts Ungewöhnliches.

Der Vergleich hinkt aber. Du kannst Kleider oder gar Möbel (teilw. 600%) nicht mit dem AppStore vergleichen.
Wenn z.B. ein Modehaus die Sommerkollektion bestellt, dann finanzieren die das vor, gehen das Risiko ein, dass teile der Kollektion floppen und können sich sicher sein, dass nicht verkaufte Teile im nächsten Jahr nicht einfach wieder verkauft werden können. (h&m, zalando usw müssen nebenbei noch ihre Verbrennungsanlagen finanzieren).

Ich als Entwickler habe ehrlich gesagt, keine Probleme mit den 30%. für Apple, da mir da wirklich eine ganze Menge Arbeit abgenommen wird, aber Vergleiche mit den Margen in anderen Branchen, besonders wenn es sich dann noch um physische Güter handelt, sehe ich nicht als seriös an.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+2
deus-ex07.09.20 10:57
Was Epic wohl nicht erwartet hat ist, das der Apple Bann von Fortnite leider nicht den Shitstorm erzeugt hat den sie erhofft hatten (#FreeFortnite usw.)

Das hat 2 Gründe.

1. iOS diente vielen Spielern nur als 2. Gerät. Spricht, die spielen das auf ihrer Konsole/PC einfach weiter.

2. Komplette Selbstüberschätzung vom Stellenwert Fortnites. Die Welt dreht sich weiter ohne Fortnite. Im Endeffekt juckt es die Community nicht.
+9
Roby Toby
Roby Toby07.09.20 11:10
piet444
Heute Morgen in der Zeitung gelesen.
Es wird in 2020 mit bis zu 2,7 Mrd. Downloads gerechnet. Davon entfallen 72% auf Play-Store und 28% auf App-Store.
Play-Store soll 3,4 Mio. Apps haben und App-Store 1,8 Mio.
Vielleicht hat Epic den falschen Store beklagt.

Wären die Zahlen genau umgekehrt hätten sie garantiert den Play-Store verklagt. Oder glaubt jemand die wüssten nicht genau wo sie bei nicht Erfolg mehr einbüßen?
0
deus-ex07.09.20 11:12
Roby Toby
piet444
Heute Morgen in der Zeitung gelesen.
Es wird in 2020 mit bis zu 2,7 Mrd. Downloads gerechnet. Davon entfallen 72% auf Play-Store und 28% auf App-Store.
Play-Store soll 3,4 Mio. Apps haben und App-Store 1,8 Mio.
Vielleicht hat Epic den falschen Store beklagt.

Wären die Zahlen genau umgekehrt hätten sie garantiert den Play-Store verklagt. Oder glaubt jemand die wüssten nicht genau wo sie bei nicht Erfolg mehr einbüßen?
Äh. Die haben auch den Playstore verklagt. Also Google um genau zu sein.
+1
Radetzky07.09.20 11:14
Wiesi
für die Bereitstellung der ohnehin vorhandenen Entwicklungswerkzeuge, einiger Server und ein paar Prüfungen pro...
Anmerkung: Ich habe die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben, daß in diesem Forum Mitglieder sind, die rechnen können.

Hurra, damit weise ich jetzt die Bahn in die Schranken. Die Gleise und die Züge und einige Stellwerke sind eh vorhanden...
+2
Radetzky07.09.20 11:16
LoCal
Der Vergleich hinkt aber.

Wenn man so will - jeder Vergleich ist nicht gleich.
Binse
+1
nane
nane07.09.20 11:34
Bis einer weint...
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+1
Wiesi
Wiesi07.09.20 11:43
Radetzky
Hurra, damit weise ich jetzt die Bahn in die Schranken. Die Gleise und die Züge und einige Stellwerke sind eh vorhanden...

Ich muß Dein Hurra leider etwas Bremsen:
Der Betrieb eines Bahnnetzes und der Verkehr darauf ist ist ein klein wenig teurer als ein Computernetz. Auch unterliegt SW keiner mechanischen Abnutzung und muß nicht geschmiert werden.

Dein Vergleich zeigt, das Du Dich in Punkto Fairness noch etwas verbessern kannst.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
-5
Retrax07.09.20 12:04
Peter Longhorn
Retrax
Epic soll sich einfach an die Regeln halten, sie lebten ja in der Vergangenheit scheinbar recht gut damit. Gier ist nie gut.
Der letzte Satz passt aber für Apple genau so gut.
Nein. Apple hat die 70:30 Tax von Beginn bis zum heutigen Tag nicht verändert, OBWOHL der App Store eingeschlagen hat wie noch was.

UND: Apple ist ja nicht stehen geblieben, sondern die Entwickler bekamen und bekommen über die Jahre immer mehr Möglichkeiten welche alles Apple entwickelt und bezahlt!

Es war noch nie so einfach Apps für den Apple App Store zu entwickeln und zu veröffentlichen wie heute. Man muss sich keine Gedanken über Steuern in den verschiedenen Ländern, Infrastrukturen welche dies alles stemmt, Synchronisationen und und und zu machen.

Apple stellt für die 30% einen enormen Mehrwert den Entwicklern zur Verfügung.

Das ist wie wenn ein Hausbesitzer über 10 Jahre das Haus renoviert hätte (z.B. neue Fenster, neue Bäder, neue Heizungssysteme usw.) ohne die Miete anzuheben.

Nochmal: Apple hat die 30% in den letzten 12 Jahren nicht erhöht aber immer weiteren Mehrwert für die Entwickler-Gemeinde geschaffen.
+8
Wurzenberger
Wurzenberger07.09.20 12:38
0
Radetzky07.09.20 12:51
Wiesi
Auch unterliegt SW keiner mechanischen Abnutzung und muß nicht geschmiert werden.

Dein Vergleich zeigt, das Du Dich in Punkto Fairness noch etwas verbessern kannst.

Ah, nicht vom Fach
- Server müssen ersetzt werden
- Festplatten fallen aus
- Lüftungen und Kühler fallen aus
- Software muss weiter entwickelt werden usw. usf.

Aber ich verbessere mich gerne, jeden Tag
+6
sierkb07.09.20 13:12
Radetzky
- Server müssen ersetzt werden
- Festplatten fallen aus
- Lüftungen und Kühler fallen aus
- Software muss weiter entwickelt werden usw. usf.

Wessen Server, Rechenzentren, Cloud-Infrastruktur, Cloud-Infrastruktur-Software ist es denn unter der Haube und bei Lichte betrachtet? Von wem hat Apple sie denn angemietet bzw. wessen diesbzgl. Dienste und Infrastruktur nimmt Apple denn dazu in Anspruch, baut auf denen zu ganz großen Anteilen und mehrheitlich auf (neben dem daneben immer noch geringeren Anteil eigener), verkauft sie als eigene unter eigenem Namen weiter? Nicht zufällig vor allem und mehrheitlich jene von Google Cloud, Microsoft Azure Cloud, Amazon AWS Cloud – auf die Apple seine Services und Dienste aufsetzt und sie unter seinem Namen an seine Nutzer/Kunden weiterverkauft und anbietet? Gab es nicht sogar letztes Jahr ein Gerichtsverfahren gegen Apple in den USA, in dem das explizit Gegenstand war und wo das benannt worden ist, und Apple das betreffend falsches Spiel aufgrund von Intransparenz den Nutzern/Kunden gegenüber und Abzocke wegen überhöhter Preise vorwarf?
-5
elscod
elscod07.09.20 13:36
Ich verstehe nicht woher die Auffassung kommt Apple sei Monopolist. Zu einem Monopolist gehört für mich dazu, dass der Marktführer ist und zwar so stark dass die Konkurrenz weit abgeschlagen ist.

Apple hat Stand heute 13% Marktanteil bei Smartphones (Platz 3)... Samsung Platz 1 und Huawei Platz 2 mit Android-System kommen zusammen auf 37%... Da hat der GoogleStore doch ein paar Kunden mehr als der Appstore.

Ich checke das nicht... Epic bietet den Scheiss auf 8 Plattformen an und Apple ist der Böse im Spiel?
+5
sierkb07.09.20 13:42
MikeMuc
Wo bitte steht geschrieben das 30% vom Umsatz Gier ist? Das mag vielleicht dein Eindruck sein. …

The Register (25.08.2020): Epic move: Judge says Apple can't revoke Unreal Engine dev tools, asks 'Where does the 30 per cent come from?'
But no, Fortnite can't come back to the App Store for now either :
The Register, 25.08.2020
[…]

The judge reportedly asked Apple lawyer Richard Doren at the Zoom hearing yesterday: "The question is, without competition: where does the 30 per cent (App Store commission) come from? Why isn't it 10? 20? How is the consumer benefiting?"

To the last question, Doren, a partner at LA law firm Gibson Dunn & Crutcher LLP, replied that consumers could choose when deciding to buy an Android device or an iPhone.

In the written order filed late yesterday, the judge noted:
While the Court anticipates experts will opine that Apple's 30 percent take is anti-competitive, the Court doubts that an expert would suggest a zero per cent alternative. Not even Epic Games gives away its products for free.

The order will be a relief to Epic in that it won't be cut off from Unreal Engine development on Apple's operating systems; and the judge noted the court had to weigh up whether an "injunction is in the public interest".

She spoke of the "potential significant damage to both the Unreal Engine platform itself, and to the gaming industry generally, including on both third-party developers and gamers", adding that "not only has the underlying [SDK] agreement not been breached, but the economy is in dire need of increasing avenues for creativity and innovation, not eliminating them. Epic Games and Apple are at liberty to litigate against each other, but their dispute should not create havoc to bystanders."

However, that second part of the order – that Epic may not return to the iOS platform – does mean that locked-down iPhone users won't be able to go to the dev's Fortnite tournament.

[…]

Reuters (25.08.2020): Judge blocks Apple move to hamper Epic's Unreal Engine
:
Reuters, 25.08.2020
[…]

During a terse exchange with Apple counsel Richard Doren at a hearing on Monday, the judge said she saw “no competition” to Apple’s App Store on the iPhone.

“The question is, without competition, where does the 30% (App Store commission) come from? Why isn’t it 10? 20? How is the consumer benefiting?” she asked.


Doren replied that consumers had choices when deciding to buy an Android device or an iPhone.

“The competition is in the foremarket,” he said, reiterating an argument that has been central to Apple Chief Executive Tim Cook’s defense during Congressional antitrust hearings.

Gonzalez Rogers replied that there was “plenty of economic theory” to show that switching brands imposed costs on consumers.

She at one point muted Doren in the virtual proceedings. Doren later said that Apple would prove at trial that “people switch all the time”.
-8
sierkb07.09.20 13:51
elscod
Apple hat Stand heute 13% Marktanteil bei Smartphones (Platz 3)...
[…]
Ich checke das nicht...

Betrachte mal bitte die Länder/Kontinente/Märkte separat. Vor allem jene, in denen grad' von den Aufsichtsbehörden (in den USA ist es im Moment das US-Justizministerium, die teilen sich grad' die Aufgabe und die Fälle mit der FCC) gegen Apple ermittelt wird wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung:

Marktanteile von mobilen Betriebssystemen an der Internetnutzung mit Mobiltelefonen in den USA im Mai 2020:

Marktanteil (USA) iOS: 58,46 %
Marktanteil (USA) Android: 41,38 %

Quelle: Statista, Marktanteile von mobilen Betriebssystemen an der Internetnutzung mit Mobiltelefonen in den USA von Januar 2009 bis Mai 2020

Marktanteile der Betriebssysteme an der Smartphone-Nutzung in den USA im Mai 2020:

Marktanteil (USA): Apple: 52,4 %
Marktanteil (USA) Android: 47 %

Quelle: Statista, Marktanteile der Betriebssysteme an der Smartphone-Nutzung in den USA von Januar 2010 bis Mai 2020
-3
sierkb07.09.20 14:12
flyingangel
Ich glaube, Epic hat sich verkalkuliert …

Oder du irrst, und es läuft exakt so, wie Epics Anwälte es vorausberechnet haben, und Apple hat sich exakt so verhalten und verhält sich weiter so, wie Epics Anwälte es vorausgesehen haben, und die Ereignisse laufen exakt in Epics Richtung, und sie haben Apple genau da, wo sie sie haben wollten: nämlich in der Ecke und sich selbst entlarvend und die mehrfach von unterschiedlicher Seite erhobenen und im Raume stehenden Vorwürfe des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung nur unterstreichend durch ihr aktuelles Tun.

Bedenke: es laufen derzeit und parallel in verschiedenen Ländern, allen voran in den USA, Verfahren gegen Apple & Co. wegen Missbrauchs einer markrbeherrschenden Stellung (übergeordnete Verfahren, die sich u.U. noch über Jahre hinziehen können, bevor da ein endgültiges Ergebnis feststeht). Diese Auseinandersetzung von Epic gegen Apple bzw. Apples Verhalten im Zuge dieser Auseinandersetzung mit Epic ist Futter und wie geschaffen dafür, geht garantiert in die Bewertung und Urteilsfindung und daraus resultierende noch mehr verschärfte Gesetzgebung ein (ist ja letzte Woche schon angekündigt worden von einem Kongressabgeordneten, dass er parteiübergreifend dafür kämpfen wird, die diesbzgl. Gesetze zu verschärfen und die Aufsichtsbehörden FCC und Justiz-Ministerium noch mehr zu drängen, härter vorzugehen und ihnen alles Handwerkzeug nebst Personal in die Hände zu geben, das sie benötigen würden, um das tun zu können, die Situation sei so, weil diese in Rede stehenden Unternehmen von den Aufsichtsbehörden bisher viel zu lasch kontrolliert worden und sie zu wenig an die Kandare genommen worden seien).

Epic weiß auch, dass Apple in den USA vom US-Justizministerium, in Europa von der EU-Kommission, in Russland von den Wettbewerbs- und Kartellbehörden (die bereits zu einem Urteil gegen Apple gekommen sind) und in Süd-Korea (die ebenfalls zu einem Urteil nebst Strafzahlung gegen Apple gekommen sind) ebenfalls von den dortigen Wettbewerbs- und Kartellbehörden am Pranger steht.
Das Timing könnte nicht besser sein. Und Apple, in dieser Hinsicht total berechenbar, liefert durch sein derzeitiges Verhalten exakt das und einen weiteren Mosaikstein, was es braucht, um für Kläger wie für Richter und Aufsichtsbehörden sagen zu können: "Seht her – wenn es eines Beweises bedurft hätte, wie hier jemand seine Marktstellung und Marktmacht missbraucht, dann hier, bitteschön."
-10
deus-ex07.09.20 14:30
sierkb
flyingangel
Ich glaube, Epic hat sich verkalkuliert …

Oder du irrst, und es läuft exakt so, wie Epics Anwälte es vorausberechnet haben, und Apple hat sich exakt so verhalten und verhält sich weiter so, wie Epics Anwälte es vorausgesehen haben, und die Ereignisse laufen exakt in Epics Richtung, und sie haben Apple genau da, wo sie sie haben wollten: nämlich in der Ecke und sich selbst entlarvend und die mehrfach von unterschiedlicher Seite erhobenen und im Raume stehenden Vorwürfe des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung nur unterstreichend durch ihr aktuelles Tun.

Bedenke: es laufen derzeit und parallel in verschiedenen Ländern, allen voran in den USA, Verfahren gegen Apple & Co. wegen Missbrauchs einer markrbeherrschenden Stellung (übergeordnete Verfahren, die sich u.U. noch über Jahre hinziehen können, bevor da ein endgültiges Ergebnis feststeht). Diese Auseinandersetzung von Epic gegen Apple bzw. Apples Verhalten im Zuge dieser Auseinandersetzung mit Epic ist Futter und wie geschaffen dafür, geht garantiert in die Bewertung und Urteilsfindung und daraus resultierende noch mehr verschärfte Gesetzgebung ein (ist ja letzte Woche schon angekündigt worden von einem Kongressabgeordneten, dass er parteiübergreifend dafür kämpfen wird, die diesbzgl. Gesetze zu verschärfen und die Aufsichtsbehörden FCC und Justiz-Ministerium noch mehr zu drängen, härter vorzugehen und ihnen alles Handwerkzeug nebst Personal in die Hände zu geben, das sie benötigen würden, um das tun zu können, die Situation sei so, weil diese in Rede stehenden Unternehmen von den Aufsichtsbehörden bisher viel zu lasch kontrolliert worden und sie zu wenig an die Kandare genommen worden seien).

Epic weiß auch, dass Apple in den USA vom US-Justizministerium, in Europa von der EU-Kommission, in Russland von den Wettbewerbs- und Kartellbehörden (die bereits zu einem Urteil gegen Apple gekommen sind) und in Süd-Korea (die ebenfalls zu einem Urteil nebst Strafzahlung gegen Apple gekommen sind) ebenfalls von den dortigen Wettbewerbs- und Kartellbehörden am Pranger steht.
Das Timing könnte nicht besser sein. Und Apple, in dieser Hinsicht total berechenbar, liefert durch sein derzeitiges Verhalten exakt das und einen weiteren Mosaikstein, was es braucht, um für Kläger wie für Richter und Aufsichtsbehörden sagen zu können: "Seht her – wenn es eines Beweises bedurft hätte, wie hier jemand seine Marktstellung und Marktmacht missbraucht, dann hier, bitteschön."

Ich würde sagen du überschätz Epic und Fortnite genau so wie Epic sich selbst. Der erhoffte Social Media Shitstorm mit der #FreeFortnite Kampagne blieb leider aus. Der Grund. Fortnite ist weit weniger Relevant als man bei Epic glaubt.
+4
maliker07.09.20 14:33
sierkb
Radetzky
- Server müssen ersetzt werden
- Festplatten fallen aus
- Lüftungen und Kühler fallen aus
- Software muss weiter entwickelt werden usw. usf.

Wessen Server, Rechenzentren, Cloud-Infrastruktur, Cloud-Infrastruktur-Software ist es denn unter der Haube und bei Lichte betrachtet? Von wem hat Apple sie denn angemietet bzw. wessen diesbzgl. Dienste und Infrastruktur nimmt Apple denn dazu in Anspruch, baut auf denen zu ganz großen Anteilen und mehrheitlich auf (neben dem daneben immer noch geringeren Anteil eigener), verkauft sie als eigene unter eigenem Namen weiter? Nicht zufällig vor allem und mehrheitlich jene von Google Cloud, Microsoft Azure Cloud, Amazon AWS Cloud – auf die Apple seine Services und Dienste aufsetzt und sie unter seinem Namen an seine Nutzer/Kunden weiterverkauft und anbietet? Gab es nicht sogar letztes Jahr ein Gerichtsverfahren gegen Apple in den USA, in dem das explizit Gegenstand war und wo das benannt worden ist, und Apple das betreffend falsches Spiel aufgrund von Intransparenz den Nutzern/Kunden gegenüber und Abzocke wegen überhöhter Preise vorwarf?

Ändert am Ende nichts, dass Apple die Serverkontingente einkaufen und bereitstellen muss, auch wenn die jeweilige App der Entwickler ein Flop ist/wird oder auch einfach kostenlos angeboten wird.

Am Ende zahlt auch Apple seine Rechnungen an andere Dienstleister, egal was kommt.
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