Claris FileMaker 19 für macOS: Neue Features für Addons, Machine Learning und Cloud

Apple-Tochterunternehmen Claris hat eine neue Version von FileMaker angekündigt. Das Tool zum Entwickeln von Datenbanken und Verwalten von Datenbank-Inhalten bietet in Version 19 viele neue Funktionen. Dazu gehören Features für die App-Entwicklung wie die Unterstützung von Third-Party-Libraries und ein optimiertes Zusammenspiel mit JavaScript oder der Apple-Schnittstelle CoreML.


Plug-and-Play-Addons und mehr
FileMaker 19 enthält außer vielen kleinen Verbesserungen auch einige zentrale Neuerungen wie Plug-and-Play-Addons, die Entwicklern die Arbeit erleichtern sollen. Mithilfe von Addons wie wie Kanban-Tafeln oder Fotogalerien lassen sich Apps schneller als zuvor zusammenstellen. Nutzer können Erweiterungen aber nicht nur einsetzen, sondern auch selbst entwickeln. Claris zufolge sind entsprechende Addons per JavaScript, Webdienste oder nativem FileMaker-Code schnell erstellt und bereit für den Verkauf über den Claris Marketplace.


Hinzu kommt die Möglichkeit, eigene Apps mit JavaScript zu erweitern. Fertige JavaScript-Bibliotheken oder selbsterstellter Code ermöglichen es, Inhalte wie Karten, animierte Grafiken und Datenvisualisierungen in Anwendungen einzubetten. Für die Entwicklung intelligenter Apps bietet FileMaker 19 ebenfalls Funktionen. Die Integration von Core ML-Maschinenlernmodellen, der Support von Siri-Kurzbefehlen und das Einlesen von NFC zählen zu den entsprechenden Features. Darüber hinaus gibt es Funktionen für Bildklassifizierung, Stimmungsanalyse und Objekterkennung.

FileMaker Cloud im Fokus
Ein weiterer Vorteil der neuen FileMaker-Version ist die Möglichkeit, Programme über die FileMaker Cloud zu erstellen. Das gibt Anwendern die Gelegenheit dazu, den zuvor notwendigen mehrstufigen Konfigurationsprozess zu überspringen. Beim Hosting zeigen sich ebenfalls Neuerungen. Zusätzlich zu macOS und Windows funktioniert das Hosting von FileMaker Server fortan auch über Linux-Betriebssysteme. Claris möchte damit laut eigener Aussage eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des Tools gewährleisten.

Claris FileMaker 19 beginnt in der Essentials-Variante bei 21 Euro (pro Monat und Nutzer). Die Standardversion ist für 42 Euro (pro Monat und Nutzer) erhältlich. Beide Varianten lassen sich über die Herstellerseite erwerben. Hinzu kommt die Einzellizenz für 685,44 Euro (Store: ).

Kommentare

tk69
tk6921.05.20 11:39
Ich finde diese Software recht interessant. Aber welche Bedeutung am Softwaremarkt hat Filemaker?
+1
becreart
becreart21.05.20 11:42
recht hohe würde ich sagen.

komme schon seit jahren immer wieder im berührung damit.
+3
milk
milk21.05.20 12:18
FileMaker tummelt sich schon immer in der Nische der Mac-basierten Fachanwendungen. Es gibt zwar eine Windows-Version, aber die MS-Fraktion verwendet für den gleichen Zweck in der Regel Access.

Wenn man ein kleines Unternehmen verwalten will oder einen Verein, und die Anforderungen nicht von Standardsoftware abgedeckt werden, dann kann man das mit FM machen. Die Erstellung von eigenen Eingabemasken und Programmcode, der die Daten verschwurschtelt, sind recht leicht zu machen.

Ich würde heutzutage eine Open-Source-Web-Lösung bevorzugen, da ich aus eigener leidlicher Erfahrung weiß, dass man mit FileMaker recht schnell an hässliche Grenzen stößt, wenn die Anforderungen zu wild werden, aber das sei natürlich jedem selbst überlassen.
+5
gfhfkgfhfk21.05.20 12:59
tk69
Ich finde diese Software recht interessant. Aber welche Bedeutung am Softwaremarkt hat Filemaker?
FileMaker ist ein Werkzeug für RAD (rapid application development) auf Basis einer Datenbank. Wie milk schon schrieb entwickelt man auf Basis solcher Tools Fachanwendungen. Tools wie FileMaker (oder 4D, MS Access, …) erlauben es mit graphischen Werkzeugen sehr schnell Eingabe- und Ausgabemasken für Datenbanken zu erstellen. Dazu lassen sich Programmabläufe mit einer proprietären Programmiersprache die Datenbank focusiert ist erstellen.

Das Problem an FileMaker ist, dass die mitgelieferte Datenbankengine nicht sehr leistungsfähig ist. Z.B. bei MS Access kann man die recht schlechte Access Engine durch MS SQL ersetzen. So etwas ist bei FileMaker nicht vorgesehen.

Auf der anderen Seite gibt es reine RDBMS Engines: Oracle, DB2, MS SQL, PostgreSQL, MySQL, MariaDB, … die keine RAD Tools mitliefern. Da muss man sich dann selbst um das passende Werkzeug für die Entwicklung der Oberfläche kümmern.
+6
Catcatcat21.05.20 13:05
milk
Ich würde heutzutage eine Open-Source-Web-Lösung bevorzugen, da ich aus eigener leidlicher Erfahrung weiß, dass man mit FileMaker recht schnell an hässliche Grenzen stößt, wenn die Anforderungen zu wild werden, aber das sei natürlich jedem selbst überlassen.
Hast du einen Tipp für eine unkomplizierte Open-Source-Web-Lösung?
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milk
milk21.05.20 13:32
Catcatcat
Hast du einen Tipp für eine unkomplizierte Open-Source-Web-Lösung?
Nicht aus dem letzten Jahrzehnt.
Ich habe mal ein Museumsprojekt auf Basis von CakePHP erstellt, das war sehr einfach. Allerdings habe ich auch eine entsprechende Berufserfahrung, muss also für dich nicht einfach sein. Und PHP darf man heutzutage ja nicht mehr laut sagen.
Für den Anfang kannst du dich durch diese Liste arbeiten, da ist sicher etwas dabei.
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erikhuemer
erikhuemer21.05.20 14:29
Ich finde Filemaker toll, aber die bringen so oft extrem teuere Updates raus, dass ich mir das als Privatperson schlicht nicht leisten kann. Schade.
Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen. Albert Einstein
+8
Catcatcat21.05.20 16:53
milk
Für den Anfang kannst du dich durch diese Liste arbeiten, da ist sicher etwas dabei.
Danke!
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becreart
becreart21.05.20 17:21
erikhuemer
Ich finde Filemaker toll, aber die bringen so oft extrem teuere Updates raus, dass ich mir das als Privatperson schlicht nicht leisten kann. Schade.

Würde jetzt auch behaupten, dass FileMaker nicht für den Privatanwender gedacht ist.
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motiongroup21.05.20 17:42
Schau dir einmal Ninox an
wer nen roten Daumen über hat.. darüber plaudern ist nicht so euer Ding gell
+2
ein.Leguan
ein.Leguan21.05.20 19:42
Schade ist, dass Ninox -was man leistungstechnisch vermutlich irgendwo zwischen dem nicht mehr verfügbaren Bento und FileMaker ansiedeln könnte- ebenso wie FileMaker in den kostengünstigeren Versionen Nutzer nahezu zwingt, einen vorgegebenen bzw. den eigenen Cloud-Service für die Synchronisation zu nutzen.
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smartfiles21.05.20 20:50
Wir haben Filemaker seit Jahren in unserem Betrieb als ERP - Lösung im Einsatz. Der Gewinn in standardisierten Geschäftsprozessen ist immens und wir können es als eigene Lösung immer wieder auf neue Anforderungen ausrichten.
Neben der ganzen Korrespondenz sind auch Pendenzen und Protokollverwaltung darin aufgebaut. Wir steuern damit sehr grosse Bauprojekte und können uns somit auf das Kerngeschäft konzentrieren.
Sind da seit Version 4.0 dabei.
+1
olbea22.05.20 00:28
„Zusätzlich zu macOS und Windows funktioniert das Hosting von FileMaker Server fortan auch über Linux-Betriebssysteme.“
ENDLICH!!!
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Solaris
Solaris22.05.20 11:20
Catcatcat
milk
Ich würde heutzutage eine Open-Source-Web-Lösung bevorzugen, da ich aus eigener leidlicher Erfahrung weiß, dass man mit FileMaker recht schnell an hässliche Grenzen stößt, wenn die Anforderungen zu wild werden, aber das sei natürlich jedem selbst überlassen.
Hast du einen Tipp für eine unkomplizierte Open-Source-Web-Lösung?

Mit PHP Frameworks die auch eine Template Engine haben, kommt man recht schnell zum Ziel. Vorausgesetzt man kennt sich wenigstens ein bisschen mit PHP aus..

Ich würde sowas mit Laravel machen. Virtuelle Maschine mit Homestead. Ein bisschen Responsive machen und es läuft auf jedem Gerät. Mit Bitbucket Pipelines pusht man kleine Änderungen innert 1-2 Minuten auf den Live Server.
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Catcatcat22.05.20 14:21
Solaris
Ich würde sowas mit Laravel machen. Virtuelle Maschine mit Homestead. Ein bisschen Responsive machen und es läuft auf jedem Gerät. Mit Bitbucket Pipelines pusht man kleine Änderungen innert 1-2 Minuten auf den Live Server.
Seh ich mir mal an. Danke!
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moosegcr
moosegcr22.05.20 21:18
olbea
„Zusätzlich zu macOS und Windows funktioniert das Hosting von FileMaker Server fortan auch über Linux-Betriebssysteme.“
ENDLICH!!!
Das muß man sich direkt mal ansehen - einen brauchbaren Server gibt es ja unter MacOS leider nimmer

Prinzipiell wollte ich Filemaker ja schon Version 17/18 rausschmeissen, schau ma mal, ob er mit 19 eventuell noch eine Chance kriegt. Was ich an FM schätze ist die schnelle Entwicklung der Oberfläche, was ich nicht mag ist die DB dahinter. Ich hätt die Frontend-Engine von Filemaker gerne und eine eigene Db dahinter - Oracle oder MySQL oder was auch immer - das wär fein und hätte mehr Pfeffer...

Was die Update Politik von Claris angeht - das sag ich nicht sonst gibt's wieder Daumen runter
+1
gfhfkgfhfk22.05.20 23:47
moosegcr
Ich hätt die Frontend-Engine von Filemaker gerne und eine eigene Db dahinter - Oracle oder MySQL oder was auch immer - das wär fein und hätte mehr Pfeffer...
Da bist Du nicht der einzige. Die Stärke von FileMaker und 4D sind RAD, und nicht die RDBMS darunter. PostgreSQL ist in vielen Fällen ein sehr brauchbarer Ersatz für Oracle. MySQL nimmt man nur, wenn man spezielle Anforderungen hat.
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BaciVE02.06.20 12:40
Was mich am meisten stört: Nur noch die Einzelplatzlizenz kann zum Festpreis erworben werden, alles andere ist Mietsoftware mit monatlicher Abrechnung. Ich arbeite in einer Universität und bräuchte einen neuen FileMaker Server mit Webpublishing. Mieten kommt nicht in Frage, Kaufen geht nicht. Oder gibt es da eine mir bisher nicht bekannte Möglichkeit?
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