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Mac-Praxis: Was sind DS_Store-Dateien – und wie kann man sie lesen?

Wer zu Zeiten vor Windows 8 auf einen gemeinsamen Ordner mit Windows-Nutzern zugriff oder Speichermedien austauschte, erinnert sich vielleicht an seltsame Dateien mit der Bezeichnung „thumbs.db“. Windows-Nutzern blieben sie verborgen, doch am Mac war sie sichtbar – und schien keinen Zweck zu erfüllen. Ähnlich ergeht es Windows- und Linux-Nutzern mit „.DS_Store“, welche der Finder in beinahe jedem Ordner ablegt, dessen Inhalt er darstellen durfte. Das passiert auch 2026 noch und kann zu Problemen bei Backup, Versionsverwaltung und Synchronisierung führen – und Ordner-Mitnutzer ärgern. Doch wofür das Ganze? Ein kostenloses Programm (ab macOS 26) bringt Licht ins Dunkel.


Die App DS_Store Inspector lässt sich im Mac App Store herunterladen. Startet man sie, erscheint ein leeres Fenster, welches den Anwender dazu auffordert, einen Ordner daraufzuziehen. Wer dieser Empfehlung folgt, erhält eine Übersicht aller gespeicherten Daten, welche eine im jeweiligen Ordner vorhandene .DS_Store-Datei versammelt.


In der .DS_Store-Datei speichert der Finder Darstellungsattribute wie Icon-Position und angezeigte Spalten.

Nur gucken (oder löschen), nicht editieren
Die App zeigt lediglich vom Finder erzeugte Inhalte an; eine Bearbeitung erlaubt DS_Store Inspector nicht. Allerdings lässt sich über das File-Menü eine angezeigte .DS_Store-Datei entfernen. Dann erscheint der Eintrag „0 Records“ im Inspektor-Fenster. Beim kleinsten Herumspielen mit der Darstellung, etwa einem Neuarrangement in der Icon-Ansicht, legt der Finder diese jedoch wieder an.

Noch sinnvoll?
Mit der Einführung von APFS wurden viele Metadaten aus der Ressource Fork und verschiedenen anderen Quellen in die erweiterten Attribute (extended attributes) einer Datei umgesiedelt. So sind Tags, Icons und Fensterhintergründe nun als xattr angeheftet. Rechnerspezifische Einstellungen sichert macOS inzwischen in einer zentralen Datenbank des jeweiligen Volumes. Neben Icon-Position und Spaltenanordnung bleibt zudem ein Feld, welches weiterhin über .DS_Store gespeichert wird: der Finder-Kommentar. Vielleicht behält sich deshalb der Finder weiterhin vor, aus der Reihe zu tanzen und sein Revier zu markieren. Immerhin geschieht dies mittlerweile nicht mehr in Netzwerk-Ordnern.

Kommentare

Nebula
Nebula04.02.26 17:49
Finder-Kommentare landen übrigens auch in die Xattr, sonst könnte Spotlight damit nix anfangen.
imi
Rechnerspezifische Einstellungen sichert macOS inzwischen in einer zentralen Datenbank des jeweiligen Volumes
Was ist hier gemeint? Eine Registry wie bei Windows doch nicht, oder? Sind Plist-Dateien ein Auslaufmodell?
»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs
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Hugo Bond04.02.26 18:02
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Was ist hier gemeint? Eine Registry wie bei Windows doch nicht, oder?
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DAS würde mich auch brennend interessieren und vor allem wäre mal interessant, was den Finder so dermaßen schnarchlangsam macht, wenn er nicht auf schnellsten SSDs laufen darf. Eine große HD via USB (auch USB-C schnell) an einem Mac ist fast nicht benutzbar. 10.000 Dateien und mehr in einem Directory? Nach dem Öffnen erst mal minutenlang Kaffeetrinken, bevor überhaupt ein Listing auftaucht. Das ist, natürlich durch die größeren Speicher, einfach nicht mehr zeitgemäß ... eigentlich konnte Win das schon vor 20 Jahren besser. Das wird freilich bei NASs, bzw. generell über LAN noch schlechter.

Was macht MacOS in der Wartezeit? Gilt übrigens auch fürs Auswerfen - kann ewig dauern, wenns denn überhaupt geht und nicht vom Finder - ohne sichtbare Aktivität - verhindert wird.
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Marcel Bresink04.02.26 18:19
Mit der Einführung von APFS wurden viele Metadaten aus der Ressource Fork und verschiedenen anderen Quellen in die erweiterten Attribute (extended attributes) einer Datei umgesiedelt.

Das ist mehrfach falsch. Zum einen wurden Metadaten schon seit der Einführung von Mac OS X nicht mehr in Ressource Forks gespeichert, zum anderen wurden bestimmte Metadaten schon lange vor der Einführung von APFS bereits in Erweiterten Attributen abgelegt.
Noch sinnvoll?

Das ist noch sinnvoll, denn nicht jedes Dateisystem und nicht jedes Netzwerkprotokoll kann Erweiterte Attribute verarbeiten. Die Ansichtseinstellungen eines Ordners sollen traditionell aber auf jedem Datenträger erhalten bleiben, den der Finder anzeigen kann, egal ob das eine altmodische, selbst gebrannte CD oder eine Speicherkarte im ExFAT-Format ist.
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