Browser-News für Mac-User: Chrome legt Final Cut Pro X lahm, Lücken in Firefox geschlossen

Wer Final Cut Pro X einsetzt und Google Chrome nutzt, sollte Letzteren schließen, wenn er Videos bearbeiten möchte. Der Browser des Suchmaschinenriesen sorgt nämlich für Probleme mit Apples Schnittsoftware: Diese wird extrem verlangsamt und kann sogar abstürzen.


Chrome blockiert wichtiges Framework
Ursächlich für die Probleme ist einem Tweet des Nutzers Felipe Baez zufolge die Tatsache, dass Google Chrome das VideoToolBox-Framework von macOS blockieren kann. Dieses wird für das Encoding und Decoding von Videos genutzt und erlaubt entsprechender Software den Zugriff auf die Hardwareressourcen eines Mac. Zur Blockade durch Chrome kommt es beispielsweise, wenn im Browser ein Video abgespielt wird, etwa von YouTube. In den Log-Dateien hat Baez festgestellt, dass in solchen Fällen die CPU-Last auf bis zu 300 Prozent ansteigt und Final Cut Pro X dann den Dienst verweigert.

Chrome beenden - Spuk vorbei
Der Spuk ist allerdings sofort vorbei, wenn man Chrome schließt, denn dadurch wird der Zugriff des Browsers auf VideoToolBox beendet. Das Framework steht damit der Videoschnitt-Software uneingeschränkt zur Verfügung und diese arbeitet wieder wie gewohnt. Eine Deinstallation des Browsers ist also nicht erforderlich. Auch andere Programme wie Adobe Premiere Pro oder Da Vinci Resolve können der Beobachtung von Baez zufolge durch diesen Bug in Google Chrome in Mitleidenschaft gezogen werden.

Firefox umgehend aktualisieren
Mozilla hat Version 67.0.4 von Firefox bereitgestellt. Nutzer des Browsers sollten diesen umgehend aktualisieren, da das Update zwei gefährliche Sicherheitslücken schließt. Durch die Ausnutzung der jetzt behobenen Schwachstellen wäre es Angreifern unter Umständen möglich gewesen, Schadcode auf dem Computer auszuführen. Es ist bereits die zweite Aktualisierung von Firefox innerhalb weniger Tage, mit Version 67.0.3 hatte Mozilla ebenfalls eine gefährliche Sicherheitslücke geschlossen. Auch für die LTS-Version von Firefox gibt es ein Update, Nutzer sollten möglichst umgehend Version 60.7.2 installieren.

Kommentare

My2Cent24.06.19 15:52
Seltsam: Wie kann _ein_ Prozess (Crome) einen anderen (Final Cut) dermaßen stark Behindern? MaOS beherrscht preemtives Multitasking. Da sollte eigentlich der Prozess-Scheduler dafür sorgen, dass sowas nicht passieren kann.
Oder wo ist mein Denkfehler?
+4
johnnytravels
johnnytravels24.06.19 16:25
My2Cent
Seltsam: Wie kann _ein_ Prozess (Crome) einen anderen (Final Cut) dermaßen stark Behindern? MaOS beherrscht preemtives Multitasking. Da sollte eigentlich der Prozess-Scheduler dafür sorgen, dass sowas nicht passieren kann.
Oder wo ist mein Denkfehler?

Du verstehst wohl nicht: Google schlecht, Apple gut
‚Tim Cook ist kein Produkt-Mensch.‘ — Steve Jobs
-4
deus-ex24.06.19 16:37
Chrome beantragt für den Videoplayback mehr Ressourcen als es eigentlich braucht. FCP und das System selber laufen ja weiter. Nur mit eigeschränkter Performance.

Somit hat PM schon funktioniert. Es soll ja nur verhindern das sich Prozesse gegenseitig blockieren und das System „einfriert“.
Das tut es ja in diesem Fall nicht.
Das OS kann ja fachlich nicht erkennen ob die angeforderten Ressourcen wirklich braucht.

Die Frage ist ob Chrome wirklich dieses Framework für den Playback braucht.
My2Cent
Seltsam: Wie kann _ein_ Prozess (Crome) einen anderen (Final Cut) dermaßen stark Behindern? MaOS beherrscht preemtives Multitasking. Da sollte eigentlich der Prozess-Scheduler dafür sorgen, dass sowas nicht passieren kann.
Oder wo ist mein Denkfehler?
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My2Cent24.06.19 17:02
deus-ex
Chrome beantragt für den Videoplayback mehr Ressourcen als es eigentlich braucht. FCP und das System selber laufen ja weiter. Nur mit eigeschränkter Performance.

Es ist, wie s ist:
Aber wenn Crome andere Programme sogar zum Absturz bringen kann, dann bin ich schon der Meinung, dass der Prozess-Scheduler eigentlich genau sowas verhindern sollte. Das erinnert mich nämlich an alte Zeiten, (Windows 95, MacOS 9), da kam sowas öfter vor, weil die Systeme noch kooperatives Multitasking nutzten.
Siehe und
+2
deus-ex24.06.19 18:29
Ändert aber auch nichts daran das wenn ich, jetzt mal überspitzt ausgedrückt, Tomb Raider in 4K und max Details spiele ich such FCP nicht mehr Nutzen kann. Da hilft mir PM auch nix mehr. Das soll Deadlocks verhindern, stellt aber nicht allen Prozessen gleichberechtigt die selben Ressourcen zu Verfügung.
My2Cent
deus-ex
Chrome beantragt für den Videoplayback mehr Ressourcen als es eigentlich braucht. FCP und das System selber laufen ja weiter. Nur mit eigeschränkter Performance.

Es ist, wie s ist:
Aber wenn Crome andere Programme sogar zum Absturz bringen kann, dann bin ich schon der Meinung, dass der Prozess-Scheduler eigentlich genau sowas verhindern sollte. Das erinnert mich nämlich an alte Zeiten, (Windows 95, MacOS 9), da kam sowas öfter vor, weil die Systeme noch kooperatives Multitasking nutzten.
Siehe und
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My2Cent24.06.19 22:16
Habe im MTN-Forum wahrscheinlich sogar eine Lösung füt das Problem gefunden: Dem Chrom-Prozess eine niedrigere Priorität zuweisen, müsste helfen:
0
Appletiser
Appletiser25.06.19 06:52
Ich kann aus verschiedenen Gründen immer nur warnen Chrome oder auch dessen Derivate als Standrad-Browser zu nutzen. U.a. wegen der propritären Techniken wie AMP die Web-Standards unterläuft. Zudem ist es einfach Google und das ureigenste Interesse dieses Unternehmens ist das Tracken von Verhalten der Benutzer. Auch hierzu wird die AMP-Technik genutzt.
Am besten man setzt auf Firefox und unterdrück z.B. mit einem Addon die AMP-Funktion
__

+1
Tai25.06.19 23:30
Ich habe auch noch nie verstanden, wieso man ohne vorgehaltene Waffe dieses Programm verwendet.
+1

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