Beschädigungen beim MacBook: Apple warnt vor Kameraabdeckungen

Fast alle modernen Laptops kommen mit einer integrierten Webcam daher. Meist befindet sich diese am oberen Rand des Bildschirms. Praktisch, wenn man viele Videokonferenzen abhält – es muss keine externe Kamera mitgenommen werden. Doch manche Nutzer vertrauen nicht darauf, dass die Leuchte neben der Kamera verlässlich funktioniert und haben Angst, ausspioniert oder in unpässlichen Situationen aufgenommen zu werden.


Apple weist in einem neuen Support-Artikel darauf hin, dass diese Vorsichtsmaßnahme bei MacBooks nicht notwendig sind. Aufgrund der Art und Weise, wie die Kamera funktioniert, ist es nicht möglich, diese zu aktivieren, ohne dass die grüne Kontroll-LED aufleuchtet. Diese ist neben der Kamera angebracht und leuchtet, sobald auf die Kamera zugegriffen wird. Dabei kann die LED nicht gesondert durch Software an- oder abgeschaltet werden, sondern das Kamera-Modul aktiviert die Leuchtdiode, sobald die Kamera Daten weitergibt – ein Hack ist also praktisch ausgeschlossen.


In einigen Laptops von anderen Herstellern wird die Leuchtdiode neben der Webcam gesondert von der eigentlichen Kamera per Software aktiviert – dies eröffnet natürlich die Möglichkeit, den Nutzer auszuspionieren, ohne dass dieser davon etwas mitbekommt.

Abdeckung vor Schließen entfernen
Sollte man dennoch in einer Firma arbeiten, welche die Abdeckung der Kamera vorschreibt, soll man diese vor dem Schließen des Laptops entfernen. Der Grund dahinter ist, dass der Bildschirm bündig mit dem Top Case des Laptops schließt, wenn das MacBook zugeklappt wird – die Abdeckung drückt so auf das Kameramodul und den Bildschirm. Beschädigungen sind nicht auszuschließen und sind auch nicht von der Apple-Garantie abgedeckt. Der Anwender müsste also für entstandene Schäden selbst bezahlen.

Sollte das ständige Abnehmen und Anbringen der Kameraabdeckung lästig sein, empfiehlt Apple, diese mit einem Klebestreifen oder ähnlichen zu verdecken, welcher nicht dicker als 0,1 mm ist (etwa die Dicke eines Blattes Papier). Hier gilt es zu beachten, dass dieser sich dieser ohne Rückstände wieder entfernen lässt, da sich sonst die Beschichtung des Bildschrims ablösen könnte oder Flecken die Webcam unbrauchbar machen.

Kommentare

Tomboman13.07.20 09:05
Also ist es „praktisch ausgeschlossen“ oder nicht? Dieser Absatz ist sehr verwirrend:

„In einigen Laptops wird die Leuchtdiode neben der Webcam gesondert von der eigentlichen Kamera per Software aktiviert – dies eröffnet natürlich die Möglichkeit, den Nutzer auszuspionieren, ohne dass dieser davon etwas mitbekommt.“

Oder ist mit anderen Laptops Nicht Apple gemeint?
-2
DogsChief
DogsChief13.07.20 09:10
Tomboman
Also ist es „praktisch ausgeschlossen“ oder nicht? Dieser Absatz ist sehr verwirrend:

„In einigen Laptops wird die Leuchtdiode neben der Webcam gesondert von der eigentlichen Kamera per Software aktiviert – dies eröffnet natürlich die Möglichkeit, den Nutzer auszuspionieren, ohne dass dieser davon etwas mitbekommt.“

Oder ist mit anderen Laptops Nicht Apple gemeint?
Apple weist in einem neuen Support-Artikel darauf hin, dass diese Vorsichtsmaßnahme bei MacBooks nicht notwendig sind. Aufgrund der Art und Weise, wie die Kamera funktioniert, ist es nicht möglich, diese zu aktivieren, ohne dass die grüne Kontroll-LED aufleuchtet. Diese ist neben der Kamera angebracht und leuchtet, sobald auf die Kamera zugegriffen wird. Dabei kann die LED nicht gesondert durch Software an- oder abgeschaltet werden, sondern das Kamera-Modul aktiviert die Leuchtdiode, sobald die Kamera Daten weitergibt – ein Hack ist also praktisch ausgeschlossen.

Das ist doch eigentlich schon die Erklärung zu deiner Frage, oder?
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
+9
Tomboman13.07.20 09:15
DogsChief

Ja danke, den Artikel hab ich auch gelesen. Der Absatz danach ist einfach verwirrend (gibt es bestimmte Modelle, wo es eben nicht praktisch ausgeschlossen ist, oder geht der Abstand hier um andere Hersteller?)
-1
DogsChief
DogsChief13.07.20 09:20
Da es bei Apple nicht möglich ist, müsste es sich um andere Hersteller drehen, in dem Absatz. Ich hab trotzdem meine Webcams mit Abdeckung. Am Book sowieso aber speziell am iPad - wegen nicht vorhandener Leuchte
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
+1
Embrace13.07.20 09:21
Ein weiterer Punkt sind Meetingapps, bei denen die Kamera automatisch beim Beitritt aktiviert wird. Damit man nicht nackt zu sehen ist, bevor man die Kamera in der App deaktiviert hat 😜

Ich nutze diese Abdeckung ohne Probleme: https://www.amazon.de/gp/product/B07B8K5MBS/
0
UWS13.07.20 09:28
Ich denke mal die Teilverwirrung ergibt sich aus dem für diesen Beitrag gewählten Begriff "praktisch ausgeschlossen". Das heißt letztlich so viel wie "so gut wie unmöglich"...das hieße aber NICHT "unmöglich"...

Allerdings taucht dieser Begriff ("praktisch ausgeschlossen") im Support-Artikel von Apple gar nicht auf, weder in der von MTN verlinkten englischen Version noch in der dt. Ausgabe.

Ansonsten gilt auch bei Web-Cams "better safe than sorry"
+2
Hot Mac
Hot Mac13.07.20 09:28
Zuckerberg hat auf all seinen MBPs die Kameras abgeklebt.
Paranoid oder ist da vielleicht doch was dran?!
Man weiß es nicht ...
+4
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck13.07.20 09:30
Tomboman
Habs ergänzt – gemeint waren Nicht-Apple-Laptops.
+2
Peter Eckel13.07.20 09:32
Es mag ja sein - das glaube ich Apple sogar - daß man die Kamera nicht einschalten kann, ohne daß die grüne Kontrolleuchte angeht.

Das nützt aber nur dann etwas, wenn man vor dem Gerät sitzt und es auch sieht.
Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.
+2
wilhelmho13.07.20 09:42
Wer klebt denn seine Handykamera ab?

Ich kann da nicht so ganz verstehen. Am Laptop paranoid und mit dem Handy Facebook, Tictoc, usw. und Kamera vorn und hinten und 2-3 Mikrofone die zuhören.
+10
Peter Eckel13.07.20 09:43
wilhelmho
Wer klebt denn seine Handykamera ab?
Ich.
Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.
0
Wurzenberger
Wurzenberger13.07.20 10:08
Tomboman
Also ist es „praktisch ausgeschlossen“ oder nicht?
Apple hat schon immer behauptet, dass das ausgeschlossen ist.

Dann gab es einen Hack, der Apples Aussage widerlegte.

Also wurden die iSights überarbeitet und jetzt ist es wieder praktisch ausgeschlossen. Also halt bis zum nächsten Hack.

Wenn du die iSight nicht brauchst - Isolierband hilft.
+4
Caliguvara
Caliguvara13.07.20 10:18
wilhelmho
Wer klebt denn seine Handykamera ab?
Ich erweitere die Frage mal um ein "warum" 😳
UWS
Ich denke mal die Teilverwirrung ergibt sich aus dem für diesen Beitrag gewählten Begriff "praktisch ausgeschlossen". Das heißt letztlich so viel wie "so gut wie unmöglich"...das hieße aber NICHT "unmöglich"...

Allerdings taucht dieser Begriff ("praktisch ausgeschlossen") im Support-Artikel von Apple gar nicht auf, weder in der von MTN verlinkten englischen Version noch in der dt. Ausgabe. […]
Die LED kann "kurzgeschlossen" werden. Dafür sind jedoch schwere Arbeiten an der Hardware (Abbau des Displays und Neuverkabelung der iSight) sowie eine spezielle Software nötig (sonst würde die grüne LED gar nicht mehr leuchten).

Im Ernst jetzt, ich kaufe Apple Geräte unter anderem, um mir um Dinge wie die iSight keine Gedanken machen zu müssen. Und nach einem offiziellen Support Dokument an der Möglichkeit zu zweifeln, ob das ginge (selbst iFixit bestätigt, dass das nicht geht) 🙄
Wurzenberger
Apple hat schon immer behauptet, dass das ausgeschlossen ist.
Das stimmt so jetzt auch nicht, bis ins Jahre 2011 waren dazu keine präzisen Aussagen gemacht, afaik. Die MacBooks konnten in der Tat umgangen werden, indem man nicht die CPU bemühte um die iSight anzusprechen, sondern direkt das Camera Modul (oder so). Alle Tests wurden mit MacBook Pros von vor 2008 gemacht, oder dem iMac G5. Hier mehr dazu. Im Ernst Leute, man sollte seine Vorsichtsmaßnahmen trotz allem zielgerichtet da anbringen, wo es was nützt… Keine Software aus zwolichten Stellen zu installieren sollte schon reichen. Mit MacBook Pros ab 2018 wird die iSight sogar vom T2 Chip gesteuert, un den hat bisher soweit ich weiß noch keiner geknackt.
Don't Panic.
+1
DogsChief
DogsChief13.07.20 10:19
Peter Eckel
wilhelmho
Wer klebt denn seine Handykamera ab?
Ich.
Ich auch
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
+1
Meinolf
Meinolf13.07.20 10:38
Ihr seit Spezialisten!! Super!
Als Hacker würde ich, wenn mir die Kameras kein Bild liefert alles über's Mikro mitschneiden. Da geht dann nicht einmal ein Lichtlein an. Nun klebt ihr mal schön das/die Mikrofon(e) zu.
Immer diese Denken mit Wirkungsgrad gegen Null

Viele Grüße
Meinolf
+4
Peter Eckel13.07.20 10:40
Meinolf
Immer diese Denken mit Wirkungsgrad gegen Null
Du meinst also, wenn es zwei Löcher gibt, von denen eines schlechter zu stopfen ist, dann braucht man sich um das andere auch nicht zu kümmern?

Das mit dem Denken ist auch nicht so direkt Deine starke Seite, nicht wahr?
Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.
+1
Sascha77
Sascha7713.07.20 10:52
Ich habe noch nie eine Kamera abgeklebt, weil ich Apples Lösung vertraue und es im Sichtbereich sowieso kaum wertvolle Infos zu erhaschen gäbe. Wenn schon, müsste man wirklich sämtliche Mikros stopfen, denn die könnten weitaus mehr brauchbare Informationen liefern.
+1
sierkb13.07.20 11:06
Hot Mac
Zuckerberg hat auf all seinen MBPs die Kameras abgeklebt.
Paranoid oder ist da vielleicht doch was dran?!
Man weiß es nicht ...

Objective-See, Patrick Wardle: OverSight


heise (02.04.2020): Zoom auf dem Mac: Sicherheitslücken erlauben Lauschen und Root
Die Videochat-App hat unter dem Apple-Betriebssystem erneut Security-Probleme, die lokal ausnutzbar sind. Schlimmstenfalls wird das gesamte System übernommen.

heise Mac&i (28.08.2019): Tipp: Webcam- und Mikrofon-Spionage am Mac verhindern
Frage: Angeblich können Apps unbemerkt die FaceTime-Kamera meines Macs aktivieren und mich beobachten. Stimmt das und wenn ja, wie kann ich mich dagegen wehren?

Youtube (17.05.2017): Patrick Wardle - OverSight: Exposing Spies on macOS

iFun.de (25.07.2017): "Seit 5 Jahren aktiv": Unerkanntes Spionage-Tool greift auf Mac-Kamera zu

Silicon.de (07.10.2016): Webcam bei MacBooks und iMacs kann gehackt werden
Der Sicherheitsforscher Patrick Wardle hat offenbar eine Möglichkeit gefunden, auf Apple-Rechner unbefugt Anrufe und Video-Chats via FaceTime und Skype aufzuzeichnen. Um Apples Sicherheitsmechanismen zu umgehen, wartet die Malware gezielt darauf, dass der Nutzer Webcam und Video benutzt.

9To5Mac (06.10.2016): Former NSA staffer demonstrates Mac malware that can tap into live webcam and mic feeds




In den neueren und seit Ende 2019 erschienenen Geräten hat Apple die Sicherheit der verbauten Webcam eigener Aussage nach verbessert. Inwieweit wirkungsvoll, bleibt zu zeigen.


Wurzenberger
Tomboman
Also ist es „praktisch ausgeschlossen“ oder nicht?
Apple hat schon immer behauptet, dass das ausgeschlossen ist.

Dann gab es einen Hack, der Apples Aussage widerlegte.

Also wurden die iSights überarbeitet und jetzt ist es wieder praktisch ausgeschlossen. Also halt bis zum nächsten Hack.

Wenn du die iSight nicht brauchst - Isolierband hilft.

+1
+3
DogsChief
DogsChief13.07.20 11:06
Sascha77
Ich habe noch nie eine Kamera abgeklebt, weil ich Apples Lösung vertraue und es im Sichtbereich sowieso kaum wertvolle Infos zu erhaschen gäbe. Wenn schon, müsste man wirklich sämtliche Mikros stopfen, denn die könnten weitaus mehr brauchbare Informationen liefern.

Das ist meiner Meinung nachrelativ. Viele Menschen nehmen ihren Laptop mit ins Schlafzimmer. Wenn mich jemand stöhnen hört, viel Spaß dabei. Aber ob ich der Hauptdarsteller in einem Porno sein möchte? Tendenziell eher nicht.

Und da es schon Fälle gab, in denen Menschen in ihren Zimmern gefilmt wurden - unerlaubter Weise über die Webcam - halte ich das Ableben der Webcam nicht für die dümmste aller Maßnahmen.

Ein Fall ging deshalb durch die Presse, weil ein Schüler von seinen Lehrern beschuldigt wurde, Drogen zu nehmen. Es gab eine Webcam-Aufzeichnung aus dem Jugendzimmer des Schülers, wie er rote Pillen isst. Es handelte sich um Zuckerbonbons in der Art wie Liebesperlen. Die Eltern verklagten die Schule, weil die mit einer Spy-Software die Schüler zuhause beobachteten. Angeblich, weil die Laptops der Schule gehörten und man so Diebstahl entgegen wirken wollte. Bei Durchsicht ALLER Aufnahmen fanden sich auch Nacktaufnahmen von Schülerinnen und Schülern, die sich frei in ihrem zuhause bewegten. Das FBI wurde eingeschaltet und die Schule wurde zur Rechenschaft gezogen.

Also, so ganz abwegig ist das mit den Webcams nicht wirklich....
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
+4
fleissbildchen13.07.20 11:13
Meinolf
Ihr seit Spezialisten!! Super!
Als Hacker würde ich, wenn mir die Kameras kein Bild liefert alles über's Mikro mitschneiden. Da geht dann nicht einmal ein Lichtlein an. Nun klebt ihr mal schön das/die Mikrofon(e) zu.
Immer diese Denken mit Wirkungsgrad gegen Null

Du bist ja ein ganz Schlauer! Voll der Durchblicker, umgeben von Idioten, was?

Wenn du deine Kamera abklebst, kannst du sicher sein, dass sie nichts aufzeichnet. Wenn du einen Stecker in die Mikrofonbuchse steckst, schaltet sich das interne Mikro ab und du kannst sicher sein, dass nichts aufgezeichnet wird. Sonst kannst du eben nicht sicher sein.

Wenn du der Meinung bist, dass man gegen Überwachung sowieso machtlos ist, bist du auf dem falschen Dampfer.
+3
Ilyas
Ilyas13.07.20 11:19
Ich gebe mal als Verschwörungstheoretiker ein Motiv zu dieser Meldung aus, dass man nichts an die Kamera anbringen soll, sonst bla bla bla...

Womöglich merkt die NSA, BND, Mossad, usw... dass immer mehr Leute physisch die Kamera abkleben und somit nicht mehr optisch spioniert werden können.. dann flux eine Nachricht raus, dass man seine HW beschädigt, wenn man sowas tut... in der Hoffnung das die Leute (weniger) das nicht mehr tun.

Etwas weit hergeholt, aber ich traue inzwischen den Regierungen alles zu
-7
coin_op13.07.20 11:33
Genau. Ausser wer macht sich physisch an der Hardware zu schaffen, dann könnte es sein mit ausspionieren
DogsChief
Tomboman
Also ist es „praktisch ausgeschlossen“ oder nicht? Dieser Absatz ist sehr verwirrend:

„In einigen Laptops wird die Leuchtdiode neben der Webcam gesondert von der eigentlichen Kamera per Software aktiviert – dies eröffnet natürlich die Möglichkeit, den Nutzer auszuspionieren, ohne dass dieser davon etwas mitbekommt.“

Oder ist mit anderen Laptops Nicht Apple gemeint?
Apple weist in einem neuen Support-Artikel darauf hin, dass diese Vorsichtsmaßnahme bei MacBooks nicht notwendig sind. Aufgrund der Art und Weise, wie die Kamera funktioniert, ist es nicht möglich, diese zu aktivieren, ohne dass die grüne Kontroll-LED aufleuchtet. Diese ist neben der Kamera angebracht und leuchtet, sobald auf die Kamera zugegriffen wird. Dabei kann die LED nicht gesondert durch Software an- oder abgeschaltet werden, sondern das Kamera-Modul aktiviert die Leuchtdiode, sobald die Kamera Daten weitergibt – ein Hack ist also praktisch ausgeschlossen.

Das ist doch eigentlich schon die Erklärung zu deiner Frage, oder?
-2
sierkb13.07.20 11:51
DogsChief
[…]
Und da es schon Fälle gab, in denen Menschen in ihren Zimmern gefilmt wurden - unerlaubter Weise über die Webcam - halte ich das Ableben der Webcam nicht für die dümmste aller Maßnahmen.

Ein Fall ging deshalb durch die Presse […] Das FBI wurde eingeschaltet […]
Also, so ganz abwegig ist das mit den Webcams nicht wirklich....

The Washington Post (18.12.2013): Research shows how MacBook Webcams can spy on their users without warning

Johns Hopkins University (11.12.2013): iSeeYou: Disabling the MacBook Webcam Indicator LED , (PDF, 13 Seiten)

USA Today (03.05.2010): Pa. school district's webcam surveillance focus of suit
-1
sierkb13.07.20 11:55
ZDNet (18.09.2018): FBI solves mystery surrounding 15-year-old Fruitfly Mac malware
Fruitfly malware author used port scanning with weak or no passwords to identify potential victims. The FBI has solved the final mystery surrounding a strain of Mac malware that was used by an Ohio man to spy on people for 14 years.

heise (25.07.2017): Spionage-Malware Fruitfly blieb über Jahre auf Macs unentdeckt
Obwohl die Mac-Malware offenbar schon seit langem aktiv ist, wurde diese erst jüngst in zwei Varianten entdeckt. Der Schädling kann die integrierte Webcam aktivieren, Tastatureingaben mitlesen und Screenshots anfertigen.

ZDNet (25.07.2017): Sicherheitsforscher warnt vor neuer Variante der Mac-Malware Fruitfly
Sie erlaubt eine vollständige Kontrolle eines Macs aus der Ferne. Ein Hacker kann Dateien verändern, Maus und Tastatur bedienen und die Webcam einschalten. 90 Prozent der infizierten Geräte befinden sich in den USA.

ars technica (25.07.2017): “Perverse” malware infecting hundreds of Macs remained undetected for years – Surveillance malware dubbed Fruitfly was easy to spot but flew under the radar anyway.
A mysterious piece of malware that gives attackers surreptitious control over webcams, keyboards, and other sensitive resources has been infecting Macs for at least five years. The infections—known to number nearly 400 and possibly much higher—remained undetected until recently and may have been active for almost a decade.

Black Hat USA 2017 (26.07.2017): Patrick Wardle: Offensive Malware Analysis: Dissecting OSX/FruitFly via a Custom C&C Server
-5
adiga
adiga13.07.20 12:21
Caliguvara
wilhelmho
Wer klebt denn seine Handykamera ab?
Ich erweitere die Frage mal um ein "warum" 😳
Vielleicht weil es (geschäftlich) Bereiche gibt, wo dies Vorschrift ist? Und es gibt auch Bereiche, wo kein elektronisches Gerät erlaubt ist. Nicht der Alltagsstandard, ich weiss. Aber der/die eine oder andere ist davon betroffen. Vor allem in Produktionsorten und Forschungsabteilungen. Aber auch bei einigen Behörden.
+3
Caliguvara
Caliguvara13.07.20 12:30
sierkb
DogsChief
[…]
Und da es schon Fälle gab, in denen Menschen in ihren Zimmern gefilmt wurden - unerlaubter Weise über die Webcam - halte ich das Ableben der Webcam nicht für die dümmste aller Maßnahmen.

Ein Fall ging deshalb durch die Presse […] Das FBI wurde eingeschaltet […]
Also, so ganz abwegig ist das mit den Webcams nicht wirklich....

The Washington Post (18.12.2013): Research shows how MacBook Webcams can spy on their users without warning

Johns Hopkins University (11.12.2013): iSeeYou: Disabling the MacBook Webcam Indicator LED , (PDF, 13 Seiten)

USA Today (03.05.2010): Pa. school district's webcam surveillance focus of suit
Im Ernst jetzt? Sieben Jahre alte Artikel, die sich auf Hardware von vor 13 Jahren beziehen? Ist ja schön und gut, hat aber mit der aktuellen Thematik nicht viel zu tun. Dass es möglich war ist bekannt.


Und nach allen mir bekannten Quellen war es auch FruitFly unmöglich das grüne Licht zu umgehen.
Don't Panic.
0
sierkb13.07.20 12:38
Caliguvara:
MTN
[…]
"Apple weist in einem neuen Support-Artikel darauf hin, dass diese Vorsichtsmaßnahme bei MacBooks nicht notwendig sind. Aufgrund der Art und Weise, wie die Kamera funktioniert, ist es nicht möglich, diese zu aktivieren, ohne dass die grüne Kontroll-LED aufleuchtet."
[…]
DogsChief
Da es bei Apple nicht möglich ist, …
[…]
Sascha77
Ich habe noch nie eine Kamera abgeklebt, weil ich Apples Lösung vertraue…
[…]

Wurzenberger
Apple hat schon immer behauptet, dass das ausgeschlossen ist.

Dann gab es einen Hack, der Apples Aussage widerlegte.

Also wurden die iSights überarbeitet und jetzt ist es wieder praktisch ausgeschlossen. Also halt bis zum nächsten Hack.

[…]
+2
Peter Eckel13.07.20 12:41
Caliguvara
Ich erweitere die Frage mal um ein "warum" 😳
Weil ich sie nicht brauche.

Umgekehrt: Die Möglichkeiten, sich mit einer Webcam in den Fuß zu schießen, sind mannigfaltig. Ich denke da an die Dame, die neulich mit der brillanten Idee viral ging, ihr Notebook mit auf den Lokus zu nehmen, oder an den Herrn, der beim Aufstehen vom Schreibtisch offenbarte, daß er es für eine Telco wohl für ausreichend hielt, obenherum bekleidet zu sein. Das ist witzig (jedenfalls für alle anderen), aber man kann sich auch leicht weniger lustige Nebeneffekte unerwarteter oder fahrlässig herbeigeführter Videobeobachtung vorstellen. Schon ganz ohne Hackerangriff oder Virenbefall.

Da ich sie a) nicht brauche und b) mir sowas gern erspare, klebe ich das Ding zu und gut ist's. Das hilft gegen gehackte Systeme, Schusseligkeit und einige andere Dinge dieser Art mehr.

Und gegen Hacker.
Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.
+2
marcel15113.07.20 12:46
Ich habs noch einfacher gemacht: Kabel vom Board abziehen. Und bevor viele denken ich bin paranoid, die Kamera hat eh einen Wackler und wird je nach Öffnungswinkel nicht mehr erkannt, daher abgezogen.
+2
Eventus
Eventus13.07.20 14:13
Gut, es gibt das Szenario: Laptop steht aufgeklapptauf irgendwo rum, das Lämpchen leuchtet auf, aber man sieht es nicht, weil man nicht davor sitzt, sondern im Hintergrund irgendwie (nackt?) irgendetwas (Staubsaugen?) macht. (Disclaimer: Ich pflege nie nackt staubzusaugen.)

Dennoch: Im Abdecken der Kamera entdecke ich eher Paranoia als Logik.
Live long and prosper! 🖖
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