Bericht: Crossplattform-Apps für Mac und iOS erst 2019

Über Apples Projekt, universale Apps für iOS und macOS zu ermöglichen, sind neue Details aufgetaucht. So soll die Veröffentlichung für das Jahr 2019 geplant sein. Das haben Quellen John Gruber, einem der renommiertesten Apple-Blogger, gesteckt. Zuvor war vermutet worden, das Feature könnte wohlmöglich schon zur WWDC 2018 herauskommen – als Teil von iOS 12 und macOS 10.14.


Nativ, aber unter Kontrolle
Gruber ist sich sicher, dass das neue Framework eher in iOS 13 und macOS 10.15 implementiert wird. Damit sei dann möglich, eine Anwendung zu entwerfen, die mit einem Touchscreen auf dem iPad/iPhone oder einer Maus/ einem Trackpad auf Mac-Hardware funktioniere. Das Projekt sei auf mehrere Jahre und "fließend" angelegt, sodass sich die Implementierung noch ändern könne.
Es sei eine Art deklaratives Kontroll-API. Statt klassischen prozeduralen Code zu schreiben, etwa um eine Schaltfläche zu erstellen, zu konfigurieren und in einer Ansicht zu positionieren, würden die Schaltfläche und ihre Attribute anders deklariert. Es nahm als Beispiel HTML, wo keine Elemente erstellt, sondern mittels Tags und Attributen im Markup definiert werden. Wie schon vermutet, könnte Apple den Entwicklern in gewisser Weise die Gestaltung der Nutzeroberfläche abnehmen. Der Programmierer teilt dem Framework nur noch mit, welche Aktionen und Werkzeuge in einer bestimmten Ansicht bereitstehen und das Framework kümmert sich dann um die plattformspezifische Positionierung. Pixelgenaues Positionieren von einzelnen Bedienelementen würde beispielsweise wegfallen.

Der Beginn einer engen Bindung
Gruber führt aus, das System sei nicht von Natur aus plattformübergreifend. Doch Apples Ziel sei es, besagte API für macOS und iOS einzuführen. Zugleich glaube man in Cupertino, die Abstraktion der API-Unterschiede zwischen UIKit (iOS) und AppKit (macOS) müsse angegangen werden. Gruber vermutet, dass Apple eventuell zunächst UIKIt und AppKit getrennt voneinander auf deklarative Controls umstellen und erst in einem späteren Schritt dann das gemeinsame UI-Framework für alle Plattformen präsentieren könnte.
Nebenbei erwähnt er, das Projekt habe nur zu Beginn den Namen "Marzipan" getragen. Der momentane Codename sei noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt.

Kommentare

Embrace01.05.18 10:49
Was ist denn „prozenturaler“ Code?
+3
someone01.05.18 11:31
Embrace
Was ist denn „prozenturaler“ Code?
Da wird ein Prozent vom Code von Russen im Ural gefrickelt...
+8
rs
rs01.05.18 12:04
Embrace
Was ist denn „prozenturaler“ Code?
Da hat sich wohl ein "r" verselbstständigt. Wir haben es wieder eingefangen… :)
details are the most important
+2
aMacUser
aMacUser01.05.18 12:19
rs
Embrace
Was ist denn „prozenturaler“ Code?
Da hat sich wohl ein "r" verselbstständigt. Wir haben es wieder eingefangen… :)
Also als Entwickler kenne ich nur prozeduralen Code
0
MikeMuc01.05.18 12:38
rs
Bitte das Prozent auch einfangen. Oder erklären was der Unterschied zwischen procedural es. D prozentualem Code ist
0
wolf2
wolf201.05.18 14:31
mac - ipad - iphone, vw, seat, skoda? crossplattfrom apps.
raunzen, mosern, sumpern, sudern, was uns bleibt.
-2
michayougo01.05.18 17:03
Fast täglich ein Bericht, dass Apple wieder ein Produkt bzw. ein Software-Feature nach hinten schiebt oder ganz aufgibt.

Irgendwie ist bei Apple der Wurm drin. Bin gespannt was Inhalt der WWDC2018 sein wird.
-6
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck01.05.18 17:37
michayougo
Das wurde niemals von Apple angekündigt und es gab auch niemals irgendein Release-Datum - sogar in den ursprünglichen Berichten (siehe unsere News dazu) wurde mehrfach genannt, dass das Projekt noch in einem sehr frühen Stadium ist und kein Ankündigungsdatum feststeht, da alles noch im Fluss ist.

Was denkst du, wie viel Projekte bei Apple und allen anderen Firmen intern nach vorne oder hinten geschoben werden? Das ist ein normaler Prozess, besonders wenn es sich um so etwas großes handelt.
+3
aMacUser
aMacUser01.05.18 19:11
michayougo
Fast täglich ein Bericht, dass Apple wieder ein Produkt bzw. ein Software-Feature nach hinten schiebt oder ganz aufgibt.

Irgendwie ist bei Apple der Wurm drin. Bin gespannt was Inhalt der WWDC2018 sein wird.
Das war nie anders und ist bei jeder Firma auf dieser Welt ganz normal. Deswegen kündigt man größere Dinge auch nie an, wenn sie noch in der Startphase sind, sondern erst, wenn sie fast fertig sind, und sich am Release-Datum definitiv nicht mehr viel ändern wird.
Es handelt sich hier auch nicht umsonst nur um GERÜCHTE!
+1
michayougo01.05.18 19:15
In dem Artikel mit dem Titel
„Auch macOS 10.14 soll sich auf Software-Qualität statt neue Features konzentrieren; Cross-Platform-Apps sollen aber kommen“ wurde geschrieben, dass Apple sich dieses Jahr auf Leistungsupdates beschränkt. Jedoch wurde da klar angenommen, dass die Cross-Platform-Apps als Feature nicht verschoben werden würde.

Es macht schon den Eindruck Apple hat momentan Schwierigkeiten hinterherzukommen. Produkte werden aufgeben oder verschoben: Das Ladepad, der MacPro, MacBook Air, ThunderboltDisplay, Airport, 3D-Touch?, reine Leistungsupdates bei macOS und iOS (wenn es denn auch stimmt ist dies ja gut), glaubt Apple an ihre zukunftsweisende TouchBar für den Pro-User wirklich oder warum fehlt es noch am imac pro?; was ist mit dem mac mini?, Siri steht immer häufiger in der Kritik stehengeblieben zu sein,...


Mendel Kucharzeck
michayougo
Das wurde niemals von Apple angekündigt und es gab auch niemals irgendein Release-Datum - sogar in den ursprünglichen Berichten (siehe unsere News dazu) wurde mehrfach genannt, dass das Projekt noch in einem sehr frühen Stadium ist und kein Ankündigungsdatum feststeht, da alles noch im Fluss ist.

Was denkst du, wie viel Projekte bei Apple und allen anderen Firmen intern nach vorne oder hinten geschoben werden? Das ist ein normaler Prozess, besonders wenn es sich um so etwas großes handelt.
-2
michayougo01.05.18 19:21
Das ist mir schon bewusst. Aber das Ladepad zum Beispiel wurde schon vor einem knappen Jahr offiziell angekündigt.
Das war nie anders und ist bei jeder Firma auf dieser Welt ganz normal. Deswegen kündigt man größere Dinge auch nie an, wenn sie noch in der Startphase sind, sondern erst, wenn sie fast fertig sind, und sich am Release-Datum definitiv nicht mehr viel ändern wird.
-1
aMacUser
aMacUser01.05.18 19:30
michayougo
Das ist mir schon bewusst. Aber das Ladepad zum Beispiel wurde schon vor einem knappen Jahr offiziell angekündigt.
Das war nie anders und ist bei jeder Firma auf dieser Welt ganz normal. Deswegen kündigt man größere Dinge auch nie an, wenn sie noch in der Startphase sind, sondern erst, wenn sie fast fertig sind, und sich am Release-Datum definitiv nicht mehr viel ändern wird.
Also vorhin hast du noch auch gar nicht offiziell bekannten Dingen rumgehackt. Jetzt merkst du, dass es tatsächlich keinen Sinn macht und suchst dir das nächst beste andere. Soweit ich mich erinnere, sprach Apple lediglich, dass das Pad dieses Jahr kommen soll, korrigiere mich, falls ich falsch liege. Aber auch so ist es nichts ungewöhnliches, wenn sich ein Produkt verschiebt. Früher mag das bei Apple vielleicht anders gewesen sein, allerdings wärest du früher auch von Steve gefeuert worden, wenn ein Produkt nicht rechtzeitig fertig geworden ist. Und selbst wenn du dafür 24/7 arbeiten musst. Und dass das Menschenunwürdig ist, sollte jedem klar sein. Da warte ich lieber ein Jahr länger auch ein Produkt, wenn die Mitarbeiter dafür besser behandelt werden.
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