Apple öffnet Zugang zu Labors für Gründerinnen von App-Firmen

Apple startet heute sein erstes Entrepreneur Camp für App-Entwickler, meldet das Unternehmen. Elf von Frauen gegründete Entwicklerstudios dürfen an dem zweiwöchentlichen Angebot teilnehmen. Es besteht aus Schulungen mit und von Apple-Experten und -Ingenieuren und deckt eine große Bandbreite von interessanten Themen ab. Zudem erhalten die Teilnehmer „beispiellosen Zugang“ zu Apples Laboren.


Camp voller Möglichkeiten
Apple entwickelte das Camp, um weiblichen App-Entwicklern Werkzeuge zum erfolgreichen Bestehen im globalen App-Business an die Hand zu geben. In der zweiwöchigen Veranstaltung arbeiten die Teilnehmerinnen mit Apple-Fachleuten zusammen, um ihre Apps und das Geschäft drum herum deutlich zu verbessern. Darunter fallen Sitzungen zu Design, Technologie und Marketing von iOS-Anwendungen. Das Camp soll jedes Quartal stattfinden und maximal 20 Teilnehmer umfassen. Als Voraussetzung besteht, dass die Unternehmen entweder von mindestens einer Frau gegründet worden ist oder geleitet wird oder mindestens eine Frau im Entwicklungsteam sitzt. Zudem muss eine funktionierende App oder ein Prototyp im Einsatz sein. Studios mit Zusage dürfen drei Angestellte nach Cupertino schicken. Dort besuchen sie auch Apples (geheime) Labore.

Frauen zum Programmieren inspirieren
Apple nennt als Inhalte beispielhaft die Optimierung von Apps auf den A12 Bionic-Prozessor, die Integration von Core ML und den Aufbau neuer Funktionen mithilfe von ARKit. Zusätzlich erhalten die Teilnehmer zwei Eintrittskarten für die WWDC, sowie eine zusätzliche Mitgliedschaft im Apple Developer Programm für ein Jahr. Die Initiative geht von der Leiterin des globalen Entwickler-Marketings bei Apple, Esther Hare aus. Sie ist ebenfalls Schirmherrin der Initiative Women@Apple. Hare sagte zum Start des Programms: „Wir hoffen, dass dieses Programm dazu beiträgt, Frauen auf der ganzen Welt dazu zu inspirieren, das Programmieren zu lernen, der iOS-Entwicklungsgemeinschaft beizutreten und an der florierenden App-Wirtschaft teilzuhaben.“

Teilnehmer aus aller Welt
In der ersten Runde tummeln sich Apps aus Armenien, Brasilien, Mexiko und natürlich den USA. Inhaltlich steht ein Erinnerungsservice für Medikamente (Cuco) neben einer Dating-App (Deepr) und einer für kreative Video-Effekte (D'efect). „Hopscotch“ vermittelt Kinder das Programmieren, die LactApp kümmert sich um stillende Mütter, der Pureple Outfit Planner lässt die Nutzer Kleidung virtuell zusammenstellen. Die mexikanische Entwicklerin Cynthia Yeates hat eine kostenlose App programmiert, mit der man die Statuen von Laz Paz Malecón ansehen und lokalisieren kann. Mit WeParent können getrennte Eltern ihre Situation organisieren, während Seneca Connect eine Plattform für weibliche Gründer und Führungskräfte darstellt.

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