Apple Watch Series 6 mit Ultra-Breitband-Funk: Das große Potenzial der Technologie

Die Möglichkeit, den Sauerstoffgehalt im Blut zu messen, ein helleres Display, neue Farboptionen und ein noch leistungsstärkerer Prozessor: Bei der Apple Watch gibt es seit gestern mit der Series 6 ein neues Spitzenmodell. Damit dieses fit für die Zukunft ist, spendierte ihm Apple auch den U1-Chip. Dabei handelt es sich um eine Eigenentwicklung, die bislang nur in den Modellen des iPhone 11 ihren Dienst verrichtet und den Geräten laut Cupertino ein „räumliches Bewusstsein“ verleiht. Die Technik verspricht durchaus großes Potenzial, auch wenn sie dieses noch nicht vollends ausschöpft.


Viele Anwendungsmöglichkeiten für den U1-Chip in der Theorie
Apples U1-Chip arbeitet mit Ultra-Breitband-Funk und ist so in der Lage, andere Geräte mit dieser Technik zu lokalisieren. Bis jetzt erstreckt sich das Anwendungsgebiet des Chips auf AirDrop: Möchte der Anwender beispielsweise Dateien von seinem iPhone 11 auf ein anderes übertragen, dann reiht iOS das andere Gerät an die erste Stelle in den Freigabeoptionen. Mit dem „Nearby Interaction“-Framework, das heute über iOS 14 seinen Weg auf das iPhone finden wird, stehen den Entwickler weitere Möglichkeiten offen: Apple nennt unter anderem AR-Spielwelten, an der sich mehrere Akteure beteiligen und von der genaueren Erfassung der Entfernung zueinander profitieren können. Auch bei der Ent­rie­ge­lung des Autos hilft der U1: Anwender müssen ihr Gerät nicht mehr direkt an den Wagen halten, um ihn zu öffnen. Ein Zusammenspiel mit den AirTags, die das Lokalisieren verlorener oder verlegter Gegenstände erleichtern soll, gilt als sehr wahrscheinlich. Allerdings hat Apple das Zubehör mit noch keiner Silbe offiziell erwähnt.

Quelle: Apple

Series 6 erhält U1 – andere gehen leer aus
Da trifft es sich gut, dass Apples neues Smartwatch-Flaggschiff ebenfalls mit einem solchen Chip versehen ist. Damit ist diese Hardware-Ausstattung lediglich der Series 6 und den erwähnten iPhone-Modellen vorbehalten: Sämtliche anderen Produkte, die im Rahmen des gestrigen Events vorgestellt wurden, müssen ohne diese Technik auskommen, also auch die Apple Watch SE. Inwiefern die Apple Watch Series 6 von weiteren Features der Ultra-Breitband-Funk-Technik profitiert, ist noch unklar: „Nearby Interaction“ wurde noch nicht in watchOS implementiert.

Kommentare

DTP
DTP16.09.20 11:37
Kein WiFi 6? Schade, ich hatte gehofft, mit den nächsten iPhone und MacBook Updates ein dediziertes WiFi 6 Netz für meine Apple Geräte aufzubauen.

Watch 7 dann hoffentlich.
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amanita phalloides
amanita phalloides16.09.20 11:38
Hier Pressespiegel: - die Technik, die hier besprochen wird, scheint noch nicht angekommen zu sein
Hollywood hat instinktsicher sofort erkannt, dass es sich bei Dr. Schiwago um einen Arztroman handelt
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Apple@Wien
Apple@Wien16.09.20 12:51
DTP

Ich denke das ist der Größe geschuldet. Und wozu braucht man in einer Uhr einen WiFi Chip der mehr als 1 Gbit durch die Luft sendet.

Das wird erst interessant, wenn die Uhr ein iPhone zu 100% ersetzen kann.

Freue mich schon auf die AW6, diese wird meine AW3 ersetzen.
+2
marcel15116.09.20 14:27
Eben, bei der Apple Watch kommt es auf Reichweite an, daher ist 2,4GHz W-LAN da immer noch mit am wichtigsten. Aber immerhin kann sie nun auch 5GHz.
+1
subjore16.09.20 21:45
Sehr komisch/schade dass das iPad Air keinen U1 Chip hat.
Was bringt denn AirDrop, wenn es nur zwischen iPhones (und einer Uhr) so gut funktioniert.
Man möchte den U1 Chip dann doch auch in den iPads und den ARM Macs haben. Deshalb hätte ich gedacht, dass alle Geräte dessen Prozessor auf den A14 basieren auch von dem U1 unterstützt werden.
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