Apple Watch, AirPods – und die Konkurrenz: Wie sich Apple derzeit behauptet

Längst sind es nicht nur die üblichen Verdächtigen, die Apple satte Einnahmen bescheren: Neben dem iPhone, iPad und Mac versucht das Unternehmen auch mit weiteren Produkten zu glänzen. So liegt mittlerweile bereits die Series 6 der Apple Watch vor und die Bluetooth-Kopfhörer AirPods finden ebenfalls reißenden Absatz. So gelingt es dem US-Konzern, seine ohnehin komfortable Marktposition weiter auszubauen – und die Konkurrenz in die Schranken zu weisen.


Wearables als Wachstumsmarkt
Die International Data Corporation (IDC) kann mit neuen Zahlen zum Wearables-Markt aufwarten. Vergleicht man das vergangene Quartal mit dem dritten Quartal des Vorjahres, so stößt man auf durchaus beeindruckende Daten: 125 Millionen Wearables wurden in diesem Zeitraum an den Kunden gebracht, das entspricht einem Wachstum von satten 35,1 Prozent. Die starke Nachfrage nach Geräten und Zubehör dieser Produktgruppe erklärt IDC mit mehreren Entwicklungen: Einerseits hätten Unternehmen wie Apple und Samsung mit neuen Geräten Begehrlichkeiten geweckt, andererseits seien die Ausgaben für Reisen, Freizeitaktivitäten und Restaurantbesuche zurückgegangen – was Verbraucher dazu bewogen habe, mehr Geld für Elektronikprodukte in die Hand zu nehmen. Außerdem gebe es nun weit mehr Menschen in Schwellenländern, die erstmals Wearables gekauft haben.

An der Spitze: Apple
Apple setzte insgesamt 41,4 Millionen Wearables ab – und geht damit klar in Führung. Kein anderes Unternehmen erreicht auch nur annähernd diese hohen Zahlen – der Konzern konnte seinen Marktanteil sogar um einen knappen Prozentpunkt ausbauen. Das ist durchaus bemerkenswert, denn nur wenige Anbieter wiesen so ein starkes Wachstum auf wie Cupertino. Neben den AirPods spielt wohl die Apple Watch eine bedeutende Rolle in dieser Entwicklung: Mit der Series 6 und dem SE-Modell brachte das Unternehmen gleich zwei neue Uhren auf den Markt, die eine recht große Preisspanne abdecken.


Starke Nachfrage nach der Apple Watch
IDC wirft auch einen näheren Blick auf jene Wearables, die am Handgelenk getragen werden: Neben Uhren sind das zum Beispiel Fitness-Armbänder. In diesem Marktsegment geht Xiaomi als Gewinnerin hervor: 13,5 Millionen Einheiten entfallen auf das chinesische Unternehmen. Apple kann sich aber entspannt zurücklehnen: Der Konzern legt in diesem Bereich ein Wachstum von 75 Prozent vor und liegt damit auf Platz zwei. Bei Apple findet sich in dieser Produktkategorie lediglich die Apple Watch und deren Zubehör – die Gewinnmargen dürften bei der Smartwatch weit über jenen der Produkte anderer Anbieter liegen.

Kommentare

PorterWagoner
PorterWagoner03.12.20 16:01
Als es vor ein paar Jahren hieß, dass Apple die Abhängigkeit vom iPhone lösen muss, hätte ich nicht gedacht, wie schnell Apple so viele große neue Märkte aufbaut. Man muss sich immer vor Augen führen: Jede Apple-Produktefamilie alleine hat den Umsatz eines Weltunternehmens!
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Aphorism03.12.20 16:16
PorterWagoner
Als es vor ein paar Jahren hieß, dass Apple die Abhängigkeit vom iPhone lösen muss, hätte ich nicht gedacht, wie schnell Apple so viele große neue Märkte aufbaut. Man muss sich immer vor Augen führen: Jede Apple-Produktefamilie alleine hat den Umsatz eines Weltunternehmens!

Das stimmt! Sind zwar alle im iPhone Ökosystem angesiedelt, aber es ist wirtschaftlich betrachtet einfach unglaublich, was sie an den Mann gebracht haben.
Sie dürften jetzt auch was in Form von Steuern zurückgeben, wo sie nicht mehr Gefahr laufen, für die Abhängigkeit kritisiert zu werden.
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PorterWagoner
PorterWagoner03.12.20 17:57
Ich frage mich, ob Apple schon so weit ist, alles zu etablieren, egal was es ist. Also wie Microsoft in den 1990er, die jedes Format und jedes Programm beliebig zum Standard machen konnten?
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