"Apple Streaming": Starke Netflix-Konkurrenz oder halbgarer Versuch, sinkende iPhone-Verkäufe zu kompensieren?

Apple Streaming – Der richtige Ansatz?
Bereits mit Apple Music hat Cuppertino bewiesen, dass es möglich ist, sich in einem Geschäftsfeld zu etablieren, das bereits stark besetzt ist. Trotz der scheinbaren Übermacht von Spotify und gewisser Einschränkungen in der Nutzbarkeit von Apple Music ist es ihnen gelungen, sich einen ordentlichen Marktanteil zu sichern. Zu verdanken ist das u. a. der großen Verbreitung von Apple-Devices (primär iPhones) rund um den Globus.

Mit dem Start des TV-Streamingangebots sieht die Situation durchaus ähnlich aus. Apple begibt sich auf ein Parkett, das bereits von Netflix, Amazon und anderen in großem Umfang und scheinbar uneinholbar beherrscht wird. Doch auch hier kann Apples weit verbreitete und bestens integrierte Plattform zu einem Erfolg führen. Zudem ist seit längerem bekannt, dass Apple seine ungeheuren Barreserven in erheblichem Umfang dafür einsetzt, eigene TV-Inhalte zu schaffen – eine ganz wesentliche Voraussetzung für das schnelle Vorankommen.

Allerdings hat vor allem Netflix auf diesem Gebiet einen erheblichen Vorsprung, da der Dienst bereits seit Jahren im Eiltempo vorgelegt hat. Da ist die Frage durchaus berechtigt, ob Apple das noch aufholen kann, denn schließlich werden Netflix & Co. ja auch nicht plötzlich ihre Eigenproduktionen einstellen, sondern im Gegenteil eher noch einen Gang zulegen.



Chancen und Gefahren an einem Beispiel
Wir hatten kürzlich eine Liste von möglichen Serien und Spielfilmen veröffentlich, mit denen Apple loslegen könnte. Darunter einige extrem ambitionierte Projekte, wie die Science-Fiction-Story "Foundation", basierend auf Romanen, die über einen Zeitraum von Jahrzehnten von Isaac Asimov geschrieben wurden und zusammen ein ungeheuer komplexes Werk bilden. Allerdings könnte das Projekt auch übelst scheitern, wenn an die Produktion nicht allerhöchste Maßstäbe angelegt werden. Asimovs Romane sind nämlich keineswegs von sich aus "TV-tauglich" und müssen zeitgemäß angepasst werden. Außerdem ist der Inhalt der Story eher intellektuell anspruchsvoll und weniger mit Sex und Gewalt durchsetzt, als z. B. "Game of Thrones". Das massentauglich in schicke Bilder zu verpacken, dürfte eine besondere Herausforderung sein.

Wie sehr das in die Hose gehen kann, zeigen andere Asimov-Verfilmungen. Zum Beispiel "iRobot", ein Spielfilm von 2004 mit Will Smith, basierend auf dem Asimov-Roman "Ich, der Roboter" (Original: I, Robot) von 1950, bei dem es sich eigentlich um mehrere inhaltlich zusammenhängende Kurzgeschichten handelt. Der Spielfilm knüpft nur lose an die Ideen Asimovs an und ist zu einem Actionkracher verkommen. Noch schlimmer war die Verfilmung der großartigen Asimov-Kurzgeschichte "Der 200 Jahre Mann" (1999, mit Robin Williams; Roman "The Bicentennial Man" von 1976), die aus einer zutiefst nachdenklichen und bewegenden Geschichte in großen Teilen eine Klamotte machte.

Lange Rede, kurzer Sinn: "Foundation" ist ein aus vielen, teils für sich allein stehenden, aber im selben Universum spielenden Romanen zusammengesetzter Zyklus, der weit über den ursprünglichen Kern, die Foundation-Trilogie, hinaus geht. Selbst wenn sich die Verfilmung als Serie nur auf die Trilogie beschränkt, besteht eine nicht unwesentliche Gefahr des Scheiterns.


Aber das ist natürlich nur ein Projekt von vielen, mit dem man einem TV-Streamingdienst Leben einhauchen muss. Andere Gefahren des Scheiterns sehen Manche in Apples sehr "familienfreundlicher" Politik. So könnte der Konzern zu großen Einfluss auf die Produzenten nehmen, um z. B. Nacktheit und allgemein kontroverse Darstellungen zu unterdrücken und damit die Kreativität einzuengen. Weichgespülte und belanglose Produktionen nach amerikanischen Moralvorstellungen könnten das Ergebnis sein. – Gewalt mit Waffen ist dann vermutlich "ok", aber bloß keine Nippel!

Auch sonst hängt vieles davon ab, welche Mischung, bzw. welche Schwerpunkte Apples Streamingangebot mittel- bis langfristig bietet. Die bisher in unserer Liste gemutmaßten Produktionen decken ein recht breites Spektrum ab. Das könnte aber zumindest am Anfang den Nachteil haben, dass sich Special-Interest-Zuschauer (z. B. eingefleischte Krimi-Fans) mit zu wenigen Angeboten konfrontiert sehen, um ein Abo einzugehen.

Die Lösung hierfür lautet: Zeit, Geld und Beharrlichkeit.


Kommentare

uni.solo23.03.19 09:14
Guter Beitrag, sonorman, mal sehen ob wir es noch erleben, dass die Hardware als Dreingabe zu den Konsum-Inhalten kostenlos wird
+2
sierkb23.03.19 09:22
The Verge (20.03.2019): Apple: How Apple makes billions of dollars selling services – Breaking down Apple’s new focus — from Apple Music to accounting tricks
Apple’s focus is shifting. In recent years, iPhone sales have begun to plateau, and now Apple’s services business — which encompasses everything from the App Store to licensing deals — is being positioned as its next big frontier for revenue growth. More than ever, Apple wants to sell people constant, ongoing subscriptions for things they can do on their phones.
-3
Boney23.03.19 09:33
Ich bin mir ziemlich sicher das dies nichts wird.
+6
MacTaipan23.03.19 10:07
Haltet Ihr das für erfolgversprechend? Meines Erachtens hatten Apples Dienste noch nie die Qualität der Hard- und Software. Und wenn ich mir z.B. anschaue, welche Serien Apple bisher so „angekündigt“ hat, habe ich nicht den Eindruck, dass sich das ändern wird.
+3
e2783e278323.03.19 10:25
@Boney: Weshalb sollte das nichts werden. Als iTunes USA Nutzer seit Beginn nutze ich nur Apple als Content Lieferant, da diese das grösste Angebot haben und so gut wie jede Serie (Ausnahme Netflix) dort angeboten wird. Netflix hat genauso wie Apple seinen Zenit erreicht und durch den Verlust von Quoten Serien aus den Universal Sortiment an Disney ist Netflx und Apple beide gezwungen eigenen Content anzubieten. Das Apple nun auch Streaming ins Sortiment aufnimmt, ist eine Reaktion auf den Markt und das Kundenverhalten. Hat Apple mit Musik auch gemacht nach Spotify und schlagen sich besser als gedacht. Apple hat aber gegenüber der Konkurrenz bereits seit 2018 eine neue Strategie als Plattform Anbieter. Ihrer Konkurrenz wurde etwas angeboten, was in den Medien untergegangen ist. Als Anbieter des App Stores bieten immer mehr Networks ihre eigene App an um ihren eigenen Content zu streamen. Auf Apple TV/Devices lade ich die App des Anbieters und mit der Zero Access Funktion kann ich als User bereits alles schauen und suchen ohne mich mühsam in jede App einzuloggen und diese einzeln abzuarbeiten. Das beinhaltet auch Netflix & Co Apps. Das mühsame mit Netflix in diesem Zusammenhang ist nur, dass Netflix separat bezahlt wird und nicht via iTunes / Apple Pay bezahlt werden kann. Das dieses Angebot die Europäischen Apple iTunes & Apple TV Funktionen noch nicht breit erreicht hat, ist vermutlich der Lizenzvergabestruktur in Europa (Ausnahme UK) geschuldet. Somit bin ich doch zuversichtlich das Apple Streaming schon eine Chance hat. Der eigene Content hat da nur einen kleinen Anteil am Erfolg und ist ein Entgegenkommen an die Industrie nicht nur Inhalt zu kaufen und zu vertreiben, sondern aktiv den Markt zu unterstützen. Das gilt für Apple und Netflix.
+5
Boney23.03.19 10:56
1. Die Markt ist schon aufgeteilt. Netflix ist sehr etabliert und bietet ein gutes Angebot zum akzektablen Preis. Aber auch Amzon Prime ist sehr beliebt.
2. So wie es beinflusst Apple die Machart der Filme nach deren moralischen Wertevorstellung (Gewalt, Sex, Politik, Gender).
Außerdem war vor kurzem zu lesen, dass Apple großen Wert darauf legt, das Apple-Produkte sehr gezielt platziert werden.

https://www.golem.de/news/apples-eigene-fernsehserien-haupts ache-das-iphone-wird-richtig-gehalten-1903-140098.html
0
Calibrator23.03.19 10:58
Es ist nett von den Anbietern, mir Ihre "Services" im Abo schmackhaft machen zu wollen. Allerdings ist das Angebot von B- und C-Movies gigantisch und kaum ein Geld wert und die aktuellen exklusiven Serien usw. drehen sich meist auch nur um Mord und Totschlag oder Verrückte, Ein gewisser Teil meines Medienbudgets wird von der GEZ zwangskassiert und ebenfalls mit Mord und Totschlag selbst im Nachmittagsprogramm oder für "Verbraucher"-Sendungen verballert.

Bleibt für mich als entscheidender Gesichtspunkt, kann ich monatlich kündigen oder muss ich mich für ein Jahr binden?

Außerdem - wenn man schon Geld für Musikströmen ausgibt, kann man auch plattformunabhängige Dienste buchen. Roon z.B. Qobuz, Tidal mit immerhin technisch höherer Wiedergabqualität.
+3
Cliff the DAU
Cliff the DAU23.03.19 11:03
Sehr guter und umfassender Artikel👍

„Außerdem ist der Inhalt der Story eher intellektuell anspruchsvoll und weniger mit Sex und Gewalt durchsetzt“

„Anspruchsvoll“ haben die meisten den ganzen Tag auf der Arbeit. Für Entspannung am Abend und um wieder runter zu kommen ist das eher nicht anspruchsvolle meist förderlich (es gibt sicher auch andere die bis kurz vor Einschlafen auf 110% laufen).
„Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
+3
Calibrator23.03.19 11:04
@Boney

Stimmt. Allerdings gibt es Productplacement allenthalben oder woher kommen in den Krimis die schicken Autos?

Ich reagiere allerdings nur mit Interesse, wenn wirklich spannende "Produkte" oder Ideen gezeigt werden - Lebensmittelreplikator, Schläfeninterface, Infrarotimplantate, Unterarmdisplays und so´n "Scheiss" . Dann guck ich immer gleich bei Galactizon nach, ob es schon zu haben ist...
+2
sonorman
sonorman23.03.19 11:40
Cliff the DAU

„Anspruchsvoll“ haben die meisten den ganzen Tag auf der Arbeit. Für Entspannung am Abend und um wieder runter zu kommen ist das eher nicht anspruchsvolle meist förderlich (es gibt sicher auch andere die bis kurz vor Einschlafen auf 110% laufen).
Mag schon sein, aber ich hoffe, das ist nicht als Plädoyer für mehr seichte Kost zu verstehen. Davon gibt‘s schon genug.

Ich bin u. a. deswegen ein großer Sci-Fi-Fan, weil dieses Genre geradezu unendliche Möglichkeiten bietet, aufregende und fantasievolle Geschichten zu erzählen, die auch Tiefgang haben. Also mehr, als nur die übliche Mördersuche in Krimis mit seelisch zerrütteten Kommissaren. In der Sci-Fi-Literatur gibt es zahllose Stories, die förmlich danach schreien, als Serie verfilmt zu werden und mehr als nur Krach-Bumm zu bieten. Nur leider gibt es dabei keine Garantie, dass auch die Qualität der Vorlage erreicht wird. (Wie in den im Artikel genannten Beispielen.)
+7
KoA23.03.19 11:48
Zitat: „"Apple Streaming": Starke Netflix-Konkurrenz oder halbgarer Versuch, sinkende iPhone-Verkäufe zu kompensieren?“

Kurze Überlegung zu dieser fragwürdigen These:
Seit wann arbeitet Apple an besagtem Videostreamig-Dienst und entsprechendem Content, um den Dienst jetzt zu starten? Was man so hört und liest, bereits seit etwa 3 Jahren.
Wie kann das dann also als Versuch einer Reaktion auf die erst seit kurzem stagnierenden Absatzzahlen im iPhone-Segment angenommen werden bzw. wirklich damit in Zusammenhang stehen?
+1
sonorman
sonorman23.03.19 12:01
KoA

Wie kann das dann also als Versuch einer Reaktion auf die erst seit kurzem stagnierenden Absatzzahlen im iPhone-Segment angenommen werden bzw. wirklich damit in Zusammenhang stehen?
Weil es keine kurzfristige „Reaktion“ ist. Apple weiß schon seit Jahren, dass diese Traum-Umsätze mit iPhones nicht ewig so weitergehen.
+3
uni.solo23.03.19 12:13
sonorman

Ich bin u. a. deswegen ein großer Sci-Fi-Fan, weil dieses Genre geradezu unendliche Möglichkeiten bietet, aufregende und fantasievolle Geschichten zu erzählen, die auch Tiefgang haben. Also mehr, als nur die übliche Mördersuche in Krimis mit seelisch zerrütteten Kommissaren. In der Sci-Fi-Literatur gibt es zahllose Stories, die förmlich danach schreien, als Serie verfilmt zu werden und mehr als nur Krach-Bumm zu bieten. Nur leider gibt es dabei keine Garantie, dass auch die Qualität der Vorlage erreicht wird. (Wie in den im Artikel genannten Beispielen.)

Ein schönes Beispiel für eine gelungene SciFi Serie ist auch The Expanse, die ich mir auf Amazon Prime gleich zweimal ansehen musste
+7
sonorman
sonorman23.03.19 12:21
Ja, The Expanse ist klasse!
+6
eastmac23.03.19 12:38
Wenn Fußball von der 1. bis zur 3. Liga dabei wäre, dass wäre mal ein Grund.
-6
johnnytravels
johnnytravels23.03.19 13:36
sonorman
Weil es keine kurzfristige „Reaktion“ ist. Apple weiß schon seit Jahren, dass diese Traum-Umsätze mit iPhones nicht ewig so weitergehen.

Das ist korrekt. Schon das iPhone X war eine Reaktion auf sinkende Absätze und damit ein Versuch, Umsatz vom derzeitigen Absatz zu entkoppeln.
Ob der Streamingdienst funktioniert, wird sich zeigen. Ich bin (wie so oft) skeptisch, dass die Apple-Inhalte begeistern werden. Wäre das ein Dienst, der einem für 15 oder 20 Euro Zugriff auf das Videoangebot bei iTunes im relativen Umfang von Apple Music gewährt, würde mir das gefallen. Aber ein weiteres Netflix/Prime halte ich für wenig attraktiv.
‚Tim Cook ist kein Produkt-Mensch.‘ — Steve Jobs
+5
penumbra23.03.19 14:23
Cliff the DAU
es gibt sicher auch andere die bis kurz vor Einschlafen auf 110% laufen
Man kann nur 100% geben.
Außer man strengt sich ganz arg an, dann gehen maximal 107%.
enjoy life in full trains
+1
Boney23.03.19 14:55
Boney
1. Die Markt ist schon aufgeteilt. Netflix ist sehr etabliert und bietet ein gutes Angebot zum akzektablen Preis. Aber auch Amzon Prime ist sehr beliebt.
2. So wie es beinflusst Apple die Machart der Filme nach deren moralischen Wertevorstellung (Gewalt, Sex, Politik, Gender).
Außerdem war vor kurzem zu lesen, dass Apple großen Wert darauf legt, das Apple-Produkte sehr gezielt platziert werden.

https://www.golem.de/news/apples-eigene-fernsehserien-haupts ache-das-iphone-wird-richtig-gehalten-1903-140098.html

Ich wollte schreiben. So wie es aussieht, beinflusst Appple....

Es sollte natürlich der Markt heissen.

Sorry.
+1
orion23.03.19 15:11
sonorman
Ja, The Expanse ist klasse!
nicht zu vergessen "Stranger Things" oder "Altered Carbon" bei Netflix...
oder das neue "Lost in Space" oder Startrek....
+4
sonorman
sonorman23.03.19 15:28
orion
sonorman
Ja, The Expanse ist klasse!
nicht zu vergessen "Stranger Things" oder "Altered Carbon" bei Netflix...
oder das neue "Lost in Space" oder Startrek....
Auch wenn nicht alle Kritiken dazu sehr gut waren und es ein ein paar Schwachpunkte gab, fand ich auch „The Umbrella Academy“ sehr gut. Erst dachte ich, „na toll, noch so‘ne Superhero-Serie“, aber das ist ja doch eher eine ziemlich kreativ verschachtelte Zeitreise-Story. – Thumbs up!

Das interessante daran ist, dass solche Stories früher kaum eine Chance auf Verfilmung gehabt hätten. Doch dank des starken Wettbewerbs der Streamingplattformen kommen jetzt immer öfter auch mal Geschichten auf den Screen, die völlig gegen den Mainstream gebürstet sind. Stranger Things ist auch ein gutes Beispiel dafür – und trotzdem ein Riesen-Erfolg.

Mal sehen, ob Apple auch solche brillanten Serien realisieren kann. (Ganzfestdiedaumendrück für Foundation!)
+1
KoA23.03.19 19:20
sonorman
KoA

Wie kann das dann also als Versuch einer Reaktion auf die erst seit kurzem stagnierenden Absatzzahlen im iPhone-Segment angenommen werden bzw. wirklich damit in Zusammenhang stehen?
Weil es keine kurzfristige „Reaktion“ ist. Apple weiß schon seit Jahren, dass diese Traum-Umsätze mit iPhones nicht ewig so weitergehen.

Du glaubst doch hoffentlich nicht allen Ernstes, dass Apple so töricht und dumm sei, tatsächlich den Versuch zu unternehmen, ausbleibende Einkünfte des iPhone-Segments ausgerechnet mit einem Videostreaming-Dienst zu ersetzen.
+2
adiga23.03.19 21:59
orion
sonorman
Ja, The Expanse ist klasse!
nicht zu vergessen "Stranger Things" oder "Altered Carbon" bei Netflix...
oder das neue "Lost in Space" oder Startrek....

Habe ich einen zweiten Account? Oder haben wir bloss den gleichen Seriengeschmack?

Wirklich gute Serien. Und bei Expanse war ich überrascht, wie gut sie das Romanmaterial rübergebracht haben. Auch wenn einiges im Buch zu kurz gekommen ist.

Jetzt hoffe ich auf ein gutes Gelingen bei "Foundation". Und "Harrington" sowie "Nimue Alban" wäre auch ganz toller Stoff zum Verfilmen.
0
ocrho24.03.19 08:03
Die Umsätze in den Medien erreichen noch nicht mal ansatzweise die Dimensionen der iOS-Hardware-Verkäufe (selbst wenn man alle Medienkategorien zusammennimmt). Zur Kompensation dienen diese nicht – eher sind drei andere Aspekte für Apple strategisch relevant:

(1) Plattform-Strategie: Möglichst eigene Dienste als Basis für die Plattform statt Dienste von Dritten. Vorbild dieser Strategie ist Apple Maps – man stelle sich vor welche Einschränkungen es gibt, wenn Google immer wieder die visuelle Anzeige mitbestimmen kann oder das mitlesen der Werbenetzwerke.

(2) Integration: Selber jederzeit neue Produkte herausbringen zu können und ohne diverse Partner mit ins Boot vorher holen zu müssen. Die Integration eigener Dienste in eigener Hardware und Software erlaubt innovative Gestaltungsspielräume die ein reiner Dienstanbieter nicht im Fokus hat. Jüngstes erfolgreiches Beispiel ist die Apple Watch.

(3) Kundenbindung: Gewisse Dienste wie iTunes oder Apple Music werden auch bei Windows oder Android angeboten, aber richtig rund läuft es nur auf Apple Hardware.
+3
Metty24.03.19 11:19
Prinzipiell ein gut gemachter Artikel. Es fehlt mir jedoch ein ganz wichtiger Aspekt. Der Profit. Nur der ist entscheidend für den Erfolg am Markt. Was nützt mir der beste Marktanteil, wenn am Ende die Kasse leer ist. Netflix ist nach vielen Jahren nun erst richtig in der Profitzone angelangt, d.h. so dick ist das Eis gar nicht auf dem Netflix steht. Wenn jetzt die Filme von Disney abgezogen werden, wird auch der ein oder andere Familienvater sein Abo wechseln. Das Eis wird dünner. Wenn Apple im Laufe der nächsten Jahre ebenfalls Kunden abzieht, wird das Eis wieder dünner. Da fragt man sich natürlich wie viel für Apple dabei übrig bleibt. Im Augenblick wird produziert, sprich 100% Verlust. Das muss man erst mal wieder reinholen.
Also, je fragmentierter der Video Streaming Markt, desto weniger Profit pro Teilnehmer. Auf fette Jahre wie beim iPhone braucht Apple nicht zu hoffen. Man darf gespannt sein wie Apple seinen Dienst vermarkten wird. Apple hat seine alternativen Produktsparten, Amazon seinen Online Shop, aber was hat Netflix, um auszuweichen, wenn es mal eng wird?
0
marcol
marcol24.03.19 15:17
Ich vermute mal das Apple im ersten Schritt für die USA einen tollen Dienst anbietet der vieles bündelt das sonst einzeln dort abonniert werden muss und der Rest der Welt schaut in die Röhre... ohne Apple, wir müssen bestimmt wieder warten.

So etwas wie Netflix machen sie sicherlich nicht.

Soweit meine Glaskugel.
+1
marcol
marcol24.03.19 15:26
sierkb
The Verge (20.03.2019): Apple: How Apple makes billions of dollars selling services – Breaking down Apple’s new focus...
Guter Artikel der aufzeigt das Apple verstärkt versucht durch "Abo" Modelle, sogenannte Dienste. kontinuierlich Geld zu schöpfen. Und ich denke das wird klappen, außer bei den InApp Käufen für Apps, obwohl, Einige nutzen es heftig, andere sind darüber sauer. Unter dem Strich wird es sich für Apple lohnen. Apple entwickelt sich weiter, bleibt am Puls der Zeit, Kredit ist ist in, leben auf Pump und Abo mit Sicherheit die Zukunft, die EZB legt mit 0% Leitzins dafür gute Grundlagen. Eigentum ist immer weniger wert, außer für die die es besitzen, so ist das eben.
0
strellson24.03.19 21:27
e2783e2783
@Boney: Weshalb sollte das nichts werden. Als iTunes USA Nutzer seit Beginn nutze ich nur Apple als Content Lieferant, da diese das grösste Angebot haben und so gut wie jede Serie (Ausnahme Netflix) dort angeboten wird.

Aber jetzt bitte nicht erwarten, dass in der Streamingflatrate dann alle Serien/Filme aus dem aktuenne Store enthalten sind. Das ist bei Amazon auch nicht der Fall. Da spielen die Lizenzgeber nicht mit. Daher produzieren ja alle Anbieter ihren eigenen Content …
0
becreart
becreart25.03.19 07:54
veränderungen sind doch was positives!
0
kackbratze
kackbratze25.03.19 08:37
Boney23.03.19 09:33
Ich bin mir ziemlich sicher das dies nichts wird.
Ich sehe, ich weiss, etc. all diese Unkenrufe gab und wird es immer wieder geben. Und alle sind ins leere gelaufen. Ich sage nur AirPods - was war das für ein Theater, viele schrieben das wird nichts... und nun, es sind die erfolgreichsten Kopfhörer geworden. Bitte vorsichtig sein, bei solchen Aussagen "das dies Nichts wird"
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. Einstein
+2
Stefab
Stefab25.03.19 19:19
Ich finde ja, Apple sollte weiterhin das AppleTV 3 anbieten. Viele brauchen keine Apps oder 4k, wollen dafür einen günstigen Preis für einen Airplay-Empfänger, (der nur etwas mehr kann, wie eben Netflix, YouTube und co. - viele brauchen nichtmal das)

Für mich reicht das völlig aus und ich hätte Null Vorteil von den neuen Versionen. Darum auch noch 2 Stk. AppleTV 3 um €69,- von den Restbeständen gekauft, nachdem sie eingestellt wurden. (somit sind es ingesamt 3 und 1 für jeden Fernseher hier - somit Airplay (mirroring) überall möglich)

Wenn mal jeder Fernseher Airplay kann, sind sie vielleicht schon überflüssig, aber das wird noch laaaange dauern. Vor allem sind es ja erstmal nur die neuen Modelle und zu Hause stehen noch die alten, solche Geräte werden ja meist um die 10 Jahre oder mehr genutzt, bevor ein neues ins Haus kommt.
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