Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Apple Music: Apple kündigt Lossless und 3D-Audio mit Dolby Atmos an – ohne zusätzliche Kosten

Eindeutige Hinweise darauf, dass Apple Music schon bald mit verlustfreier Musik in Hi-Fi-Qualität aufwarten dürfte, gab es in den vergangenen Wochen zuhauf. Eine offizielle Bekanntgabe aus Cupertino fehlte allerdings bislang. Zudem war noch ungewiss, ob das kalifornische Unternehmen für das verbesserte Angebot einen Aufpreis verlangen würde. Jetzt schafft der iPhone-Konzern Klarheit: Lossless Audio startet im Juni und am Preis der Abonnements ändert sich nichts.


75 Millionen Musikstücke in Lossless Audio
Sämtliche Inhalte des Audio-Streamingdienstes aus Cupertino, derzeit also mehr als 75 Millionen Titel, werden den Abonnenten dann in hoher Qualität zur Verfügung stehen. Das schreibt Apple in einer Pressemitteilung. Zum Einsatz kommt dabei erwartungsgemäß der Apple Lossless Audio Codec (ALAC). Nutzer von Apple Music haben die Wahl zwischen diversen Bitraten. Diese reichen von CD-Qualität mit 16 Bit und 44,1 Kilohertz bis zu 24 Bit und 48 Kilohertz. Audiophilen Kunden stehen alle Musikstücke darüber hinaus als High-Resolution-Audio mit 24 Bit und bis zu 192 Kilohertz zur Verfügung. Hierfür ist allerdings spezielles Zubehör erforderlich, beispielsweise ein entsprechender Digital-Analog-Konverter (DAC). Die Qualität lässt sich in den Einstellungen festlegen.


Tausende von Titeln in 3D-Audio
Darüber hinaus bietet Apple ab Juni Tausende von Titeln in 3D-Audio mit Unterstützung für Dolby Atmos an. Dieses Angebot wird im Lauf der Zeit nach Angaben des Unternehmens nach und nach erweitert. Der räumliche Klang steht standardmäßig auf AirPods und Kopfhörern von Apples Tochterunternehmen Beats mit H1- oder W1-Chip zur Verfügung. Darüber hinaus wird er von allen aktuellen iPhones, iPads und Macs mit eigenen Lautsprechern unterstützt. Alben, welche in Dolby Atmos abgespielt werden können, kennzeichnet Apple in Apple Music mit einem entsprechenden Logo.

Kein Aufpreis für zusätzliche Features
Zusätzliche Kosten entstehen den Abonnenten von Apple Music durch die neuen Features nicht. Im Unterschied zu Mitbewerbern wie Spotify oder Amazon verlangt Apple weder für Lossless Audio noch Spatial Audio einen Aufpreis. Apple Music kostet daher wie bisher 9,99 Euro pro Monat, Familien zahlen 14,99 Euro für unbegrenztes Audio-Streaming.

Kommentare

David_B
David_B17.05.21 15:52
Wenn das in der Realität so gut klingt, wie es sich liest, ist das eine ziemliche Ansage an die Konkurrenz.
+22
nopeecee
nopeecee17.05.21 15:54
Bin gespannt ob meine alten Ohren das hören können ...
Auch in Foren kann man höflich miteinander umgehen
+8
AMThie
AMThie17.05.21 15:54
Starke Sache. Freu mich drauf
+9
Seppovicz17.05.21 15:54
Ich freu mich, ich hab immer mal TIDAL gehabt, wenn es da Angebote gab.
Aber ohne Zusatzkosten ist das natürlich ne Ansage.
Da werden Spotify, Qobuz und TIDAL vermutlich ins Schwitzen kommen.
+4
Weia
Weia17.05.21 15:54
Was heißt das wohl für iTunes?

Es hätte ja schon etwas Absurdes, wenn Streaming-Musik, die kontinuierlich Bandbreite und Energie verschlingt, auf Lossless umgestellt wird, die nachhaltigere Kaufmusik in iTunes aber nicht.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+22
ahnungsloser17.05.21 15:54
Das wird hart für Qobuz und Tidal!
+2
Retrax17.05.21 15:55
Für Hi-Res Lossless benötigt man laut der Pressemeldung einen "USB digital to analog converter.".

Frage:
Was macht das genau, und lohnt sich das gegenüber "normalem" Lossless?

Apple Music Lossless kommt ja über ALAC und damit sollte es kein Problem sein, das via AirPlay zu streamen. Nur für alles was darüber hinausgeht (Hi-Res Lossless) benötigt es zusätzliche Hardware.

Ist das so in etwa richtig?
+1
nopeecee
nopeecee17.05.21 15:56
Weia
Was heißt das wohl für iTunes?

Es hätte ja schon etwas Absurdes, wenn Streaming-Musik, die kontinuierlich Bandbreite und Energie verschlingt, auf Lossless umgestellt wird, die nachhaltigere Kaufmusik in iTunes aber nicht.
..naja aber man kann ja auch ohne zu kaufen die tracks auf die platte ziehen ..
Auch in Foren kann man höflich miteinander umgehen
+4
froyo5217.05.21 15:57
HiRes Audio ist doch völliger Quatsch! Kaum Jemand kann den Unterschied hören, es benötigt mehr Bandbreite und verstopft damit das Internet. Ausserdem muss die (teure) Abhörkette dazu passen (DAC usw.) und wer hat die schon.
-18
Robby55517.05.21 15:58
David_B
Wenn das in der Realität so gut klingt, wie es sich liest, ist das eine ziemliche Ansage an die Konkurrenz.

Das ist nicht nur eine Ansage sondern offener Krieg. Vermutlich die Retourkutsche für Spotifys Klagewelle gegen Apple. Jetzt müssen Spotify, Deezer oder Tidal auch auf die saftigen Aufpreise für HiRes verzichten oder ein Teil der Kundschaft wandert ab.
+17
paradiselostat17.05.21 15:59
Das finde ich Spitze! Ich hoffe, dass man Musik auch in lossless kaufen kann und auch die eigene Sammlung lossless abgeglichen wird. Dann wäre es für mich der Rundum zufrieden Musikdienst.
+16
Seppovicz17.05.21 15:59
froyo52
Lossless Audio ist doch völliger Quatsch! Kaum Jemand kann den Unterschied hören, es benötigt mehr Bandbreite und verstopft damit das Internet. Ausserdem muss die (teure) Abhörkette dazu passen (DAC usw.) und wer hat die schon.

Die, die es wollen, können es jetzt verwenden. Der Rest macht es so wie bisher. Ist doch schön für alle.
+29
verstaerker
verstaerker17.05.21 16:01
ahnungsloser
Das wird hart für Qobuz und Tidal!

naja, abwarten ... Vergleich mal Amazon Music HD und Qobuz . Da liegen Welten dazwischen.
+3
Robby55517.05.21 16:02
froyo52
Lossless Audio ist doch völliger Quatsch! Kaum Jemand kann den Unterschied hören, es benötigt mehr Bandbreite und verstopft damit das Internet. Ausserdem muss die (teure) Abhörkette dazu passen (DAC usw.) und wer hat die schon.

Als ob 1-2 MBit/s heutzutage noch etwas ausmachen würden ... Da spielen die 20 oder mehr MBit/s für 4K Streams bei Netflix oder YouTube in ganz andere Dimensionen und wenn dann 8K kommt dann wird er erst richtig interessant.

Im Übrigen ist Lossless Audio gerade mal CD-Qualität oder etwas besser:
Apple Music’s Lossless tier starts at CD quality, which is 16 bit at 44.1 kHz (kilohertz), and goes up to 24 bit at 48 kHz and is playable natively on Apple devices. For the true audiophile, Apple Music also offers Hi-Resolution Lossless all the way up to 24 bit at 192 kHz.
+6
DTP
DTP17.05.21 16:03
Apple
By default, Apple Music will automatically play Dolby Atmos tracks on all AirPods and Beats headphones with an H1 or W1 chip, as well as the built-in speakers in the latest versions of iPhone, iPad, and Mac.
Hießt das, ich kann es nur über die Apple Kopfhörer oder die eingebauten Lautsprecher von neueren Apple Geräten hören? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

Und was ist "latest versions", nur M1 Macs und iPhone 12?

Und welche Songs sind denn Dolby Atmos aufgenommen? Bei Filmen ist mir das klar, aber bei Audio?
0
karlimann
karlimann17.05.21 16:04
Und Amazon hat zeitgleich nachgezogen.

Ich freue mich auf einen ausführlichen Artikel von sonorman zu dieser Thematik. Was man genau mit den Airpods theoretisch hören kann oder nicht etc.
+10
Dupondt17.05.21 16:04
Retrax
Für Hi-Res Lossless benötigt man laut der Pressemeldung einen "USB digital to analog converter.".

Danke für den Hinweis, habe ich ergänzt.
+2
verstaerker
verstaerker17.05.21 16:05
froyo52
HiRes Audio ist doch völliger Quatsch! Kaum Jemand kann den Unterschied hören, es benötigt mehr Bandbreite und verstopft damit das Internet. Ausserdem muss die (teure) Abhörkette dazu passen (DAC usw.) und wer hat die schon.
in der Theorie hast du Recht ... ein ordentlich codiertes mp3 kann sehr gut klingen , so das es die Wenigsten hören würden.
Aber wenn du mal Qobuz und Apple Music die selben Stücke abwechselnd hörst, wirst du überrascht sein.
Da hört man deutlich , schon mit mittelguten Kopfhörern oder ner halbwegs vernünftigen Hifi-Anlage große Unterschiede.
Warum das so ist weiß ich nicht. Wenn ich meine eigene Musik als mp3 konvertiere sind die Unterschiede zwischen mp3 und aif minimalst.
+12
adiga
adiga17.05.21 16:09
karlimann
Und Amazon hat zeitgleich nachgezogen.

Ich freue mich auf einen ausführlichen Artikel von sonorman zu dieser Thematik. Was man genau mit den Airpods theoretisch hören kann oder nicht etc.
Dann bin ich mal gespannt auf Spotify. Wollte eigentlich Spotify behalten, da es sich um einen europäischen Anbieter handelt, aber wenn sie preislich immer mehr anziehen, dann muss ich mir schon überlegen zu wechseln. Weder zuhause, noch mobil, noch im Auto spielt es eine Rolle welcher Anbieter, da alle unterstützt werden. Da geht es am Schluss über den Preis. (natürlich nur, wenn auch die Qualität stimmt)
0
DTP
DTP17.05.21 16:12
karlimann
MTN
Jetzt schafft der iPhone-Konzern Klarheit: Lossless Audio startet im Juni und am Preis der Abonnements ändert sich nichts.
Und Amazon hat zeitgleich nachgezogen.

Sogar eher, denn bei Amazon Music ist das nun ab sofort möglich:


Das hatten die wohl schon länger in der Schublade oder extrem schnell reagiert.
+6
athlonet17.05.21 16:44
verstaerker
Aber wenn du mal Qobuz und Apple Music die selben Stücke abwechselnd hörst, wirst du überrascht sein.
Da hört man deutlich , schon mit mittelguten Kopfhörern oder ner halbwegs vernünftigen Hifi-Anlage große Unterschiede.
Warum das so ist weiß ich nicht.

Das liegt daran, dass Qobuz wohl besseres Mastermaterial bekommt.
Ich hab letztes Jahr Apple Music, Amazon Music HD, Tidal und Qobuz verglichen.
Zwischen Tidal und Qobuz war kein nennenswerter Unterschied. Die erhalten scheinbar das selbe Mastermaterial.
Amazon HD war mit Abstand am schlechtesten. Da könnte man fast meinen, die haben nur Upsampling betrieben.

Daher wird es spannend, ob Apple für Hi-Res die selben Master wie bisher verwendet, oder bessere (wie Qobuz und Tidal).

Und ich kann/muss dann nochmal vergleichen...
+8
MiiChaT17.05.21 16:47
DTP

Die Quietsche im MacMini M1 kann definitiv kein HD Audio - ist klangtechnisch noch in den MIDI Welten der 90er verankert
-6
mikeboss
mikeboss17.05.21 16:52
lossless und HiRes wird es nicht im iTMS geben!
quelle:
Weia
Was heißt das wohl für iTunes?

Es hätte ja schon etwas Absurdes, wenn Streaming-Musik, die kontinuierlich Bandbreite und Energie verschlingt, auf Lossless umgestellt wird, die nachhaltigere Kaufmusik in iTunes aber nicht.
+1
milk
milk17.05.21 16:52
MiiChaT
DTPDie Quietsche im MacMini M1 kann definitiv kein HD Audio - ist klangtechnisch noch in den MIDI Welten der 90er verankert
MIDI kann man nicht hören, der Vergleich ist also etwas unklug...
+6
AppleFuchs
AppleFuchs17.05.21 16:55
DTP
Apple
By default, Apple Music will automatically play Dolby Atmos tracks on all AirPods and Beats headphones with an H1 or W1 chip, as well as the built-in speakers in the latest versions of iPhone, iPad, and Mac.
Hießt das, ich kann es nur über die Apple Kopfhörer oder die eingebauten Lautsprecher von neueren Apple Geräten hören? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

Und was ist "latest versions", nur M1 Macs und iPhone 12?

Und welche Songs sind denn Dolby Atmos aufgenommen? Bei Filmen ist mir das klar, aber bei Audio?

Da steht "By default". Also "standardmäßig". Heisst in meinem Verständnis, dass es bei diesen Geräten automatisch aktiv ist. Bei anderen Geräten muss es also aktiviert werden. "Latest Versions" impliziert, dass genau diese Geräte gemeint sind. Natürlich nur die Geräte, die Stereo ausgeben können. Also fällt der Mac Mini raus.

Im Text oben steht, dass Atmos Musik gekennzeichnet ist.
0
Weia
Weia17.05.21 16:55
MiiChaT
Die Quietsche im MacMini M1 kann definitiv kein HD Audio
Was ist eine Quietsche?
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
0
scoremixer17.05.21 16:57
DTP

Dolby Atmos ist ein Mix-Format, das hat mit der Aufnahme erstmal nicht viel zu tuen. Wenn ich Musik in Atmos mische, dann beginne ich i.d.R. mit dem sogenannten Bed, die ist meist 7.1,7.14 oder 9.1.4, hinzu kommen dann bei Bedarf einzelne Tracks die ich als „Objects“ frei im Raum positionieren und auch bewegen kann. Das ganze wird dann am Ende in ein spezielles Format gerendert. Beim Hören muss dies dann dekodiert werden, deswegen sind Airpods mit mit dem H1/W1 Chip oder neuste MBP,ect notwendig, ältere Geräte können den Dolby Atmos - Stream nicht dekodieren.
+5
scoremixer17.05.21 16:58
scoremixer

meinte 7.1.4
+3
Weia
Weia17.05.21 17:00
mikeboss
lossless und HiRes wird es nicht im iTMS geben!
quelle:
Danke für den Link!

Ich weiß nicht, welches Gewicht man dieser Quelle beimessen sollte, aber gut hört sich das nicht an.

Absurd. Sollte man Apple vielleicht mal auf die Ökobilanz hinweisen …
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+4
mikeboss
mikeboss17.05.21 17:04
Weia
Ich weiß nicht, welches Gewicht man dieser Quelle beimessen sollte ...

ein schreiberling bei/von "The Verge". die info duerfte somit hieb- und stichfest sein.

ich als (zumindest bis anhin) konsequenter streaming-verweigerer finde Apples entscheidung auch etwas ungluecklich.

+3
Weitere News-Kommentare anzeigen

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.