Apple Car: Weitere Topmanager verlassen "Project Titan"

Etlichen Berichten zufolge sind bei Apple Hunderte von Mitarbeitern mit der Entwicklung eines selbstfahrenden Autos beschäftigt. Darüber hinaus arbeitet das kalifornische Unternehmen an Hardware- und Software-Systemen für autonome Fahrzeuge. Angeblich will der iPhone-Konzern das Apple Car in drei Jahren vorstellen, mit Magna und LG sollen die Fertigungspartner bereits feststehen.


Topmanager verabschieden sich vom Apple Car
Möglicherweise muss Apple allerdings einen Rückschlag bei "Project Titan" hinnehmen und den – nie offiziell bestätigten – Zeitplan ändern. In den vergangenen Monaten verließen nämlich drei Topmanager das Unternehmen, die federführend an der Entwicklung des Apple Car und der entsprechenden Technologien beteiligt waren. Bereits im Februar dieses Jahres verabschiedete sich Benjamin Lyon aus Cupertino und wechselte zu einem Startup namens Astra, das unter anderem Trägerraketen für die Raumfahrt herstellt. Der Ingenieur war mehr als zwanzig Jahre für Apple tätig und leitete seit 2014 die Sensoren-Entwicklung für das Apple Car.

Experte für Robotertechnik geht zu Hyperfine
Vor einigen Tagen verließ darüber hinaus mit Dave Scott ein weiterer Topmanager das "Project Titan". Das berichtet Bloomberg. Er war in Cupertino für die Robotertechnik des geplanten autonomen Fahrzeugs zuständig. Künftig bekleidet er die Funktion des Chief Executive Officer bei Hyperfine Research, einem Unternehmen aus der Medizintechnikbranche. Die im US-Bundesstaat Connecticut ansässige Firma entwickelt unter anderem neuartige Magnetresonanztomographen.

Drei Weggänge innerhalb eines halben Jahres
Kurz vor Scott kehrte Jaime Waydo der von Doug Field geführten Apple-Car-Abteilung den Rücken. Sie leitete seit 2018 das Team, welches für die Sicherheitssysteme des geplanten Fahrzeugs und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zuständig ist. Ihr neues Aufgabengebiet beim Startup Cavnue unterscheidet sich nur wenig von ihrer bisherigen Tätigkeit: Waydo bekleidet dort den Posten des Chief Technology Officer und kümmert sich um die Sicherheitsaspekte im Zusammenhang mit autonomen Fahrzeugen, die auf öffentlichen Straßen unterwegs sind.

Nachfolger sind noch nicht bekannt
Wer in Cupertino die freigewordenen Positionen besetzt, ist nicht bekannt. Die Weggänge von Lyon, Scott und Waydo sind insofern von großer Bedeutung, als das gesamte Management-Team von "Project Titan" Bloomberg zufolge aus weniger als einem Dutzend Führungskräften besteht. Allerdings verfügt die Abteilung nach wie vor über hochkarätige Manager. Apple hat sie in den vergangenen Jahren personell erheblich verstärkt und etwa ehemalige Tesla-Mitarbeiter sowie einige erfahrene Automobilexperten engagiert. Es könnte für den iPhone-Konzern jetzt jedoch schwerer werden, den selbst gesetzten Zeitplan einzuhalten.

Kommentare

Wiesi
Wiesi02.06.21 17:42
Die Entwicklung scheint weitgehend abgeschlossen. Die Entwickler gehen, die Fertigungstechniker bleiben bzw. kommen.

Bin gespannt, wie Apple sein Auto vermarkten will. Mit ein paar Apple-Stores ist es wohl nicht getan. Wartungsfrei wird das Auto wohl auch nicht sein. Außerdem muß das Auto leichter reparierbar sein als ein iPhone. Niemand möchte das Auto wegwerfen, wenn nur ein Teil defekt ist.

Wenn all dieses nicht vorbereitet ist, wird es wohl kein Apple Car werden, sondern ein Magna Car. Auch das würde die Entwickler aus dem Haus treiben.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
-2
Elektroschrott02.06.21 17:46
Ich vertraue ja autonomen Fahrzeugen nicht und steuere mein Auto lieber selber, aber mich würd's trotzdem mal interessieren: Würde sich jemand hier aus der Community ein autonomes Auto von Apple kaufen (wenn das Geld dafür da wäre)?
0
Windwusel
Windwusel02.06.21 17:55
Elektroschrott
Ich vertraue ja autonomen Fahrzeugen nicht und steuere mein Auto lieber selber, aber mich würd's trotzdem mal interessieren: Würde sich jemand hier aus der Community ein autonomes Auto von Apple kaufen (wenn das Geld dafür da wäre)?
Wenn Geld keine Rolle spielen würde, käme es auf Optik und Funktion an. Wenn die Stimmen würde ich sicherlich zuschlagen. Wenn aber die Reifen nicht gewechselt werden könnten, sondern ein neues Auto dafür gekauft werden muss, müsste ich schon wirklich arg reich sein.
MacBook Pro mit Touch Bar (15-inch, 2018), iPhone 12 Pro Max und iPhone X, AirPods (1. Gen) & AirPods Pro (1. Gen), Apple TV 4K (1. Gen) und HomePod (1. Gen)
0
milk
milk02.06.21 18:05
Elektroschrott
Würde sich jemand hier aus der Community ein autonomes Auto von Apple kaufen (wenn das Geld dafür da wäre)?
Wenn sich die Geschichte des iPhone oder der Watch in etwa wiederholt, dann wird das Apple Auto anfangs sehr teuer, sehr cool aber irgendwie auch nicht ganz fertig sein. Updates wird es eher nicht geben, aber ab der Version 3 oder 4 wird es richtig toll sein. Dann überlege ich, vorher nicht.

Wunschauto: Apple Car 4s
+6
nane
nane02.06.21 18:12
Elektroschrott
In 10 Jahren werden wir über diese Frage lachen. Genauso, wie sich heute kein Mensch mehr vorstellen kann, ohne Navi zu fahren. Vor 20 Jahren haben alle meine "CARIN" bewundert und für ein Ding aus einer anderen Welt gehalten. In 20 Jahren werden wir wohl alle kein Fahrzeug mehr selbst steuern.
Das Leben ist ein langer Traum, an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+2
Elektroschrott02.06.21 18:40
nane
Elektroschrott
In 10 Jahren werden wir über diese Frage lachen. Genauso, wie sich heute kein Mensch mehr vorstellen kann, ohne Navi zu fahren. Vor 20 Jahren haben alle meine "CARIN" bewundert und für ein Ding aus einer anderen Welt gehalten. In 20 Jahren werden wir wohl alle kein Fahrzeug mehr selbst steuern.

Mein guter alter Daimler hat gerade H-Kennzeichen bekommen. Ich hoffe, der fährt noch länger als zehn Jahre... Aber an deinem Punkt ist schon viel Wahres dran. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, da habe ich Handys verteufelt. Bis ich dann selbst eins hatte...
+6
michimaier02.06.21 18:42
Ich würde sofort ein autonom fahrendes Auto kaufen, mal abgesehen von den vielen Vorteilen, wäre es auch sehr viel sicherer. (zumindest ist davon auszugehen)
Für Leute mit körperlichen Einschränkungen kann das auch eine riesige Erleichterung sein.
Das wird eine ähnliche Revolution wie der Wechsel von der Kutsche zum Auto...
(ob gut oder schlecht wird die Zeit zeigen)
+5
FoneBone
FoneBone02.06.21 18:46
Elektroschrott
Ich vertraue ja autonomen Fahrzeugen nicht und steuere mein Auto lieber selber

Corona-bedingt habe ich im letzten halben Jahr den Bahn und Bus gemieden und bin viel mit dem Auto unterwegs gewesen.

Ich muss ehrlich sagen: Ich kann den Tag kaum erwarten, wo keine Menschen mehr Autos steuern. Drängler, Immer-sofort-auf-die-schnellere-Spur-Wechsler, Gaffer, Auffahrunfälle jeden Freitagnachmittag (jeden!), Staus, weil jeder nur für sich selbst schaut…

Ich fahre selbst bestimmt nicht super gut, aber da gibt es noch Unmengen an Vollpfosten hinter dem Steuer.
+25
Krispo9902.06.21 19:02
FoneBone

Stimme ich voll zu und sehe darin das Problem. Die aktuelle KI ist noch viel zu unflexibel und zu eingeschränkt als das wir auf absehbare Zeit ein zuverlässiges autonomes Fahren haben werden, bei dem niemand mehr aufpassen, die Hand am Steuer und die volle Verantwortung haben wird.

So gesehen kann ich mir nicht vorstellen, dass mir irgend eine Art von Apple Car zusagen wird. Ich glaube auch nicht das wirklich eines kommen wird. Soll das dann ein zweiter Tesla werden?
Jetzt einen neuen Verbrenner an den Markt zu bringen wäre doch total daneben.

Am ehesten wird es noch ein Lifestyle Commuter fürs Valley.
+2
yoxx02.06.21 19:14
Elektroschrott
Ich vertraue ja autonomen Fahrzeugen nicht und steuere mein Auto lieber selber, aber mich würd's trotzdem mal interessieren: Würde sich jemand hier aus der Community ein autonomes Auto von Apple kaufen (wenn das Geld dafür da wäre)?
Wenn es AUCH autonom fahren kann wäre es eine Überlegung wert. Aber ich habe Hobbies, für die man auch mal Schotterpisten, Waldwege und mini Straßen lang muss. Da sollte dann schon noch ein Lenkrad dran sein...
Bin ja eher so der Nutzfahrzeug Typ, und interessiere mich bei Autos mehr für Kofferraumvolumen, Anhängelast und Robustheit als für Ambiente, Design und Lifestyle. Gehe davon aus, dass das Apple Car nichts für mich ist. Aber hey, es soll ja aussehen wie ein kleiner Bulli - vielleicht passt es doch in mein Leben?
+4
cejay02.06.21 20:00
In 10 Jahren haben hoffentlich die wenigsten hier überhaupt noch ein eigenes Auto.
Idealerweise verkauft Apple überhaupt keine Autos, sondern bietet einen Mobilitätsservice an.
+5
Steph@n
Steph@n02.06.21 22:42
Das eigene Auto finde ich schon gut.
Sonst müsste ich ja mit den:
Drängler, Immer-sofort-auf-die-schnellere-Spur-Wechsler, Gaffer, Auffahrunfälle jeden Freitagnachmittag (jeden!), Staus, weil jeder nur für sich selbst schaut…
Zusammen im Bus oder sonst was sitzen, nee danke…
+2
adiga
adiga02.06.21 23:20
Es gibt schon einige Fahrzeuge, welche bereits halbautonom fahren (d. h. man muss mindestens eine Hand am Steuer haben). Abstände werden gut gehalten und auch Baustellenfahrt ist problemlos. Einzig die Geschwindigkeitserkennung ist noch nicht bei 100%. Von daher ist es kein langer Weg mehr zur Vollautonomie. Allerdings gibt es immer noch das Problem der Haftbarkeit. Wer zahlt, wenn das vollautonome Fahrzeug einen Unfall baut?
0
Krispo9903.06.21 01:10
adiga
Es gibt schon einige Fahrzeuge, welche bereits halbautonom fahren (d. h. man muss mindestens eine Hand am Steuer haben). Abstände werden gut gehalten und auch Baustellenfahrt ist problemlos. Einzig die Geschwindigkeitserkennung ist noch nicht bei 100%. Von daher ist es kein langer Weg mehr zur Vollautonomie.

Hm, das sehe ich genau anders herum. Ich fahre mittlerweile seit 15 Jahren mit Abstandsradar und Spurhaltesystemen und ja es funktioniert ganz gut und ist bei dem was sie zum Ziel hatten(Abstandhalten bis zu einer definierten Geschwindigkeit und die Spur halten) zwar besser geworden aber bis zum vollautonomen Fahren ist es noch ein verdammt langer Weg. Das was bisher geleistet wurde war der einfache Job alles was jetzt noch fehlt ist kniffelig und hat lauter Ausnahmen zu berücksichtigen.
Nach dem Paretoprinzip waren das die 80% Zielerreichung mit 20% des Auwands. Die fehlenden 20% zum autonomen Fahren brauchen die 80% vom Gesamtaufwand.
+2
Calibrator03.06.21 09:02
Akzeptables Einsatzprofil für mein Autonom:
- Selbständige Parkplatzsuche und Wiederabholung vom Shopping nach Zuruf (macht bisher mein Chauffeur).
- Bei Bedarf Chips und Bier an der Tanke abholen und in den Kühlschrank stellen (erledigt bisher mein Butler).
- Gepflegte Unterhaltung mit der Bord-KI über aktuelles Zeitgeschehen und Philosophie (erledigt meine Frau bisher).
Frage: Kann so ein Fahrzeug bei Verkehrskontrollen auch Alkoholtests bestehen und den Verbandskasten rauskramen?
Frage 2: Benötige ich für das Gerät einen Apple Familiy-Account und gibt es Abstellplätze im Armaturenbrett für die Homepods?

Bin schon gespannt .
+3
LoCal
LoCal03.06.21 09:14
nane
Elektroschrott
In 10 Jahren werden wir über diese Frage lachen. Genauso, wie sich heute kein Mensch mehr vorstellen kann, ohne Navi zu fahren. Vor 20 Jahren haben alle meine "CARIN" bewundert und für ein Ding aus einer anderen Welt gehalten. In 20 Jahren werden wir wohl alle kein Fahrzeug mehr selbst steuern.

Das ist wunschdenken! Zum einen wälzt man nicht mal innerhalb von 10 Jahren den gesamten Fahrzeugbestand um und zweitens, und eigentlich der ausschlaggebende Punkt, kein Hersteller erreicht gerade zuverlässig Level 4 und da alle anfangen ihr eigenes Süppchen zu kochen, wir es auch keine intelligente Vernetzung mehrerer (autonomer) Fahrzeuge geben … was ein sehr großer Hemmschuh sein wird.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+1
desko7503.06.21 09:58
Also, wenn die Dinger wirklich autonom fahren können, und ich meine so richtig, nicht nur ein bisschen auf der Autobahn Spur und Geschwindigkeit halten, sondern mit richtigem Umgang mit Baustellen, Parkhäusern, Stadtverkehr ... Das, was halt wirklich schwierig ist, dann verkaufe ich mein Auto und lass mir eins kommen, wenn ich eines brauche. Oder ich abonnier eines.
Ich denke, in der Zukunft werden immer weniger Leute ein Auto besitzen, sondern kurzfristig mieten oder eben abonnieren. Im Übrigen glaube ich auch, dass Apple keine Autos verkaufen wird, sondern eher ein Car-Abo anbieten wird. Individueller Besitz von Blech auf Rädern sollte dann überdacht werden. Aber ich weiß, nicht in D ...
Wir werden sehen.
0
SYS6473803.06.21 10:10
cejay
... sondern bietet einen Mobilitätsservice an.

.. und das wäre dann was? Eine Busmonatskarte? Du wohnst in Berlin, richtig?
+2
SYS6473803.06.21 10:12
Elektroschrott
Ich vertraue ja autonomen Fahrzeugen nicht und steuere mein Auto lieber selber, ...

... mir reicht schon der Spurhalteassistent, der mir immer wieder ohne Grund ins Lenkrad greift...
+1
FlyingSloth03.06.21 10:26
Die Deutschen stehen auf inflationaeres Blech. Das wird noch lange dauern bis sich das Abonnieren von Autos in der Masse durchsetzt.
Kann mir sehr gut vorstellen, dass Apple ein Auto als Abo anbietet. Wuerde auch Sinn machen.
0
SYS6473803.06.21 10:48
FlyingSloth
Die Deutschen stehen auf inflationaeres Blech. Das wird noch lange dauern bis sich das Abonnieren von Autos in der Masse durchsetzt.
Kann mir sehr gut vorstellen, dass Apple ein Auto als Abo anbietet. Wuerde auch Sinn machen.

… was niemandem gehört, wird von niemandem geachtet. Kennt man aus der Teeküche in der Firma, sieht man am Zustand der E-Roller auf den Straßen und auch das „Volkseigentum“ im Ostblock war niemandes Eigentum. So sah es dann auch aus.
+3
awk03.06.21 10:49
Stand jetzt ist es noch ein weiter Weg bis zum wirklich autonomen Auto. Neben den technischen Aspekten gilt es auch noch die juristischen zu klären zu. Allein das wird bestimmt zehn Jahre in Anspruch nehmen. Man könnte das schon angehen, aber ausser Themen wie dem ethischen Aspekt unternimmt die Politik nichts.
Ein Apple Auto wird für die Masse eh nicht erschwinglich werden, das hat Apple schon klar gestellt.
0
pünktchen
pünktchen03.06.21 10:50
adiga
Allerdings gibt es immer noch das Problem der Haftbarkeit. Wer zahlt, wenn das vollautonome Fahrzeug einen Unfall baut?

Na der Halter. Das ist nun wirklich kein neues Problem, Tiere sind ja auch vollautonom und die halten wir uns seit Jahrtausenden. Speziell für Autos ist das auch schon hinreichend geregelt:

D:
Straßenverkehrsgesetz (StVG)
§ 7 Haftung des Halters, Schwarzfahrt

(1) Wird bei dem Betrieb eines Kraftfahrzeugs ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Halter verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.


CH:
Art. 58

1 Wird durch den Betrieb eines Motorfahrzeuges ein Mensch getötet oder verletzt oder Sachschaden verursacht, so haftet der Halter für den Schaden.


Da muss man keinen Buchstaben dran ändern oder ergänzen.
0
desko7503.06.21 11:16
pünktchen
...
Na der Halter
...
Da muss man keinen Buchstaben dran ändern oder ergänzen.
...
Naja, der Halter ist im Moment ja auch mehr oder weniger für das Verhalten des Autos verantwortlich, weil er es bedient und steuert. Deshalb ergibt es Sinn den Halter haftbar zu machen. Wenn das Auto aber von einem Algorithmus betrieben wird, auf den ich keinen Einfluss habe, sollte auch der Algorithmus, bzw, dessen Urheber verantwortlich gemacht werden. Und das ist nur ein Beispiel für die kommenden Fragen, die zu klären wären. Ganz zu schweigen von dem moralischen Dilemma, dass dieses Bild ganz gut beschreibet:
0
pünktchen
pünktchen03.06.21 11:24
Der Halter ist eben nicht der Fahrer sondern derjenige auf den das Auto zugelassen ist. Oft sind beide dieselbe Person, wenn das aber nicht der Fall ist haftet auch der Halter obwohl er nicht gefahren ist.

Daneben kann auch der Hersteller haften, Produkthaftung. Aber das eine schliesst das andere nicht aus.

Und in deinem Bild muss das Auto gegen die Wand fahren weil die Fussgänger Vorfahrt haben. Versagt hat der Algorithmus schon vorher, er müsste hier in der Lage sein rechtzeitig anzuhalten. Er ist also fehlerhaft und der Hersteller wird haften müssen.

Wobei, wann genau ein Fehler vorliegt darüber kann man streiten, das Gesetz meint:
§ 3 Fehler

(1) Ein Produkt hat einen Fehler, wenn es nicht die Sicherheit bietet, die unter Berücksichtigung aller Umstände, insbesondere
a)seiner Darbietung,
b)des Gebrauchs, mit dem billigerweise gerechnet werden kann,
c)des Zeitpunkts, in dem es in den Verkehr gebracht wurde,
berechtigterweise erwartet werden kann.
(2) Ein Produkt hat nicht allein deshalb einen Fehler, weil später ein verbessertes Produkt in den Verkehr gebracht wurde.
0
cejay03.06.21 11:32
SYS64738
cejay
... sondern bietet einen Mobilitätsservice an.

.. und das wäre dann was? Eine Busmonatskarte? Du wohnst in Berlin, richtig?

in Vorpommern

Du bist 12 Jahre alt, richtig?
0
Calibrator03.06.21 11:34
Die nächsten Lobbymilliarden und Gutachterprozesse stehen somit demnächst an. Popcorn anybody?
0
desko7503.06.21 11:35
pünktchen
Der Halter ist eben nicht der Fahrer sondern derjenige auf den das Auto zugelassen ist.
...
Stimmt, Du hast recht, mein Fehler. Ich meinte den Fahrer.
0
SYS6473803.06.21 12:04
cejay
Du bist 12 Jahre alt, richtig?

.. das beantwortet nicht die Frage, was Dein sog. Mobilitätsservice sein soll, abseits einer Phrase.
0
Wiesi
Wiesi03.06.21 15:13
Interessant, wo der Thread so hintreibt: Ursprünglich war es das Ausscheiden des Führungspersonals, dann was eine Handyfirma wohl für ein Auto rausbringt und dann ging es nur noch ums autonome Fahren. Zum Schluss haben wir dann ein autonomes Handy und ein nicht reparierbares Auto. Oder?
Everything should be as simple as possible, but not simpler
0
Weitere News-Kommentare anzeigen

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.