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Akkubremse im iPhone: Zahl der Klagen steigt auf Rekordhöhe

Nach dem Apple-Bildungsevent am gestrigen Abend steht morgen in den USA bereits der nächste Apple-Termin an, diesmal aber mit deutlich düstereren Vorzeichen für den Konzern. In Atlanta wird darüber beraten, ob die inzwischen 59 individuellen Klagen gegen Apple wegen des Akkumanagement-Features in iOS zusammengelegt und gemeinsam verhandelt werden. Die schiere Zahl an Verfahren zeigt das Ausmaß der Aufregung und gleichzeitig auch die Bedeutung, die Apple inzwischen im Alltagsleben der Menschen einnimmt. Selbst auf der Hochphase der Aufregung rund um »Antennagate« im iPhone 4 gab es nicht einmal halb so viele Klagen gegen Apple wie jetzt.


Niederlage Apples vor Gericht unwahrscheinlich
Rein juristisch muss sich Apple allerdings wenig Sorgen machen, so Experten. Anders als damals ist es unwahrscheinlich, dass millionenschwere Kompensationen zu leisten sind. Denn Apple habe erstens die Vorteile des Features darlegen können und zweitens Maßnahmen getroffen, wie Kunden es umgehen können. Seit iOS 10.2.1 drosselt das System die Prozessorleistung, sobald der eingebaute Akku zu schwächeln beginnt. So soll plötzliches Ausschalten bei Leistungsspitzen verhindert werden; Kritiker erhoben dagegen den Vorwurf der geplanten Obsoleszenz. Mit dem kommenden Update auf iOS 11.3 haben Betroffene die Möglichkeit, das Feature auf eigene Gefahr abzuschalten (siehe diesen Tipp-Artikel: ), außerdem reduzierte der Konzern die Kosten für einen Akkutausch von 89 auf 29 Euro.

Warum die Klagen trotzdem ein Problem für Apple sind
Allerdings sind mögliche Strafzahlungen für Apple ohnehin das kleinere Problem an dem gesamten Vorgang. Selbst wenn der Prozess vollständig zugunsten Apples entschieden werden sollte, leidet das Konzern-Image unter einem langgezogenen Prozess und der begleitenden Berichterstattung. Außerdem könnte es notwendig werden, dass Apple vor Gericht geheime Informationen preisgeben muss. Schließlich und endlich hat Barclays schon vor einiger Zeit errechnet, dass die gesunkenen Preise für den Akkutausch des iPhones messbar zulasten des aktuellen iPhone-Absatzes gingen. Alle diese Konsequenzen wiegen für Apple sicherlich schwerer als der unmittelbare finanzielle Schaden, sollte der Prozess verloren gehen.

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Kommentare

Scrembol
Scrembol28.03.18 14:17
Oh man. Wiedermal aus der Mücke nen Elefanten machen. Hauptsache Hass und Wut streuen! Naja ist ja nirgends anders auf der Welt derzeit -.-
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-7
cyberdyne
cyberdyne28.03.18 14:29
Ich verstehe einfach nicht, wie man so doof sein kann. Es gehört einfach zur Programmierung eines BMS, u.a. auf Alterung und Temperatur Rücksicht zu nehmen. Der physikalische Fakt eines Akkus ist eben, dass man langsam entladen viel Kapazität heraus bekommt und schnell entladen eben entsprechend weniger. Je älter ein "ungepflegter" Akku (so wie in Consumerelektronik) wird, desto wahrscheinlicher wird es, dass bei einer hohen Strombelastung die Spannung zusammenbricht und das Gerät einfach sofort aus ist. Ist das besser, als langsamer und durchgehend zu arbeiten? Ich verstehe diese Diskussion nicht.

Aber diese Diskussion scheint, wie üblich, auf der Meinung Dritter zu basieren, die Ihr Halbwissen in der Masse verbreiten.

Meist sind es dann auch Nutzer, die Ihr Handy bei 60 Grad im Auto liegen lassen und sich dann wundern, dass schon nach einem Mal der Akku Schaden genommen hat.
-4
Holly
Holly28.03.18 14:44
Scrembol
Oh man. Wiedermal aus der Mücke nen Elefanten machen. Hauptsache Hass und Wut streuen! Naja ist ja nirgends anders auf der Welt derzeit -.-

Ich kann den Unmut verstehen! Es geht ihr nicht um die Alterung des Akkus, sondern das Apple den Akku bei Auslieferung gerade so ausreichend dimensioniert. Ist der Akku dann ein Jahr alt, muss das iPhone schon gedrosselt werden. Wäre der Akku von Anfang an 20% größer wäre die Leistung nach einem Jahr vermutlich noch ausreichend.
+8
MCDan28.03.18 14:46
Man könnte auch argumentieren, dass bei der Entwicklung der iPhones die Leistung der Akkus einfach zu spitz kalkuliert wurde. Sprich die Akkus sind zu schwach, besonders bei zunehmenden Alter der Akkus.

Ok, wenn das iPhone jedes Jahr ersetzt wird, dann wird der Akku nie so alt und schwach, dass er das Gerät nicht mehr ausreichend mit Strom versorgen kann.

Ich hatte vor ein paar Tagen das Problem, dass sich mein iPhone 6s bei 9% Akku Ladung immer wieder ausgeschaltet hat, obwohl ich iOS 10.3.3 installiert habe und eigentlich die Leistung gedrosselt werden sollte. Der Akku scheint wohl nicht mehr ausreichend Strom zu liefern. Ok, der Akku ist jetzt 19 Monate alt und somit 7 Monate über der von Apple vorgesehen Nutzungsdauer des iPhones.

Und nein, ich kaufe mir nicht jedes Jahr ein neues iPhone.
+11
andreasm28.03.18 15:07
Holly
Scrembol
Oh man. Wiedermal aus der Mücke nen Elefanten machen. Hauptsache Hass und Wut streuen! Naja ist ja nirgends anders auf der Welt derzeit -.-

Ich kann den Unmut verstehen! Es geht ihr nicht um die Alterung des Akkus, sondern das Apple den Akku bei Auslieferung gerade so ausreichend dimensioniert. Ist der Akku dann ein Jahr alt, muss das iPhone schon gedrosselt werden. Wäre der Akku von Anfang an 20% größer wäre die Leistung nach einem Jahr vermutlich noch ausreichend.

Ich denke der Unmut begründet sich vor allem auch in Apples Informationspolitik. Hätte iOS den Benutzer darauf hingewiesen, dass der Akku im Gerät aufgrund von Alterung und Verschleiß nicht mehr der beste ist und das Gerät daher zur Sicherheit gedrosselt wird, dann hätte es vermutlich keine solche großen Wellen geschlagen. Das ganze natürlich Verbunden mit dem Hinweis auf einen Akkutausch beim Serviceprovider. Diese Hinweise scheint man ja nun mit iOS 11.3 nachzuliefern, aber eben nur aufgrund des öffentlichen Druckes.

Das ist zumindest meine Sicht als Kunde, für den Apple laut eigener Aussage ja nur das beste will.
+13
Rosember28.03.18 15:21
Tja - und das mit der Informationspolitik hat Apple nun allseits anerkanntermaßen verstanden.

Na, egal, wir ziehen die Klagen jetzt durch ...
-4
Matt von Matt28.03.18 15:21
Holly

Genau so ist es. Apple kaschiert, dass die Akkus so gewählt sind, dass sie nach einem Jahr zu einer Drosselung der Gesamtperformance des Gerätes führen.
+5
Rosember28.03.18 15:23
Matt von Matt
HollyGenau so ist es. Apple kaschiert, dass die Akkus so gewählt sind, dass sie nach einem Jahr zu einer Drosselung der Gesamtperformance des Gerätes führen.
Falsches Tempus, fragwürdiges Verb.
-6
jogoto28.03.18 15:31
andreasm
Das ist zumindest meine Sicht als Kunde, für den Apple laut eigener Aussage ja nur das beste will.
Wann und wo wurde diese Aussage getroffen? Über das, was das beste ist, lässt sich vortrefflich streiten. Für den einen wäre das beste ein freies iOS, für den anderen passt es so wie es ist. Apple trifft m.E. aber immer nur die Aussage es dem Kunden am einfachsten zu machen und das schließt für Otto Normalverbraucher die meisten Wahlmöglichkeiten aus.
+1
superflo
superflo28.03.18 16:02
Matt von Matt
Holly

Genau so ist es. Apple kaschiert, dass die Akkus so gewählt sind, dass sie nach einem Jahr zu einer Drosselung der Gesamtperformance des Gerätes führen.

Du hast ebenfalls nichts verstanden, es geht nämlich nicht um die Kapazität.
-3
jdbryne28.03.18 16:23
Da kann ich nur lachen Zeitverschwänderische diskussion, ein wenig Verständnis bezüglich Volt und Ampere sollten ausreichen um Apple zu verstehen.
-6
janstolle28.03.18 17:28
Die Art wie Apple Akku-Probleme behandelt ist insgesamt traurig. Ich war tatsächlich gerade gestern im Store um mir den Akku in meine 6S wechseln zu lassen, diese fällt sogar unter das kostenlose Programm. Wenn ich mein iPhone morgens vom Ladegerät abgenommen habe, hat es die eine Stunde vor der Arbeit 70% der Ladung verloren. Bis ich dann 20 Minuten später im Büro war, ist der Akku immer fast leer gewesen.

Diagnose wurde also durchgeführt vor dem Tausch und angeblich ist der Akku noch komplett im grünen Bereich. Mir wurde gesagt dass ich eigentlich nur das Gerät zurücksetzen muss, das liegt sicher nicht am Akku. Ich habe trotzdem auf Tausch bestanden.

Heute mit dem neuen Akku bin ich ohne Laden durch den ganzen Tag gekommen und habe immer noch 23% Kapazität.

Für mich war der Tausch dank des Austauschprogramms zwar kostenlos aber für jeden der in der Garantiezeit oder AppleCare Zeit zum Austausch geht hat niemals eine Chance, dass das Gerät korrekt diagnostiziert wird und ein Tausch eines akzeptablen Akkus wird nur gegen Bezahlung gemacht.
+1
Oliver Ramroth29.03.18 06:56
janstolle
[...] aber für jeden der in der Garantiezeit oder AppleCare Zeit zum Austausch geht hat niemals eine Chance, dass das Gerät korrekt diagnostiziert wird und ein Tausch eines akzeptablen Akkus wird nur gegen Bezahlung gemacht.
Eigentlich wollte ich mich an solchen Diskussionen nicht mehr beteiligen, sonst melde ich mich vor Frust ob der Ignoranz einiger Teilnehmer hier wieder für vier Monate von MTN ab... aber im Apple Store mag das oft zutreffen (höre ich auch oft von unseren Kunden!). Aber wer bei uns mit einer Batterie ankommt deren Kapazität unter 80% liegt, erhält natürlich einen Austausch. Das immer abhängig davon, ob das Gerät problemlos geöffnet und geschlossen werden kann und ich baue kein Display runter, das von einer "Klinik" getauscht wurde.
Man muss also sagen, dass die Stores - und auch die Hotline - die Kunden gerne zu den Service Providern weiter schubsen. Wir sind allerdings auch viel mehr auf die Zahlung der Kunden (oder im Garantiefall Apple) angewiesen und auch darauf, dass wir eine positive Bewertung nach dem Service erhalten.
Also sollte man eventuell mal die Service-Optionen prüfen und denen eine Chance geben, die nicht gleich ablehnen oder eine Batterie mit 50% Kapazität noch als "gut" bezeichnen.
+1

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