35 Jahre Apple - Ein Blick auf die wichtigsten Desktop-Macs

Was Apple in all den Jahren auf den Schreibtisch stellte

In 35 Jahren Apple-Geschichte erschienen so viele neue Macs, dass man unmöglich in einer kurzen Übersicht alle Modelle darstellen kann. Im Folgenden präsentieren wir einige wichtige Desktop-Macs, die entweder vollständig neuartig waren oder einen wichtigen Einschnitt darstellten.

Apple I

Apple I Erst kürzlich wurde wieder über den Apple I diskutiert, nachdem ein gut erhaltenes Exemplar beim Auktionshaus Christie's zu haben war. Der von Steve Wozniak entwickelte Apple I war Apples erster Computer; das Design fertig zusammengesetzter Modelle erinnerte teils eher an eine Laubsägearbeit als an High Tech, dennoch stellte der im April 1976 vor dem Homebrew Computer Club präsentierte Apple I eine Revolution dar. Nur 200 Exemplare des in Handarbeit hergestellten Rechners kamen auf den Markt, dementsprechend selten sind gut erhaltene Exemplare heute. Für Apple war der Apple I ein wegweisendes Produkt und markierte den Beginn des Unternehmens. Die Fertigung der ersten Modelle erfolgte nicht in einer Fabrik, sondern in einer Garage. Der erwähnte Apple I wurde im November übrigens für stolze 210.000 Dollar versteigert.

Apple II

Apple II Anfang Juni 1977 begann der Verkauf des im April vorgestellten Apple II. Handelte es sich beim Apple I noch um eine Kleinserie, so sollten vom Apple II erheblich höhere Stückzahlen über die Ladentheken gehen. Der Apple II wurde zum ersten großen kommerziellen Erfolg Apples und spülte ausreichend Geld in die Kassen, um an geheimen Projekten wie der erfolglosen Lisa und schließlich dem Macintosh zu arbeiten. Der erste Apple II verfügte über einen 1 MHz MOS-6502-Prozessor, war Farbgrafik-fähig mit einer Auflösung von bis zu 280x192 Pixel Pixel besaß, 4 kB RAM (auf 64 kB erweiterbar) und speicherte Daten zunächst auf Tonbandkassetten, später auf 5,25-Zoll-Disketten. Als Betriebssystem war Applesoft BASIC integriert, das via Diskette um Apple DOS und andere DOS-Systeme erweitert werden konnte. Hardware-Erweiterungen konnte man über acht offen dokumentierte Steckplätze vornehmen, was für verschiedene Erweiterungen sorgte. Dabei war die Treibersoftware in die Hardware-Erweiterungen integriert. Das Konzept war so erfolgreich, dass es später von IBM in Form des PC teilweise übernommen wurde. Apple verkaufte den Apple II übrigens 16 Jahre, erst 1993 erfolgte die Einstellung.

Lisa

Lisa Lisa war nicht nur Steve Jobs' erste Tochter sondern auch der Name eines neuartigen Computers, dem allerdings kein großer Erfolg zuteil wurde. In einem kompakten Gerät untergebracht, fanden sich Bildschirm und Rechner, bedient wurde die Lisa mit Maus und Tastatur. Auf dem Bildschirm waren jedoch nicht nur Textzeilen zu sehen sondern ein Betriebssystem, das jedem Apple-Anwender sehr vertraut vorkommen sollte. Auch Office-Programme standen schon zur Verfügung. Das Projekt lief im Jahr 1979 an, als Projektmanager fungierte ein namhafter Mitarbeiter von HP. Allerdings entwickelte sich einiges anders als erwartet. Anstatt 2000 Dollar kostete die Lisa 10.000 Dollar, das Veröffentlichungsdatum war nicht zu halten und es fanden sich nur wenige Kunden, die vom Gesamtpaket zu begeistern waren. Nicht einmal eine Preissenkung sowie Umbenennung in "Mac XL" konnten das Konzept retten. Die letzte Modelle der Lisa landeten daher auf einer Müllkippe in Utah - ein tragisches Ende für ein so zukunftsweisenden Gerät.

Mac 128k

Mac 128K Für viele Apple-Fans ist der 24. Januar 1984 ein bedeutender Tag. Wurde am 22. Januar 1984 der legendäre Werbspot zum Super Bowl vorgeführt, fand am 24. die Markteinführung des ersten Macintosh statt. Nachdem die Lisa ein Flop wurde, sollte der Macintosh den PC-Markt revolutionieren. Im Vergleich zu handelsüblichen IBM-PCs war der Macintosh um Welten überlegen, da er sich über eine grafische Benutzeroberfläche mit Maus bedienen ließ. Das Eingeben von textbasierten Befehlen musste ein Macintosh-Besitzer also nicht beherrschen wenn er mit dem Gerät arbeiten wollte. Noch heute hat der Macintosh Kult-Charakter. Der Macintosh 128k war für viele Aufgaben allerdings schlicht und einfach viel zu langsam, der Grund lag im zu niedrig dimensionierten Arbeitsspeicher. Die Demonstrationen, die Apple damals mit dem angeblichen 128k zeigte, wurden übrigens gar nicht mit dem genannten Gerät, sondern auf einem leistungsstärkeren Prototypen erstellt. Einige Zeit später brachte Apple daher ein schnelleres Gerät mit 512 kb RAM auf den Markt, das den Anforderungen schon besser gerecht wurde.

Macintosh II

Macintosh II Der Macintosh kam im März 1987 für 5.498 US$ auf den Markt und war der erste modulare Mac, welcher sich durch NuBus-Karten erweitert lassen konnte. Im ROM des Macintosh II wurde eine neue Version der Grafikbibliothek QuickDraw mitgeliefert, die es erlaubte, mehrere Bildschirme in unterschiedlichen Auflösungen und Farbtiefen zu betreiben. Alle bisherigen Macs wurden mit einem eingebauten Schwarz/Weiß-Bildschirm ausgeliefert, der Macintosh II war der erste Mac, der ohne Bildschirm im Verkaufsregal stand. Zusammen mit dem Apple IIgs und dem SE/30 war der Macintosh II außerdem einer der ersten Computer aus dem Hause Apple, welcher mit dem "Apple Desktop Bus" genannten System ausgeliefert wurde, über das Tastaturen und Mäuse angeschlossen werden konnten. Der ADB-Bus begleitete Apple über viele Mac-Generationen bis zum ersten iMac.

SE/30

Mac SE/30 Der 128k war Apples erster Würfel-Mac, auf das Ur-Modell folgten noch viele weitere Modelle. Mit dem Macintosh SE/30 hatte Apple den leistungsfähigsten Würfel-Mac im ursprünglichen Konzept vorgestellt. Im Januar 1989 eingeführt und bis Oktober 1990 auf dem Markt, ermöglichte das Gerät schon damals die Bestückung mit 32 MB bzw. später 128 MB Arbeitsspeicher. Dies stellte Ende der 80er einen atemberaubend hohen, wenngleich auch teuren Wert dar. Als Prozessor kam ein Motorola 68030 mit 16 MHz und erstmals auch Fließkommaeinheit, 0,5 KB L1-Cache und 16 MHz Bustakt zum Einsatz. Ursprünglich ausgeliefert wurde der SE/30 mit System 6.0.3. Für etwas über 4000 Dollar ließ sich das Gerät erwerben, allerdings konnte man schnell viele Tausender für Arbeitsspeicher auf den Tisch legen, um ein paar Megabyte mehr RAM zu haben. Da die ROMs aber nicht 32-Bit-clean waren, musste Software die Ansteuerung von mehr als 8 MB RAM ermöglichen.

LCs

Macintosh LC Im Jahr 1990 stellte Apple den Macintosh LC vor, der sich hauptsächlich an den Bildungsbereich und Heimanwender richtete. Der erste LC brachte einen 68020-Prozessor mit 16 Mhz mit und wurde mit System 6.0.6 ausgeliefert. Viele Kunden schätzten damals die sehr kompakte Bauform, die an eine Pizza-Schachtel erinnerte. Im April 1996 wurde die LC-Linie mit dem letzten Modell, dem LC 580 mit 68LC040-Prozessor mit 33 Mhz, eingestellt.

Macintosh IIfx

Macintosh IIfx Der Macintosh IIfx mit 68030-Prozessor und 40 Mhz wurde im Jahr 1990 vorgestellt und wurde von Apple mit dem Slogan "Wicked Fast" beworben. Für einen Preis von 9.000 US$ bis 12.000 US$ erhielt der Käufer den schnellsten verfügbaren Mac zur damaligen Zeit. Das Gehäuse wurde fast unverändert vom Mac II übernommen, sodass Käufer eines Mac II diesen auf einen IIfx aufrüsten konnten. Durch spezielle Speichermodule wurde zwar die Performance verbessert, allerdings waren diese schwer verfügbar und die Verkaufspreise sehr hoch. Der IIfx blieb bis zur Vorstellung der Quadra-Macs mit 68040-Prozessoren der schnellste Mac.

Quadras

Quadra 700 Im Jahr 1991 stellte Apple die ersten Macs mit Motorolas 68040-Prozessoren vor. Apple nannte die neue Linie Quadra, die ersten verfügbaren Geräte waren die Quadra 700 und die Quadra 900 mit 25 Mhz-Prozessor. Durch die Quadra-Linie wurde die gesamte "Mac II"-Linie als High-End-Produktlinie abgelöst. Das schnellste Mac-Modell aller Zeiten mit Motorola 68k-Prozessor stammt aus der Quadra-Reihe, der Quadra 840av. Mit dem 68040-Prozessor, der damals mit bahnbrechenden 40 Mhz taktete und einer Erweiterungskarte zum Aufnehmen und Ausgeben von Videos über S-Video, bliebt dieser Mac vielen Apple-Anhängern in Erinnerung.

Power Macintosh 6100/7100/8100

Power Macintosh 6100 Im März 1994 stellte Apple die ersten Macs mit einer ganz neuen Prozessorarchitektur vor, die zusammen mit Motorola und IBM entwickelt wurde: Dem PowerPC 601. Am Anfang standen drei Modelle zur Verfügung: Der 6100 mit 60 Mhz, der 7100 mit 66 Mhz und der 8100 mit 80 Mhz. Der neue Prozessor bot eine erhebliche Geschwindigkeitssteigerung im Vergleich zu den auf dem Motorola 680x0-basierenden Macs. Einen Haken hatte aber der neue Prozessor: Er war nicht kompatibel zum früher eingestetzten Mototorla-Prozessor. Apple musste einen Emulator schreiben, um Software, welche noch nicht auf den PowerPC angepasst wurde, ausführen zu können. Dies war mit erheblichen Geschwindigkeitsnachteilen verbunden, sodass nicht-native Software auf Power Macs häufig langsamer ausgeführt wurde, als auf den älteren Motorola-Prozessoren. Auch das System, damals System 7.1.2, war nur in kleinen Teilen auf den PowerPC angepasst, sodass selbst die Systemsoftware oft langsam ausgeführt wurde. Ärgerlich für Entwickler war, dass Apple die eigene Programmierumgebung, damals MPW, nicht rechtzeitig an den PowerPC angepasst hatte. Glücklicherweise bot Metrowerks zu der Zeit mit CodeWarrior eine Alternative an, mit der die Portierung von Anwendungen auf die neue Prozessorarchitektur recht einfach möglich war. Zu dieser Zeit war der Begriff "Fat Binary" sehr populär, um Anwendungen zu beschreiben, die nativ auf Macs mit 68k- und PowerPC-Prozessor ausgeführt werden konnten.

Performa 5200 & Power Macintosh 5200

Power Macintosh 5200 Im Power Macintosh und Performa 5200 verwendete Apple erstmals den PowerPC 603 in einem Mac. Beim PowerPC 603 handelte es sich um einen Prozessor, der hauptsächlich in mobilen Computern eingesetzt werden sollte. Apple verwendete den Chip aber auch in einigen Low-End-Desktop-Macs. Erst die verbesserte Variante, bekannt als 603e, bot bessere Performance. Der 603e-Prozessor wurde zum ersten Mal im August 1995 im Power Macintosh 5300 angeboten.

Power Macintosh 8500 & 9500

Power Macintosh 9500 Die im Mai 1995 vorgestellten Power Macintosh-Modelle 8500 & 9500 waren in zweierlei hinsicht sehr bedeutende Modelle: Sie waren die ersten Macs, welche mit dem neuen PowerPC 604-Prozessor ausgeliefert wurden, der im Vergleich zum PowerPC 601 und 603 aus anderen Macs dieser Zeit eine erheblich höhere Performance bot und sogar Multiprozessor-Fähig war. Apple bot den Power Macintosh 9500 als Einzelprozessorsystem mit 120 bis 200 Mhz und als Mehrprozessorsystem mit 2x 180 Mhz an. Der 8500er wurde mit einem Prozessor zwischen 120 und 180 Mhz verkauft. Die neuen Modelle verfügten über einen neuen Erweiterungsbus, der schon gewisse Zeit in der PC-Welt im Einsatz war: PCI. Der neue Bus löste den betagten NuBus ab, welcher mit dem Mac II eingeführt wurde und nicht mehr über genug Bandbreite verfügte, um moderne Grafikkarten und andere Erweiterungskarten ausreichend mit Daten zu versorgen. Damit war es erstmalig in einem Mac möglich, 3D-Beschleuniger wie beispielsweise die bekannten Voodoo-Karten von 3DFX in einem Mac zu betreiben.

Clones

Umax 1995 bewegte sich Apples Marktanteil bei 7 Prozent in den USA. Apple wollte den Marktanteil deutlich erhöhen und startete ein Programm, um es Drittherstellern zu erlauben, Computer mit dem Mac OS auszuliefern. Daraus entstand eine große Modellpalette, viele Hersteller, unter anderem Umax, PowerComputing und Gravis boten eigene Computer mit Mac OS an. Apple befand sich dadurch in einer schwierigen Situation, da die Clone-Hersteller die Computer viel günstiger anboten als Apple selbst. Viele Clones basierten auf dem Motherboard-Design des Power Macintosh 9500 und boten auswechselbare Prozessorkarten an, mit denen sich leicht der Rechner aufrüsten ließ. Durch die Rückkehr von Steve Jobs wurde das Clone-Programm Mitte 1997 durch eine rechtliche Lücke beendet.

PowerMac G3

PowerMac G3 Mit der im November 1997 vorgestellten "Power Macintosh G3"-Linie führte Apple den Power PC 750-Prozessor ein. Der Power PC 750, von Apple G3 genannt, basierte zwar auf dem PowerPC 603e, welcher eigentlich für mobile Rechner gedacht war, bot aber dank einer externen Level-2-Cache einen hohen Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zu früheren Power PC-Prozessoren. Einzig der PowerPC 604e und 604ev konnte bei Tests noch ähnliche Performance bieten. Die G3s wurden anfänglich mit Taktraten zwischen 233 und 300 Mhz ausgeliefert und standen in drei Gehäusevarianten zur Verfügung: Einem Desktop-Rechner, einem Mini-Tower und einem All-In-One-Gerät, welches von der Form an den zukünftigen iMac erinnert.

iMac

iMac G3 Nachdem Steve Jobs seit 1997 wieder bei Apple tätig war, trug der neue Innovationsgeist bald erste Früchte. Im Mai 1998 hatte Apple den ersten Knubbel-iMac vorgestellt, im August 1998 begann dann die Auslieferung. Das Konzept eines Gehäuses, das Computer und Bildschirm vereinte stammte bereits aus Apples frühen Tagen. Begrüßte der Macintosh 128k mit einem schlichten "Hello", so gab es ein Plakat, auf dem der iMac ein "Hello again" auf dem Bildschirm hatte. Der iMac verzichtete erstmalig auf ein Diskettenlaufwerk und verfügte weder über einen ADB-Port noch über einen Druckeranschluss, wie ihn ältere Macs aufwiesen. Stattdessen setzte Apple voll und ganz auf einen neuen Anschluss: USB. Zuerst musste der iMac viel Spott über sich ergehen lassen, oft war die Bezeichnung Tupper-Mac zu lesen. Dennoch wurde der iMac trotz des ebenfalls oft bemängelten, fehlenden Diskettenlaufwerks sehr schnell zu einem Kassenschlager und dem erfolgreichsten Mac-Modell, das sich je auf dem Markt befand. Vielleicht war der "Knubbel-iMac" sogar das Produkt, mit dem sich Apple in den insgesamt verkorksten 90er Jahren retten konnte und wieder eine Zukunft hatte.

PowerMac G4

PowerMac G4 Auf den Power Mac G3 folgte der Power Mac G4. Apple konnte sogar mit einem Export-Verbot nach China werben, denn der G4 bot so viel Rechenleistung, dass er als "Waffe" klassifiziert wurde - Für Apple ein hervorragender Marketing-Aufhänger. Der Power Mac G4 bot im Vergleich zum G3 bis zu dreimal höhere Rechenleistung, dafür war auch das Prozessor-Feature "AltiVec" verantwortlich, von Apple als "Velocity Engine" tituliert. Das Einstiegsmodell mit 400 MHz kostete genauso viel wie ein Power Mac G3 mit 350 MHz. Sehr schnell wurde jedoch klar, dass Motorola die hohen Erwartungen an den G4-Prozessor nicht erfüllen konnte. Produktionsprobleme, die sogar zu einer Taktratenreduzierung führen mussten sowie ausgesprochen schleppende Fortschritte wurden zur Regel. Während Intel immer neue Rekorde feiern konnte und die Taktrate als zentrales Kriterium durchsetzen konnte, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung, waren mit dem G4 keine großen Zuwächse möglich. Apple musste sogar auf einer Keynote den "Megahertz Myth" vorstellen und argumentieren, warum der G4 viel schneller sei als ein Intel-Prozessor. Den meisten Beobachtern war jedoch klar, dass der G4 nur in speziellen Bereichen mehr Leistung brachte. Insgesamt konnte der Prozessor den Chips aus dem x86-Lager kaum das Wasser reichen.

Cube

Cube Beim Cube war der gesamte G4-Mac in einem formschönen Würfel untergebracht. Der Cube wurde mit 450 oder 500 Mhz G4 zu einem Preis ab 1.799 Dollar eingeführt, das waren fast 200 Dollar mehr als ein vergleichbarer PowerMac G4 mit erheblich mehr Erweiterungsmöglichkeiten. Auch wenn kaum jemand einen Zweifel daran ließ, dass der Cube einer der schönsten je gebrauten Macs war, so fanden sich dennoch nur wenige Kunden. Die Preisgestaltung verhinderte höhere Verkaufszahlszahlen, Apple ließ das Modell bereits ein Jahr nach der Vorstellung wieder auslaufen. Dennoch behält der Cube Kult-Status und kann noch immer viele Fans um sich scharen. Zu den großen Vorzügen des Cubes zählte unter anderem auch, dass nahezu keine Betriebsgeräusche zu vernehmen waren, nur ein kaum hörbares Summen zeugte von der Aktivität des Gerätes. Mit dem Mac mini hatte Apple zwar ein noch kompakteres Design vorgestellt, sich jedoch preislich wie ausstattungsmäßig nicht an den den Bedürfnissen professioneller Anwender orientiert.

PowerMac G5

PowerMac G5 Im Vorfeld der WWDC 2003 beherrschten die Gerüchte um einen neuen Power Mac die Nachrichtenseiten. Statt des in die Jahre gekommenen G4-Prozessors sollte nun der PPC 970 von IBM unter dem Namen G5 zum Einsatz kommen. Die Gerüchte entsprachen der Wahrheit, tatsächlich löste der Power Mac G5 den von der Rechenleistung her kaum noch zeitgemäßen Power Mac G4 ab. Als "World's fastest personal computer" beworben war der G5 zwar nicht wirklich in jeder Disziplin der schnellste Computer, allerdings konnte die Leistung des Power Mac G5 durchweg überzeugen. Mit dem G4 war Apple ins Hintertreffen geraten und wurde von der Konkurrenz überholt, der G5 stellte ein konkurrenzfähiges Hochleistungs-Produkt dar, das auch durch hohe Bandbreite und guter Erweiterbarkeit überzeugte. Dem Gehäusedesign bleibt Apple auch fast acht Jahr nach Vorstellung noch immer treu.

Mac mini

Mac mini Bis Januar 2005 lautete eine der häufigsten Fragen in den Mac-Foren: "Warum stellt Apple nicht endlich mal einen günstigen Einsteigerrechner ohne Bildschirm vor?" Genau dieser Wunsch wurde mit dem ersten Mac Mini erfüllt, der entweder mit 1,25 oder 1,42 GHz zu haben war. Der Einstiegspreis lag bei gerade einmal 489,- Euro - weit entfernt von den 709,- Euro, die heutzutage mindestens fällig werden. Insgesamt kam der Mac mini sehr gut bei den Anwendern an, auch auf Grund des eleganten Designs. Ausgeliefert wurde der erste Mac mini mit Mac OS X 10.3 Tiger, bis zum Intel-Umstieg verbaute Apple eine echte Grafikkarte und keine Chipsatzgrafik. Auch wenn oft zu lesen war, Apple habe das Interesse am Mac mini verloren, so gibt es das Modell noch heute. Inzwischen ist der aktuelle Mac mini nur noch halb so hoch wie das erste Modell und setzt auf einen Intel Core 2 Duo. Wie erwähnt kann der Mac mini aber nur noch schwerlich als "günstiger Einstiegs-Mac" bezeichnet werden. Sofern noch Peripherie erworben werden muss, so nähern sich die Preise sehr schnell denen eines iMacs an. Ein Argument für den Mac mini sind aber weiterhin sehr kompakte Bauweise und niedriger Stromverbrauch.

Intel Macs

iMac Intel So selbstverständlich heute Intel-Prozessoren im Mac sind, so umstritten waren sie noch vor fünf Jahren. Am 10. Januar 2006 hatte Apple die ersten Macs mit Intel-CPU vorgestellt, etwas mehr als ein halbes Jahr nach der Ankündigung auf der WWDC 2005. Als erster Mac mit Intel-Prozessor erschien das MacBook Pro, die ersten Desktop-Macs waren iMac und Mac mini. Nur einige Wochen nach der letzten Modellüberholung des iMacs mit G5-Prozessor stand bereits die Intel-Version zur Verfügung - manch Kunde zeigte zeigte damals Verärgerung, bereits so schnell nach Kauf "alte Hardware" zu besitzen. Der Intel-iMac war in den Ausführungen 17" und 20" mit bis zu 2,0 GHz Core Duo zu haben. Apple sprach davon, die Rechenleistung im Vergleich zum Vorgängermodell verdoppelt zu haben. Ausgeliefert wurden die ersten Intel-Macs mit Mac OS X 10.4.4 sowie dem ebenfalls neuen iLife '06.

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