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Warum IBM Mark Papermaster nicht ziehen lassen will

In den letzten News zum Streitfall, ob Mark Papermaster von IBM zu Apple wechseln darf, wurde immer wieder Unverständnis für IBMs Argumentation gezeigt, Apple sei ein Konkurrent. Inzwischen ist aber ein Bericht aufgetaucht, der es etwas klarer macht, warum IBM so vorsichtig ist und Firmengeheimnisse schützen möchte. So fürchtet IBM, Papermaster könne eine neue Technologie mit der Bezeichnung "Racetrack Memory" mit zu Apple nehmen, was gerade für den iPod-Bereich von großem Interesse wäre. Mit Racetrack Memory soll es möglich sein, weitaus mehr Daten auf einem Gerät wie dem iPod unterbringen zu können, zudem wird eine signifikante Steigerung der Akkulaufzeit angestrebt. Anstatt 40.000 Titel in der Hosentasche mitzuführen, sollen mit der neuen Technologie sogar bis zu 500.000 Titel auf einem iPod classic unterzubringen sein. Zwar benötigt niemand unterwegs so viel Musik, doch wäre der iPod dann in der Lage, noch die ganze Filmsammlung und weitere Daten aufzunehmen. Racetrack Memory verwendet den Eletronenspin, um Daten zu speichern. Dies ist der Beschreibung zufolge so effizient, dass ein tragbares Gerät nur alle paar Wochen aufgeladen werden müsste. Zwar ist die Technologie momentan noch Zukunftsmusik, es wird aber schnell klar, warum der angestrebte Wechsel von Papermaster so kompliziert wurde, dass nun sogar die Gerichte das letzte Wort haben.
Ein anderes Dokument zeigt, wie lange Apple bereits auf der Suche nach einem neuen Leiter der iPod-Division ist. Den Unterlagen zufolge sieht sich Apple bereits seit mehr als einem Jahr nach einem Nachfolger für Tony Fadell um. Papermaster war dabei nicht einmal die Wunschbesetzung, sondern befand sich auf der Liste der geeigneten Kandidaten eher weit unten.

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Kommentare

GAUSS13.11.08 09:45
juhu ... und beim nächsten Gamastrahlen Ausbruch unserer Sonne hat man nur noch ein Knacken und Rauschen auf dem Player. Ich glaube die nötige Menge an Energie um den Spin eines elektrons umzukehren, liegt bei nicht einmal 3eV.
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Lefteous
Lefteous13.11.08 09:53
Also wenn sie niemanden finden - ich würde den Job machen. Aber mich fragt ja niemand. Ich würd' bei Apple sogar die Toiletten putzen, wenn ich dürfte
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idolum@mac13.11.08 09:54
Huihuihui, das klingt ja mal sehr interessant. Ich hätte gerne meine gesamte Library auf dem iPhone und wenn ich dies dann auch seltener laden muss, dann Willkommen Zukunft!
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maybeapreacher
maybeapreacher13.11.08 09:56
Lefteous: Wenn die Bezahlung stimmt

Wobei ich bisher eher die Beobachtung gemacht habe, das viele Leute, die sich nach außen toll geben, auf der Toilette die letzten Schweine sind (sorry aber: Erfahrung in einem Büro mit mehreren "tollen" Leuten lassen sich nun mal nicht aus dem Gedächtnis "wischen")

Alle meine Filme + Musik + Bilder auf nem Touch zu haben, den ich benutzen kann aber nur alle 2-3 Wochen aufladen müsste, wäre aber geil Aber naja... Sonnenwinde hin oder her: Wir sterben eh alle
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Phoen
Phoen13.11.08 10:02
Das klingt von Seiten IBMs jetzt aber auch ein wenig hoch gegriffen. Die meinen wohl, einem Arbeitsrichter jede Technikutopie auftischen zu können, in der (trügerischen) Voraussicht darüber nicht Beweis erheben zu müssen. Für so eine Argumentation hätte ein deutscher Richter nicht mal ein müdes Lächeln übrig.
...Ob IBM hier nicht offene Türen einrennt? Denn schließlich scheint doch einiges für IBM zu sprechen.
Niemand regiert die Welt.
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gentux
gentux13.11.08 10:13
Man hat ja von IBM nichts innovatives in den letzten Jahren gehört, während Apple fleissig Innovationen auf den Markt bringt. Da ist doch die Angst IBMs, dass die neue Speichertechnik von Apple als Innovation (bekanntermassen am Anfang mit Kinderkrankheiten) verkauft wird und IBM wird die Show gestohlen...

Naja vielleicht kommt ja auch der Chef von IBM auf die Bühne von einer Apple-Keynote und rühmt die enge Zusammenarbeit...
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ela13.11.08 10:26
na klar - Elektronen-Spin. Und sie haben Angst, dass EINE Person dieses Geheimnis (an dem sicher schon viele Firmen forschen) mitnimmt und zu seiner Lebzeit in ein fertiges Produkt verwandel kann?

Mein lieber Scholli - ich weiß nicht was die zum Frühstück hatten, aber ich möchte auch etwas davon haben

Demnächst darf ich hier auch nicht mehr weg weil ich die Vision habe unsere Techniker direkt zum Kunden zu beamen um die Staus zu umgehen. Das Ganze soll nach dem Verschränkungsprinzip funktionieren. Ist natürlich noch Zukunftsmusik aber ....
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MacRabbitPro13.11.08 10:32
Mitarbeiter sind keine Leibeigenen. Sie haben das Recht ihren Arbeitsplatz zu wechseln - und zwar wann immer sie das wollen. Es ist auch nicht möglich beim Verlassen einer Firma beim Mitarbeiter einen Reset-Kopf zu drücken und so sein Gedächtnis an die Zeit beim jeweiligen Arbeitgeber zu löschen.
Das KnowHow eines Mitarbeiters ist immer die Summe dessen, was er in Laufe seiner beruflichen Laufbahn geleistet hat.

Die großen Konzerne verhalten sich bei einem Mitarbeiterwechsel fast immer so, als sein es eine Gnade gewesen, dass derjenige für sie arbeiten und KnowHow in der Firma aufsammeln durfte. Aber dabei wird allzu gerne Vergessen, dass die Firmen eigentlich nur die Summe der Leistungen ihrer Mitarbeiter sind. IBM wäre ohne seine Mirarbeeiter gar nicht da. D.h. die Gewinne der Konzerne und deren Eigner kommen eigentlich nur dadurch zu Stande, dass sich tagtäglich geniale Leute dort etwas Neues einfallen lassen. IBM soll mal nicht vergessen dass Sie durch die Arbeit des Herrn Papermaster in den letzten Jahren wohl auch schon den ein oder anderen Dollar verdienen konnten. Soviel zu meiner Sicht bezüglich des Wechsels von Mitarbeitern.

Nun die andere Seite: Natürlich muss jeden Firma darauf bedacht sein, ihr KnowHow vor den Wettbewerbern zu schützen und muss dies auch auf einer rechtlichen Grundlage tun können - schließlich haben wir Kapitalismus und da gehört nicht alles einfach jedem.

Aber dass über die Gängelung und Bevormundung der Mitarbeiter im Falle eines Wechsels durchzudrücken ist der falsche Weg!
Eine Möglichkeit wäre z.B. den Mitarbeiter über die letzten Dinge an denen er gearbeitet hat zur Verschwiegenheit zu vergattern. Kommt dann der neue Arbeitgeber innerhalb 2 Jahren nach dem Wechsel mit einer Technologie auf den Markt, die ganz offensichtlich auf (beantragten oder bestehnden) Patenten (dazu sind sie doch da?) der alten Firma beruht - dann können meinetwegen die Gerichte tätig werden.

Aber Mitarbeiter am Wechsel zu hindern oder für 12 Monate in den Zwangsurlaub zu schicken - das verstößt gegen jedes Recht und Ethik - jedenfalls bei uns.
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hagen5313.11.08 10:46
Die idee mit dem Resetknopf klingt sehr interessant! da könnte man sicher eine geschäftsidee draus entwickeln.
Aber ich glaube, sowas gibt es schon. Bei manchen Mitarbeitern hat man ja schon mal das gefühl, dass die vor der Arbeit ihr Hirn resetten.
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sierkb13.11.08 11:29
gentux:
Man hat ja von IBM nichts innovatives in den letzten Jahren gehört, während Apple fleissig Innovationen auf den Markt bringt.

Wenn Dich da mal nicht Deine Wahrnehmung arg im Stich gelassen hat und Dich täuscht...
Umgekehrt ist's wohl eher richtig. IBM ist immer noch Patent-Weltmeister im gesamten IT-Sektor und auch unabhängig vom Gesichtspunkt "Patente" auch mehr rührig, umtriebig und innovativ als das, was Du vielleicht bisher wahrnimmst.
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MacRabbitPro13.11.08 11:29
hagen53

Aber ich glaube, sowas gibt es schon. Bei manchen Mitarbeitern hat man ja schon mal das gefühl, dass die vor der Arbeit ihr Hirn resetten.

Immerhin hat man bei solchen Mitarbeitern bei einem Wechsel keine Probleme
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exAgrajag13.11.08 11:39
gentux: Ich würde sagen, daß liegt daran, weil IBM an Grundlagen forscht und Apple eben nicht. Was bekommt man denn schon mit, was in der Grundlagenforschung passiert. WENN man mal was mitbekommt, schaltet man doch sowieso sofort ab, weil man nur noch Rauschen versteht. "Erfindungen" à la Touchpad sind eben sofort verständlich und sofort auf dem Markt. IBMs Forschgungsergebnisse sind eher nach Jahren und über Umwege (als Grundlage für andere Technologien) auf dem Markt zu sehen.
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halebopp
halebopp13.11.08 12:37
MacRabbitPro: Du irst - solche Klauseln wie bei Papermaster sind auch bei uns absolut üblich, sobald man in "sicherheitsrelevanten" Bereichen arbeitet.
Das war ich nicht - das war schon vorher kaputt!
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pünktchen
pünktchen13.11.08 12:38
der papiermeister hat den krams doch nicht entwickelt. ausserdem hat ibm die technik längst mit patenten abgesichert. und apple ist in dem bereich eh nicht tätig. also was soll der unfug?
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MacRabbitPro13.11.08 12:58
halebopp

MacRabbitPro: Du irst - solche Klauseln wie bei Papermaster sind auch bei uns absolut üblich, sobald man in "sicherheitsrelevanten" Bereichen arbeitet.

Du hast mich missverstanden. Ich weiss dass das bei uns üblich ist. Ich arbeite selbst bei einem Großkonzern
Dazu muss man auch nichmal im "Sicherheitskritischen Bereich arbeiten".

Trotzdem finde ich dass unmoralisch und je nach Fall wäre ich gespannt ob das Arbeitsgericht immer in Sinne des Arbeitgebers entscheidet. Denn nur weil sowas im Arbeitsvertrag steht heißt es noch lange nicht, dass es auch rechtens ist.
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ww
ww13.11.08 13:34
Also bei uns in der Schweiz gibt es die 'Konkurrenzklausel' natürlich auch. Nur ist sie nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben ist.

Ich war vor Jahren sogar mal vor Arbeitsgericht infolge dieser Klausel. Hat ca 15 Minuten gedauert und dann war das durch. Eine Konkurrenzklausel kommt einem Arbeitsverbot gleich. Also - ungültig!

Heute bin ich selbstständig - da sieht das ganze natürlich schon etwas anders aus. Aber auch da ist das für den 'alten' Auftraggeber nicht einfach sich auf diese Klausel zu berufen, und Recht zu bekommen!
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HoloGram13.11.08 13:54
Klar in Deutschland sind solche Klauseln tatsächlich üblich.

Doch glücklicherweise haben diese bei uns keinerlei rechtlichtliche Gültigkeit. Weil sie quasi einem Berufsverbot gleichkommen.

Ein Vertrag kann eben nicht alles regeln. Was gegen geltendes Recht verstößt kann zwar Inhalt des Vertrages sein, bindet aber nicht.

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