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US-Zölle vom Supreme Court aufgehoben – doch mehr Probleme für Apple als vorher

Am vergangenen Freitag hatte der Supreme Court die seit einem Jahr für viel Unsicherheit sorgenden Trump-Zölle für illegal erklärt. In der Entscheidung ging es nicht darum, ob Zölle per se schädlich sind, sondern um Befugnisse. Das Urteil lautete, dass ein US-Präsident diese nicht habe, sondern besagte Maßnahmen vom Kongress zu verabschieden gewesen wären. Eine Präsidentenverordnung reiche nicht aus – zumindest dann, wenn man sich auf den "International Emergency Economic Powers Act" als Gesetzesgrundlage berufe. Zunächst herrschte Aufatmen, zumal viele Unternehmen jetzt die Chance sehen, zu Unrecht erhobene Zölle erstattet zu bekommen.


Bisherige Zölle ungültig – allerdings auch Apples Sonderregeln
Allerdings hat die US-Regierung schnell reagiert und verkündet, nun andere Gesetze zu nutzen. Trump kündigte stattdessen einen globalen Importzoll in Höhe von 10 Prozent an, um nur kurz darauf zu verkünden, dass es sogar 15 Prozent werden. Apple steht damit erst einmal schlechter als zuvor da, denn das alte Regelwerk war in einigen Teilen sorgsam rund um Cupertinos Interessen geschnürt. Jene Ausnahmen sind vorerst obsolet, da sie auf den Mechaniken der als unzulässig geurteilten Rechtsgrundlage basierten. Das Urteil und die jüngste Zollkeule führen also dazu, dass Apple nicht nur mit Unsicherheit über mögliche Rückzahlungen von bereits gezahlten Zöllen konfrontiert ist, sondern auch mit neuen, wenn auch anders begründeten Tarifen.

Cook ist einmal mehr gefragt – doch es wird zunehmend schwieriger
Schon zuvor waren Apple bzw. Apple-Kunden mit mehr als drei Milliarden Dollar an Zollkosten belastet. Nach Inkrafttreten der globalen Importzölle und wegfallenden Ausnahmen dürfte sich die Situation noch verschärfen. Tim Cook muss damit wohl wieder einiges an Verhandlungsgeschick aufbringen, um schädliche Auswirkungen zu minimieren. In der Vergangenheit war Cook damit stets sehr erfolgreich, weswegen er vermutlich erneut Abschwächungen erwirken kann – doch für Apple und Co. bleibt das Problem, nie genau abschätzen zu können, wie sich die Importkosten in den kommenden Quartalen entwickeln. Die Auswirkungen sind zudem weitreichender, als nur US-Verbraucher zu betreffen: Es gilt unter Branchenexperten als sicher, dass Apple zu einer weltweiten Kostenumlage greifen muss, um die Preise auf dem besonders wichtigen US-Markt nicht spürbar anzuheben.

Kommentare

nagi_muc
nagi_muc23.02.26 16:27
“In der Vergangenheit war Cook damit stets sehr erfolgreich, …”

Sehr kurzfristig gesehen, vielleicht. Langfristig muss man doch langsam kapieren, dass es schlicht unmöglich ist die Handlungen dieses Schwachkopfs vorherzusehen und es daher zielgerichteter wäre, aktiv an dessen Entfernung zu arbeiten. Wenn er nicht die Unterstützung der Bosse seiner Techfirmen hätte, wäre er gezwungen etwas leiser zu treten. Da er das nie machen würde, wäre rapide schwindende Zustimmung die Folge bis er sich nicht mehr halten kann.
+4
SKir23.02.26 16:32
Wenn das so weiter geht muss wohl was anderes als Apple Geräte her!
Microsoft, Google sowie Meta (bis auf WahtsApp) habe ich schon einiges auf europäische alternativen umgestellt z.B. Softmaker-Office NX, Posteo Mail und Kalender, Thunderbird, Firefox und Vivaldi als Browser sowie beim Desktop-PC Linux anstelle von Windows 11 dann noch ein Synology NAS als Onedrive ersatz. Bisher habe ich keinen der Schritte bereut
Was echt schwerfällt ist die Apple Hardware, wie Handy, iPad oder MacBook Air. Fast alle Handy und iPad alternativen setzten auf Android und somit kommt Google wieder ins Spiel
+4
OliBerlin23.02.26 16:49
Mir scheint, Donald Trumps konfuse Zollpolitik entwickelt sich zu einer echten Gefahr für führende US-Unternehmen wie Apple, Tesla oder Nvidia. Oder sieht das jemand anders?
+5
Metty
Metty23.02.26 16:51
Abwarten und Tee trinken. Erst mal sehen ob und wie viel Apple internationale Preise anpasst. Wenn man ausserhalb der US der Meinung ist US Zölle mit bezahlen zu müssen dann werden grössere Investitionen erst einmal aufgeschoben. Und so etwas ist Gift für den Umsatz. Das weiss auch Apple.

Besser wäre es Zölle in den US auch als solche klar bei jedem Artikel zu benennen. Spätestens dann wird auch dem letzten US Bürger klar, dass Zölle nicht vom Ausland bezahlt werden. Amazon hatte das mal angekündigt, aber nach grossem Tosen vom Trumpel schnell wieder zurückgezogen. Schade ... bei etwas mehr Mut zur Wahrheit würden wir vielleicht jetzt besser dastehen.
+3
Zacks
Zacks23.02.26 17:23
Ich nehme gerne die Geräte die ihr aus moralischen Gründen loswerden wollt
Ware wa messiah nari!
+2

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