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Das MacBook Neo zerlegt – Überraschung beim inneren Aufbau

Apple-Produkte haben nicht unbedingt den Ruf, besonders wartungsfreundlich bzw. einfach reparierbar zu sein. Das muss man allerdings deutlich differenzierter betrachten. Während es Wegwerfartikel wie defekte AirPods gibt, gestaltet sich der Tausch von Akkus oder Displays in Mac, iPad und iPhone normalerweise recht einfach – wenngleich meist nicht ohne Spezialwerkzeug, viel Geduld und handwerkliches Geschick. Doch wie sieht es im Falle des MacBook Neo aus? Ein erster Reparaturdienstleister hat sich nun an das Innenleben des günstigsten Notebooks gewagt und zieht ein Fazit.


Schrauben – und noch mehr Schrauben
Wie bei MacBook Air und MacBook Pro wird das Aluminiumgehäuse über acht Schrauben an der Unterseite geöffnet. Im Inneren zeigt sich eine sehr kompakte Hauptplatine, eingebettet in ein insgesamt reduziertes und sauber organisiertes Layout. Auffällig sind die übersichtliche Kabelführung, der Verzicht auf zusätzliche Scharnierabdeckungen sowie der durchgehende Einsatz konventioneller Torx-Schrauben der Größen T3, T5 und T8.

Erwähnenswert ist zudem die Unterbringung des Akkus: Dieser ist ebenfalls mit Schrauben befestigt und lässt sich anschließend unmittelbar entnehmen. Auf die bei vielen modernen Geräten üblichen Zuglaschen oder flächigen Klebeverbindungen verzichtet Apple hier offenbar vollständig. Früher war das ein oft geäußerter Kritikpunkt an Apples Konstruktionsweise, doch beim MacBook Neo wählte Apple ziemlich genau den Weg, welchen Reparaturspezialisten seit jeher fordern.


Außerordentlich modular gestaltet
Auch mehrere weitere Bauteile sind als eigenständige Module ausgeführt. Dazu zählen die beiden USB-C-Anschlüsse, Lautsprecher sowie die Kopfhörerbuchse. Diese lassen sich separat ersetzen, ohne dass größere Baugruppen mit ausgetauscht werden müssten – die Lautsprecher sind beispielsweise jeweils mit nur vier Schrauben fixiert und ebenfalls nicht verklebt. Sollte es einer neuen Tastatur bedürfen, dann erfordert das nicht den gleichzeitigen Austausch des Top Case. Dabei handelt es sich um einen weiteren Punkt, der bei Apple-Notebooks beinahe traditionell für Ärger sorgte.

Ein erstes Fazit
Apple hat offensichtlich besonderes Augenmerk auf Modularität und Wartungsfreundlichkeit gelegt. Binnen Minuten sind alle Komponenten zu erreichen und mit vergleichsweise geringem Aufwand zu entfernen. Das war nicht unbedingt zu erwarten, denn gerade bei kompakten oder günstigeren Geräten hatte Apple früher oft besonders intensiv auf festverbaute oder verklebte Elemente gesetzt. Von iFixit gibt es bislang noch keinen Zerlegebericht samt "Repairability Score" – allerdings ist im Falle des MacBook Neo wohl bald mit einer ziemlich guten Note zu rechnen.

Kommentare

holk10012.03.26 15:40
Apple ist immer noch für positive Überraschungen gut. Da grade für Schüler und Studenten der Aspekt Nachhaltigkeit ein wichtiges Kaufargument sein dürfte, ist das ein weiterer Pluspunkt des Neo.
+8
macfreakz12.03.26 15:50
Modular? Sofort denke ich an die Erweiterungsmöglichkeiten. Vielleicht gibt's irgendwann ein A20 Pro Chipsatz für Macbook Neo für 99 €, einfach rausschrauben und ersetzen.
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Calibrator12.03.26 15:51
Jetzt noch ein Konzept wie das von Frame.work.
+1
antipod
antipod12.03.26 15:56
macfreakz
Modular? Sofort denke ich an die Erweiterungsmöglichkeiten. Vielleicht gibt's irgendwann ein A20 Pro Chipsatz für Macbook Neo für 99 €, einfach rausschrauben und ersetzen.

Wäre theoretisch möglich - dennoch wage ich es zu bezweifeln. Das wäre für Apple sehr unüblich. Hilfreich wäre die Modularität aber auch fürs Refurbishing.
+1
Raziel112.03.26 16:16
Also quasi wie beim iPhone und iPad? Das war ja immer extrem leicht zu reparieren dank aller Module die nur geschraubt und mit Steckverbindern angebunden waren
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Huba12.03.26 17:11
holk100
Apple ist immer noch für positive Überraschungen gut.

Ich dachte gerade auch, ich wäre nach einem leichten Schwindelanfall in einem Paralleluniversum gelandet.
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