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„Tsunami an Elektroschrott” – Kritik an Cupertinos „kurzlebigen Produkten“ und „Wegwerfkultur“

Apple präsentiert sich gern als Unternehmen, das auf Nachhaltigkeit setzt und ökologische Verantwortung übernimmt. So begründet der Konzern den Wegfall des Netzteils bei neu gekauften iPhones mit den selbst gesteckten Umweltzielen – immerhin möchte das Unternehmen bis 2030 eine klimaneutrale Produktion seiner Geräte erreichen. Allerdings sind Apples Bemühungen für manche Umweltschützer nicht ganz glaubhaft: Ein neuer Bericht eines britischen Komitees erhebt schwere Vorwürfe gegen Cupertino und andere Technologieriesen – und fordert unter anderem politische Interventionen. Erst unlängst hat das Europaparlament für ein Recht auf Reparatur votiert – das Vereinigte Königreich könnte diesem Beispiel bald folgen.


Regierung müsse gegen „Wegwerfkultur“ vorgehen
Der für Umweltangelegenheiten zuständige Ausschuss des britischen Parlaments legt einen Bericht vor, der für Technologieunternehmen wenig wohlwollend ausfällt. So geht das Gremium in der Kurzfassung des Berichts darauf ein, dass Apple Bauteile in den Notebooks zusammenklebe und verlöte, was die Reparatur erschwere. Zudem verlange der Konzern sehr hohe Gebühren für die Instandsetzung seiner Geräte. Der Ausschuss spart nicht an Pathos: Es handle sich um einen Trend, der gegen die lange Geschichte des Ingenieurwesens in Großbritannien verstoße – und der beendet werden müsse. Konzerne wie Amazon und Apple seien für einen „Tsunami an Elektroschrott” verantwortlich. Die Regierung sei angehalten, gegen kurzlebige Produkte und eine „Wegwerfkultur“ vorzugehen.

Apple zeigt sich enttäuscht
Apple regierte auf die Anschuldigungen: Das Unternehmen brachte gegenüber The Guardian seine Enttäuschung über den Bericht des Komitees zum Ausdruck. Der Ausschuss spiegele nicht die Bemühungen des Konzerns wider, Ressourcen zu schonen und den Planeten zu schützen. Die neuesten Modelle der Apple Watch, des iPhones und des iPads verwendeten recyceltes Material für sämtliche Schlüsselkomponenten. Apple wolle weiterhin mit der Regierung und dem Parlament zusammenarbeiten, um einen gesunden Planeten zu hinterlassen.

Apple nehme Umweltverpflichtungen nicht ernst
Besonders kooperationsbereit zeigte sich Cupertino in der Vergangenheit jedoch nicht: Bloomberg zufolge hatte das Komitee Apple bereits vor Monaten darum gebeten, sich den Fragen des Ausschusses zu stellen – das Unternehmen sei der Bitte jedoch nicht nachgekommen. Der Konzern nehme seine Umweltverpflichtungen nicht ernst genug, erklärte der Vorsitzende des Komitees, Philip Dunne.

Kommentare

TiBooX
TiBooX27.11.20 15:23
Das könnte man leicht über Steuern steuern.
Bei vielen ist das Produktleben direkt mit dem Akkuleben verbunden. Wenn man den dann nicht tauschen (lassen) kann wars das.
AkkuNichtAustauschbarSteuer
People who are really serious about software should make their own hardware [A. Kay]
+10
beanchen27.11.20 15:25
Der Ausschuss spart nicht an Pathos: Es handle sich um einen Trend, der gegen die lange Geschichte des Ingenieurwesens in Großbritannien verstoße ...
Da fällt mir doch vor lachen mein Gingerbread in den Tee.
+32
TheMan27.11.20 15:26
Irgendwie sind die jenseits von Eden, ich benütze ein iPhone mehrere Jahre und danach hat noch sonst jemand einige Jahre Freude daran. Meine Macs benütze ich im Grafischen Bereich über 5 Jahre, danach noch Jahre im Büro. Es ist mir noch nie ein Gerät einfach so kaputt gegangen und ich gehe keineswegs rücksichtsvoll mit meinen Sachen um. Ein iPhone-Display habe ich einmal zerstört, selber schuld. Da es schon mehrere Jahre alt war habe ich es an Bastler verschenkt und mir ein neues gekauft, er konnte das Display problemlos selbst ersetzen! Ich sehe hier kein Problem in Sachen Nachhaltigkeit, wenn ich sehe wie häufig und früh relativ eher günstige Android oder PC den Geist aufgeben.
+16
TheMan27.11.20 15:27
beanchen
Der Ausschuss spart nicht an Pathos: Es handle sich um einen Trend, der gegen die lange Geschichte des Ingenieurwesens in Großbritannien verstoße ...
Da fällt mir doch vor lachen mein Gingerbread in den Tee.

Die Engländer sind immer noch im 19. Jahrhundert!
+3
TurboX27.11.20 15:27
beanchen
Da fällt mir doch vor lachen mein Gingerbread in den Tee.

Oh dear!
+2
DocTom27.11.20 15:28
Der Ausschuss spart nicht an Pathos: Es handle sich um einen Trend, der gegen die lange Geschichte des Ingenieurwesens in Großbritannien verstoße ...

Die späte Rache des Sir Jonathan Ive?
0
PepeThePope27.11.20 15:28
Diese Kritik ist leider sooo berechtigt.
Aus kommerzieller Sicht muss Apple aber so "scheinheilig" agieren.
Denn würde Apple es ermöglichen:

a) im iPhone den Akku leicht zu tauschen
b) im Macbook Speicher selbst upgraden zu können oder den Akku leicht zu tauschen
c) Verklebte AirPods / HomePods, usw.... leicht reparieren bzw warten zu lassen

Dann würden sie ja deutlich weniger Umsatz und Gewinn machen.

Ja, über Steuern könnte man sowas regeln
+11
Robby55527.11.20 15:31
Nachhaltig ist es wenn Sachen möglichst einfach repariert werden können und das geht bei verklebten Gehäusen und Displays so gut wie gar nicht - zumindest kann man da kaum selbst Hand anlegen. Da fragt man sich schon ob das bei den iMacs und iPads wirklich unbedingt sein muss. Dazu kommt Apples Obsession immer wieder andere Schrauben zu verwenden für die man dann spezielles Werkzeug braucht. Ein iPhone lässt sich dagegen noch relativ leicht zerlegen.
+13
Froschkoenig27.11.20 15:34
Wenn nix kaputt geht, ist es egal ob es verklebt ist. Ich habe ein MB Pro von 2009 und eins von 2013, beide funktionieren einwandfrei, bei dem 2013er ist der Akku dieses Jahr erneuert worden. Meine iPhones 5, 6+ und Xs funktionieren auch noch.
+12
Geegah27.11.20 15:35
Ich sehe das ähnlich kritisch.

Wir haben ca. 30 Mac Book Pro Retina Geräte aus den Jahren 2013, 2014 und 2015.
Bei geschätzt ca. 70% mussten wir die Akkus bereits kostenpflichtig wechseln lassen, da aufgebläht, oder defekt. Hierzu wird jedesmal ein komplett neues Top Case mit integrierter Tastatur, Trackpad und eingeklebtem Akku verbaut und das alte dann komplett entsorgt.

Das finde ich echt daneben! Von den Kosten mal ganz zu schweigen...
+23
ThoSchl27.11.20 15:39
Ich denke die Hersteller sollten dahingehend verpflichtet werden, dass mindestens die "Verschleißteile" einfach durch Originalteile ersetzbar sind. Dazu zählen für mich auf jeden Fall die Akkus.
Falls Akkus keine Verschleißteile sind, kann man sie ja mit den gleichen Garantiebedingungen ausstatten, wie andere Komponenten...
Die Erweiterbarkeit von RAM und Storage wären sehr wünschenswert. Wenn man sich jedoch ein modernes Mainboard anschaut, dann ist da nicht mehr viel dran (Stichwort Ressourcenverbrauch). Wie wäre es von daher, wenn man zumindest die Mainboards standardisiert und dieses Teil tauschbar macht. Das Retina-Display hat nicht mehr so viel Verbesserungspotenzial... Das Gehäuse der M1-Macs unterscheidet sich beispielsweise nicht sooo wesentlich von den Intel-maschinen...
+7
Robby55527.11.20 15:43
Froschkoenig
Wenn nix kaputt geht, ist es egal ob es verklebt ist. Ich habe ein MB Pro von 2009 und eins von 2013, beide funktionieren einwandfrei, bei dem 2013er ist der Akku dieses Jahr erneuert worden. Meine iPhones 5, 6+ und Xs funktionieren auch noch.

Es geht ja nicht immer nur um kaputt sein sondern auch um SSDs oder RAM nachrüsten. Mach das mal bei einem aktuellen iMac 21" ... von einem MacBook Pro reden wir gar nicht erst. Nachhaltiges Platinendesign ist bei Apple ein Fremdwort, bei den neuen M1 Rechnern wird es sogar noch schlimmer denn bei den früheren MacMinis konnte man noch das eine oder andere wenigstens selber austauschen.
+10
Häkelmeister27.11.20 15:44
Man darf aber nicht vergessen das so große Innovationssprünge ohne die Wegwerfkultur garnicht möglich sind, da ja niemand sein altes Handy hergibt. Des Weiteren denke ich, wenn man alles recyceln kann, wo ist dann das Problem 🤷🏽‍♂️ ein geschlossener Kreislauf.

Apple, ist aus meiner Sicht, extrem Umweltfreundlich im Gegenteil zu dem ganzen Chinadingern. Ich kann meinen 7 Jahre alten Rechner immer noch benutzen.
-2
beanchen27.11.20 16:03
PepeThePope
Diese Kritik ist leider sooo berechtigt.
Aus kommerzieller Sicht muss Apple aber so "scheinheilig" agieren.
Mal ganz ehrlich, ist es anders herum nicht genauso scheinheilig? Wem die Umwelt sooo wichtig ist, der kauft sein MBP auf lange Sicht, sprich mit genügend Speicher, und der lässt reparieren (was möglich ist) auch wenn es fast so teuer ist wie ein Neukauf, denn es geht ja allein um die Umwelt und nicht den kommerziellen Gedanken (Speicher billiger selbst zu verbauen, selbst reparieren und Akkus von anderen Herstellern).
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir das auch – aus ganz eigennützigen Gründen – aber Apple daraus einen Vorwurf zu machen ist schon ein bisschen lustig.
+4
Mecki
Mecki27.11.20 16:12
Kurzlebigen Produkte? Apple Produkte sind die langlebigsten meiner Produkte IT Produkte. Mein iPhone ist von 2016, mein MacBook Pro von 2014.

Noch dazu kaufe ich die meistens gebraucht aus zweiter Hand und wenn ich sie nicht mehr brauche, dann verkaufe ich die gebraucht in dritte Hand, außer jemand im direkten Umfeld möchte das Gerät haben, dann verschenke ich es manchmal sogar. Denn selbst richtig alte Apple Produkte, werden noch gekauft (habe letztes Jahr ein iPad 2 verkauft, das wurde mir förmlich aus der Hand gerissen, dabei ist das von 2011 und da läuft max. iOS 9 drauf).

Was von Apple auf den Elektroschrott landet, ist entweder uralt oder richtig kaputt und bei Totalschaden ist nichts mehr zu reparieren, da kann man nur tauschen (wird ja bei Autos auch nicht gemacht, die werden mit Totalschaden auch nur verschrottet).
+19
nane
nane27.11.20 16:12
Wir müssen uns als Gesellschaft ändern. Solange es für uns als Gesellschaft in der Mehrheit in Ordnung ist was aktuell passiert zum Thema Umwelt und Wegwerfkultur, passiert es eben - wie gehabt.

In den letzen Jahren hat sich wenigstens eine ganz dünne, sehr kleine Diskussion um Klima und Umweltschutz gebildet. Auch Nachhaltigkeit und andere "buzz-words" haben es schon in die Medien und ins Marketing geschafft. Immerhin ein Anfang. Mehr aber auch nicht.

Witzig, gerade am Black-Friday, dem inzwischen höchsten Konsum-Festtag der westlichen Welt über Dinge wie „kurzlebige Produkte“ und „Wegwerfkultur“ zu diskutieren. Jetzt wo doch alles gerade so billig ist, muss die Fauna und Flora halt mal kurz hinten anstehen. Wobei - ist ja auch viel bequemer so. Aber Morgen, da retten wir die Welt... dieses Mal bestimmt. Sollen die anderen/grossen/etc. mal anfangen.
Das Leben ist ein langer Traum, an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+9
MacRS27.11.20 16:19
beanchen
Mal ganz ehrlich, ist es anders herum nicht genauso scheinheilig? Wem die Umwelt sooo wichtig ist, der kauft sein MBP auf lange Sicht, sprich mit genügend Speicher, und der lässt reparieren (was möglich ist) auch wenn es fast so teuer ist wie ein Neukauf, denn es geht ja allein um die Umwelt und nicht den kommerziellen Gedanken (Speicher billiger selbst zu verbauen, selbst reparieren und Akkus von anderen Herstellern).
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir das auch – aus ganz eigennützigen Gründen – aber Apple daraus einen Vorwurf zu machen ist schon ein bisschen lustig.
Ich denke es schon nicht falsch zu sagen, dass die Reparaturpreise bei Apple dazu führen, dass die Leute halt ein neues Gerät kaufen. Jetzt dem Konsumenten den schwarzen Peter zuzuschieben, so nach dem Motto: "Du hättest es ja für soundsovielte reparieren lassen können", ist schwierig. Wenn Apple etwas für die Umwelt tun will, müssen die Reparaturen billiger werden und dafür gibt es halt außer stärkerer Konkurrenz keinerlei wirtschaftlichen Anreiz. Von daher handeln alle nach wirtschaftlichen Kriterien. So weit, so klar. Aber Apple geht hin und sagt, dass sie so unheimlich umweltfreundlich sind und das ist halt verlogen.
+3
Robby55527.11.20 16:29
MacRS
beanchen
Mal ganz ehrlich, ist es anders herum nicht genauso scheinheilig? Wem die Umwelt sooo wichtig ist, der kauft sein MBP auf lange Sicht, sprich mit genügend Speicher, und der lässt reparieren (was möglich ist) auch wenn es fast so teuer ist wie ein Neukauf, denn es geht ja allein um die Umwelt und nicht den kommerziellen Gedanken (Speicher billiger selbst zu verbauen, selbst reparieren und Akkus von anderen Herstellern).
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir das auch – aus ganz eigennützigen Gründen – aber Apple daraus einen Vorwurf zu machen ist schon ein bisschen lustig.
Ich denke es schon nicht falsch zu sagen, dass die Reparaturpreise bei Apple dazu führen, dass die Leute halt ein neues Gerät kaufen. Jetzt dem Konsumenten den schwarzen Peter zuzuschieben, so nach dem Motto: "Du hättest es ja für soundsovielte reparieren lassen können", ist schwierig. Wenn Apple etwas für die Umwelt tun will, müssen die Reparaturen billiger werden und dafür gibt es halt außer stärkerer Konkurrenz keinerlei wirtschaftlichen Anreiz. Von daher handeln alle nach wirtschaftlichen Kriterien. So weit, so klar. Aber Apple geht hin und sagt, dass sie so unheimlich umweltfreundlich sind und das ist halt verlogen.

Ein Problem ist auch, dass man als Privatkunde kaum eine Chance hat günstig an Apple Originalersatzteile zu kommen außer man kauft sich bei Ebay ein defektes Gerät bei dem das Ersatzteil noch intakt ist. Oft werden dafür aber auch schon Mondpreise verlangt, so dass sich die Reparatur nicht wirklich lohnt. Bin gerade selber für ein Freund auf der Suche nach einer intakten ATI Grafikkarte für ein iMac Core i7 late 2009. Das rösten im Backofen wäre auch eine Alternative nur hat man leider nur einen Versuch. Bei einem MacBook von 2007 hat es geklappt.
+4
gegy
gegy27.11.20 16:32
Schon mal überlegt, dass Recycling nichts mit Reparierbarkeit zu tun hat? Wenn Apple Ihre Produkte aus recycelten Materialien baut, hilft das mehr, als wie wenn ein paar technisch versierte ihre Geräte aufschrauben, Teile ausbauen, die auf den Müll werfen und gegen Teil austauschen, welche wieder aus seltenen Erden gebaut wurden, die eben neu geschürft werden mussten.
Meiner Meinung nach ist die Kritik an Apple komplett an den Haaren herbeigezogen, weil man sich nur auf die Reparatur Situation von Apple Produkten bezieht. Nun, wie so oft: Bevor man zu Ende denkt, schreit man erst mal.
+3
didimac27.11.20 16:33
Auch ein Gerät, das aus recycelten oder recyclebaren Materialien gebaut wurde, wird zum Wegwerfprodukt, wenn die Verschleißteile oder Bauteile mit begrenzter Haltbarkeit nicht problemlos und zu einem vernünftigen Preis ausgetauscht werden können. Da ist Apple zum Opfer seiner Designpolitik geworden: immer dünner, immer leichter, kleben statt verschrauben. Und das sogar bei Desktop-Geräten wie dem Mini oder dem iMac, wo es nun echt völlig egal ist, ob sie einige Millimeter dicker oder breiter sind. Mit dem iMac G5 gab es mal einen guten Ansatz, die modulare Bauweise. Das wurde leider nicht weiter verfolgt. Klar war das Ding klobig im Vergleich zur heutigen Linie, doch mit etwas gutem Willen und im Zuge der weiteren Miniaturisierung der Komponenten könnte man auch ein kompakteres Gehäuse mit guter Zugänglichkeit bauen. Ebenso ist Apples Sparsamkeit bei den Schnittstellen nicht nachhaltig: für alles, was im Alltag fehlt, braucht man Adapter und Verteiler.
+4
gegy
gegy27.11.20 16:35
Wenn man recyceltes weg wirft, wird es im besten Fall wieder recycelt. Ich sehen daran nichts verwerfliches. Und die Zeitspannen, welche Apples Produkte genutzt werden können, ohne sie weg zu werfen, sucht man bei anderen Herstellern vergeblich.

Wenn ich nur daran denke, wie oft sich Leute mit Android Handys neue Geräte kaufen, weil sie nicht mehr richtig funktionieren oder keine Updates bekommen, wird mir schlecht.
+2
nopeecee
nopeecee27.11.20 16:37
Es ist wohl eher die Gier immer das neueste haben zu wollen, und nicht die Hardware die veraltet (ausser akku).
Auch in Foren kann man höflich miteinander umgehen
+4
gegy
gegy27.11.20 16:39
nopeecee
Es ist wohl eher die Gier immer das neueste haben zu wollen, und nicht die Hardware die veraltet (ausser akku).

Ja, da hast du sicher recht: Da Hilft aber das Recht auf Reparatur nicht wirklich.
Einzig beim Akku. Aber ganz ehrlich, damit beispielsweise mein iPhone IP68 („wasserdicht“) bleibt, lasse ich den Akku liebend gern von Apple wechseln und tausch ihn nicht selbst.
+2
andi.bn27.11.20 16:48
Verklebt und verlötet...

Ja dass ich nicht lache. Es gibt Dinge die sind nun mal wie sie sind. Möchte man ein robustes Gerät haben das auch wasserfest ist und nicht klappert, dann ist Verkleben wohl erste Wahl. Die Größe der Bauteile ist so klein, dass auch dort Verlöten die Wahl ist. Und ein Akku wird auch reingeklebt, aber der lässt sich ja wohl tauschen. Ist das einzige Bauteil, das ich als Verschleißteil ansehen würde.

Nein, mal ehrlich: Ich wäre auch dafür dass man bei Apple jeden einzelnen Transistor im neuen M1-Prozessor tauschen kann, wenn der defekt ist. Unmöglich diese Abzocker-Politik ...
-2
Stefan S.
Stefan S.27.11.20 16:48
gegy
Wenn man recyceltes weg wirft, wird es im besten Fall wieder recycelt.
Nun, das Recyclen bringt zwar die Rohstoffe wieder, kostet aber Energie und Geld des Käufers.
Nach 3 Jahren möchte ich gerne meinem iP SE einen neuen Original-Akku spendieren, ohne Apple-Tax zahlen zu müssen.
+5
Daniel Schindler27.11.20 16:51
Handys/ Computer, Uhren und was sie sonst so machen mit einfachen modularen Austausch von Akku, Kamera, Display, Prozessor durch den Kunden etc. So könnte Apple der Nachhaltigkeit nachkommen. Alles andere ist echter Wahnsinn an Schrott!
-4
gegy
gegy27.11.20 16:52
Stefan S.
gegy
Wenn man recyceltes weg wirft, wird es im besten Fall wieder recycelt.
Nun, das Recyclen bringt zwar die Rohstoffe wieder, kostet aber Energie und Geld des Käufers.
Nach 3 Jahren möchte ich gerne meinem iP SE einen neuen Original-Akku spendieren, ohne Apple-Tax zahlen zu müssen.

Kannst du ja. Habe ich beim 6S auch gemacht. Geht ohne Probleme. Verstehe nicht, was du da nicht schaffst? Bedenke aber, dass dann dein Gerät nicht mehr so „dicht“ ist wie vorher. Und das willst du ja auch nicht. Und genau dafür, dass erstens andere Menschen deine Arbeit machen und das Gerät quasi wie neu ist, bezahlst du, die von die so genannte „Apple-Tax“. Seltsam...heutzutage wollen wohl einige Alles geschenkt.

Ein Gerät reparieren kostet genau so Geld und Energie des Käufers, plus Frachtkosten (vielleicht sogar noch aus China) und im schlimmsten Fall neue Rohstoffe.
-2
gegy
gegy27.11.20 16:53
Daniel Schindler
Handys/ Computer, Uhren und was sie sonst so machen mit einfachen modularen Austausch von Akku, Kamera, Display, Prozessor durch den Kunden etc. So könnte Apple der Nachhaltigkeit nachkommen. Alles andere ist echter Wahnsinn an Schrott!

Was glaubst du, warum das modulare Smartphone gescheitert ist? Weil nicht jeder einen Panzer in der Hose rum tragen will.
-2
skipper27.11.20 17:04
Also all meine Apple Geräte funktionieren noch. Mein langlebigstes Produkt war der MacSE aus dem Jahre 1988, den ich vor ca 5 Jahren verkaufte und da lief er noch tadellos. Also 27+ Jahre für einen Rechner, wo lediglich 1x eine defekte Festplatte getauscht wurde finde ich schon enorm! Da hält bisher nur meine Miele Geschirrspülmaschien mit, die jetzt in ihr 31. Jahr gehen wird. Bisher musste lediglich der oberste Sprüharm mal ersetzt werden.

Ausserdem habe ich noch:
- PowerMac 7600 - wurde später mit Prozessorkarte aufgerüstet und lief bei mir knapp 10 Jahre bevor ich ihn in top Zustand verkaufte
- iMac Bondie Blue 1999 - läuft 1a (21 Jahre alt)
- MDD Dual 1,25 aus 2003 - im Jahr 20016 Netzteil defekt, wurde aber nicht ersetzt, da Rechner nur noch als Printserver für einen apple LaserWriter 4/600 diente, der auch schon 20+ Jahre lief
- iMac 27 mid 2010 - aktueller Arbeitsrechner, der jetzt noch bis zum iMac 27 Apple M2 Silicon durchhalten muss
- iBook G4 800 aus 2003 oder 4? auf dem ich heute noch in Filemaker 6 meine Rechnungen schreibe;-)
- MacBook aluminum 2008, das heute zu Hause noch mein Couchsurfrechner ist und für Tehther Aufnahmen in Lightroom dient

- Ansonsten noch Airport Express? Das Teil muss auch 10+ Jahre alt sein
- Apple Cinema Display 23 - 15 Jahre alt, läuft 1a
- Apple TV
- iPhone 4s - seit zwei Jahren Stelle auf Display, die touch nicht erkennt, nachdem es unter anderem ca. 7000 km auf einem Mountainbike am Lenker mitgemacht hat
- iphone 5s - läuft top
- iPhone 7 - läuft top
- iPod Video - lief 1A bis Batterie den Geist aufgab, am Ladekabel geht er noch

Also, ich finde das für elektronische Produkte schon sehr überdurchschnittlich haltbar!

Ach ja, und seit 2000 habe ich auch Apple Aktien, die waren bisher auch extrem haltbar und haben sich mehr als gelohnt.
+5
gegy
gegy27.11.20 17:10
Ganz ehrlich, viele die hier schreien: „Ich will meinen Akku tauschen“, „Ich will den RAM tauschen“ „Ich will das Display tauschen“,.... „Ich will reparieren“, geht es gar nicht um die Umwelt, sonder darum, dass sie einfach nicht das bezahlen wollen, was Apple gern für diese Dienstleistung haben will, sollte sie denn nötig werden. Das gleiche Gejammer hat man ja eh erst kürzlich beim Weglassen des Netzteils gehabt. Unzufriedenheit regiert die Welt.
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