Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Tim Cook über Rücktrittsgerüchte, Zoll-Rückerstattungen und Errungenschaften

Die Sendung Good Morning America auf ABC News hatte Tim Cook zu Gast, der angesichts des fünfzigsten Geburtstages Apples und der damit verbundenen Feierlichkeiten wohl noch eine ganze Weile auf Interview-Tournee sein dürfte. Dabei kam unweigerlich die Sprache auf Berichte, wonach Apple sich darauf vorbereitet hat, ab diesem Frühjahr einen neuen CEO einsetzen zu können – sollte das erforderlich sein und Tim Cook Amtsmüdigkeit verspüren. Zu diesem Punkt heißt es recht eindeutig: Nein, das habe er nie gesagt, das sei ein Gerücht. Stattdessen betont Cook, dass er seine Arbeit liebe, seit 28 Jahren bei Apple sei und sich ein Leben ohne Apple kaum vorstellen könne. Damit ist die Botschaft des Interviews ziemlich eindeutig: Ein baldiger Abschied steht nach seiner eigenen Darstellung aktuell nicht an.


Trump-Zölle und Rückerstattungen
Beim Thema Zölle bleibt Cook deutlich vorsichtiger. Strahan spricht an, dass Apple nach dem Supreme-Court-Urteil theoretisch Anspruch auf Rückzahlungen haben könnte. Im Raum stehen laut Interview rund 3,3 Milliarden Dollar an gezahlten Zöllen. Cook legt sich aber nicht fest und sagt nur, Apple beobachte die Lage und werde je nach weiterer gerichtlicher Entwicklung entscheiden. Im politischen Teil des Gesprächs betont Cook zudem erneut, er arbeite bei solchen Fragen an Politikfeldern, nicht an Parteipolitik. Er sei unpolitisch und suche stattdessen den Austausch mit der Regierung zu Sachthemen.


Was waren Apples größte Errungenschaften?
Cook nennt auf die Frage keine einzelne größten Leistungen, sondern zählt mehrere historische Einschnitte auf: Apple habe die Musik neu erfunden, das Smartphone neu erfunden, die kreativen Künste und Grafikanwendungen stark vorangebracht und mit der Apple Watch Leben gerettet. Das entspricht ziemlich genau der Linie, die Apple derzeit rund um das 50-jährige Jubiläum zieht: nicht nur einzelne Produkte hervorheben, sondern die kulturelle und gesellschaftliche Wirkung des Unternehmens betonen.

KI und "Save the Music"
Bleibt noch das KI-Thema: Tim Cook bezeichnet KI als tiefgreifend und potenziell sehr positiv, stellt aber heraus, dass Technologie nicht von sich aus gut oder schlecht ist — entscheidend seien Nutzer und Erfinder. Bei Apple verweist er in diesem Zusammenhang auf On-Device-Verarbeitung und Private Cloud Compute als datenschutzorientierten Ansatz.

Außerdem geht der Apple-CEO auf die Partnerschaft mit "Save the Music" ein. Statt bisher 25 Schulen will Apple fast doppelt so viele erreichen und im kommenden Jahr 25.000 Kinder mit musikalischer Bildung unterstützen.

Kommentare

Don Gomez
Don Gomez18.03.26 10:25
Auch wenn es viel Kritik am Kurs von Apple geben mag, es sei ihnen gegönnt, das Firmenjubiläum nur in den rosigsten Farben zu malen. Deswegen in Abwandlung eines Lateinklassikers: De iubilantibus nihil nisi bene.
... darauf einen Dujardin!
+3
System 6.0.1
System 6.0.118.03.26 10:35
Don Gomez
Auch wenn es viel Kritik am Kurs von Apple geben mag …

Ich höre seit dem 1. August 1990, meinem ersten Arbeitstag bei einem unabhängigen Apple-Händler, das Apple 1. alles falsch macht, 2. viel zu teuer ist und 3. bald pleite geht, weil „so einen Schrott doch niemand ernsthaft kauft.“

Tja nun, seit August 1990 … also schon seit 36 Jahren.

Was das nun wieder bedeuten mag …
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
+16
Don Gomez
Don Gomez18.03.26 10:41
System 6.0.1
Was das nun wieder bedeuten mag …

Es bedeutet auch, dass Erfolg Kritiker anzieht.
... darauf einen Dujardin!
+11
Fontelster
Fontelster18.03.26 11:13
System 6.0.1
Ich höre seit dem 1. August 1990, meinem ersten Arbeitstag bei einem unabhängigen Apple-Händler, das Apple 1. alles falsch macht, 2. viel zu teuer ist und 3. bald pleite geht, weil „so einen Schrott doch niemand ernsthaft kauft.“

1990 (bzw. in den 90ern) hat Apple durchaus Fehler gemacht, sonst wären sie damals nicht in diese desolate Lage geraten. Und wäre Steve Jobs nicht »aufgetaucht«, würde es Apple heute vermutlich in dieser Form nicht mehr geben.
Ob Apple teuer oder zu teuer ist, ist eine andere Frage.

Wieso ist jemand überhaupt Apple-Händler, wenn er deren Geräte für Schrott hält?
0
esc
esc18.03.26 11:56
Die derzeitige politische Entwicklung in den USA steht für mich im klaren Widerspruch zum Image von Apple. Die Haltung, man sei unpolitisch und halte sich bewusst heraus, erscheint mir wenig glaubwürdig.
-4
frankh18.03.26 12:08
esc
Die derzeitige politische Entwicklung in den USA steht für mich im klaren Widerspruch zum Image von Apple. Die Haltung, man sei unpolitisch und halte sich bewusst heraus, erscheint mir wenig glaubwürdig.

Nicht nur wenig glaubwürdig, sondern auch geschichtsvergessen. Er hat doch einfach Angst, die 3,3 Mrd. zurückzufordern. D.h. er schenkt Donald Dummy lieber 3,3 Mrd., als sich mit den anderen Oligarchen zusammenzutun und Rückgrat zu zeigen. 3,3 Mrd., die er in schulische Bildung stecken könnte. "Save the Mind".
Irgendwann ist es zu spät, sich gegen Diktatoren zu wehren. Siehe Putin, der sich seiner nicht folgsamen Oligarchen entledigt, sie China, wo auch mal der ein oder andere CEO verschwindet.
+1
h4bbo18.03.26 12:37
Fontelster
Wieso ist jemand überhaupt Apple-Händler, wenn er deren Geräte für Schrott hält?

Er sagte nur, er höre es seitdem. Er sagt nicht von wem und sehr wahrscheinlich ja auch nicht von seinem Arbeitgeber.
+11
99problems18.03.26 14:28
Fontelster
System 6.0.1
Ich höre seit dem 1. August 1990, meinem ersten Arbeitstag bei einem unabhängigen Apple-Händler, das Apple 1. alles falsch macht, 2. viel zu teuer ist und 3. bald pleite geht, weil „so einen Schrott doch niemand ernsthaft kauft.“


Wieso ist jemand überhaupt Apple-Händler, wenn er deren Geräte für Schrott hält?


Also wenn die Aussage von seinem damaligen Chef stammt, dann wäre das eigentlich ein Brüller 😂
Denke, wird wohl eher nicht die interne Sicht auf die Dinge gewesen sein
0
Frank Drebin
Frank Drebin18.03.26 20:06
Es sind wohl die Aussagen der potentiellen Kunden:
Ich höre seit dem 1. August 1990, meinem ersten Arbeitstag bei einem unabhängigen Apple-Händler, das Apple 1. alles falsch macht, 2. viel zu teuer ist und 3. bald pleite geht, weil „so einen Schrott doch niemand ernsthaft kauft.“

+1
Mostindianer19.03.26 06:56
“Im politischen Teil des Gesprächs betont Cook zudem erneut, er arbeite bei solchen Fragen an Politikfeldern, nicht an Parteipolitik. Er sei unpolitisch und suche stattdessen den Austausch mit der Regierung zu Sachthemen.”

Seien wir doch ehrlich, der runde Tisch und die Geschenke im weissen Haus sagen alles aus, über alle US-Techkonzerne hinweg. im weissen Haus ist es ein geben (die wirtschaftliche Vorraussetzung wie Silicon Valley Blase und Visum) und nehmen (Technologische Errungenschaften für politische Zwecke), wie überall sonst auch und im Kern bleibt es eine US-Firma und vertritt US-Interessen und trägt die US-Philosophie nach aussen. Es ist nicht wertend, sondern einfach die Realität. Das würde auch unter einem Präsidenten der Demokraten nicht anders sein.
+1
System 6.0.1
System 6.0.119.03.26 09:28
Frank Drebin
Es sind wohl die Aussagen der potentiellen Kunden:


Es waren vor allem Aussagen aus meinem privaten Umfeld, die meine Arbeitsplatzwahl kritisierten. Das schlug dann um in Menschen, die meine Hardwarewahl seltsam fanden, um dann umzuschlagen in die Menschen, die merkten, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt haben, sich das aber selber nicht eingestehen wollten.

Nicht zu vergessen, die Leute in meinem Bekanntenkreis, die am administrativem Wahnsinn und dem Schulungszwang ihrer Systemwahl (und der ihrer Kunden) richtig Schotter verdienten.

Dieser Kreis ist inzwischen auf eine Person in meinem persönlichen Umfeld geschrumpft, und der wird auch von allen anderen als digitaler Sonderling angesehen. Also exakt das, was ich damals war.

Versteht mich nicht falsch. Es gibt professionelle Einsatzbereiche, da sind Apple-Geräte ganz klar zweite Wahl. Aber ein Windowsrechner zuhause ist obvious looking for trouble.

Ich habe daraus gelernt, ich lag nicht in allem falsch. Ich kenne nur wenige Menschen persönlich, die Windows oder Android privat nutzen. Und ich habe schon vor 15 Jahren aufgehört zu missionieren. Die sind alle irgendwann selber auf den Trichter gekommen …

„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
0
charly68
charly6819.03.26 16:29
Auch hier 36 Jahre Apple User. Mit System 6 Angefangen
Beruflich alle Win Versionen mitgemacht. Was für ein Bastelkram.....
Auf weitere 50 Apple Jahre.
Jeder Tag ist ein Geschenk des Teufels...
+1
Kronar (back)19.03.26 17:21
Bei mir war es in der Schule in den 80er im Informatikunterricht ein Apple IIe und nach ZX Spectrum, C64, Amiga 500,2000 und 3000 seit 1994 ein Mac (angefangen mit einem PowerMac 6100).
0

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.