Testet Apple ARM-Macs?

Das Gerücht über ein Macbook Air mit 12-Zoll-Display und ARM-Prozessor hält sich seit einigen Monaten hartnäckig. Glaubt man dem jüngsten Bericht zum Thema Macs und Mobil-Prozessoren, plant Apple aber nicht nur beim Macbook Air eine Prozessorumstellung. Vielmehr werden auch schon iMac und Mac mini mit ARM-Chips getestet, zudem ein Macbook-Modell mit 13 Zoll. In iMac und Macbook sollen 4 oder 8 Quadcore-ARM-Chips (64 Bit) verbaut sein; der Mac mini muss sich mit 4 begnügen.


Eine weitere Besonderheit betrifft die Tastaturen der beschriebenen Geräte; standardmäßig soll ein Magic Trackpad verbaut sein, das direkt mit der Tastatur verbunden ist. Eine entsprechende Version von OS X sei ebenso bereits weit fortgeschritten in der Entwicklung. Der Bericht geht weiter davon aus, dass Apple zwar schon jetzt die Umstellung auf Mobilprozessoren bei Macs einleiten könnte, aber noch zögert – unter anderem wegen der gegenüber Intel-Prozessoren doch noch deutlich geringeren Leistung.

Dem aktuellen A7-Mobilchip von Apple (iPhone 5s, iPad Air/ mini retina) ist allerdings schon in unabhängigen Analysen eine Desktop-Leistungsfähigkeit bescheinigt worden, wobei zukünftige Mobilchip-Generationen die Lücke zu Intels x86-Prozessoren weiter verkleinern werden. Klare Vorteile von Mobilprozessoren in Macs wären eine wesentlich längere Akkulaufzeit und ein möglicher Verzicht auf aktive Lüfter. Bei einer Komplettumstellung der Macs auf ARM-Chips müsste Apple zudem nur noch eine Hardware-Plattform pflegen und weiterentwickeln – im Moment fährt man mit A7- und Intel-Chips gezwungenermaßen zweigleisig.

Kommentare

MiiCha
MiiCha26.05.14 09:15
Dualboot ARM/Intel bzw iOS/OS X würde sich bei portablen Rechnern durchaus anbieten.
weitaus interessanter wäre aber ein Hybrid Mode, der es ermöglicht, iOS Apps unter OSX nativ auf einem ARM auszuführen *träum*
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mile69
mile6926.05.14 09:18
Die Frage ist, was passiert dann mit Bootcamp.
Ich nutze meinen Mac auch um darauf Windows laufen zu lassen...ist als Entwickler wirklich praktisch und auch zum gelegentlichen Zocken angenehm.

Diese Möglichkeit würde dann wohl wegfallen...für MICH eine deutliche Verschlechterung!
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macintosh IIvx
macintosh IIvx26.05.14 09:19
Könnte mir mal einer der hiesigen Technik Experten erklären welche Auswirkungen so eine Umstellung hätte ?

Wäre dann zur Weiterbenutzung von aktueller Software wieder so etwas wie Rosetta notwendig?

Wären dann noch Bootcamp und Visualisierungen weiterhin unverändert möglich?
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na_und!26.05.14 09:22
Den Mac Pro mal aussen vor, denke ich, daß das die mittelfristige Perspektive ist.
Schiere Leistung ist nicht mehr Kriterium Nr. 1, wie man an der erfolgreichen Air Modelreihe sieht und die Synergieeffekte wären beachtlich.
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-MacNuke-26.05.14 09:23
Nein, damit kann man maximal die ARM-Version von Windows laufen lassen (Windows RT), die aber genauso sinnvoll ist wie gar kein Windows. Weiterhin fällt auch jegliche Virtualisierung weg, außer man virtualisiert ein ARM-System.

Und man verliert einen ganz schönen Haufen an Performance allgemein.
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Eventus
Eventus26.05.14 09:25
(…) standardmäßig soll ein Magic Trackpad verbaut sein, das direkt mit der Tastatur verbunden ist.
Was ist darunter zu verstehen?!
Live long and prosper! 🖖
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macbeutling
macbeutling26.05.14 09:26
Nunja, es soll aber auch Leute geben, die absolut kein Interesse an Windows-Apps haben. Für die wäre das natürlich ok.
Glück auf🍀
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Sindbad26.05.14 09:36
Ein MacBook Pro ist ein Werkzeug, bei dem Performance wesentlich ist.
Weniger Leistung als heute geht gar nicht.

Elegante Rechner mit hoher Performance (und mit Option Windows) sind ein kaufrelevantes Alleinstellungsmerkmal, das man stärken sollte!


Ein iPad Air ist da eher "Spielzeug" für leichte Aufgaben.
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MetallSnake
MetallSnake26.05.14 09:38
Eventus
(…) standardmäßig soll ein Magic Trackpad verbaut sein, das direkt mit der Tastatur verbunden ist.
Was ist darunter zu verstehen?!

Dass in der Tastatur direkt ein Magic Trackpad eingebaut ist, und es nicht mehr zwei getrennte Komponenten sind wie es derzeit der Fall ist.
Die Menschheit ist eine völlig außer Kontrolle geratene Primatenspezies.
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wicki
wicki26.05.14 09:41
Ich bin sicher, dass Apple so etwas testet. Irgendwo im Keller. Aber das daraus in naher Zukunft ein Produkt wird, glaube ich nicht. Denn:

- auch wenn die Leistungsfähigkeit von ARM-CPUs an die von Intel "heranreicht" bedeutet das nimmer noch, dass die allerschnellsten ARM-CPUs ungefähr so schnell sind, wie die langsamsten Intel-CPUs, die in Macs gerade verbaut werden. Dr Abstand zu den HighEnd-Core-is oder den XEON-CPUs im MacPro dürfte auf lange Sicht immer noch "erheblich" sein.

- Bootcamp wäre tot

- Virtualisierung (Parallels, VM-Ware, Virtual Box) wäre tot - eine Emulation, wie bei VirtualPC (emulierte seinerzeit eine Intel-CPU auf PowerPC) wäre performance-mässig ein gigantischer Rückschritt

- es müsste ein neues Rosetta her. Rosetta war aber u.a. nur deswegen so (unsichtbar) gut, weil die Intel-CPUs gegenüber den PowerPCs signifikant schneller waren.

Kann also sein, dass ein Umstieg der CPU-Architektur irgendwann mal kommt. Für OS X (und seine Vorläufer NeXT-/OPENStep) wäre ARM die sechste CPU-Familie (nach 68k, x68, SPARC, PA-RISC, PowerPC). Aber IMHO nicht in naher Zukunft.
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adiga
adiga26.05.14 09:42
Macbook Air mit ARM und Macbook Pro mit Intel könnte ich mir gut vorstellen.
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Marcel_75@work
Marcel_75@work26.05.14 09:46
Apple ist aber schon bewusst, dass sie im Enterprise-Bereich erst Fuß fassen konnten, als auch Dinge wie XenApp/CitrixReceiver, VMware VSphere etc. mit Macs möglich wurden?

Von mir aus ein spezielles neues "Air" mit entsprechenden Einschränkungen sobald es um x86er-Kompatibilität geht, aber doch bitte nicht die gesamte Produktlinie!
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Thomas Kaiser
Thomas Kaiser26.05.14 09:57
macintosh IIvx
Wäre dann zur Weiterbenutzung von aktueller Software wieder so etwas wie Rosetta notwendig?

Exakt, mit all dem Geschissel, das da mit dranhängt und das man sich nicht antun will. Wie immer: Eine reine technische Betrachtung des hier&jetzt ist Schwachsinn. Es muß mit einbezogen werden, was das alles bzgl. Kompatibilitäsbrüchen und Einschränkungen auf Anwenderseite mit sich bringt.

Die Firma, bei der Apple "Rosetta" lizensiert hatte (Transitive) gibt es nicht mehr, weil deren Binary-Translation-Technologie samt Entwicklern bei IBM gelandet ist (drum ist Rosetta auch seit 10.7 nicht mehr dabei). Fraglich, wo Apple jetzt die Technologie herzaubern wollte (zumal eine, die zigfach schnellere CPUs auf im Vergleich dazu arschlahmen "emulieren" soll -- hahahaha!), sollten sie den Anwendern schon wieder einen horrend aufwändigen CPU-Wechsel zumuten wollen.

So ein CPU-Wechsel wäre nur dann simpel, wenn bereits jetzt absolut alle Software, die unter OS X läuft, aus dem Mac App Store kommt und den dort geltenden Restriktionen unterworfen wäre, weil's nur dann auf Entwicklerseite mit einem simplen "Schalter umlegen" getan wäre. D.h. bevor OS X kein iOS ist, ist das Ganze nahezu identisch aufwändig wie der PowerPC- auf Intel-Switch.
macintosh IIvx
Wären dann noch Bootcamp und Visualisierungen weiterhin unverändert möglich?

Nö, nix davon. Alles für die Tonne. Und wer sich nicht nur Träumereien hingibt sondern auch mal Benchmarks im richtigen Zusammenhang studiert, merkt, dass so ein Wechsel der CPU-Architektur auf ARM ein Aufspalten der OS X fähigen Mac-Landschaft zwangsläufig mit sich bringen müsste. Integer-Performance :

MacPro 2013 mit 6 Cores: 30.000 Zähler
2013/2014 MacBook Air mit i7-CPU: 8.000 Zähler
Potente Quad-Core ARMv7-Kiste: max. 2.500 Zähler

Heißt: Ein Komplettumstieg auf ARM würde dann entweder bedeuten, dass der MacPro mit schlappen über 100 ARM-Cores daherrumpeln müsste oder aber ein Keil zwischen die Mac-Modelle getrieben wird und die "großen" inkompatibel zu den "kleinen" werden. Und das bei einer Firma, deren Erfolgsrezept "Einfachheit" aus User-Perspektive ist.
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mitzlaff26.05.14 10:00
Könnte mir auch vorstellen, dass Air und mini iOS-ähnlich mit ARM laufen und MacBook Pro und Mac Pro, wie ihr Name sagt, mit Intel-OS. Die Tastatur könnte ja eine Glasfläche sein, die sowohl als Trackpad wie auch als eingeblendete Tastatur nutzbar ist ähnlich wie beim iPad.
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Aerosail26.05.14 10:08
Hat
wicki
- auch wenn die Leistungsfähigkeit von ARM-CPUs an die von Intel "heranreicht" bedeutet das nimmer noch, dass die allerschnellsten ARM-CPUs ungefähr so schnell sind, wie die langsamsten Intel-CPUs, die in Macs gerade verbaut werden. Dr Abstand zu den HighEnd-Core-is oder den XEON-CPUs im MacPro dürfte auf lange Sicht immer noch "erheblich" sein.

Hat eigentlich niemand aus der Meldung gelesen, dass dort von Mehrprozessorsystemen geschrieben wird, nicht nur Mehrkern?
In iMac und Macbook sollen 4 oder 8 Quadcore-ARM-Chips (64 Bit) verbaut sein; der Mac mini muss sich mit 4 begnügen.

8 Quadcore-Chips ergeben 32 Kerne, damit liegt man denke ich absolut in der Liga der momentanen i7-Leistungen.
An der reinen Rechenleistung dürfte es nicht mangeln. Es ist eher der Architekturwechsel der Probleme bereitet.
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macintosh IIvx
macintosh IIvx26.05.14 10:16
Thomas Kaiser

Danke, dann ist es so wie ich es schon befürchtet habe.
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Thomas Kaiser
Thomas Kaiser26.05.14 10:17
mitzlaff
Könnte mir auch vorstellen, dass Air und mini iOS-ähnlich mit ARM laufen und MacBook Pro und Mac Pro, wie ihr Name sagt, mit Intel-OS. Die Tastatur könnte ja eine Glasfläche sein, die sowohl als Trackpad wie auch als eingeblendete Tastatur nutzbar ist ähnlich wie beim iPad.

Phantasie ist was schönes, Praktikantenjournalismus wie hier auf MTN auch. Und beides zusammen bewirkt Großartiges.

Macbidouille zitiert irgendwelche angeblich seriösen Quellen, die von neuen iMacs (mit 4-8 ARM-Cores also mindestens 50mal so lahm wie ein iMac heute) und Minis (mit ARM-Quad-Core, also mindestens 25mal so lahm wie heute) spricht und in dem Zusammenhang von einer neuen Tastatur für diese Desktop-Modelle, die Tastatur und Magick Trackpad vereint (diese Links, die immer bei Artikeln erscheinen, kann man auch anklicken).

9to5mac.com -- das ist eine der Sites, die MTN konstant durchforstet und dann dort abschreibt -- verbreitet das dann und nimmt dabei noch auf die ursprüngliche Gerüchtemeldung korrekt Bezug:

MTN wiederum läßt das Wesentliche vom Gerücht weg, vermischt das mit anderen Gerüchten, die in der Vergangenheit hier kolportiert wurden (12" MacBook), reichert es noch mit eigenen Meinungen an, hebt dies&das anders hervor und die Abbildung eines Airs tut den Rest: Schon wird aus einer ehemals völlig klaren Gerüchtemeldung mit null Relevanz, die einem Henge Clique entspricht, die Aufforderung über neue magische Eingabegeräte für Mobilmacs nachzudenken. Das "originale Gerücht" redet von sowas hier fix&fertig aus dem Hause Apple:
Aerosail
Hat eigentlich niemand aus der Meldung gelesen, dass dort von Mehrprozessorsystemen geschrieben wird, nicht nur Mehrkern?

Oops, Du hast recht. Das "originale Gerücht" redet von 4-8 Quad-Core-Prozessoren. Damit käme man von der Leistung in andere Dimensionen, genauso aber auch vom Stromverbrauch und handelt sich neue Probleme ein, konkret Code-Lokalität auf einzelnen CPU-Cores. Der Sinn will sich mir dann erst recht nicht so ganz erschließen, denn die Energieffizienz von vielen ARM-Cores im Vergleich zu einem Ultra-lowpower-i5 bspw. ist eben doch nicht sooo toll.
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diddom
diddom26.05.14 10:37
mitzlaff
Könnte mir auch vorstellen, dass Air und mini iOS-ähnlich mit ARM laufen und MacBook Pro und Mac Pro, wie ihr Name sagt, mit Intel-OS. Die Tastatur könnte ja eine Glasfläche sein, die sowohl als Trackpad wie auch als eingeblendete Tastatur nutzbar ist ähnlich wie beim iPad.

Was soll man damit? Damit würde das MBA ein seltsames ipad/Laptop Derivat, dass die Einfachheit eines ipad und gleichzeitig die Potenz von OSX verliert.
die Stärke des MBA ist doch gerade, dass es sehr kompakt ist, aber eben kein iOS Gerät mit all seinen Limitierungen.
Eine Touchbedienung abgekoppelt vom Bildschirm ist ergonomisch eine Katastrophe und wird es nicht geben.
Auch wenn iOS und OS X gemeinsame Wurzeln im Unterbau haben, vergessen die meisten, dass es am Ende doch zwei völlig unterschiedliche Betriebssysteme sind.
Und nur weil ein paar optische Elemente in OSX Einzug gehalten haben, verschmelzen beide Systeme in Wirklichkeit gar nicht.
Apple möchte nur Vertrautheit schaffen, damit sich die Nutzer auf beiden Oberflächen sofort zurecht finden. Unter der Haube sind es aber zwei verschiedene Welten und deshalb macht Hardware, die weder zum Konzept von OSX noch zu iOS passt, überhaupt keinen Sinn.
Dann wären wir bei der Idee des Surface, was aber def. nicht Apples Idee ist und der sie nicht folgen werden.
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Christopher S.26.05.14 10:44
Also unter einem integrierten Touchpad in der Tastatur verstehe ich eher das, was sich Microsoft Research vor kurzem gezeigt hat. Eine Tastatur, in der zwischen den einzelnen Tasten Sensoren liegen, die jede Bewegung des Nutzers registrieren und es entsprechend umsetzen.
Hier ein Foto davon: Und ein Video, dass die Funktionen live zeigt:
ich könnte mir das in einem zukünftigen Macbook Air sehr gut vorstellen.
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wolfgag
wolfgag26.05.14 10:49
Aerosail
Hat eigentlich niemand aus der Meldung gelesen, dass dort von Mehrprozessorsystemen geschrieben wird, nicht nur Mehrkern?

8 Quadcore-Chips ergeben 32 Kerne, damit liegt man denke ich absolut in der Liga der momentanen i7-Leistungen.
An der reinen Rechenleistung dürfte es nicht mangeln. Es ist eher der Architekturwechsel der Probleme bereitet.

Das würde stimmen, wenn die Leistung jeder erhältlichen Software 100%ig mit der Anzahl der Kerne skalieren würde. Das sie das in keinster Weise tut, weiss aber eigentlich jeder, der ein System mit 6 oder mehr Kernen benutzt.
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LoCal
LoCal26.05.14 11:01
wolfgag
Aerosail
Hat eigentlich niemand aus der Meldung gelesen, dass dort von Mehrprozessorsystemen geschrieben wird, nicht nur Mehrkern?

8 Quadcore-Chips ergeben 32 Kerne, damit liegt man denke ich absolut in der Liga der momentanen i7-Leistungen.
An der reinen Rechenleistung dürfte es nicht mangeln. Es ist eher der Architekturwechsel der Probleme bereitet.

Das würde stimmen, wenn die Leistung jeder erhältlichen Software 100%ig mit der Anzahl der Kerne skalieren würde. Das sie das in keinster Weise tut, weiss aber eigentlich jeder, der ein System mit 6 oder mehr Kernen benutzt.

Mal abgesehen davon, dass ich den ARM-Switch nicht ganz glaube:
Wer sich an Apples "Ratschläge" hält, der hat weniger Probleme mit der Anzahl der Kerne bzw. die juckt einen dann relativ wenig, weil sich das System bzw. GDC darum kümmert.
In den allermeisten Fällen fährt mensch mit GDC sehr gut …
und das ist das was Apple ja schon immer macht. Es weist dezent auf bestimmte Sachen hin, die mensch als Entwickler doch bitte beachten soll ... und je mehr mensch sich daran hält, desto einfacher wird der switch, also für den Entwickler. Aber es gibt auch immer wieder welche, die einfach auf nichts und niemanden hören... z.B. Adobe.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
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nane
nane26.05.14 11:12
Eine neue Apple Tastatur?
*zitter* Ich mag gar nicht daran denken, wie flach die sein könnte, welche Tasten darauf fehlen könnten und welche Schnittstellen (USB/BT) Apple durch ganz tolle eigene mit einem Adapter zum tatsächlichen Standard (USB/BT) ersetzen könnte. *fröstel*
Das Leben ist ein langer Traum, an dessen Ende kein Wecker klingelt.
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diddom
diddom26.05.14 11:13
Naja, man schaue mal in die Vergangenheit und recherchiere, wie lange Apple bei den eigenen Programmen gebraucht hat, bis sie wirklich mehrere Kerne und diese auch gleichmässig benutzt haben. Das ist auch kein Ruhmesblatt...
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smuehli
smuehli26.05.14 11:14
Oder es wird ein Kombigerät wie es es, glaube ich bei Asus, bereits gibt:

IPad mit ARM-Proz. - iOs, stecke ich die Tastatur an kommt der Intel Proz mit Platte usw dazu - OsX.

Aber wirklich daran glaube mag ich nicht...
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-MacNuke-26.05.14 11:17
Haha, der alte Traum von 32 Kerne = 32 fache Leistung. Software die das "automagisch" macht. "Magische" Calls die man einfach nur benutzt...

Ich geh mal kurz eine Runde Wasser in Wein verwandeln...
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Eventus
Eventus26.05.14 11:19
Ich glaube nicht, dass die aktuellen Modellreihen auf ARM wechseln. Allenfalls das gerüchteweise erwartete neuartige 12"-MacBook.
Live long and prosper! 🖖
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Clashwerk
Clashwerk26.05.14 11:32
macbeutling
Nunja, es soll aber auch Leute geben, die absolut kein Interesse an Windows-Apps haben. Für die wäre das natürlich ok.

Auch wenn man kein Windows installiert hat, als Intel-Mac Nutzer profitiert man doch von der Kompatibilität der Plattformen. Die ganze Spiele-Welle ist erst möglich geworden, weil man nun für den ansonsten wenig lukraktiven Mac-Markt einfache Ports erstellen kann. Bei einem Wechsel zu ARM wird man das genauer kalkulieren müssen. Und das betrifft nicht natürlich Spiele.

Für mich war damals die Möglichkeit Windows parallel installieren zu können ein starkes Argument für den Mac. Man war nicht so gebunden an den Hersteller und an das Software Angebot von Apple. Genutzt habe ich es zwar selten, aber es war gut zu wissen, dass ich die Option jederzeit zur Verfügung hatte. Auf meinem gerade erst zum Drittrechner degradierten iMac (weiß) läuft Snow Leopard ohne großen Support – und eben das noch länger unterstützte Windows 7. Würde ich es als Produktivsystem nutzen (beispielsweise an die jüngere Verwandtschaft vererben), wüsste ich schon, welches OS nun primär laufen würde (leider).

Aber dass Mac-ARM Testbuilds laufen ist mir klar. Auch der MAS befördert ja eine schnelle Umstellung der Architektur. Und heutzutage nutzt man ja eh nur noch "Apps" wie Eieruhren, statt "Programmen". Daher wird das für die Kundschaft eh kein Problem sein. (Die Polemisierung erlaube ich mir jetzt mal
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Thomas Kaiser
Thomas Kaiser26.05.14 11:34
wolfgag
Das würde stimmen, wenn die Leistung jeder erhältlichen Software 100%ig mit der Anzahl der Kerne skalieren würde. Das sie das in keinster Weise tut, weiss aber eigentlich jeder, der ein System mit 6 oder mehr Kernen benutzt.

Das liegt aber, wie LoCal ausführlich darlegt, vor allem daran, dass sich Entwickler nicht an Apples "Vorgaben" halten. Würden die alle brav Grand Central Dispatch und OpenCL nutzen (das entgegen landläufiger Meinung Tasks nicht nur auf GPUs verteilt sondern auch auf beliebig viele CPU-Cores aufteilen kann), so wäre es abgesehen von architektonischen OS X Problemen (das skaliert in Mehr-CPU-Situationen nämlich ausgesprochen besch***en) kein großes Problem, auf ganz ganz viele schwache CPU-Cores zu wechseln.

Dem ist aber nicht so und so ziemlich jede Software "mit Vergangenheit" bzw. die auch cross-platform entwickelt wird (diverse Office Suiten, der ganze Adobe-Kram), nutzt die schöne neue Apple-Entwicklungs-Welt nicht -- und das teilweise aus gutem Grund und nicht aus Bosartigkeit/Blödheit wie immer unterstellt wird.

D.h. der Wechsel auf eine OS X Plattform mit ganz vielen schwachen CPU-Kernen, ist für jede App, die primär single-threaded werkelt, tödlich (und das ist das Gros der OS X Software).

Die Konsequenzen für sowas wie Rosetta (das ja keine Emulation, keine Virtualisierung sondern eine Art dynamische Binary-Übersetzung war) wären auch nicht ohne. Denn beim Wechsel von PowerPC auf Intel konnten CPU-Instruktionen durch die deutlich flotteren Intel-CPUs zur Laufzeit irgendwie übersetzt und optimiert werden. Wie das mit "pro Core" mindestens zehnmal lahmeren ARM-CPUs gehen soll, wenn single-threaded Intel-Code auf ähnliche Weise übersetzt werden soll, ist deutlich ambitionierter (denn das müsste ja dann zur Laufzeit auf 'zig Cores aufgesplittet werden... hehe, sportliche Herausforderung, um massiv zu untertreiben)

Ein CPU-Wechsel von Intel auf ARM bei iOS wäre ein Klacks im Vergleich zu OS X. Außer OS X zerfällt in zwei "Sparten" (lowend-Macs mit ARM-CPUs und "Mac App Store"-only Software und Pro-Modelle mit Intel-CPUs und vollem Software-Spektrum. Da das Gerücht auch schon von iMacs spricht, sei mal dahingestellt, was passiert, denn grad die Kisten mit der derzeit höchsten Single-Thread-Performance auf 32-ARM-Cörchen umstellen zu wollen, ist irgendwie witzig)
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Eventus
Eventus26.05.14 11:47
Clashwerk
Würde ich es als Produktivsystem nutzen (beispielsweise an die jüngere Verwandtschaft vererben), wüsste ich schon, welches OS nun primär laufen würde (leider).
Warum?! Games?
Live long and prosper! 🖖
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M.G.Equinox26.05.14 12:17
Ich kann mir Vorstellen das Apple den Arm auch als Co Prozessor verwendet. Für System interne Sachen um Energie zu sparen. Dinge wie Powernap, Sicherheitsgeschichten oder generell Dienste die immer mal wieder an sind aber wenig Powerbrauchen. Vielleicht berechnen die Prozessoren zukünftig auch sachen von dem wir nichts Wissen. Vielleicht kommt der ganze SoC vom iPad rüber mit allen Funktionen für LTE, Kompass, GPS etc. Klar nicht zum Navigieren oder Telefonieren, aber für sowas wie Wo ist mein Mac und jederzeit draufzugreifbar. Datenschutz ist dann ne andere Sache. Jedenfalls als Co Prozessor warum nicht, hätte den Vorteil das die eigentlichen wichtigen Schen weiter auf x86 Basieren.
Alter Spruch finde ihn aber trotzdem Klasse: Windows Nutzer Wissen nicht, warum es nicht funktioniert. Linux Nutzer wollen Wissen, warum es nicht funktioniert. Mac Nutzer wollen nicht Wissen, warum es funktioniert.
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