Test: Zwei Bügelkopfhörer von Shure – Für Einsteiger oder Enthusiasten

Shure SRH240A – Einsteigerkopfhörer

Mit seinem Listenpreis von 55 Euro bietet sich der Shure SRH240A als Einstiegsdroge für ohrumschließende Bügelkopfhörer an. Gegenüber den üblicherweise bei Smartphones mitgelieferten In-Ohr-Hörern verspricht er nicht nur einen erheblich besseren Klang, sondern auch einen vollkommen anderen Tragekomfort.


Als für die mobile Nutzung ausgelegter Kopfhörer ist der SRH240A verständlicherweise geschlossen konstruiert. Das heißt, es dringt weniger Außenschall an die Ohren des Trägers und weniger Musik von den Kopfhörern nach außen. Man bekommt also einen recht guten passiven Lärmschutz und stört keine mitreisenden. Ein weiterer Vorteil der geschlossenen Bauweise ist, dass sich damit auf einfache Weise dank des Druckkammereffekts ein kräftiger Bass erzeugen lässt. Der Nachteil dabei ist, dass man sich akustisch unter den Kopfhörern ein wenig isoliert fühlt, was nicht jeder mag. Aber dieser Effekt ist bei Bügelkopfhörern in der Regel nicht so stark, wie bei isolierenden In-Ears. Ein anderer damit einhergehender Nachteil ist, dass die Musik nicht so luftig und frei erscheint, wie mit offen konstruierten Kopfhörern.

Der überwiegend aus Kunststoff konstruierte SRH240A bietet einen – für diese Preisklasse – sehr angenehmen Tragekomfort und sicheren Sitz. Sein geringes Gewicht gepaart mit dem nicht zu starken Anpressdruck sorgt dafür, dass der Kopfhörer auch bei längeren Hörsessions nicht unangenehm wird. Mit einer kleinen Ausnahme: Die Luftzirkulation ist bei geschlossenen Kopfhörern prinzipbedingt nicht optimal, sodass man insbesondere in der warmen Jahreszeit schnell mal einen Satz heiße Ohren bekommt. Zwischendurch kurz anlüften hilft.


Das Kabel des SRH240A ist fest mit den Hörmuscheln verbunden und mit 2 Metern relativ lang, was im mobilen Einsatz schon mal störend sein kann. Besser wäre es gewesen, wenn Shure hier eine längere und eine kürzere Kabelvariante zum Austausch anbieten würde. Auch sonst ist der SRH240 spartanisch ausgestattet. Eine Kabelfernbedienung bietet er ebensowenig, wie einen Tragebeutel und zusammenfaltbar ist er auch nicht, was den Schluss nahelegt, dass der SRH240A nur sekundär für den Mobilbetrieb gedacht war. Immerhin: für die Nutzung daheim liegt ein 6,35mm Klinkenadapter bei.


Klanglich macht der Shure SRH240A eine sehr gute Figur. Zwar sollte man keine bewustseinsverändernden Klangsphären erwarten, aber der SRH240A ist erfreulich neutral abgestimmt und ausreichend klar und lebendig, um von einem natürlichen Klangbild sprechen zu können. Sein Bass ist, wenn überhaupt, nur minimal betont, kann aber durchaus sehr kräftig und tiefreichend sein, sofern das Musikmaterial es hergibt. Das gefällt! Damit kann er insgesamt sogar ein wenig am beyerdynamic DTX 350 p vorbeiziehen, weil ein etwas vollständigeres Spektrum für Musikrichtungen aller Art abdeckt. Für den geforderten Preis ein absolut hörenswertes Ergebnis und sicher weitaus besser, als die meisten In-Ears in dieser Preisklasse.


Kommentare

adiga29.04.17 13:29
Wäre interessant zu wissen, wie er gegenüber dem AKG 701 abschliesst.
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Dr.Watson
Dr.Watson29.04.17 17:43
Sehr gute Tests und Vergleiche stehen auf vielen renommierten Headphone Seiten im Internet. Aber ohne zu schreiben welche Kopfhörer denn du nun direkt meinst zum Vergleich...
Allein zw. AKG K701 und dem AKG Q701 (welchen ich habe) liegen schon Welten !

Wenn du wirklich Wert auf exzellente Reviews & Vergleiche legen willst von Leuten direkt aus Tonstudios etc...dann schau dich am besten unter soundonsound, stereophile oder headfonia um. Aber Probehören ist eh das A und O und DAC/DAP gehören eh zur Grundausrüstung.

Unterschiede zw. dem Q7 und 1840 liegen im Hz & dB wo der AKG etwas besser ist. Nur die Impendanz ist beim 1840 höher. Der Bass ist allerdings wie bei allen AKGs wie immer sehr schwach und flach...
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