
Test Onkyo Muse Y-50: Streaming-Verstärker „Well Done“
Onkyo Muse Y-50: Hörtest und FazitReden wir nicht lange um den heißen Brei: Der Onkyo Y-50 ist kein High-End-Killer. War auch nicht zu erwarten. Ein klassenbezogenes, solides und stimmiges Klangbild aber schon, und das liefert der Onkyo Y-50 mit Bravour.
Eines seiner größten Talente ist die frische und klare Ansprache. Besonders seine natürlichen Klangfarben und die große Detailfreude überzeugen. Man könnte vielleicht von einer etwas hellen Abstimmung sprechen, was aber nicht mit „dünn“ zu verwechseln ist. Im Vergleich mit dem etwas teureren
Technics SU-GX70 – einem meiner Klangfavoriten in dieser Klasse – fehlt ihm hier und da ein wenig zarter Schmelz und Anschmiegsamkeit, wenn es erforderlich wäre. Aber Welten liegen nicht dazwischen.
Am Ende bewegt sich das Klangerlebnis mit dem Y-50 stets auf dem zu erwartenden Niveau dieser Preisklasse. Auch wenn ich ihn nicht mehr zum Vergleich da habe, würde ich sagen: Augenhöhe mit dem etwa gleich teuren
Marantz 60n. Und das ist wahrlich kein schlechtes Zeugnis, denn demgegenüber bietet der Onkyo deutlich mehr Ausgangsleistung.
Fazit: Kompakt, Stark, Hübsch und ein echtes Musiktalent Besonders die einfache Bedienbarkeit unter Verzicht auf allzu viele Features, die am Ende sowieso keiner nutzt, macht den
Onkyo Y-50 zu einer exzellenten Wahl für Haushalte, in denen auch technisch weniger begabte Personen mal die Musik-Hoheit übernehmen wollen.
Auch die gelungene Mischung aus kompakten Abmessungen (z. B. ideal für Lowboards in TV-Nähe), mit ordentlicher Ausgangsleistung ist ein großer Pluspunkt. Die Wahl der Lautsprecher ist damit nahezu unbegrenzt. Die unten genannten Minuspunkte sollten da nicht überbewertet werden, weshalb ich dem Muse Y-50 auch eine uneingeschränkte Empfehlung ausspreche.
Plus/Minus Onkyo Muse Y-50+ lupenreiner Klang, tendenziell etwas heller
+ effektive Raumkorrektur (nur Y-50)
+ unkompliziert und mit geringem Stromverbrauch in allen Betriebszuständen
+ kurze Einschaltzeit, auch aus dem Deep Standby
+ gute Fernbedienung
– kein USB-Audio Input
– vergleichsweise wenig Konfigurationsmöglichkeiten und Displayoptionen
– Lautstärke über AirPlay springt nach Unterbrechung immer wieder auf 0
– separate App für Einmessung nötig