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Golden Gate: Entwickler-Beta lässt Linux-Partitionen verschwinden +++ lang ersehnte Funktionen für Virtuelle Maschinen

Auch Mac-Anwender können von alternativen Betriebssystemen auf Linux-Basis profitieren. Damit erschließen sich Nutzer zusätzliche Software-Quellen und können eine grafische Bedienoberfläche nach eigenen Wünschen gestalten – und falls Apple eines Tages keine Updates für die ersten Apple-Silicon-Generationen bereitstellt, lässt sich die Hardware unter Linux noch für viele Jahre sicher betreiben. Besonders hervorgetan hat sich das Asahi-Projekt, welches quelloffene Treiber für Apples proprietäre Hardware entwickelt. Von diesem kommt nun eine Warnung für Linux-Nutzer: Die erste Entwickler-Beta von Golden Gate verhindert den Start unter Linux.


Dabei gehen glücklicherweise keine Daten verloren; die Linux-Partition bleibt weiterhin auf der Mac-SSD. Allerdings bietet das Boot-Auswahlmenü der Wiederherstellungspartition von macOS 27 diese nicht an. Vorsorglich haben die Asahi-Entwickler ihr Skript angepasst, um eine Installation unter macOS 27 (Golden Gate) zu unterbinden. Sie gehen davon aus, dass es sich um einen Programmierfehler seitens Apple handelt, und haben einen Fehlerbericht eingereicht.

Zweitsystem als Rettung
Wer bereits seinen Mac auf die Entwickler-Beta aktualisiert hat, kann sich mit einer zweiten Systeminstallation behelfen: Solange ein APFS-Volume mit macOS 26 als Standard-Startvolume ausgewählt ist, wird dessen Wiederherstellungspartition verwendet. Darin erscheint eine Asahi-Partition dann wieder ganz regulär.

VM in Golden Gate: wichtige Neuerungen
Eine zweite Möglichkeit, alternative Systeme zu betreiben, bieten Virtuelle Maschinen (VMs). Sie gewähren Gast-Betriebssystemen weitgehenden Zugriff auf Hardware-Ressourcen in einer abgekapselten Umgebung – der Anwender bedient es in einem Fenster. Die notwendigen Frameworks hat Apple integriert und über die Jahre weiterentwickelt. In einer WWDC-Session erklärt Apple, was es in diesem Jahr Neues gibt.

USB, Nutzererstellung und mehr
Zukünftig dürfen die Einrichtungsassistenten für Virtuelle Maschinen das Gast-macOS vorkonfigurieren. Die VM hat dann beispielsweise bereits einen Nutzer-Account; Tester müssen nicht jedes Mal den Einrichtungsassistenten durchspielen. VMs dürfen ab macOS 27 eine Verbindung auf per USB angeschlossene Peripherie herstellen. Ein neues Framework namens vmnet unterstützt beim Aufsetzen eigener Netzwerk-Topologien, über die VMs mit dem Gastgeber-OS und anderen Virtuellen Maschinen interagieren. DiskImageKit hilft bei der Verwaltung von platzsparenden Disk-Images mittels Ebenen (Layers). Außerdem unterstützt macOS 27 das Virtio-Protokoll. Apple selbst stellt keine Bedienoberfläche für das Einrichten und Betreiben Virtueller Maschinen bereit; bis die neuen Funktionen zur Verfügung stehen, müssen Projekte wie Parallels, UTM, VirtualBuddy und Viable diese zunächst in ihre Software integrieren.

Unter macOS 27 können Anwender den Zugriff auf USB-Zubehör für VMs freigeben. (Quelle: Apple Developer)

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