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passender neuer Stereo-HiFi-Verstärker für ein Paar Kirsch Audio SQ8
passender neuer Stereo-HiFi-Verstärker für ein Paar Kirsch Audio SQ8
Marcel_75@work
15.08.26
00:28
Hallo zusammen,
da hier im Forum relativ viele User unterwegs sind, die sich sehr gut mit "Musik & Audio" auskennen (sonorman und dam_j z.B.), frage ich heute mal etwas, was mich schon sehr lange beschäftigt:
Ich würde meinen beiden Kirsch Audio Studio Q8 (SQ8) sehr gern einen performanteren Verstärker gönnen.
Hier gab es vor 12 Jahren mal einen Test der SQ8:
Eigentlich sind die Teile als Nahfeld-Monitore für mittlere bis große Tonstudios gedacht, siehe hier die originale Hersteller-Seite:
Ich nutze sie sozusagen als "ehrliche" Stereo-Boxen an folgendem Setup:
2x Technics SL-1210MK2 (DJ-Plattenspieler) + 1x NAD C 542 (normaler CD-Player) + Onkyo TA-2570 (normales Kassettendeck)
das alles hängt an einem Pioneer DJM-700 Mixer
Die beiden "Schwachstellen" sind dabei aus meiner Sicht zum einen der DJM-700 (für heutige Verhältnisse viel zu starkes Grundrauschen), vor allem aber der AK-02 Verstärker!
Dieser Verstärker wurde mir damals von den Jungs von Kirsch empfohlen, weil er zum einen ohne Lüfter arbeitet und zum anderen "passt" für diese Boxen (speziell abgestimmt auf passive Point-Source-Lautsprecher von Kirsch Audio).
Hier noch die technischen Daten (aus der Rechnung): AK-02 Studio Endverstärker, 2x 100 Watt / RMS 8 Ohm.
Das Problem: Wenn ich z.B. mal "aufdrehe" (beispielsweise ein Drum'n'Bass-Set mixe) und somit länger als 30-45 Minuten "richtig laut" machen möchte, schaltet der AK-02 irgendwann einfach ab (ganz einfach weil er zu heiß wird).
Was ich also suchen würde, wäre ein passender Verstärker, der ebenfalls komplett lüfterlos arbeitet (passiv gekühlt), aber eben bei dauerhaft hoher Last einfach "durchhält".
Wichtig wäre mir außerdem, dass das Klangbild möglichst "ehrlich" bleibt – denn zum aussortieren von "schlecht gemasterten / schlecht gepressten" Vinyl (also ohne die nötige Dynamik) war das bisherige Setup tatsächlich perfekt geeignet (mal 10-20 Minuten ein paar Platten richtig laut hören war natürlich kein Problem).
Und "moderne" Anschlussvielfalt ist für meine Belange nicht nötig, ist ja alles "nur Stereo" und außerdem kein echtes "Studio-Setup" sondern eher das eines Vinyl-Sammlers und Musik-Liebhabers.
PS: Ach ja, am Pioneer-Mixer hängt ansonsten auch noch ein Apple TV, wir nutzen "die Anlage" ansonsten für Filme, die wir per Beamer schauen. Da hält der AK-02 völlig problemlos auch einen mehrstündigen Serien-Marathon durch.
Er steigt also wirklich nur aus, wenn ich den Pegel dauerhaft richtig hoch fahre (also so laut wie im Normalfall eher in einem Club als "zu hause").
Ich danke Euch im Voraus für Ideen und Empfehlungen.
Hilfreich?
+2
Kommentare
Tommy1980
15.08.26
07:38
Ich kenne ja dein Budget nicht, aber guck doch doch mal hier um bei Apollonaudio. Dort nach Hypex Endstufen gucken, sind sehr gute Class-D. Denen geht bestimmt nicht so schnell die Puste aus.
Hilfreich?
0
Tommy1980
15.08.26
07:45
Generell kannst dich mal nach allem umsehen was Hypex NCore verwendet.
Darunter sind auch NAD, Marantz, Cambride Audio und viele mehr. Die AI deiner Wahl kann dir das schön auflisten und auch die Modelle nennen.
Hilfreich?
0
sonorman
15.08.26
09:34
Die Nennung eines Budgets wäre in der Tat hilfreich.
Und ich unterstütze Tommys Aussage in Bezug auf Verstärker, die mit (neueren) Hypex-Modulen ausgestattet sind. Am Besten nCoreX, wie die aktuellen Cambridge EVOs. Aber auch sonst gibt es inzwischen einige Class-D-Verstärker, die sehr ordentlich klingen und ihren Effizienz-Vorteil in Leistung ummünzen können.
Ein Garant für guten Klang ist das leider nicht. Ich habe aktuell zwei Amps mit den selben nCoreX-Modulen im Test. Einer der beiden klingt erheblich besser. Es kommt halt immer auf die Gesamtabstimmung an, was Pauschalempfehlungen eigentlich unmöglich macht.
Für den Anfang würde eine Budget-Nennung die Auswahl stark eingrenzen.
Hilfreich?
+1
xcomma
15.08.26
09:50
Marcel_75@work
[..] Pioneer DJM-700 Mixer
[..] Die beiden "Schwachstellen" sind dabei aus meiner Sicht zum einen der DJM-700
Lustigerweise habe ich jüngst erst etwas rumgebrowst bzgl. Mixern - selber habe ich hier einen DJM-500 stehen - und würde ich heutzutage die Einheit erneuern, wäre ich derzeit wohl bei diesen Produkten bzw. Serien hängengeblieben:
Allen & Heath Xone
Serie
Pioneer DJM-A9
Die Xone scheinen sehr beliebt zu sein (einige ziehen den Sound dem gegenüber von Pioneer vor).
Xone24, wenn man z.B. nur 1210er bedienen will und den Footprint eher kleiner halten möchte.
Xone92, wenn man Mehrwert aus mehr Kanälen schöpfen kann.
Ansonsten stellt der DJM-A9 einfach den weltweiten Club Standard dar. Und das sicherlich "aus Gründen".
Hilfreich?
0
oxid
15.08.26
11:56
Evtl. Einen „normalen“ Verstärker vor den natürlich einen Mixer hängst.
Ich hab den kleineren Bruder und bin davon sehr angetan.
Yamaha A-S701
Hilfreich?
-1
Marcel_75@work
15.08.26
21:09
Danke schon mal für Eure Unterstützung.
Da ich davon ausgehe, das ich mir lieber 1x "etwas Richtiges" kaufe als an der falschen Stelle zu sparen, kann das kostentechnisch ruhig auch schon in den Preisbereich von um die 2.000,- € gehen, meine Schmerzgrenze wäre wahrscheinlich so bei 2.500,- bis max. 3.000,- € erreicht.
Ehrlicherweise würde ich ja liebend gern einen schönen alten Verstärker (also eine Art "Klassiker") kaufen, aber da überwiegen am Ende wahrscheinlich doch die Nachteile, zum einen was den Stromverbrauch betrifft, vor allem aber auch was die Zuverlässigkeit angeht?
Denn ich denke ja, dass man sich so etwas nur "1x im Leben" kauft und da sollte es dann doch (wenn es nicht gerade in der Familie weiter vererbt wird) eigentlich eine schöne Auswahl an soliden "Gebrauchten" geben, oder?
Ist jetzt nur so eine Idee, aber damit mache ich dann wahrscheinlich ein neues Feld auf, was zu endlosen Diskussionen über die Vor- und Nachteile der AMPs aus den 1970ern, 80ern und 90ern führen würde …
Wenn ich das nötige Budget hätte, fände ich ja so einen McIntosh Verstärker toll vom Aussehen her (und auch technisch sind die sehr wahrscheinlich 1A):
Aber selbst "so ein Kleiner" MC152 kostet wohl schlappe 8.500,- €, wow!
Hilfreich?
0
Tommy1980
15.08.26
21:48
Dann würde ich mal den Advance Paris X-A600 in den Raum werfen.
Zwar kein Class-D, aber solide gebaut und steht sicher auch nicht im Verdacht, dass ihm die Puste ausgeht.
Zudem könnte er optisch deinem Geschmack treffen, da schon etwas exotisch und extravagant und passt in dein Budget.
Alternative:
Technics SU-G700M2
Hilfreich?
0
silversurfer22
15.08.26
23:17
Bei den Verstärkern aus den 70, 80, 90er Jahren bitte aber auch etwas Geld für etwas "Liebe" bereithalten, da manch Bauteile nach solch langer Zeit mal geprüft und ggfls auch mal ausgetauscht werden sollten, bevor sie Folgeschäden verursachen.
ich "gönne" meinem alten Kram doch recht regelmäßig mal eine Durchsicht ... bislang läuft alles nett
Hilfreich?
0
sonorman
16.08.26
09:52
Marcel_75@work
…
Ehrlicherweise würde ich ja liebend gern einen schönen alten Verstärker (also eine Art "Klassiker") kaufen, aber da überwiegen am Ende wahrscheinlich doch die Nachteile, zum einen was den Stromverbrauch betrifft, vor allem aber auch was die Zuverlässigkeit angeht?
…
Das ist tatsächlich ein Thema für sich. Aber wie schon angemerkt wurde, musst Du da sehr vorsichtig sein. Insbesondere leiden ältere Verstärker oft unter überalterten Bauteilen, speziell Kondensatoren.
Echte generalüberholte Klassiker sind auch deshalb oft nicht ganz billig, weil sie Sammlerstücke sind. Und Sammler geben ja gerne mal absurd hohe Summe für ihr Objekt der Begierde aus. Da muss man schon viel Glück haben, etwas zu einem fairen Preis zu bekommen, das kein Schrott ist.
Bei einem Budget von rund 2.500€ ist die Auswahl an guten neuen Amps wirklich groß. Die nächste Frage zur Eingrenzung wäre, ob Du lieber etwas integriertes mit Streaming haben willst, oder eher Verstärker pur, damit Du das Streaming-Frontend nach Bedarf wechseln kannst. (Eine günstige Streaming Bridge oder auch nur der Mac reichen für den Anfang ja schon als Musiklieferanten.)
Um einfach mal was in den Raum zu werfen: Ein schöner, puristischer und gut klingender Amp in der Preisliga wäre der Musical Fidelity M5Xi, den mein Kollege Andreas Günther gerade hier getestet hat.
Hilfreich?
0
ÄNDY
16.08.26
14:29
Marcel_75@work
Das Problem: Wenn ich z.B. mal "aufdrehe" ... der AK-02 irgendwann einfach ab (ganz einfach weil er zu heiß wird).
Vielleicht kennst du einen Techniker, der einmal die Leitpaste für die Kühlung der Endstufe erneuert. Das könnte dieses Problem beheben.
Ebenso gibt es bestimmt heute auch kleine Lüfter, die kaum lauter sein werden als dein "aufdrehen", mit denen du nachrüsten könntest.
Aber klar, wenn du die Budget Frage für dich gelöst hast, kauf dir was neues.
Hilfreich?
+1
Gerry
17.08.26
08:57
Dein Kirsch AK-02 ist ein Studio Endverstärker, der nur für kurze Peaks gedacht ist. Nicht für Dauerbelastung.
Ich verwende den Advance A10 Apex. (Wobei ich glück hatte, denn ich habe nur den A10 gekauft. Gerade mal um 1400.-€. Aber weil der nicht Lieferbar war, hat mir der Händler um denselben Preis den Apex gegeben)
Als Boxen die Transplus 1500. Ist auch ein Platz frage. Bei einem Vergleich haben die Boxen, Boxen, die das Vierfache kosten locker geschlagen. Vorteil dieser Boxen. Guter Raumklang und Raumkontrolle.
Musikkassette, habe ich mir schon ein paarmal Überlegt. Nur die kommen am Ende gegen meine Revox A77 im Klang nicht an.
Was ich noch besorgen muss (zu Weihnachten) ist ein Plattenspieler, der dazu passt. Zurzeit ist es noch ein alter Grundig PS3500. Aber der nutzt das Ganze nicht aus.
Cd klar, auf USB nur .flac. Keine mp3. Gut das wäre bei der Anlage ja auch ein Witz mp3 oder mp4 zu benutzen.
Man, sollte nie glauben bei HIFI nur weil was teuer ist, ist es auch besser. Man, sollte sich auch überlegen. Was will man. Wie höre ich Musik. Weil das, was für den einen passt, kann für den anderen so ziemlich das Schlechteste sein, was er kaufen kann.
Hilfreich?
-1
sonorman
17.08.26
09:09
Gerry
…
Man, sollte nie glauben bei HIFI nur weil was teuer ist, ist es auch besser. Man, sollte sich auch überlegen. Was will man. Wie höre ich Musik. Weil das, was für den einen passt, kann für den anderen so ziemlich das Schlechteste sein, was er kaufen kann.
Man sollte allerdings auch nie glauben, nur weil etwas "Studiotechnik" ist, ist es HiFi überlegen, weil "professionell".
Wer ein System nur zum Musikgenuss sucht und keine Absicht hat, etwas in Richtung Musikproduktion zu tun, ist in den meisten Fällen mit einem renommierten HiFi-Produkt besser beraten, weil es auch funktional besser auf die "nicht professionelle" Anwendung zugeschnitten ist.
Hilfreich?
0
Gerry
17.08.26
09:17
sonorman
Gerry
…
Man, sollte nie glauben bei HIFI nur weil was teuer ist, ist es auch besser. Man, sollte sich auch überlegen. Was will man. Wie höre ich Musik. Weil das, was für den einen passt, kann für den anderen so ziemlich das Schlechteste sein, was er kaufen kann.
Man sollte allerdings auch nie glauben, nur weil etwas "Studiotechnik" ist, ist es HiFi überlegen, weil "professionell".
Wer ein System nur zum Musikgenuss sucht und keine Absicht hat, etwas in Richtung Musikproduktion zu tun, ist in den meisten Fällen mit einem renommierten HiFi-Produkt besser beraten, weil es auch funktional besser auf die "nicht professionelle" Anwendung zugeschnitten ist.
Meine Anlage ist nicht in Richtung Musikproduktion ausgelegt. Da würde man ganz andere Sachen brauchen. Das ist ein gehoben HIFI-Anlage.
Daher verstehe ich deine Aussage jetzt nicht. Wäre mir auch neu das Boxen für Musikproduktion Raumklang haben oder Raumkontrolle.
Hilfreich?
-1
Marcel_75@work
17.08.26
09:22
Danke Euch!
Habe mich am Wochenende nun auch noch einmal mit einigen DJ-Kollegen ausgetauscht, ich versuche deren Infos und Empfehlungen mal so gut ich kann zusammenzufassen:
NAD M23
: Der NAD arbeitet mit der Eigentakt-Technologie von Purifi. Im Gegensatz zu alten Class-D-Verstärkern klingt dieser absolut analog und sauber, hat aber einen Wirkungsgrad von über 90 %. Das bedeutet, selbst wenn man mehrere Stunden lang bei ohrenbetäubendem Pegel Drum'n'Bass-Basslines durchjagt, wird der Verstärker gerade einmal handwarm. Er liefert über 200 Watt Dauerleistung an 8 Ohm und bricht bei Impulsen im Keller niemals ein.
Bryston 3B³ oder 4B³ (Endstufe, Profiliga Studio / PA)
: Da die SQ8 passive Studiomonitore sind, harmonieren sie perfekt mit solchen bewährten Studio-Endstufen. Bryston ist der weltweite Standard in Profi-Studios. Bei dauerhafter Maximallast und heftigen Bassimpulsen können klassische HiFi-Verstärker wegen der Hitzeentwicklung in den Schutzmodus (Clipping/Thermal Protection) schalten. Und was ich auch krass finde: Man bekommt
20 Jahre
Garantie! Kostet aber auch einiges mehr (um die 8.000,-
, da ist ein NAD M23 günstiger (weniger als die Hälfte).
Und zum Thema Mixer: Mein alter DJM-700 sollte tatsächlich mal ersetzt werden, ein
Pioneer DJ DJM-A9
oder (noch besser aber auch teurer)
Pioneer DJ DJM-V10
kommt in die engere Wahl.
Beim V10 wurden die Phono-Eingänge komplett neu entwickelt und gehören derzeit zu den am besten klingenden digitalen Phono-Pre-Amps auf dem Markt, außerdem besitzt der V10 pro Kanal einen analogen Compressor-Knopf. Vinyl-Pressungen (gerade ältere Platten) sind oft deutlich leiser und dynamisch flacher gepresst als moderne Digital-Tracks. Mit dem Compressor des V10 kann man den Platten denselben brutalen, dichten "Druck" verleihen, den man sonst nur von digitalen Files kennt, ohne dass der Mixer clippt.
Der
Allen & Heath Xone:96
wäre noch eine (für Vinyl sogar noch besser geeignete) Alternative, ich möchte aber nicht auf die integrierten Effekt-Möglichkeiten eines Pioneer verzichten müssen.
Hilfreich?
0
sonorman
17.08.26
09:46
Marcel_75@work
…
Bryston 3B³ oder 4B³ (Endstufe, Profiliga Studio / PA)
: Da die SQ8 passive Studiomonitore sind, harmonieren sie perfekt mit solchen bewährten Studio-Endstufen. Bryston ist der weltweite Standard in Profi-Studios. Bei dauerhafter Maximallast und heftigen Bassimpulsen können klassische HiFi-Verstärker wegen der Hitzeentwicklung in den Schutzmodus (Clipping/Thermal Protection) schalten. Und was ich auch krass finde: Man bekommt
20 Jahre
Garantie! Kostet aber auch einiges mehr (um die 8.000,-
, da ist ein NAD M23 günstiger (weniger als die Hälfte).
…
Bryston ist keineswegs explizit Studio/PA, sondern ebenso HiFi pur. Der Hersteller ist in beiden märkten tätig (so wie viele andere, etwa SPL aus Deutschland) und passt seine Schaltungen nur funktional für die jeweiligen Märkte an.
Die Aussage: "Bei dauerhafter Maximallast und heftigen Bassimpulsen können klassische HiFi-Verstärker wegen der Hitzeentwicklung in den Schutzmodus (Clipping/Thermal Protection) schalten." ist so nicht richtig. Keine Ahnung, woher Du das hast. Es kommt absolut auf die Art der Schaltung an und wie gut der Hersteller das Kühlkonzept ausgelegt hat. Gute HiFi-Amps in Class AB oder sogar in Class-A (die sehr heiß werden) brauchen dabei auch nicht pauschal einen Lüfter. Im Gegenteil. Gerade im HiFi werden Lüfter möglichst gemieden. Besonders leistungsstarke Amps haben in der Regel ein entsprechend groß dimensioniertes passives Kühlkonzept. Beispiel: Ich nutze eine Moon 761 vom kanadischen Hersteller Simaudio. Das ist nich der größte Amp im Sortiment, aber der leistet in Class-AB 200 W an 8 Ohm, 400 W an 4 Ohm und fast 800 W an 2 Ohm. – Keine Lüfter nötig. Und der schaltet auch nicht so schnell ab, wenn's mal längere Zeit etwas laut wird.
Und solche Amps gibt es viele. Ausnahmen mit Lüfter bestätigen die Regel. Oft werden die nur als Schutz eingebaut und springen nur dann an, wenn lange Zeit Extremlast abgefordert wird, was im normalen HiFi nur selten vorkommt. Aber wie gesagt: es hängt alles von der Auslegung der Schaltung und der Kühlung ab.
Class-D ist wesentlich effizienter und kommt daher bei hoher Ausgangsleistung mit vergleichsweise kleineren Kühlsystemen aus. Inzwischen gibt es sehr gut klingende Class-D-Konzepte. Die genannten Hypex nCoreX, die Purify aber auch von Pascal gibt es inzwischen sehr gute Module. Die spielen aber nicht einfach so aus der Kiste immer Top. Es kommt auch hier auf die gesamte Schaltung an. Inklusive Netzteil!
Zurück zu Bryston: Mein Bruder hatte bereits in den Achtzigern einen Bryston endverstärker. Der war sehr gut, ist aber irgendwann wegen ausgelaufener Kondensatoren gestorben. Heute sind die natürlich besser, aber Bryston ist auch keineswegs der einzige Hersteller von wirklich guten Endstufen. Da gibt es massenhaft Anbieter. Um nur ein paar zu nennen:
T+A, SPL, Burmester, MBL, Krell, Dan D'Agostino, etc. pp.
Höchst interessante Class-D Mono-Endstufen für rund 4.000€ das Stück kommen voraussichtlich im Herbst von HiFi Rose aus Südkorea. Auf die bin ich sehr gespannt.
Um aber wieder zu einem guten Vollverstärker zurück zu kommen: Der genannte Musical Fidelity wäre eine wirklich passende Wahl für Deinen Anforderungskatalog.
Hilfreich?
0
xcomma
17.08.26
13:02
Marcel_75@work
aus Interesse: was sind denn (aktuell, alltime, Vergangenheit - kommt eigentlich nicht drauf an
) deine Lieblingslabels und/oder Artists im D'n'B Bereich?
Hilfreich?
0
Marcel_75@work
17.08.26
15:10
xcomma: Also meine erste
eigene
Platte war z.B. die Ganja Man E.P. von DJ Red Alert & Mike Slammer (Slammin' Vinyl), also "Dis One" z.B.:
Diese Produktionen von Ende 1991 / Anfang 1992 bis ca. 1993/94 nehmen natürlich einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen ein.
Nicht zu vergessen auch die Produktionen von Knite Force, hier eine sehr schöne Zusammenstellung (wenn auch leider schlecht gemixt):
Ist natürlich alles früher Breakbeat, Jungle, Hardcore und hat nichts mit den späteren Drum'n'Bass Produktionen zu tun – und vermutlich zeckt es auch nur Leute wirklich an, die wie ich damals damit groß geworden sind.
Aus heutiger Sicht frage ich mich, woher ich die dafür nötige Energie hatte, stundenlang aktiv auf der Tanzfläche durchzuhalten und das tatsächlich nur unterstützt von Wasser (Leitungswasser, weil man mit 15/16/17 gar nicht die Kohle hatte, sich etwas an der Bar zu leisten, haha).
Später dann natürlich Omni Trio, Shy FX, Dop & Optical usw., aber auch D'n'B aus Brasilien.
Und dann gibt es da in meiner Sammlung noch einige white labels, bootlegs und inoffizielle Pressungen, bei denen ich teilweise bis heute nicht genau weiß, wer eigentlich dahinter steckt – die aber wirklich richtig
fett
sind.
Falls Dich das genauer interessiert, müsste ich recherchieren, aber da sind einige wirkliche Perlen dabei (eventuell gibt es die mittlerweile als Re-Issues bzw. auch "ganz offiziell", ich habe die Szene dann irgendwann nicht mehr aktiv mit verfolgt).
Hilfreich?
+1
xcomma
17.08.26
16:54
Marcel_75@work
sehr nice
Ich könnt es nicht beschwören, meine aber mein allererster Plattenkauf überhaupt war eine Knite Force (s.u.). Anbei ein paar Vinyls auf die Schnelle rausgezogen - bin schon länger aber nicht mehr uptodate:
Hilfreich?
+1
Marcel_75@work
17.08.26
17:13
PS:
xcomma Ups, die etwas "moderneren" Tracks hatte ich ja ganz vergessen zu erwähnen.
Da wäre u.a. der Spor Remix von Stompbox eine Erwähnung wert (Ninja Tune / The Qemists).
Ich erwähne den, weil dadurch den audiophilen HiFi-Kollegen sicher etwas klarer wird, inwieweit man mit D'n'B die Anlage "quälen" kann.
Es gibt noch etliche weitere (und sicher auch weitaus extremere) Beispiele, aber so bekommt man eine ungefähre Idee davon.
PS: Natürlich macht das mit einer Youtube-Aufnahme wenig Sinn, aber "lossless" Audio davon kann ich leider nicht so ohne weiteres verlinken.
Hilfreich?
0
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