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TechTicker Spezial: 8 Gadgets für Garten, Balkon, Terrasse, Grillen, Camping und andere Outdoor-Aktivitäten

Der Sommer und die Ferien sind in vollem Gange: Ob im Urlaub an der Ost- und Nordsee, beim Camping im Ländle oder auch für die Freizeit auf Balkonien gibt REWIND Anregungen für kleine Helferlein, die den Spaß an der Sache noch steigern. Nicht immer notwendig, aber nice to have.


Das Wetter ist 'ne Bitch. Nach einigen Tagen Hitzewelle im Juni, die einem das Draußensein ziemlich verleiden konnte, hat sich der Sommer anschließend zumindest hier in Norddeutschland weitgehend verkrümelt. Der Juli frustrierte bislang mit viel Regen, Wind und Temperaturen deutlich unter 20 Grad. Mein Beileid an alle, die genau in dieser Zeit Urlab an Nord- oder Ostsee gebucht haben. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und der Sommer kehrt gerade zurück. Schon an diesem Wochenende sind zumindest die Temperaturen wieder sommerlich. Der Regen wird wärmer, wie wir hier sagen. Oder ein anderer klassischer Spruch in Norddeutschland: Da hinten wird's hell.

Wenn das Wetter stimmt, lassen sich Außenaktivitäten aller Art mit ein paar kleinen praktischen Gadgets noch angenehmer gestalten. Im Folgenden möchte ich Ihnen daher ein Paar Outdoor-Helferlein vorstellen, die bitte nur als Anregung verstanden sein möchten. Nicht als konkrete Empfehlung aus eigener Erfahrung. (Außer die Steakmesser, die eine klare Empfehlung sind.)

Viel Spaß beim Stöbern in dieser Sommerloch-Ausgabe! Und immer her mit den eigenen Anregungen und Empfehlungen.


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Gadget Nr 1: Für Gartenhocker und Camping-Experten, die gerne bis tief in die Nacht in gemütlicher Runde auf der Terrasse oder im/unter dem Vorzelt verweilen, bringt eine gemütliche Beleuchtung schöneres Ambiente. Dank LED-Technik und modernen Akkus empfiehlt sich hierfür beispielsweise die ausfahrbare BougeRV CL04 Campinglampe.


Mit einem integrierten 15600mAh Akku und drei schwenk- und drehbaren Leuchtarmen, kann diese Lampe sowohl auf dem Tisch, als auch ausgefahren als Stehlampe verwendet werden. Mit wahlweise direktem oder indirektem Licht. Zusammengefahren ist die Lampe hingegen absolut transportabel und kann sogar als Taschenlampe verwendet werden.


Wird sparsam nur ein Leuchtfeld eingeschaltet, soll die Lampe bis zu 60 Stunden oder eine ganze Woche mit 8 Stunden pro Nacht ohne nachladen einsetzbar sein. Der Preis von derzeit rund 64 Euro erscheint dafür ausgesprochen günstig zu sein. Wie bei vielen der hier vorgestellten Gadgets gibt es natürlich ähnliche Alternativen.


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Gadget Nr. 2: Der kleine Flammenwerfer. Ein echtes Männerspielzeug ist dieses "lange Sturmfeuerzeug", das ein wenig an ein Lichtschwert aus Star Wars erinnert. Mit 20 cm Länge ist der mit Butan wiederbefüllbare Feuerstab für diverse Anlässe geeignet. Vom Holzkohle oder Lagerfeuer entfachen, bis zum Veredeln der Crème Brûlée.


Die Sturmfeste Flamme lässt sich in der Länge und – Achtung! – in der Farbe verändern, was auch die Brenntemperatur beeinflusst. Ähnlich wie beim Schweißbrenner. Der 20-cm-Feuerstarter kostet um 15 Euro.


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Gadget Nr. 3: Bluetooth Grillthermometer. Diese Gadget-Spezies hat sich in den letzten Jahren durchaus bewährt. Nicht nur für Grillfreiunde, sondern für Hobby- und Profiköche in vielen Situationen, bis hin zum Tagelangen Einsatz im Smoker.


Kleine "Nägel" mit integrierten Temperatursensoren werden in das Gargut gesteckt und senden dann die Kern- und Außentemperatur an eine App und/oder auf ein dazugehöriges Display. Wie im Falle des ThermoMaven P2, welches mit zwei oder vier Sonden im Set gibt. Eine passende App für iOS oder Android natürlich inklusive. Ein wirklich nützliches Gadget, das aktuell mit Rabattcoupon für rund 80 Euro erhältlich ist. Auch hiervon gibt es viele Alternativen. – YourChoice!


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Gadget Nr. 4: Steakmesser für Genießer. Dies ist eine ganz persönliche Empfehlung. Gönnen Sie sich und Ihren Liebsten einen guten Satz Steakmesser. Und ich meine wirklich gute Steakmesser. Nur scharf geht geht auch mit billigen Blechmessern aus dem Baumarkt – zumindest für eine Weile. Aber der wahre Fleischgenießer will alle Sinne bedient haben und freut sich über edel und perfekt verarbeitete Messer höchster Güte. Die Spannbreite hier ist riesig. Sie reicht von wenigen Euro bis weit über 1.000 Euro, wie für das fantastische Schweizer Damast-Steakmesser von SKnife, welches es im Zweier-Set für unter 2.000 Euro gibt. Ein handwerkliche und formales Schmiede-Kunstwerk!


Ich empfehle einen Kompromiss. Dabei handelt es sich zwar mal wieder um Ware aus China, aber die gebotene Qualität fürs Geld ist hier wirklich exzellent. Die Rede ist von dem XINZUO Damaststahl Steakmesser Set mit vier Messern und passendem Echtholz Messerhalter für die Schublade, welches ich mir kürzlich gegönnt habe.


Die Detailverarbeitung der Messer mit dem schönen und sehr angenehmen Olivenholzgriff ist bis ins Detail perfekt. Dazu gehört neben dem blank polierten Damastmuster (73 Lagen um einen 14Cr14MoVNb-Pulverstahl-Kern mit 63-64 HRC) ein fein abgerundeter Klingenrücken, perfekt nahtlose Übergänge zum Griffholz, bis hin zu einer fein abgerundeten Kante am unteren Ende des Fingerschutzes.

Dazu sind die Messer höllisch scharf im 15°-Winkel geschliffen. Rasiermesserscharf. Und zwar ohne Säge! Wählen Sie auf jeden Fall Steakmesser ohne Wellenschliff. Das zerfasert das Fleisch nur unnötig und wird nur für richtig zähe Zossen gebraucht. Aber die will ja keiner essen. Und selbst durch ein zähes Steak gehen diese Messer auch ohne Säge wie Butter. Mit einem richtig zarten Steak braucht man kaum zu schneiden.


Es gibt das Set auch ohne den Messerhalter für 40 Euro weniger. Doch der schöne flache Block rundet das Gesamtpaket erst ab. Der Hersteller hat auch diverse Kochmesser der selben Serie im Sortiment, aber leider keine passenden Gabeln.

Ergänzend dazu sollten Sie sich ein gutes Schneidebrett für Steaks gönnen, denn selbst mit 64 HRC ist das Herumgurbeln auf Keramik für die Schärfe auf Dauer kontraproduktiv. Es schmeckt auch irgendwie besser von Holz!


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Gadget Nr. 5: Nach dem Grillgenuss folgt der gemütliche Teil des Abends. Für nordeuropäische Terrassen- und Balkonbewohner kann es des Nachts aber auch im Hochsommer mal ziemlich frisch werden. Ein bisschen wohlige Wärme per "Gehirngrill" kann da helfen. Wie etwa dieser elektrische Terrassenheizstrahler im Lampenstil.


Ja, das kostet einiges an Strom. 1.500 Watt leistet die "Wärmelampe". In Zeiten von nachhaltig selbst erzeugtem Wind- und Solarstrom sollte das aber mal drin sein. Und es ist wohl auch gesünder als ein qualmender Feuerkorb.

Der Heizstrahler bietet drei Modi: 800 W niedrige Heizleistung; 1.200 W Heizleistung; 2.000 W hohe Heizleistung. Für derzeit knapp unter 90 Euro wechselt der Strahler den Besitzer.


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Gadget Nr. 6: Eine vielseitige Campingleuchte im klassischen Stil. Ich hatte sie schon mal in REWIND vorgestellt, aber sie passt hier gut in die Gesellschaft, also darf sie auch noch mal erwähnt werden. Die Rede ist von der NATURBUMMLER Campinglampe.


Die im Look und Stil zu dem obigen Retro-Radio passende Lampe bietet einstellbare Lichtleistung zwischen 15 und 450 Lumen, einstellbare Lichtfarbe und hat einen 5200 mAh Akku, dessen Kapazität über einen USB-Port auch als Powerbank genutzt werden kann.. Bei Amazon und im Online-Shop von Naturbummler ist die Leuchte für derzeit rund 37 Euro erhältlich.


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Gadget Nr. 7: Jetzt wird es ein wenig kitschig. Die Getränkeuntersetzer in Form von 3,5-Zoll-Disketten sind schon ein ziemlich nerdiges Gimmick. Kommt aber vielleicht ganz gut an bei der Grillparty.


Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, ob die etwas taugen. Zumal sie mit rund 30 Euro nicht wirklich billig sind. Aber sie bieten hoffentlich eine bessere Unterlage für Gläser und Flaschen, als die Restbestände echter 3,5-Disketten aus dem Keller. – Betrachten Sie diese Anregung als "Füller".


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Gadget Nr. 8: Bosch 16-in-1 Multi-Tool. Ein Universalwerkzeug für Haus und Garten kann nie schaden und eignet sich viellicht auch als kleines Mitbringsel für den Gastgeber der nächsten Gartenparty.


Das mit 16 verschiedenen Funktionen wie Zangen, Schraubendreher, Messer und Säge ausgestattete Männerspielzeug von Bosch wird mit Aufbewahrungstasche geliefert und verfügt über einen Soft-Grip. Für aktuelle 23 Euro ist es Ihres.

Kommentare

MatzeB11.07.26 09:35
Gadget Nr. 6 haben wir auch.
Sehr schick und praktisch
+1
Derwall11.07.26 10:53
Super Liste für den (Grill-/Garten-)Alltag: Gadgets, die nützlich sind und die man sich auch leisten kann – vielen Dank dafür!
0
macymesser11.07.26 12:15
Gadget Nr. 8
Wer Messer für 2000 Franken vorstellt sollte nicht irgendwelche Billigtools weiterempfehlen, die nach Kurzer Zeit nur noch im Schrank liegen.
Wennschon dann ein VICTORINOX SWISS TOOL mit lebenslanger Garantie. Das haben echte Handwerker im Gebrauch:
+5
Huba11.07.26 13:05
macymesser
Wennschon dann ein VICTORINOX SWISS TOOL mit lebenslanger Garantie. Das haben echte Handwerker im Gebrauch:

Wenn man schon etwas richtig Gutrs haben möchte kann man auch direkt zum Original greifen: Leatherman
Ebenfalls lebenslange Garantie mit entsprechend guter Qualität.
-1
TorstenW11.07.26 13:32
Mich schreckt es ja schon immer ab, wenn bei einem Messer "Damast" dran steht und dann ist es links und rechts "Damast"-Tapete und ein Kern aus einem anderen Stahl.
Hier ist der "Damast" einfach nur Optik, die man mit zahlt und man bekäme dasselbe Schneideergebnis wahrscheinlich für ein Drittel des Preises, wenn man auf die Tapete verzichtet.

Ich hab mal einen Schmiedekurs mitgemacht, wo wir wirklich Damast geschmiedet haben und wenn man weiß wieviel Arbeit in so einem handgeschmiedeten Messer stecken, dann hat man auch Verständnis, wieso so ein Messer schnell mal 1000 oder 2000€ kostet.
Und es lohnt sich auch zu wissen, welche Vor- und Nachteile hohe Härtegrade haben und welche Pflege so ein Messer braucht.

Ein 20€ Multiwerkzeug würde ich persönlich auch nicht kaufen..
Mein Leatherman ist deutlich über 10 Jahre alt, hat zig Veranstaltungen, Urlaube und diverse Einsätze im Alltag mitgemacht. Auch hier lohnt sich Qualität. Gib einmal 100€ aus und gut ist, als 25€ für ein Plastikteil, das vmtl nicht halb so lange hält und qualitativ kein Vergleich ist..
+5
sonorman
sonorman11.07.26 13:47
Ja, die 73 Lagen sind nur "Tapete", wenn man es so abwertend nennen möchte. Die Qualität des Messers insgesamt ist dennoch sehr hoch für den Preis. In Deutschland oder der Schweiz hergestellt, würde das Set vermutlich auch schon vierstellig kosten.

Das ebenfalls genannte Schweizer Steakmesser ist natürlich ne andere Liga. Voll-Damaststahl mit 1.000 Lagen.und ein wirklich tolles, einzigartiges Design, wie ich finde.
+1
M1kRR
M1kRR11.07.26 13:58
Guter Artikel, danke!
-2
MacBerf11.07.26 14:28
…drill baby, drill !
-2
fleissbildchen11.07.26 15:06
TorstenW
Gib einmal 100€ aus und gut ist, als 25€ für ein Plastikteil, das vmtl nicht halb so lange hält und qualitativ kein Vergleich ist..

Vor allem den "Soft-Grip" finde ich abschreckend. In den allermeisten Fällen bedeutet das, die Gummierung wird nach ein paar Jahren eklig klebrig und man kann das Teil wegwerfen, auch wenn der Rest noch ok ist. Oder man arbeitet das Klebezeug mit Benzin weg, das dauert ewig und nervt total.
+7
globalls
globalls11.07.26 15:40
fleissbildchen
TorstenW
Gib einmal 100€ aus und gut ist, als 25€ für ein Plastikteil, das vmtl nicht halb so lange hält und qualitativ kein Vergleich ist..

Vor allem den "Soft-Grip" finde ich abschreckend. In den allermeisten Fällen bedeutet das, die Gummierung wird nach ein paar Jahren eklig klebrig und man kann das Teil wegwerfen, auch wenn der Rest noch ok ist. Oder man arbeitet das Klebezeug mit Benzin weg, das dauert ewig und nervt total.

Statt Benzin nimm Isopropanol oder auch einfach: Bremsenreiniger vom Baumarkt! Du wirst dich wundern…
😎
Muss ich denn alles selber machen?
+3
globalls
globalls11.07.26 15:42
Gadget Nr. 6: die kommt mir nicht ins Haus, da hab ich doch lieber meine gute, alte Feuerhand Petroleumlampe!
Muss ich denn alles selber machen?
0
TorstenW11.07.26 15:48
sonorman
Ja, die 73 Lagen sind nur "Tapete", wenn man es so abwertend nennen möchte.
Das ist gar nicht abwertend gemeint, sondern ein vollkommen gebräuchlicher Begriff um den Unterschied zwischen einer Mittellage mit zwei "Damast"-Außenseiten und einem durchgeschmiedeten Messer klarzumachen.
Bei ersterem kommt es dann eben einfach nur darauf an, welchen Stahl die Mittellage hat, die Seitenteile können z.B. total weich und günstig sein, Hauptsache optisch schön.
Wohingegen bei einem Messer, wo wirklich die ganze Klinge gefaltet wird alle Stähle gute Schneideigenschaften aufweisen müssen, weil ja alle an verschiedenen Stellen die Schneidlage bilden.
Das sind einfach zwei sehr unterschiedliche Verfahren, sowohl was Prozess als auch was die Kosten des Ausgangsmaterials angeht.
sonorman
Die Qualität des Messers insgesamt ist dennoch sehr hoch für den Preis
Das kann ich ja nicht beurteilen und ich weiß ja auch nicht, was deine Ansprüche an ein Messer sind.
Ich persönliche sehe ja nicht einmal einen Anwendungsfall für Steakmesser überhaupt..
Entweder (wie du auch selbst schon gesagt hast) ist mein Steak so gut zubereitet, dass man es leicht schneiden kann.. dann kann ich auch jedes normale Messer aus meinem Service nehmen oder ich schneide das Steak vorher auf einem Holzbrett vor.. dann brauche ich aber nur ein vernünftiges großes Messer.
Den Fall wo meine Gäste mit einem Messer mit 64 HRC auf ihren Tellern rumschneiden sehe ich einfach bei mir so gar nicht.
sonorman
Das ebenfalls genannte Schweizer Steakmesser ist natürlich ne andere Liga. Voll-Damaststahl mit 1.000 Lagen.und ein wirklich tolles, einzigartiges Design, wie ich finde.
Hier wieder lustig: die 1000 mit Ausrufezeichen, als ob das ein Qualitätsmerkmal wäre.
Der unterschied zwischen einem Messer mit 250 Lagen und einem Messer mit 1000 Lagen ist, dass letzteres einfach zweimal mehr gefaltet wurde, was einen Schmied ungefähr 2 Minuten kostet.
Es verbessert auch nicht die Schneidfähigkeit oder sonst irgendetwas, sondern ist ein rein optisches Ding: Bei 1000 Lagen sind die jeweiligen Lagen halt schmaler, so dass man sie weniger sehen kann. (Ist wie bei Lautsprechern: Mehr Watt ist nicht automatisch besser)

Das Design finde ich persönlich ja wieder eher technisch unpraktisch, weil die Schneide und der Griff auf der gleichen Höhe sind.. wie schneide ich denn damit auf meinem Teller? Im Grunde sind da doch maximal die vorderen 1-2cm zum Schneiden nutzbar.
Function follows form, wie es so schön heißt.
+8
sonorman
sonorman11.07.26 16:30
TorstenW
sonorman
Das ebenfalls genannte Schweizer Steakmesser ist natürlich ne andere Liga. Voll-Damaststahl mit 1.000 Lagen.und ein wirklich tolles, einzigartiges Design, wie ich finde.
Hier wieder lustig: die 1000 mit Ausrufezeichen, als ob das ein Qualitätsmerkmal wäre.
Der unterschied zwischen einem Messer mit 250 Lagen und einem Messer mit 1000 Lagen ist, dass letzteres einfach zweimal mehr gefaltet wurde, was einen Schmied ungefähr 2 Minuten kostet.
Ja, es sind nur zwei Faltungen mehr, weil die Lagenzahl exponentiell steigt. schon klar. Und doch kosten Messer mit 1.000 oder mehr Lagen oft erheblich mehr, weil nämlich auch der Aufwand und das Fertigungsrisiko exponentiell steigt. Dass ein Damast-Stahl mit mehr Lagen nicht unbedingt besser sein muss, stelle ich auch nicht in Abrede. Darum ja auch meine Kompromissempfehlung für die Messer mit Kern aus Pulverstahl, der härter und schnitthaltiger ist. Und das Steak natürlich aufs Holzbrett.

Der Sinn für ein gutes und scharfes Steakmesser ist natürlich begrenzt, wenn man man nur Gemüsekompott isst. Ansonsten dürfte der Gewinn jedem Steak-Liebhaber klar sein. Aber ich sagte ja schon im Artikel, das es scharf auch für wenige Euro mit Blechmessern gibt. Also darum geht es nicht primär, falls dich das irritiert hat. Ich denke, auch das wurde im Artikel durchaus deutlich.
Den Fall wo meine Gäste mit einem Messer mit 64 HRC auf ihren Tellern rumschneiden sehe ich einfach bei mir so gar nicht.
Ich rede auch nicht von Restaurant-Besteck, sondern von Gourmet-Besteck für den Steak-Liebhaber daheim. Wenn Du Chefkoch bist und in Deinem Restaurent das Steak vorschneidest, ist das natürlich eine ganz andere Art der Anwendung, die mir durchaus geläufig ist. ()
-6
reneS
reneS11.07.26 16:55
Hm… also das Steak Messer-Angebot erinnert an die E-Mails in meinem Junk-Ordner
An Apple a day keeps Windows away
+7
alephnull
alephnull11.07.26 17:13
Die Kombi Disketten-Untersetzer und Damast-Messer (im 100er Set) auf‘ner Hochzeit kommt bestimmt gut. Und anschließend alles in die Spülmaschine.
+6
Tech Berater11.07.26 17:34
Gadget Nr. 5, ziemlich durchwachsene Rezensionen zur Qualität (Amazon). Und darüber, wie lange das Teil läuft schweigt sich der Hersteller aus.
+2
abulafia211.07.26 17:34
Ich möchte hier mal eine Lanze brechen für die Steakmesser von Xinzuo.
Ich habe genau diese Steakmesser zwar (noch) nicht, aber dafür (fast) alle anderen Messer aus dieser Serie und bin schwer begeistert davon.
Die sind hervorragend verarbeitetmund schneiden auch wirklich sehr gut. Ich nehme denen die 62-64 HRC durchaus ab.

Vergleichen kann ich zwar nicht mit diesem 1000 Lagen Messer aus der Schweiz, aber durchaus mit Kai Shun Messern aus Japan, die auch schon ein vielfaches kosten. Ich würde hier qualitativ keinen Unterschied sehen, eher im Gegenteil: Mit diesen tollen Griffen aus Olivenholz machen die Xinzuo Messer zumindest optisch mehr her.

Ich habe mir alle nach und nach bei AliExpress zusammengekauft, denn diese Serie gibt es auch schon ein paar Jahre. Sie kommen auch hervorragend verpackt an und bei AliX kostet das genannte Steakmesser Set incl. dem Messerhalter aktuell sogar nur ca. 165€.
-5
TorstenW11.07.26 18:27
sonorman
[Und doch kosten Messer mit 1.000 oder mehr Lagen oft erheblich mehr, weil nämlich auch der Aufwand und das Fertigungsrisiko exponentiell steigt.
Das ist halt wieder totaler Quatsch.

Es ist wesentlich mehr Aufwand von 2 (oder 3 oder 5 oder womit man starten möchte) auf ~250 Lagen zu kommen (Sieben bis Acht Faltungen), also von 250 auf 1000 (zwei Faltungen).
Da steigt also der Aufwand überhaupt nicht exponentiell. Bei 250 Lagen bist du schon 80% des Weges gegangen.

Und da ist auch überhaupt kein Fertigungsrisiko das ganze Paket zweimal mehr zu falten. Was soll da kaputt gehen? Das ist Stahl des schon zig Mal ineinander geschmiedet wurde. Entweder man macht das richtig oder nicht. D.h. das Risiko ist bei der ersten Lage genauso hoch wie bei der zehnten Lage. Und für einen erfahrenen Schmied quasi Null.
Du kannst es auch noch 10x mehr falten und dann über 1 Mio Lagen haben.. nur sieht man das nicht mehr, weil die Lagen ineinander schmelzen, weil sie ultra-dünn werden.

Die Messer kosten deswegen wesentlich mehr, weil Leute dafür mehr Geld bezahlen. Das ist reines Marketing und hat mit dem Aufwand nur sehr wenig zu tun.
Wie ich oben geschrieben hab: Ein Messer zweimal mehr zu falten ist eine Sache von wenigen Minuten. Das spielt im Herstellungsprozess kaum eine Rolle.
Es ergibt halt optisch einfach irgendwann keinen Sinn mehr die Lagen noch feiner zu machen, weil man sie dann nicht mehr vernünftig erkennen kann, wenn man die Klinge poliert hat.
+6
sonorman
sonorman11.07.26 18:47
TorstenW

Dann bin ich aber froh, dass ich mich für die billige Tapete auf Pulverstahl entschieden habe. Alles richtig gemaacht!
-3
Bitsurfer11.07.26 23:13
Steakmesser ist so eine Sache. Es gibt unendlich viele. Hat man sich aber ein Set Laguiole mit Gabeln geleistet schaut man sich nichts anderes mehr an.
0
Zueri0312.07.26 12:15
Es gibt auch in Europa schöne und gute Steakmesser. Zwischen Bologna und Florenz produziert die Collteleria Saladini wunderschöne Messer für verschiedene Anwendungen und bezahlbar. Ein Abstecher um den Laden zu besuchen auf dem Weg in die Toskana lohnt sich alleweil.
+2
Magic_Berlin12.07.26 16:13
An sollte aber auch bei der „Steak Messer“ Debatte ni HT das Steak selber vergessen:
Ist die Fleischqualität nicht gut und die Zubereitung grottig, was nutzt mir da ein Messer für zig tausend Euro? Und für ein richtig zubereitetes Steak mit guter Fleischqualität benötige ich nur ein normales Besteckmesser.

Einzige Ausnahme sind die Momente, wo man für mehrere Personen ein großes Steak aufschneiden möchte. Aber auch da würde ich auf ein langes, japanisches Fleischmesser zurückgreifen, um die Stücke in einem Zug zu schneiden…_
0
sonorman
sonorman12.07.26 17:07
Magic_Berlin
An sollte aber auch bei der „Steak Messer“ Debatte ni HT das Steak selber vergessen:
Ist die Fleischqualität nicht gut und die Zubereitung grottig, was nutzt mir da ein Messer für zig tausend Euro? Und für ein richtig zubereitetes Steak mit guter Fleischqualität benötige ich nur ein normales Besteckmesser.
…_
Also erstmal: Die empfohlenen Messer kosten keine zig tausende. Und was den Rest angeht, lies doch mal den Artikel. Es geht nicht allein um das Zerteilen von Fleisch. Es gibt ja auch sehr billige scharfe Messer, wie erwähnt. Es geht um ein ganzheitliches Gourmet-Erlebnis, um Stil und Esskultur. Du isst ja Dein Steak vermutlich auch nicht von der Pommes-Pappe, nur weil es geht.

Wem das alles egal ist, kann das Steak meinetwegen auch aus der Hand essen. Aber für mich gehört ein gutes Besteck zu einem besonderen Essen. Ebenso wie ein gemütliches Ambiente. Und ich rede hier nicht vom Restaurant. (Ebenfalls schon erwähnt. )
+2
Legoman
Legoman13.07.26 08:45
Interessante Messerdiskussionen.
Ich koche täglich und muss dafür auch viel schnibbeln.
Aber ich brauche dafür weder ein Messer für 2000€ noch eine wöchentliche Schleiforgie mit teurem Zubehör.
Okay, ich muss auch keinen Kugelfisch fachgerecht zerlegen - unterstelle aber auch, dass das die allerwenigsten machen.

Mein Lieblingsmesser ist mindestens 50 Jahre alt.
Ein billiges Alltagsmesser aus DDR-Produktion. Ich meine mich zu erinnern, dass das mal ein Handwerker bei uns vergessen hat und seitdem war es in Besitz meiner Eltern, bis ich es bei einem Umzug unauffällig in meinen Hausstand überführt habe.
Lange schmale Klinge (die im Laufe der Zeit deutlich schmaler geworden ist) und kürzlich habe ich mal die Griffe gewechselt.
Schleifen? Alle paar Wochen ziehe ich es mal über so einen Schleifstab aus Metall (wie auch immer der heißt).

Ganz gewiss ist es ein wahnsinnig anderes Gefühl mit einem irre scharfen Hightechmesser. Aber brauche ich das und will ich dafür Geld ausgeben? Ganz gewiss nicht. Oder muss ich das etwa haben, weil es total geil ist und damit ich anderen davon erzählen kann, was für ein krasses Profiwerkzeug ich habe, um damit meine Möhren zu schnibbeln? Noch viel weniger. Ich will kochen und essen, das ganze möglichst aufwandsneutral.

Aber ich habe auch kein fünfzigteiliges Barista-Set für meinen morgendlichen Kackalysator oder ein Fahrrad auf Olympianiveau nebst allen Hightechgadgets bis hin zu Socken aus der Weltraumforschung für die paar Kilometer bis zur Arbeit.

(Aber soll bitte jeder so machen, wie er will. Ein Mensch braucht Hobbies...)
+4
sonorman
sonorman13.07.26 09:54
Legoman

Und noch einmal: Es geht grundsätzlich nicht um die reine Funktion, sondern um Enthusiasmus für eine Sache ja oder nein.

> Ein Auto ist für Dich nur ein Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu kommen? Dann brauchst Du keinen Porsche.
> Musik ist für dich nur Beschallung und Unterhaltung? Dann brauchst Du keine High End Anlage.
> Fahrrad fahren ist für Dich nur eine weitere Fortbewegungsart für kurze Strecken? Dann brauchst Du weder ein Rennrad noch ein hochwertiges Tourenbike.

Es geht um Hobbys, Interesse und Begeisterung für Dinge und Vorgänge, die über den reinen Nutzen hinaus gehen, sowie eine mehr oder weniger große Portion Luxus, die man sich gönnt, oder eben nicht. Man kann ansonsten alles mit mit dem Argument für nichtig erklären, dass man es persönlich ja nicht braucht und man die Kosten sparen kann. Schön für denjenigen, aber am Thema vorbei.

Ich benutze übrigens im Alltag auch meist einfache Messer von Victorinox für wenige Euro (so wie diese Frühstücksmesser ). Die sind billig und scharf, leicht nachzuschärfen, und es ist nicht schlimm, wenn man eines verbiegt oder sonst wie kaputt geht. Ich nutze auch täglich die alten, verschnörkelten Bestecke aus dem Erbe von Oma und Opa. Manche würden sagen, die sind wirklich schön. Damit kann man natürlich auch Steaks zerteilen! Doch das ist selbstverständlich nicht der Punkt, wenn es eigentlich um Begeisterung und Freude für eine Sache geht. Egal welche. Hobbys sind Hobbys. Nicht lebensnotwendig, oft kostspielig, aber dennoch gehören sie zum Leben vieler Menschen dazu.

Wer gar keine Freuden und Interessen hat, die man nicht als unnötig wegargumentieren könnte, der hebe bitte die Hand!
+2
Legoman
Legoman13.07.26 13:41
sonorman
Doch das ist selbstverständlich nicht der Punkt, wenn es eigentlich um Begeisterung und Freude für eine Sache geht. Egal welche. Hobbys sind Hobbys. Nicht lebensnotwendig, oft kostspielig, aber dennoch gehören sie zum Leben vieler Menschen dazu.

Wer gar keine Freuden und Interessen hat, die man nicht als unnötig wegargumentieren könnte, der hebe bitte die Hand!
Daher mein letzter Satz.
Wer aber in dem Kosmos seiner Begeisterung gefangen ist, verliert sehr oft sehr schnell den Blick dafür, dass andere es nicht so sehen.
"Ja aber das MUSS man unbedingt haben!" höre ich viel zu oft als Argument und ernte für "nein, warum auch" sehr oft unverständliche Blicke.
Leider ist es auch (in meiner Beobachtung) oft genug nicht tatsächliches Interesse sondern ein Zwang, jedem Zeitgeist zu folgen. Plötzlich musste jeder Pullover stricken, Bier brauen, Fleisch zu toter Pampe zerkochen, nackt Yoga machen, Kaffee extrahieren oder wenigstens eine Stoppuhr für den Espresso verwenden, Panini-Alben befüllen, Overnightoats zubereiten, SUP fahren, Bubbletee trinken, Fußball gucken, bestimmte Klamotten tragen, diesen gehypten Podcast hören, ins Extrem-Gym rennen, Urlaub im Kofferraum machen und ewig so weiter. Gibts eigentlich noch Pulled Pork? Da konnte man mal ne Weile in Berlin die Straßen mit pflastern.
Zum Glück gehen solche Trends einigermaßen folgenlos an mir vorbei.
Vielleicht habe ich in mir diese Leere nicht, die der rastlose Zeitgeistmensch auf Befehl der Heerscharen geldgieriger Influencer unablässig füllen muss.
(Der Bezug zum Messerschleifen: Ne Zeitlang wurde meine Timeline auf Instagram mit Videos von messerschleifenden Menschen quasi geflutet. Also das war eigentlich kein Messerschleifen. Das war so eine Art Meditation mit Schleifklötzchen, Hölzchen, Wasser in yogaartigem Ambiente und völlig verzückten Darstellern, die unbedingt wollten, dass auch ich jetzt so ein Klötzchenset kaufe und dem Rausch des Schleifens verfalle.)

Wer Kinder hat, kennt den schnelldrehenden Zeitgeist der Werbeindustrie noch besser. Alle haben das jetzt, das muss ich auch haben und gucke mal, hier gibt es noch 20 neue Erweiterungssets und ich breche ich Tränen aus, wenn ich das nicht bekomme! ... Ach das - das ist längst out, warum schleppst du sowas an? Aber jetzt gibt es das, was ich unbedingt haben muss.

Ja und auch wenn das jetzt alles reichlich gehässig klang:
Ein Hobby ist wichtig. Ich werde meine jetzt selbstverständlich nicht offenlegen. Nutzlose Texte in Foren zu schreiben? Könnte dazugehören.
Aber auch ich habe so ein paar spezielle Gerätschaften, deren Design und Benutzung mir viel Freude bereiten. (Nicht das, ihr Ferkel.)

Ich verbleibe also zustimmend und trotzdem skeptisch mit der Tendenz zur Übertreibung.
+1
sonorman
sonorman13.07.26 14:06
Legoman

Siehe Anleser:
… Nicht immer notwendig, aber nice to have.



Und was Du über den Kosmos der eignen Begeisterung gesagt hast, gilt natürlich auch umgekehrt. Wer eine bestimmte Begeisterung nicht teilt, muss nicht immer das Offensichtliche konstatieren und sagen, dass man das gar nicht braucht oder viel billiger haben kann.

Die REWIND und der TechTicker sind ja speziell auf Technik und Gadgets über den Apple-Kosmos hinaus (Tellerrand und so) orientiert. Das muss nicht immer die Interessen ALLER treffen.
+1
Legoman
Legoman13.07.26 14:48
rkw-kompetenzzentrum
Advocatus Diaboli ist ein lateinischer Begriff und bedeutet wörtlich „Anwalt des Teufels“. Damit ist eine Person gemeint, die bewusst eine Gegenposition einnimmt, um Argumente kritisch zu hinterfragen, mögliche Schwachstellen sichtbar zu machen und Entscheidungen sorgfältiger abzusichern.
Es macht einfach zu viel Spaß, einfach mal was in die Aufwärtsspirale der Begeisterung zu werfen...
0
sonorman
sonorman13.07.26 15:01
Legoman

Das ist vielleicht ok bei gesellschaftlichen Fragen des öffentlichen Zusammenlebens, Politik etc. Aber bei privaten Hobbys, die ja per se immer individuell sind, finde ich das Spielen des Advocatus Diaboli unangebracht. Anderen die Begeisterung für etwas madig zu machen, ist in keiner Weise hilfreich und schon gar nicht nett.
0
Clean13.07.26 16:21
Advocatus Diaboli bedeutet im ursprünglichen engeren Sinne einen Kirchenanwalt, dessen Aufgabe es ist, in einem Heiligsprechungsprozess die zusammengetragenen Belege und Argumente für die Heiligsprechung anzufechten oder eigene, mit negativen Gesichtspunkten behaftete Gegenargumente einzubringen.

Wollte ich erwähnen, damit jedem bewust ist, in welchen Blasen wir uns hier bewegen
+1

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