TechTicker: Streaminglautsprecher Devialet Reactor, Kopfhörer Focal Elegia, günstige Magic-Keyboard-Alternative und mehr

DEVIALET REACTOR: 900W POWER IM MINI-STREAMINGLAUTSPRECHER
Mit dem Phantom hat der französische Hersteller Devialet schon vor Jahren einen der außergewöhnlichsten Aktivlautsprecher mit Streamingfähigkeit geschaffen (Testbericht). Nun ist es Devialet gelungen, den ohnehin schon für seine Leistung sehr kleinen Speaker noch mal zu schrumpfen, ohne dabei Kompromisse in der Leistungsfähigkeit zu machen. Der Devialet Reactor, so sein Name, dürfte der wohl leistungsstärkste "Bluetooth-Lautsprecher" der Welt sein.


Satte 600 bzw. 900W (je nach Modellvariante) leistet die Verstärkerelektronik, was für unverzerrte 95 bzw. 98 dB Maximalpegel aus weniger als 3 Litern Volumen und einen Frequenzgang von sagenhaften 18 Hz (!) bis 21 kHz sorgen soll. Erreicht wird dies u.a. durch spezielle, extrem langhubige Basstreiber. Die Wiedergabe erfolgt über Bluetooth, AirPlay, UPnP, den optischen Digitaleingang oder analog via Klinke. Spotify Connect ist ebenfalls integriert. Der Reactor mit den Maßen 15,7 x 16,8 x 21,9 cm (B x H x T) kann wahlweise solo oder als Stereopaar betrieben werden (letztere Möglichkeit soll später per Software-Update nachgereicht werden). Die Steuerung erfolgt per App.



Der Devialet Reactor wird in zwei Versionen erhältlich sein: Dem kleineren Reactor 600 (990 Euro, in Kürze auch via Amazon erhältlich) und dem Reactor 900 für 1.290 Euro.


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FOCAL ELEGIA: DIE PERFORMANCE DES ELEAR IN GESCHLOSSENER BAUWEISE
Noch mehr fortschrittliches High-End aus Frankreich: Focal bringt mit dem Elegia eine geschlossene Variante seiner fantastischen Kopfhörer Clear und Elear (Testbericht Elear) Wer viel auf Reisen Musik hört oder daheim seine Mitbewohner nicht stören möchte, braucht einen Kopfhörer in geschlossener Bauweise. Diese schirmen den Träger besser von Außengeräuschen ab und lassen weniger Schall aus dem Kopfhörer nach außen dringen.


Um der geschlossenen Bauform Rechnung zu tragen, hat Focal beim Elegia den Treiber stark verändert, um Kopressionseffekten vorzubeugen und den Tieftonbereich anzupassen. Die Sicke aus NBR (Nitrilkautschuk) ist mit 110 Mikrometer etwas dicker als bei den Schwestermodellen. Zudem ist die Schwingspule beim Elegia mit 4 mm etwas kürzer und die Zahl der Schwingspulenwindungen, und damit die Impedanz, wurde verringert. Somit ist der Elegia noch besser für mobile Geräte als selbst der Clear geeignet.


Der Focal Elegia ist ab sofort zum UVP von 900 Euro im Fachhandel erhältlich.


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KOSTENGÜNSTIGE, FARBLICH PASSENDE ALTERNATIVE ZUM APPLE MAGIC KEYBOARD
Satte 169 Euro kostet das Original Apple Magic Keyboard in Space Grey oder Silber (Store). Eine günstigere, kabelgebundene Variante gibt es nicht. Diese Lücke schließt nun der Zubehör-Hersteller LMP mit dem USB Keyboard KB-1243.


Für einen UVP von knapp 70 Euro (Amazon; Angebotspreise können schwanken.) bekommt man eine vom Apple-Original kaum zu unterscheidende Full-Size-Tastatur mit USB-Anschluss und zwei integrierten USB-Ports (für. z.B. Maus oder USB-Stick). Wahlweise in Silber oder Space Grey. Die Tastatur ist in drei Zonen aufgeteilt und bringt 110 Tasten (ISO) mit. Das umfasst auch die numerische Tastatur, in der das "="-Zeichen enthalten ist. Andere europäische Tastenlayouts sind ebenfalls erhältlich.


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SMARTHALO: INTELLIGENTE FAHRRADHUPE MIT MEHRWERT
Mit SmartHalo gibt es jetzt einen vielseitig nutzbaren Fahrradcomputer. Das Gerät ist Navi, Diebstahlsicherung, Fahrradbeleuchtung, Fitnesstracker, Benachrichtigungsassistent und Hupe in einem. Per Bluetooth mit einem Smartphone verbunden soll SmartHalo die wichtigsten Informationen als angeblich intuitive Sound- und Lichtsignale ausgeben und so für weniger Ablenkung im Straßenverkehr sorgen.


Die Features im Überblick:

  • Navigation, Alarm, Licht, Fitnesstracker, Benachrichtigungsassistent, Hupe und weitere Schnellfunktionen
  • Informationen werden durch akustische und visuelle Signale vermittelt
  • Touch-Oberfläche mit bunten LEDs
  • Kommunikation mit dem Smartphone per Bluetooth Smart
  • Kompatibel ab iOS 9 und ab Android 4.4.4
  • Passend für Lenkstangen mit einem Durchmesser von 22,2 bis 31,8 Millimeter
  • Eingebauter Akku mit 2000 mAh; Akkulaufzeit bis zu drei Wochen (bei einer Stunde Einsatz pro Tag)
  • Maße: 96,5 Millimeter breit, 66,5 Millimeter tief, 26,5 Millimeter hoch (nur SmartHalo) und 79 bis 87 Millimeter hoch (mit Halterung an der Lenkstange)
  • Gewicht: 195 Gramm
  • Lieferumfang: SmartHalo, HaloKey, Halterung und Anleitung


Eine ausführliche Beschreibung der Möglichkeiten des SmartHalo finden Sie auf der Produktwebseite. Das Gerät ist ab sofort zum UVP von rund 170 Euro unter anderem via Amazon erhältlich.


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LUNA DISPLAY: MACHT AUS DEM IPAD EINEN DRAHTLOSEN MAC-ZWEITBILDSCHIRM
Die Idee ist nicht neu, aber die Umsetzung scheint diesmal wirklich praxistauglich zu sein. Mit dem Luna Display, einem kleinen USB-C- oder wahlweite Mini-DisplayPort-Dongle, plus der zugehörigen App, kann man sein iPad als echten Zweitbildschirm für seinen Mac nutzen. Das soll ohne großen Einrichtungsaufwand funktionieren. Einfach den Dongle in den Mac stecken, die App auf dem Mac und dem iPad starten und los geht's.


Auf dem iPad wird der erweiterte Mac-Desktop angezeigt, wobei auf dem iDevice Touch-Funktionen ebenso erhalten bleiben, wie die Kompatibilität mit dem Apple Pencil und Tastaturen. Das System soll Hardware-Grafikbeschleunigung unterstützen und nahezu Verzögerungsfrei (16ms) arbeiten. Das kurze Produktvideo beschreibt es wohl am besten:


Luna Display kostet 80 Dollar und kann über die Webseite des Herstellers erworben werden.

Kommentare

trw
trw14.10.18 09:53
Also funktionieren tut dieser "Luna-Display-Dongle" wirklich!
... sogar als "3-Screen-Variante" (hier z.B. MBP, ThunderboldDisplay und iPad Pro 12,9)

"Rotes Ding" anstecken, Apps starten, WLAN abgleichen ...kurzes Geflacker auf den Screens ... und schon ist das System einsatzbereit.

Bisher hab ich es aber nur ein paar Mal ganz ganz kurz noch eher nur aus Neugier getestet.
Demnächst soll es aber durchaus öfter in mein "Arbeitsfeld" integriert werden.
Mal schauen, wie es sich dann so bewährt.

+2
Loc
Loc14.10.18 09:57
18 Hz bei vermuteten -20 Db, also nicht wahrnehmbar. Physikalische Gesetzmässigkeiten lassen sich nicht ändern. Vermutlich kommt der Speaker auf 60 Hz bei -3 Db ...
too old to die young
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orion14.10.18 10:00

wie bekomme ich den Devialet kaputt...
soo verdient man Geld auf Youtube.... was für Verrückte...
0
trw
trw14.10.18 10:10
orion
... wie bekomme ich den Devialet kaputt... soo verdient man Geld auf Youtube.... was für Verrückte...

AUTSCH!
Jaja ... schon sehr seltsam, womit man so mittlerweile alles Geld verdienen kann .....
0
sonorman
sonorman14.10.18 10:20
Loc
18 Hz bei vermuteten -20 Db, also nicht wahrnehmbar. Physikalische Gesetzmässigkeiten lassen sich nicht ändern. Vermutlich kommt der Speaker auf 60 Hz bei -3 Db ...
Nein, so schlimm wird es nicht sein. Zwar wird vermutlich die Herstellerangabe im normalen Hörraum nicht ganz erreicht, aber schon dem größeren Phantom hat man vorschnell die angegebenen Bassfähigkeiten abgesprochen. Hier ein Frequenzgang des Phantom:



Also note, low frequency extension to 14 Hz. There was significant output at 10Hz, when I started my measurements, which sweep from 10 Hz to 24 kHz. Almost defying the law of physics from such a small package.

Devialet kompensiert die relativ kleine Membranfläche eben durch Leistung und massiven Hub (wie im Video zu sehen).
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sonorman
sonorman14.10.18 10:31
orion

Was für Neandertaler.
Schlimm!
+1
barabas14.10.18 10:35
Wären doch nette (Schreibtisch-)Speaker für den Mac. Schön wäre es wenn es die Dinger auch in Schwarz und "Spacegrau" geben würde, Weiß hat immer so einen Badezimmer Charme.
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wurzelmac
wurzelmac14.10.18 11:54
Gegen den Phantom (der "nur" Ton ausgeben kann) ist das teuerste iPhone ja ein Schnäppchen.
You have to keep busy. After all, no dog has ever pissed on a moving car. (Tom Waits)
-1
midi14.10.18 13:09
Ich konnte mir schon einen Reactor anhören. Im Tieftonbereich für diese Größe (noch keiner als erwartet, aber sehr schwer) doch beeindruckend. Im Mittel- und Hochtonbereich mE aber doch deutlichere Distanz zu den Phantoms. ME sollte man überlegen - wenn es einem nicht gerade auf das kleine Gehäuse ankommt - gleich eine Phantom zu nehmen, die es ab 200 € mehr gibt, also den Reactor 900. Komischerweise hat man mir die neue App nicht zeigen wollen und von einer Betaversion gesprochen, die schon in Kürze upgedated werden soll.
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Hot Mac
Hot Mac14.10.18 13:48
Eine Freundin von mir hat die „großen“ Phantoms auf Ständern im Wohnzimmer stehen.

Die Dinger tönen nicht schlecht.
Wenn man eine entsprechende Einrichtung hat, sehen sie auch noch gut aus, wobei das ja immer Geschmackssache ist.

Bei dem Preis würde ich wahrscheinlich eher zu KEFs greifen und einen Subwoofer zukaufen.

Na ja, jede Jeck is anders.
+2
midi14.10.18 22:06
Hot Mac
Eine Freundin von mir hat die „großen“ Phantoms auf Ständern im Wohnzimmer stehen.

Die Dinger tönen nicht schlecht.
Wenn man eine entsprechende Einrichtung hat, sehen sie auch noch gut aus, wobei das ja immer Geschmackssache ist.

Bei dem Preis würde ich wahrscheinlich eher zu KEFs greifen und einen Subwoofer zukaufen.

Na ja, jede Jeck is anders.

Ich hatte die KEFs im direkten Vergleich mit den Phantoms Gold. Danach fand ich die KEFs eher überbewertet,
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eiq
eiq15.10.18 09:32
Na toll. Da hat man sich grad auf Naims Mu-so festgelegt, und dann kommt Devialet mit bezahlbaren Mini-Phantoms. Natürlich kann man die nicht wirklich vergleichen, aber die Phantoms haben mich schon immer gereizt ...
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mikeboss
mikeboss15.10.18 12:20
KEF sind bei mir unten durch! die X300A sind nach knapp drei jahren abgeraucht. danach habe ich meine LS50 Wireless verkauft und durch GENELEC ersetzt. unglaublich: etwa nach einem halben jahr beim neuen besitzer sind die LS50 Wireless ebenfalls abgeraucht!
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Hot Mac
Hot Mac15.10.18 12:37
„Abgeraucht“ ist eine Metapher für was? 🤔
Was genau ist passiert?!
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mikeboss
mikeboss15.10.18 12:43
Hot Mac
„Abgeraucht“ ist eine Metapher für was? 🤔

defekt, reparaturbeduerftig, in einem nicht mehr betriebsbereiten zustand. bei den X300A habe ich dann einige berichte dazu gefunden, dass die haeufiger nach wenigen jahren ausgestiegen seien. die LS50 Wireless waren da wohl noch zu neu. ob es sich bei den LS50 Wireless ebenfalls um ein haeufiger auftretendes phaenomen handelt, weiss ich nicht. von mir wird die firma KEF jedenfalls kein geld mehr sehen...
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Hot Mac
Hot Mac15.10.18 12:45
... und KEF hat sich nicht kulant gezeigt?!
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mikeboss
mikeboss15.10.18 12:53
Hot Mac
... und KEF hat sich nicht kulant gezeigt?!

na, die X300A waren da vom alter her natuerlich laengst ausserhalb der garantie. die LS50 Wireless hingegen waren erst knapp 1 jahr alt und wurden unter garantie (kostenlos) repariert. bei den GENELEC habe ich da jetzt ein wesentlich besseres gefuehl was die langlebigkeit betrifft. leider haben die halt keinen eingebauten USB DAC, aber das kann man ja alles loesen. habe mir ein CoDI von Audiowerk (baugleich mit A-1 LIVE von FOHHN) zugelegt.
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Hot Mac
Hot Mac15.10.18 13:18
Okay, das wirft natürlich kein gutes Licht ...
Tut mir sehr leid.
So etwas ist sehr ärgerlich; die Dinger sind ja nicht gerade günstig.
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