TechTicker: Sony Alpha 7C, B&W Carbon Edition Kopfhörer, NAD 7-Kanal-Receiver, SSD-Karte für Mac Pro und mehr

SONY ALPHA 7C: SPIEGELLOSE VOLLFORMATKAMERA IN KOMPAKTEM FORMAT
Bereits letzte Woche hat Sony die neue spiegellose Kamera Alpha 7C mit Vollformatsensor vorgestellt. Die Besonderheit: Nach Aussage des Herstellers handelt es sich dabei um "die kleinste und leichteste Vollformat-Kamerasystem der Welt". Mit der Einschränkung auf "Vollformat-Digitalkameras mit Wechselobjektiv und integrierter optischer Bildstabilisierung". Tatsächlich sieht die Alpha 7C eher wie ein APS-C-Modell aus. Statt eines Sucher-Höckers bietet sie, ähnlich der a6600, einen linksseitig im Gehäuse integrierten elektronischen Sucher.


Ergänzend dazu stellte Sony ein besonders kompaktes Zoom-Objektiv vor, das FE 28-60 Millimeter F4-5.6 (Modell SEL-2860; 167 Gramm, Durchmesser 66,6 x 45 Millimeter). Laut Sony das "Standard-Zoomobjektiv mit dem kleinsten und leichtesten Formfaktor weltweit". Der recht eingeschränkte Zoombereich kombiniert mit der relativ geringen Lichtstärke zeigt allerdings, dass so kompakte Maße für ein Zoomobjektiv nicht ohne deutliche Kompromisse einher gehen.


Zu den wichtigsten Features der a7C gehören:
  • 24 MP BSI CMOS Vollformatsensor
  • Bionz X Prozessor (wie in a7 III)
  • KI-basiertes Echtzeit-AF-Tracking-System
  • 4K/30p Video (oversampled), mit 8-bit S-Log and HLG
  • Bis zu 10 Serienbilder pro Sekunde
  • Klapp/Schwenkbarea Touch-Display mit 921Kdot
  • 2,36 Mdot EVF with 059x Vergrößerung
  • Mikro- und Kopfhörerbuchse
  • Akku für bis zu 740 Aufnahmen

Als Zielgruppe hat Sony u. a. Vlogger auserkoren, die sich ein besonders leichtes System mit Vollformat zum Filmen aus der Hand wünschen.


Die Featureliste ist für eine so kompakte Kamera recht beeindruckend, doch die Freude wird durch den vergleichsweise hohen Preis von 2.099 Euro für den Body (2.399 Euro im Kit mit SEL-2860) deutlich geschmälert.


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NAD T 758 V3I: MITTELKLASSE-7-KANAL-A/V-RECEIVER DER 3. GENERATION
NAD präsentiert einen Nachfolger des 7-Kanal-A/V-Receivers NAD T758 V3 in der 1.500 Euro-Klasse. Der NAD T 758 V3i (<– das "i" in der Produktbezeichnung kennzeichnet die neue Version) bietet 4K Ultra HD Video-, Dolby Atmos- und DTS HD Master Audio-Unterstützung und fünf individuell programmierbare A/V-Voreinstellungen. Auch ein BluOS-Modul für Audio-Streaming mit Unterstützung für MQA ist integriert. Über Dirac Live und das mitgelieferte Messmikrofon kann das System auf die Raumakustik eingemessen werden.


Gesteuert wird der NAD T 758 V3i über die bewusst reduzierten Bedienelemente an der Front, die mitgelieferte IR-Fernbedienung oder über die NAD Remote App. Sieben integrierten Endstufen mit NAD PowerDrive System (Dauerleistung an 4 Ω: 7 x 60 Watt) sollen auch bei Volllast ein hohes Klangniveau mit großer Dynamik liefern. Der Receiver unterstützt in der neuen Version nun auch Apple Airplay 2.

Der UVP bleibt mit 1.465 Euro unverändert, das Gerät ist ab sofort im Fachhandel erhältlich.


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B&W PX7 CARBON EDITION: VIEL WIND UM NICHTS?
Die Vorstellung des B&W PX7 mit dem Zusatz "Carbon Edition" führt ein wenig aufs Glatteis. Es impliziert, dass wir es hier vielleicht mit einer besonders veredelten Ausgabe mit typischen Carbonfaser-Applikationen handelt. – Aber dem ist nicht so.

Der PX7 Carbon Edition ist lediglich eine neue Farbvariante mit minimalen optischen Anpassungen. So soll ein gefräster Glanzrand an den Look des ersten B&W P5 Bügelkopfhörers erinnern (siehe Rewind-Test im Jahr 2010). Gleichzeitig erinnert B&W damit an sein inzwischen zehnjähriges Engagement im Bereich Kopfhörer.


Darüber hinaus ist alles an der Carbon Edition nur ein auf schwarz getrimmte Farbvariante. Was manche vielleicht insofern beruhigen dürfte, ist die Tatsache, dass hier gar nicht das typische Carbon-Muster zum Einsatz kommt. "Carbon" verweist hier lediglich auf den für die Bügelkonstruktion verwendeten Verbundwerkstoff, der zur Verstärkung mit Carbonfasern durchzogen ist – ohne das typische Muster, das längst nicht jedem gefällt. Diese Bauweise kommt aber genauso in den normalen Modellen PX5 und PX7 zum Einsatz.


Technisch ist alles wie beim "normalen" PX7 (siehe Test). Der Preis bleibt ebenfalls unverändert bei 399 Euro (UVP). Die herkömmlicheVersion ist bei Amazon derzeit für 319 Euro gelistet.


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SENNHEISER HD 800 S JUBILÄUMSEDITION
Noch ein Kopfhörer-Sondermodell: Sennheiser präsentiert anlässlich des 75-jährigen Jubiläums eine "Sammleredition" seines High-End Over-Ears HD 800 S, die weltweit auf 750 Exemplare limitiert ist. Locken soll ein exklusives Finish in Mattgold und die individuelle Seriennummer als Lasergravur auf dem Kopfbügel.


Die Jubiläumsedition des HD 800 S wird am Hauptsitz des Audiospezialisten in der Wedemark handgefertigt. Für die Ohrmuscheln verwendet Sennheiser glasfaserverstärkten Kunststoff. Die Ohrpolster werden aus einem weichen, veganen Verlours-Material hergestellt, während das Gitter und die Grills aus Edelstahl gefertigt werden. Der mattgoldene Bügel, Dekorring und Muschelring verleihen der begrenzt verfügbaren Jubiläumsedition des HD 800 S ein besonders elegantes Aussehen.

Die HD 800 S Anniversary Edition wird seit dem 22. September für 1.599 Euro (selber Preis wie Normalversion) im Sennheiser Webshop und bei ausgewählten Handelspartnern erhältlich sein.


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SONNET HOCHLEISTUNGS-SPEICHERKARTE FUSION DUAL U.2 SSD PCIE
Sonnet Technologies gibt die Verfügbarkeit der Fusion Dual U.2 SSD PCIe Karte bekannt. Die Hochleistungs-Speicherkarten ermöglicht den kabel- und adaperlosen Einbau von SSDs in den PCIe-Kartensteckplatz z. B. eines Mac Pro 2019 oder Thunderbolt-Erweiterungssystems. Die Fusion-Karte unterstützt zwei U.2 NVMe PCIe Gen 3 SSDs, die denselben Formfaktor wie 2,5-Zoll-SATA-Laufwerke aufweisen, aber bis zu sieben Mal mehr Leistung liefern als die schnellsten verfügbaren SATA-SSDs.


Interessant ist diese Lösung beispielsweise für Videoeditoren, die mit 6K-Auflösung und höher arbeiten. Die gängigen U.2-SSDs sind derzeit mit Kapazitäten von bis zu 16 TB erhältlich und unterstützen Datenübertragungen mit bis zu 3.500 MB/s. Mit zwei SSDs, die auf der Sonnet-Karte installiert und als RAID 0-Set konfiguriert sind, sind dauerhafte Datenübertragungen mit bis zu 6.250 MB/s möglich, so der Hersteller.

Die mit macOS, Windows und Linux kompatible Fusion Dual U.2 SSD PCIe Card ist nach Angaben von Sonnet das derzeit einzige verfügbare Produkt, das die Montage zweier U.2 SSDs direkt auf die PCIe-Adapterkarte erlaubt. Andere U.2-SSD-Adapterkarten benötigen separaten Montageplatz für die SSDs im Computer sowie zusätzliche Daten- und Stromkabel, um die SSDs mit der Karte bzw. dem Computer zu verbinden. Die Sonnet-Karte belegt lediglich einem Kartensteckplatz. Für Windows- und Linux-Nutzer kann die Verwendung anderer Karten eine Neukonfiguration der BIOS-Einstellungen ihrer Systeme erfordern, die Sonnet-Karte jedoch nicht – für die Kompatibilität sind keine Treiber oder Konfigurationen erforderlich.


Die Fusion-Dual-U.2-SSD-PCIe-Karte (Artikelnummer FUS-U2-2X4-E3) ist ab Anfang Oktober zum empfohlenen Verkaufspreis von 219 Euro im Fachhandel sowie bei Amazon erhältlich


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MOPHIE STELLT NEUE DRAHTLOSE LADELÖSUNGEN VOR
Mophie (ZAGG Inc) stellt drei neue Reihe kabellose Ladelösungen vor, die ab sofort auf Apple.com und in Apple Stores erhältlich sind: Die mophie 3-in-1 Wireless Ladestation, die mophie 2-in-1 Wireless Ladestation und die mophie powerstation All-in-One. Jede Lösung bietet ein schnelles drahtloses Qi-Laden, verfügt über einen eingebauten Apple Watch-Magnetic Charger und ermöglicht es Nutzern, bequem bis zu vier Geräte gleichzeitig aufzuladen.


Die neue mophie Wireless Charging Line ist ab sofort exklusiv bei Apple.com, in Apple Stores weltweit und ab Dienstag auf Zagg.com zu folgenden Preisempfehlungen von mophie.com erhältlich:

  • 3-in-1 Wireless Ladestation: 149,95 Euro
  • 2-in-1 Wireless Ladestation: 109,95 Euro
  • Powerstation All-in-One: 149,95 Euro

Kommentare

hannibal_de127.09.20 10:52
Ich bin auch noch auf der Suche nach einer 3-in-1 Ladestation für iPhone, Watch und AirPods. Ob die Geräte induktiv oder über Steckverbindung geladen werden wäre mir egal.

Was nutzt die Community denn hier so?
0
verstaerker
verstaerker27.09.20 12:26
das Sonnet-Teil ist ja sicher nicht schlecht, aber warum U.2 SSD?
Haben die Vorteile gegenüber eher gängigen M.2 nvme?
+3
Accelerator
Accelerator27.09.20 13:08
Die Sonnet Karte finde ich extrem interessant:
Die könnte meinem MacPro 5,1 nochmals frischen Wind einhauchen. Ich würde mir dafür ein Boot-Laufwerk mit ca. 2 TB und ein Datenlaufwerk mit ca, 4 TB (für Capture One) wünschen - das wird nicht gerade "preiswert"...

Allerdings könnte die Karte mit Anhang dann auch später in einen vielleicht irgendwann mal bei mir einziehenden MP 2019 umgesetzt werden.

Ich versuche mir den Preis gerade schön zu reden... 😭
+2
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex27.09.20 14:32
Accelerator
Ich versuche mir den Preis gerade schön zu reden... 😭

Der Preis ist aber doch echt human, wenn die Qualität dahinter stimmt?
0
cps27.09.20 14:54
verstaerker
das Sonnet-Teil ist ja sicher nicht schlecht, aber warum U.2 SSD?
Haben die Vorteile gegenüber eher gängigen M.2 nvme?
Speicherplatz, Kühlung, Power loos Protection, höhere TBW
+2
Accelerator
Accelerator27.09.20 16:05
Gammarus_Pulex
Accelerator
Ich versuche mir den Preis gerade schön zu reden... 😭

Der Preis ist aber doch echt human, wenn die Qualität dahinter stimmt?

Sicherlich - wenn auch angemessen - kommt da dennoch schon ein Sümmchen zusammen!
+1
aibe
aibe27.09.20 17:56
hannibal_de1
Ich bin auch noch auf der Suche nach einer 3-in-1 Ladestation für iPhone, Watch und AirPods. Ob die Geräte induktiv oder über Steckverbindung geladen werden wäre mir egal.

Was nutzt die Community denn hier so?

Ich verwende eine von WhyWood



Nicht ganz günstig, aber sehr wertig und passt gut zu meiner Einrichtung (ist natürlich subjektiv).
Kannst dir ja mal die anderen Ladestationen dort ansehen. Vielleicht ist ja was dabei.
+1
Accelerator
Accelerator27.09.20 18:04
Gammarus_Pulex
Accelerator
Ich versuche mir den Preis gerade schön zu reden... 😭

Der Preis ist aber doch echt human, wenn die Qualität dahinter stimmt?

Nachtrag:
Ich meine den Gesamtpreis, der sich aus Karte und für mich (hatte mich mit dem Thema zuvor noch nicht befasst) überraschend hochpreisigen U.2 Modulen ergibt!
Die Karte an sich ist dagegen nach meiner Meinung überraschend günstig.
+1
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex27.09.20 21:36
Stimmt, da muss ich dir recht geben. U.2 Module hatte ich so gar nicht auf dem Schirm.
+1
hannibal_de128.09.20 17:43
@aibe

Danke für den Hinweis. Ich habe mir die neue mophie 3-in-1 Ladestation bestellt. Am Mittwoch soll sie zugestellt werden. Ich bin gespannt, ob sie qualitativ hält was sie verspricht.
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Accelerator
Accelerator09.10.20 22:03
Fusion Dual U.2-Karte heute angekommen, 2 Kingston U.2 Module im Zulauf...
ich werde berichten!
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Accelerator
Accelerator11.10.20 14:54
Alter Verwalter... mein 2010 MP 5,1 ist kaum mehr wieder zu erkennen!
Zuvor hatte ich auf einer Sonnet-Karte eine Crucial 6G SSD als Boot-Medium.

Auf der neuen Sonnet-Karte werkeln jetzt 2 Kingston DC1000M U.2 SSDs mit 1,92 TB und 3,84 TB.
Boot-Medium ist die 1,92er, auf der 3,84er liegen meine Rohdaten für Capture One.



Blackmagic Speed Test zeigt



Der MacPro läuft nun in allen Belangen spürbar flotter, das gibt mir nach dieser kräftigen Investitionsspritze mehr zeitlichen Spielraum für eine künftige Ersatzbeschaffung!

Wenn man die Karte in den Slot unmittelbar über der GraKa installiert deckelt die fast den Lüfter der GraKa zu; ich werde das mal beobachten und dann ggf. auf den Nachbar-Slot ausweichen.
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