TechTicker: Mobile HDD mit Ausfallprognose, neue Sonos-App verfügbar, zähe iPhone-Schutzhülle und mehr

BUFFALO MINISTATION SAFE: ROBUSTE, MOBIL-FESTPLATTE MIT AUSFALLPROGNOSE
Auch wenn SSDs für den mobilen Einsatz immer beliebter und auch bezahlbarer werden, bieten rotierende Festplatten (HDD) nach wie vor deutlich mehr Kapazität pro Euro. Und nicht immer ist die höhere Schreib/Lese-Geschwindigkeit von SSDs erforderlich.

Mit der Ministation Safe bringt Buffalo ein besonders robust konzipiertes 2,5"-Laufwerk in den Kapazitäten 1, 2, 4 und 5 TB in den Handel. Eine Besonderheit: Neben der stoßgeschützten Aufhängung der HDD im Gehäuse, wodurch die HDD einen Aufprall aus 75 cm Höhe unbeschadet überstehen soll, ist eine „Ausfallprognose-Funktion“ integriert, die den Gesundheitszustand der Festplatte anhand von S.M.A.R.T.-Informationen ständig überwacht und durch eine Status-LED den normalen Betrieb (grün) oder eine Verschlechterung des Festplattenzustands (orange) anzeigen soll. Letzteres signalisiert, dass das Laufwerk in naher Zukunft ausfallen könnte. Somit ist der Nutzer gewarnt und kann von der weiteren Benutzung der Festplatte absehen und – falls kein aktuelles Backup der Daten vorliegen sollte – noch versuchen, seine Daten vor dem kompletten Ausfall zu sichern. Schlussendlich signalisiert das Laufwerk zudem den tatsächlichen Ausfall durch eine orange und grün blinkende LED.


Ungewöhnlich ist die Wahl der Schnittstelle. Diese ist zwar laut Buffalo nach dem USB-3.2-Standard ausgelegt, doch für den Anschluss kommt auf der Festplattenseite eine Buchse vom Typ Micro-B zum Einsatz und an der Host-Seite ein USB-A-Stecker (3.0). Da rotierende Mobilfestplatten in der Regel kaum höhere Datenübertragungsraten als 300 MB/s schaffen (wenn überhaupt), ist die Schnittstelle aber kein Flaschenhals. Dennoch ungewöhnlich, dass Buffalo sich nicht für USB-C entschieden hat. Vermutlich, weil dieser Anschluss bei der Mehrheit der PC-Besitzer noch nicht so weit verbreitet ist.

Kompatibilität: Mit Windows 8.1, 10, MacOS 10.11 und höher, bietet die MiniStation Safe HD-FGF Unterstützung für USB 3.2 (Gen1), 3.1 (Gen 1), 3.0 und 2.0. Preise (UVP): 1 Terabyte 69,90, zwei Terabyte 89,90, vier Terabyte 149,90 und fünf Terabyte 189,90 Euro. Ministation Safe bei Amazon.


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SONOS S2 APP ZUM START DER NEUEN PRODUKTE VERFÜGBAR
Am Mittwoch dieser Woche wurden die neuen Sonos-Produkte Arc, Five und Sub (Gen 3) verfügbar (siehe Rewind Produktvorstellung). Rechtzeitig zu diesem Ereignis veröffentlichte Sonos kurz zuvor die neue App S2.


Neben der zusätzlichen Unterstützung für die drei neuen Produkte können sich Nutzer auf neue Funktionen, Aktualisierungen der Benutzerfreundlichkeit und mehr Personalisierung einstellen. Sonos S2 ermöglicht auch Audiowiedergabe mit höherer Auflösung für Musik und Heimkino wie Dolby Atmos auf der Arc. Ab sofort brauchen Kunden nur die App herunterzuladen, die alte zu löschen und ihr System wird automatisch auf S2 aktualisiert.

Kunden mit älteren Sonos-Geräten finden auf dieser Seite ausführliche Informationen zur Kompatibilität.


Alle Sonos-Produkte, die ab jetzt in den Markt eingeführt werden, werden ausschließlich mit der S2-Software und der neuen App betrieben, um Usern das beste Hörerlebnis zu ermöglichen. Dadurch bietet Sonos seinen Kunden eine stärkere Personalisierung und höher auflösende Audioformate für Musik und Heimkino. Dazu kommt eine verbesserte Audiobandbreite, sowie neue Funktionen und Optimierungen der Benutzerfreundlichkeit, die den Zugang zur Musik und allen Inhalten noch einfacher macht.


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YAMAHA STELLT KOMPAKTE HIGH-END-LAUTSPRECHER NS-3000 VOR
2017 präsentierte der japanische Hersteller Yamaha, der nicht nur für seine Motorräder und Musikinstrumente berühmt ist, mit den NS-5000 äußerst hochwertige und aufwendig produzierte Lautsprecher. Eine Besonderheit: Die NS-5000 kamen in einer Form, die eher typisch für den Boxenbau der 70er- 80er-Jahre war. Nicht ganz Standlautsprecher, aber auch kein Kompaktlautsprecher. Das mit modernster Technik konstruierte Retro-Konzept kam sehr gut an. Es war daher abzusehen, dass Yamaha irgendwann weitere Lautsprecher der NS-Lautsprecherserie vorstellen würde, auch wenn es nun etwas länger gedauert hat, als gedacht. Vor allem günstigere Varianten haben sich die Fans gewünscht.

Diesem Wunsch kommt Yamaha jetzt mit den NS-3000 Zwei-Wege Kompaktlautsprechern nach, auch wenn „günstig“ hier natürlich sehr releativ ist. Die Form der NS-3000 ist allerdings alles andere als Retro. Vielmehr zeigen die NS-3000 ein für viele heutige Kompaktlautsprecher sehr typisches Äußeres. Zumindest in Bezug auf ihre Größe und Form, welche die Lautsprecher für die freie Aufstellung prädestiniert – weniger für Bücherregale. Genau darum gibt es optional auch gleich passende Standfüße namens SPS-3000.


Die NS-3000 überbnehmen viele technische Innovationen der NS-5000. Dazu gehören u. a. die aufwendigen und sehr steifen Gehäuse mit integriertem Helmholtz-Absorber (mindert stehende Wellen im Gehäuse), sowie Treiber mit der von Yamaha entwickelten "R.S. Chamber" (Resonance Suppression). Das ist eine spezielle Konstruktion hinter den Treibern, die aus einer Hauptkammer und zwei unterschiedlich langen Resonanzrohren besteht, welche den Schall quasi in eine Endlosschleife schicken und ihn sich selbst auslöschen lassen, ohne dabei Druckspitzen entstehen zu lassen. (Siehe dazu auch diesen Artikel.)


Die 2-Wege-Bassreflex-Lautsprecher sind mit Membranen aus "Zylon" ausgestattet, einem Kohlefaser/Glasfaser-Gemisch. Die Treiber sollen damit eine Schnelligkeit bieten, die mit Beryllium vergleichbar ist, besitzen aber zugleich die charakteristische Weichheit von Textilien. Damit sei die Darstellung präzise und räumlich, ohne kalt oder hart zu werden – so Yamaha. Der Hochtöner, der auch in den großen NS-5000 Lautsprechern Verwendung findet, hat einen neuentwickelten 16-cm-Tieftöner zur Seite gestellt bekommen.


Die Yamaha NS-3000 und die passenden Standfüße SPS-3000 sind voraussichtlich ab August 2020 im Fachhandel erhältlich. Der UVP beträgt für die Boxen pro Paar rund 8.200 Euro. Die optionalen Standfüße SPS-3000 schlagen noch mal mit rund 2.000 Euro/Paar zu Buche.


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GEAR4: IPHONE-HÜLLE MIT ULTRA-ROBUSTEM D30 AUFPRALLSCHUTZ
Die Marke Gear4 – spezialisiert auf Cases, gehört zum Portfolio des Zubehöranbieters ZAGG, so wie auch die Marken mophie (Powerbanks), iFrogz (In-Ears) und Invisible Shield (Displayfolien). Im Angebot von Gear4 findet sich eine iPhone-Schutzhülle namens Platoon. Der martialisch klingende Name deutet schon darauf hin, dass diese Schutzhülle eher für robustere Einsätze gedacht ist.


Als Besonderheit ist bei der mehrteiligen Hülle der Einsatz eines Materials namens D30 hervorzuheben. Dieser Werkstoff soll besser als jeder andere vor Beschädigungen oder Verletzungen durch Aufprall schützen. D30 wird daher vornehmlich bei Extremsportarten wie Motorradrennen. Mountain-Biking, Schneesportarten und mehr eingesetzt. In der iPhone-Hülle Platoon eingesetzt verspricht der Hersteller damit einen Schutz der wertvollen Hardware bei Stürzen aus bis zu 6 Metern Höhe. Wer eine besonders robuste Hülle für sein iPhone sucht, könnte mit der mehrlagigen Gear4 Platoon fündig werden. Der Preis bei Amazon liegt derzeit bei rund 36 Euro.


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SOUND UNITED PLANT ÜBERNAHME VON BOWERS & WILKINS (B&W)
Zum Schluss noch eine eilige Branchen-News. Wie per Pressemeldung mitgeteilt wurde, steht der Hersteller Bowers & Wilkins wohl kurz vor der Übernahme durch die Sound United LLC, die bereits die Marken Denon, Marantz, Polk Audio, Definitive Technology, HEOS, Boston Acoustics und Classé unter ihrem Dach vereint.



Abhängig noch laufender Verhandlungen und behördlicher Zustimmung könnte die Übernahme der Bo­wers & Wil­kins Group Ltd. aber schon in Kürze in trockenen Tüchern sein. Erst 2016 wurde B&W von der im Silicon Valley ansässigen Firma EVA Automation übernommen, deren CEO Gideon Yu dadurch bekannt wurde, führende Unternehmen wie Facebook, Youtube oder Square maßgeblich mit aufgebaut zu haben.

Kommentare

GeoffBLN14.06.20 10:22
Was ist denn eine „Safe HD-FGF Unterstützung“ der kleinen Buffalo-Platten? Außer mehrfach wörtliche Übernahme des Pressetextes kann ich da leider nix finden. Habt ihr eine Idee?
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verstaerker
verstaerker14.06.20 10:42
toll, mein 2 Jahre alter play5 wird schon nicht mehr von der aktuellen Software unterstützt ...
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Goosebump14.06.20 10:45
verstaerker
toll, mein 2 Jahre alter play5 wird schon nicht mehr von der aktuellen Software unterstützt ...

Genau deswegen kommt mir kein Streaming-Lautsprecher ohne entsprechende Anschlüsse mehr ins Haus.
+6
sonorman
sonorman14.06.20 10:47
GeofBLN
Mehrfach? Das steht da nur einmal, bei den Angaben zur Kompatibilität.
Da ich auch nicht herausgefunden habe, was genau der Hersteller damit meint, habe ich es unverändert übernommen.
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Mitch_14.06.20 10:53
verstaerker
toll, mein 2 Jahre alter play5 wird schon nicht mehr von der aktuellen Software unterstützt ...

Die Play 5 der zweiten Generation wird doch unterstützt?! Und die wurde soweit ich weiß 2015 vorgestellt.
Heute code ich, morgen debug ich und übermorgen caste ich die Königin auf int!
+2
stromsparmodus14.06.20 10:54
sonorman
GeofBLN
Mehrfach? Das steht da nur einmal, bei den Angaben zur Kompatibilität.
Da ich auch nicht herausgefunden habe, was genau der Hersteller damit meint, habe ich es unverändert übernommen.
Also wenn ich die Buffalo-Page anschaue, heisst es dort HD-PGF (man beachte das "P") und das ist die Bezeichnung der Serie, die mit einem Anhängsel den Produktcode bildet. Oder übersehe ich da was?
Das "Safe" gehört zum Namen des Produkts "Buffalo Ministation Safe"
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redbear14.06.20 11:01
Danke für den Link zu der Sonos Info Seite ! In diversen Foren wurde schon heftig geschimpft und alles Mögliche in den Raum geschmettert. Ich habe noch den Connect 1 . Läuft seit Jahren ohne Probleme. Und da ich ihn aus Spotify ( ohne die Sonos App ) direkt ansteuern kann, ist sowieso alles in Budda
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doescher
doescher14.06.20 11:17
redbear
Danke für den Link zu der Sonos Info Seite ! In diversen Foren wurde schon heftig geschimpft und alles Mögliche in den Raum geschmettert. Ich habe noch den Connect 1 . Läuft seit Jahren ohne Probleme. Und da ich ihn aus Spotify ( ohne die Sonos App ) direkt ansteuern kann, ist sowieso alles in Budda
Wollen wir mal hoffen, dass das so bleibt. Habe zwei Play:5 der ersten Generation und letztes Jahr die Playbar, den Sub und zwei Play:1 gekauft. Nun wird das System als ganzes leider nicht mehr unterstützt. Stelle ich um auf die S2 Version (mit dem Surround-Geraffel), dann kann ich die Altgeräte nur noch solo ansteuern, kein Multiroom mehr. Ich finde das auch nicht so toll, wie so viele andere...
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Mr. Weisenheimer14.06.20 11:49
So so, Boxen-Standfüße für 2.000 EUR - da sind ja auch noch andere im Preissegment von Apples Pro-Monitor-Standfuß und Computerrollen unterwegs…
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dam_j
dam_j14.06.20 11:55
verstaerker
toll, mein 2 Jahre alter play5 wird schon nicht mehr von der aktuellen Software unterstützt ...

Dann hast du aber vor 2 Jahren ein sehr viel äteres Play:5 Modell (im alten Design) gekauft. Alle Versionen im neuen Design sind S2-tauglich.

Und für alle mit "alten" Komponenten gibt es aktuell ja noch keinen Grund zu wechseln.

Noch ist der einzige Unterschied zwischen S1 und S2 Software die Optik.
Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !
+1
adiga14.06.20 22:16
Auch die alte Play3 wird noch unterstützt. War die erste welche ich gekauft habe. Nur meine Bridge muss/müsste gewechselt werden.

Schade nur, dass Sonos so eine echt miserable Seite hat, der Kontobereich ist grösstenteils unbrauchbar. Sollten mal Profis ranlassen. Von Secure Payment scheinen die auch noch nie was gehört zu haben.
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