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TechTicker Spezial: Mit der rooExtend-Box für Roon die Möglichkeiten der Musiksteuerung erweitern

Roon ist die wohl komfortabelste, zuverlässigste und hochwertigste Lösung für Musikwiedergabe. Aber auch Roon kann nicht alle Wünsche befriedigen. Mit der rooExtend-Box lassen sich aber auch einige Sonderwünsche verwirklichen. Eine kurze Vorstellung.

ROOEXTEND-BOX : CLEVERE ERWEITERUNGEN FÜR ROON
Die serverbasierte Musikverwaltungs- und Player-Software Roon ist schon von Haus aus eine extrem vielseitige Lösung für alle, die Musik via Streaming und mit eigenen Musikdateien im Heimnetzwerk komfortabel verwalten und in bestmöglicher Qualität genießen wollen. Das aus der früheren High-End-Lösung Meridian Sooloos entstandene Roon gilt seit vielen Jahren unangefochten als der Goldstandard, wenn es um eben diese Aufgaben geht. Bis jetzt gibt es keine gleichwertige Konkurrenz am Markt, auch wenn manche es auf anderem Wege und zu niedrigeren Kosten versuchen. Wie etwa Audirvana oder JPlay. Doch bislang bietet keiner der Konkurrenten einen ähnlichen Komfort, verbunden mit größter Zuverlässigkeit. Lediglich bei der Zusatzlösung Roon ARC, mit der die eigene Musik vom heimischen Server auch außerhalb des Heimnetzwerkes in alle Welt gestreamt werden kann, gibt es noch Kritik, da dies manchmal nicht zuverlässig funktioniert.

Doch auch die beste Anwendung kann niemals alle glücklich machen. Immer wieder tauchen Soezialwünsche auf, die zu individuell sind, um dafür eine integrierte Lösung zu programmieren oder diese grundsätzlich in der Architektur zu berücksichtigen. Glücklicherweise ist Roon aber auch extern erweiterbar. Eine sehr clevere Lösung dieser Art existiert mit der rooExtend-Box. Das ist ein Zusatzgerät für Roon, welches die Rolle einer zentralen Steuereinheit übernehmen kann.


Dazu muss man erst mal verstehen, wie Roon mit externen Geräten zusammenarbeitet. Wie jeder weiß, ist der Markt voll mit netzwerk- bzw. streamingfähigen Digital-Audio-Komponenten. Die sind allesamt potentielle Ausgabegeräte für von Roon angelieferte Musik. Damit das auf eine einheitliche und zuverlässige Weise funktioniert, müssen solche Endgeräte "Roon Ready" sein. Dazu senden Hersteller eines ihrer Geräte an Roon, um dann gemeinsam die Schnittstellenparameter hierfür zu optimieren. Auf diese Weise wird verhindert, dass schlecht implementierte oder gar fehlerhafte Anbindungen an Roon auf den Markt kommen. Und jedes Roon-Ready-Gerät ist (mit gewissen Variationen, je nach Hardware) immer auf die gleiche Weise via Roon Steuerbar.

Inzwischen gibt es hunderte, wenn nicht schon tausende Komponenten mit Roon-Ready-Status. Und beinahe jede neu auf den Markt kommende Streamingkomponente ist Roon-Ready-zertifiziert, oder erhält diesen Status kurz nach Markteinführung. Denn auch wenn Roon aufgrund seiner recht hohen Einstiegskosten nach wie vor eine Speziallösung und keinen "Weltstandard" darstellt, kann es sich kaum ein Hersteller leisten, Roon links liegen zu lassen.

Wie Roon genau funktioniert, was dafür erforderlich ist und wieviel es kostet, habe ich an anderer Stelle schon vor Jahren ausführlich beschrieben. Die Kurzform lautet:

1. Eine Lizenz in Form eines Abonnements (ab 12,49 US-Dollar/mtl.) ODER eine Lifetime-Lizenz für derzeit rund 770 Euro (je nach Umrechnungskurs). Plus ggf. ein Abo für einen Musikstreamingdienst wie Qobuz oder Tidal.
2. Einen ausreichenden performanten Server. Dafür gibt es viele Lösungen, angefangen bei einfachen Linux-PCs über den Mac (siehe ergänzende Artikel unten) bis hin zu Spezialservern für Roon.
3. Roon-taugliche Endgerät(e) für die Musikausgabe
4. Devices zur Steuerung mit der Roon-App (iPhone, iPad, Mac …)

Ich selbst nutze Roon seit inzwischen fast 10 Jahren mit einer Lifetime-Lizenz, die sich längst amortisiert hat. Das System läuft 24/7 auf einem Mac mini M4 (siehe ergänzende Artikel). Mir persönlich reichen die in Roon integrierten Möglichkeiten zur Steuerung voll aus, wobei ich mittlerweile für zahlreiche REWIND-Tests massenhaft unterschiedliche Roon-Ready-Endgeräte auf dem Prüfstand hatte. Kein einziges davon hat jemals Probleme mit Roon gemacht und ich bin dadurch in der Lage, für all die verschiedenen Geräte immer meine eigenen Playlists (die auch Titel meiner lokal gespeicherten Musik enthalten) verwenden zu können, ohne diese jedes mal umständlich übertragen zu müssen.


Darüber hinaus gibt es aber gelegentlich auch den Wunsch nach anderen Steuerlösungen, und da kommt die rooExtend-Box ins Spiel. Das ist ein kleiner, aus Voll-Alu gefertigter Kasten, der ins Netzwerk eingebunden wird. die rooExtend-Box kostet knapp 400 Euro. Auch kein Pappenstiel, aber es ist eben auch eine Speziallösung. Und was kann der kleine Kasten? Die Webseite fasst es zusammen.

Mit rooExtend können Sie:
  • Das Microsoft Surface Dial als drahtloses Steuergerät für Roon verwenden (rooDial).
  • Die SpaceMouse Wireless als drahtloses Steuergerät für Roon verwenden (roo6D).
  • Den SENIC Nuimo als drahtloses Steuergerät für Roon verwenden (rooNuimo).
  • Roon mit der Apple-Watch steuern (rooWatch).
  • USB-DACs mit Roon betreiben (rooPlay)
  • UPnP-Player oder -Streamer mit Roon nutzen (rooUPnP).
  • Von Apple-Geräten Musik über Roon und seine DSPs wiedergeben (rooPlay).
  • Musik von Schallplatte über Roon und seine DSPs wiedergeben (rooPlay).
  • Wiedergegebene Schallplatten als FLAC auf einem USB-Stick aufzeichnen (rooPlay).
  • Direkt von CD (ohne zu rippen) Musik über Roon und seine DSPs wiedergeben (rooPlay).

Also eine erhbelich Erweiterung der Möglichkeiten.

Hardware-Steuerung per USB-zu-Trigger-Kabel
Ganz neu ist jetzt noch eine schlaue kleine Lösung hinzugekommen. Mit einem speziellen USB-zu-Trigger-Steuerkabel der definiteAudio GmbH lassen sich in Kombination mit der rooExtend-Box HiFi-Geräte mit Trigger-Eingang – etwa Verstärker, Vor- oder Endstufen – komfortabel und automatisiert ein- und ausschalten. Auf Anfrage steht passende Software zur Verfügung, mit der sich das Trigger-Kabel auch in individuelle Linux-Umgebungen integrieren lässt. Damit richtet sich die Lösung nicht nur an Roon-Nutzer, sondern ebenso an technisch versierte HiFi-Enthusiasten mit maßgeschneiderten Systemen.


Das USB-zu-Trigger-Steuerkabel kostet rund 30 Dollar (derzeit rund 25 Euro), plus Versand.

Fazit: Es geht immer noch etwas mehr
Die rooExtend-Box ist eine von Roon-Nutzern erdachte Lösung für einige Spezialanwendungen und damit eine tolle Möglichkeit, die "Roon Experience" weiter auszubauen um die Gerätesteuerung enorm zu erweitern.

Einen Haken hat die rooExtend-Box bzw. die damit verbundenen Erweiterungen neben den Zusatzkosten aber noch. Es erhöht den Administrationsaufwand und macht das an sich überragend benutzerfreundliche Roon etwas mehr zu einer Frickellösung, auch wenn die Entwickler der Extensions alles dafür tun, diese so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Also eigentlich genau das, was Roon-Nutzer ja hinter sich lassen wollten. Doch die Möglichkeiten mit der rooExtend-Box werden in der Regel auch nur diejenigen User erforschen, die eben unbedingt eine der genannten Lösungen umsetzen wollen.

Die Existenz der rooExtend-box zeigt aber auch, welche Bedeutung Roon inzwischen unter Musikfans in aller Welt hat.

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