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Testbericht Yamaha YH-C3000 geschlossener Over-Ear-Kopfhörer: Feinster Klang aus der Holzschale

Mit dem geschlossenen Over-Ear YH-C3000 hat Yamaha sein Portfolio um einen geschlossenen Kopfhörer der Spitzenklasse erweitert. Ausgestattet mit handgefertigten Buchenholzgehäusen und „Armodynamic“-Treibern aus „Zylon“ sollen höchste Klangsphären erreicht werden.

Die japanische Yamaha Corporation, in erster Linie bekannt für ihre Musikinstrumente und für HiFi (der Motorrad-Hersteller Yamaha Motor Company ist eigenständig), hat ein recht umfangreiches Angebot an Kopfhörern für verschiedenste Anwendungsfälle und unterschiedliche Klangansprüche. Zuletzt überzeugten die Japaner mit ihren magnetostatischen Spitzenmodellen in offener Bauweise (Yamaha nennt dieses Wandlerprinzip übrigens Orthodynamisch). Der kürzlich im Markt eingeführte Over-Ear YH-C3000 ist hingegen ein geschlossener Kopfhörer mit dynamische Treibern (von Yamaha "Armodynamic" genannt), der sich an Nutzer wendet, die eine deutliche Außenschallisolierung bevorzugen, beim Klang aber keine Abstriche machen wollen.

Kompakt
Marke Yamaha
Bezeichnung YH-C3000
Art Over-Ear, offen, passiv
Empf. Preis (€) 1.700
Verfügbarkeit sofort
Wer sich ein wenig mit Kopfhörern auskennt und sich auch für Modelle in der Preisklasse bis 2.000 Euro orientiert, in der sich der YH-C3000 bewegt, wird die Unterschiede zwischen offenen und geschlossenen Gehäusekonstruktionen bei Kopfhörern sicherlich kennen, sodass ich diese nicht noch mal extra ausführen muss. Stattdessen konzentrieren wir uns gleich auf die Besonderheiten des neuen Yamaha.

Der YH-C3000 vorgestellt
1.700 Euro. So viel verlangt Yamaha für diesen Kopfhörer. Eine Stange Geld, für das man auch einiges an Gegenleistung erwarten kann. Nicht nur, dass ein Kopfhörer für dieses Sümmchen wirklich gut klingen sollte, auch bei Verarbeitung und Design wird in dieser Preisregion ein höherer Anspruch geltend gemacht. Yamaha kommt dem nach, aber auf äußerst dezente und zurückhaltende Weise.


Wer den YH-C3000 auf der Kopfhörer-Übersichtsseite von Yamaha sieht (wo erst mal keine Preise stehen), dürfte kaum erkennen, dass dieses Modell ein gutes Stück teurer als der Mainstream ist. Ganz anders als seine offenen und noch teureren Geschwister YH-4000 und das Topmodell YH-5000SE verzichten die Macher beim YH-C3000 auf ein besonders hervorstechendes Design. Geprägt wird der Look des Closed Back stattdessen durch schwarze Gehäuseschalen. Denen sieht man auf den ersten Blick – vor allem auf Fotos – nicht an, dass sie per Hand aus Holz geschliffen und äußerst fein verarbeitet und lackiert sind. Selbst in Natura sticht die hochklassige Verarbeitung nicht gleich ins Auge. Der YH-C3000 ist definitiv eher was für Menschen, die Understatement bevorzugen und „Black is beautiful“ zelebrieren.

Die Holzschalen sind mit allerfeinster Lackierung versehen, die Yamaha auch für seine Konzertflügel verwendet. Interessant dabei: Auf Bildern und unter gemischten Lichtbedingungen sehen die Gehäuse damit tiefschwarz aus. Unter einer Lampe und erst recht im direkten Sonnenlicht wird aber die Holzstruktur unter dem Lack in einem warmen bräunlichen Ton erkennbar. Ich habe das in einem Foto für Sie einfangen können:


Die Bügelkonstruktion ist identisch mit derjenigen, die Yamaha bei seinen offenen Modellen YH-4000 und YH-5000SE einsetzt. Die zeichnet sich durch einen flachen Metallbügel aus, der für einen sanften, genau richtigen Anpressdruck über die zart-weichen Kunstlederpolster sorgt. Ein breites Kopfband aus Leder verteilt das ohnehin angenehm geringe Gewicht von 330 g sehr gleichmäßig. Die Geometrie ist sehr gut durchdacht, was dem Tragekomfort weiter zugute kommt. Einzig der Umstand, dass die Schallöffnungen selbst für meine eher kleinen Ohrmuscheln recht knapp bemessen sind und bei Menschen mit großen Lauschern Berührungspunkte liefern dürften, könnte sich als Nachteil erweisen. Bitte selbst ausprobieren, ob dieser Schuh passt oder zwickt.

Das mitgelieferte, beidseitig zugeführte Anschlusskabel ist nicht nur schön flexibel, es fällt auch angenehm glatt. Für den Transport kann es einfach um die Handfläche aufgerollt werden. Ein wiederverwendbarer Kabelbinder ist dabei, aber den muss man nicht unbedingt verwenden, wenn das Kabel in der dafür gedachten Netztasche im Case verstaut wird. Beim Kabel gibt es allerdings eine Sache zu kritisieren. Anders als bei seinen offenen Geschwistern verursacht es im YH-C3000 bei Berührung nämlich Geräusche in den Gehäusemuscheln. Nicht schlimm, aber auch nicht wegzudiskutieren.


Als Treiber verwendet Yamaha hier statt magnetostatischer Folien herkömmliche dynamische Schallwandler mit Konusmembranen. Aber nicht irgendwelche von der Stange, sondern neu entwickelte mit einer speziellen Membran aus „Zylon“. Diese Materialbezeichnung ist eine eingetragene Marke der TOYOBO MC Corporation und hat nichts mit den Zylonen aus Battlestar Galactica zu tun. Genau genommen ist die Membran dreischichtig aus Verbundmaterialien wie Papier und Harz aufgebaut und die PBO-Faser ZYLON enthält. PBO steht hier für Poly(p-phenylen-2,6-benzobisoxazol), wie mir Wikipedia verriet. Dieses Material setzt Yamaha auch in den Membranen seiner HiFi-Flaggschiff-Lautsprecher ein.


Wie immer geht es bei den Experimenten mit exotischen Membranmaterialien darum, die schwer unter einen Hut zu bringenden Eigenschaften wie geringes Gewicht bei hoher Steifigkeit und hoher innerer Dämpfung, sowie das Resonanzverhalten allgemein unter einen Hut zu bringen. Yamaha zählt traditionell zu den Herstellern, die auf dem Gebiet der Materialforschung für Schallwandler stets sehr aktiv waren. So gilt Yamaha als erster Hersteller, der das eigentlich hochgiftige, aber in fester Form unbedenkliche Material Beryllium für Hochtöner im Modell NS-1000 eingesetzt hat. Das war im Jahr 1977. Später hat der französische Hersteller Focal den Einsatz dieses Materials für Membranen perfektioniert und nutzt diese Technologie bis heute.


Elektrisch ist der YH-C3000 mit seinen dynamischen Treibern ein äußerst unkomplizierter Geselle. Mit 38 Ohm Impedanz und einer Empfindlichkeit von 94 dB (@ 1 kHz) stellt er für keinen modernen Kopfhörerverstärker eine zu schwierige Last dar und kann selbst mit den meisten Dongle-DACs laut genug betrieben werden. Aber als hauptsächlich für den stationären Betrieb ausgelegter Genuss-Kopfhörer wird er vermutlich meistens an entsprechend hochwertigen DAC/Kopfhörerverstärkern betrieben.


Geliefert wird der YH-C3000 in einem recht voluminösen Aufbewahrungs-Case. Das ist zwar transportabel und sogar mit Griff ausgestattet, für die Reise aber wegen seines Volumens eher nicht geeignet. Höchstens für die stilvolle Aufbewahrung und einen sicheren Umzug. Im mit seidenähnlichem Stoff ausgeschlagenen Inneren des Cases findet neben dem Kopfhörer ein angenehm flexibles Anschlusskabel Platz. Das wird zweiseitig am Kopfhörer angeschlossen und hat für die Verbindung zum Kopfhörerverstärker einen Adapterstecker mit 3,5 und 6,35 mm Klinke. Ein symmetrisches Anschlusskabel, etwa mit XLR4 oder 4,4 mm Pentaconn, ist nicht dabei, kann aber optional erworben werden. Yamaha hat dafür einige hochwertige Kabel im Angebot, die Sie auf der Produktseite unten bei den „verwandten Produkten“ finden. Dort ist auch der wirklich großartig stabile und toll gemachte Kopfhörerständer HST-5000 gelistet, der beim Topmodell zum Lieferumfang gehört, alleine aber satte 400 Euro kostet.

Klang: Für Genuss und private Studio-Sessions
Einen gesonderten Praxisteil kann ich mir sparen, denn das Wichtigste zu den Themen Tragekomfort, elektrische Parameter, Kabel und Zubehör habe ich schon abgehakt. Daher gleich zum Wesentlichen: Wie klingt dieser Edel-Japaner mit geschlossenen Gehäusen?

Getestet habe ich den YH-C3000 an drei verschiedenen Kopfhörerverstärkern unterschiedlichster Preisklassen und verschiedenen DACs. Zunächst probierte ich den günstigen iFi Audio ZEN DAC (V2) aus. Das funktioniert nicht nur einwandfrei, sondern klingt auch schon verdammt gut. Der Yamaha offenbart hier schnell seinen Charakter. Der kann zusammengefasst als sehr transparent, besonders präzise in den Mitten, ohne Bassbetonung und für einen geschlossenen Hörer sehr offen eingeordnet werden.


Aber da geht bestimmt noch mehr. Daher habe ich ihn auch am Violectric HPA V324 (2.600 Euro) und am brandneuen eversolo DAC Z10 ausprobiert (1.980 Euro, Test demnächst). Und die holen tatsächlich noch so einiges mehr aus den Zylonentreibern. Mehr Substanz, leuchtendere Klangfarben und vor allem mehr Kontrolle, was zu einer realistischeren Gesamtdarstellung führt. Das sollten potenzielle Käufer des YH-C3000 unbedingt berücksichtigen. Ein so hochwertiger Kopfhörer verdient auch einen angemessenen Kopfhörerverstärker. Je besser, je doller, könnte man sagen. Da entscheidet aber allein Ihr Budget. Zum Glück kann man mit dem YH-C300 sozusagen klein anfangen und später Steigerungen mit besserem Front-End genießen.

Eines darf zum Klang des YH-C3000 aber nicht verschwiegen werden. Im direkten Vergleich mit einigen anderen Kandidaten unterschiedlichster Preisklassen, die eher als neutral einzustufen sind, ist der Yamaha tonal etwas gewöhnungsbedürftig. Ich würde das dem etwas anderen fernöstlichen Hörgeschmack zuschreiben. Ob das auch Ihren Geschmacksnerv trifft, sollten Sie vorher unbedingt ausprobieren. Fakt ist, dass der YH-C3000 damit als leicht mittenbetont und tonal etwas „topfig“ wahrgenommen werden könnte. Wie gesagt: im direkten Vergleich mit eher auf europäische Ohren abgestimmten Hörern, wie dem beyerdynamic T1 oder auch den außergewöhnlichen Grell OAE2, den ich Ihnen in einem später erscheinenden Test näher vorstellen werde. Ohne diesen direkten Vergleich dürfte das kaum auffallen.

Fazit: Definitiv nicht hölzern
Der Yamaha YH-C3000 ist kein Kopfhörer für Blender vom Typ Fred-Vorzeiger. Sein eher dezentes, aber äußerst elegantes Design mit genialen Materialdetails könnte en passant betrachtet auch mit einem 30-Euro-Kopfhörer verwechselt werden. Der stolze Besitzer nimmt das mit einem wissenden Schmunzeln zur Kenntnis und genießt.

Auch klanglich weiß der Japaner zu überzeugen. Als Closed Back gelingt ihm das Kunststück, trotzdem angenehm offen und „nicht bedrückend“ zu klingen. Dabei ist er kein Mucki-Typ mit aufgepumpten Bässen, reicht aber trotzdem souverän und kontrolliert in tiefste Frequenzkeller. Aber seine etwas mittenbetonte Abstimmung sollte man vorher ausprobieren. – Was aber eigentlich für jeden Kopfhörer gilt. Blind online kaufen, weils ein paar Euro spart, ist nie gut. Für sehr exaktes Reinhören in die Musik, wie beim Monitoring, ist der Yamaha auch ideal. Zum Glück verrennt sich der YH-C3000 dabei nicht in übertriebene Analytik.

Bleibt als einziger nennenswerter Kritikpunkt für mich die manchmal etwas lästigen Kabelgeräusche, die bei seinen Geschwistern YH-4000 und YH-5000SE nicht auftreten.


Plus/Minus Yamaha YH-C3000
+ Feiner, leicht mittenbetonter Klang
+ sehr offen und räumlich für einen Closed Back
+ exzellente Verarbeitung mit gelungenem Understatement
+ angenehm leicht mit hohem Langzeit-Tragekomfort
+ komfortables Case zur Aufbewahrung
+ Anschlusskabel flexibel und glatt
+ stellt keine hohen Ansprüche an den Amp (profitieret aber von Top-Elektronik)

– Kabelgeräusche
– kein symmetrisches Anschlusskabel mitgeliefert

Kommentare

DasFaultier07.03.26 08:35
Sieht leider nicht sehr elegant aus..
0
Tech Berater07.03.26 10:36
bei dem Begriff Kunstleder war ich leider raus. Bei 1700 € kann man wohl erwarten, kein Lederimitat aus Plastik an die Ohren gedrückt zu bekommen.
0
sonorman
sonorman07.03.26 10:40
Tech Berater
bei dem Begriff Kunstleder war ich leider raus. Bei 1700 € kann man wohl erwarten, kein Lederimitat aus Plastik an die Ohren gedrückt zu bekommen.
Das ist biologisch abbaubares Seidenproteinleder.
Da viele Nutzer im Gegensatz zu Dir Tierhäute komplett explizit ablehnen, ist das der Kompromiss, den Yamaha gewählt hat.
+10
teorema67
teorema6707.03.26 10:49
sonorman
Das ist biologisch abbaubares Seidenproteinleder.
Da viele Nutzer im Gegensatz zu Dir Tierhäute komplett explizit ablehnen, ist das der Kompromiss, den Yamaha gewählt hat.

Und das wäre für mich ein absolutes Kaufargument. Oft sehen die tierfreien Varianten nach Jahren Gebrauch viel besser aus als Echtleder (z. B. Alcantara).
+4
Dunnikin
Dunnikin07.03.26 11:22
teorema67
sonorman
Das ist biologisch abbaubares Seidenproteinleder.
Da viele Nutzer im Gegensatz zu Dir Tierhäute komplett explizit ablehnen, ist das der Kompromiss, den Yamaha gewählt hat.

Und das wäre für mich ein absolutes Kaufargument. Oft sehen die tierfreien Varianten nach Jahren Gebrauch viel besser aus als Echtleder (z. B. Alcantara).

Nach vielen Jahren Gebrauch ist herkömmliches Kunstleder brüchig. Also sollte man stets darauf achten, daß es vom Hersteller originale Ersatzpolster gibt.

Wie das mit dem Kunstleder des Yamahas ist, weiß ich nicht, es basiert vermutlich nicht wie üblich auf Petro-Basis (Kunststoff), wo sich die Weichmacher verflüchtigen und das Material brüchig werden läßt.
+2
esc
esc07.03.26 13:26
teorema67
sonorman
Das ist biologisch abbaubares Seidenproteinleder.
Da viele Nutzer im Gegensatz zu Dir Tierhäute komplett explizit ablehnen, ist das der Kompromiss, den Yamaha gewählt hat.

Und das wäre für mich ein absolutes Kaufargument. Oft sehen die tierfreien Varianten nach Jahren Gebrauch viel besser aus als Echtleder (z. B. Alcantara).

Alcantara ist kein Leder
0
sonorman
sonorman07.03.26 13:28
Dunnikin
Wie das mit dem Kunstleder des Yamahas ist, weiß ich nicht, es basiert vermutlich nicht wie üblich auf Petro-Basis (Kunststoff), wo sich die Weichmacher verflüchtigen und das Material brüchig werden läßt.
Nein. Habe ich doch gerade geschrieben. Es ist Seidenproteinleder. Das ist kein Plastik. Seidenproteine sind rein natürlich Stoffe, die sogar für Hautpflegeprodukte genutzt werden.

Kurzer KI-Request:
Eigenschaften von Seidenproteinleder

Nachhaltigkeit:
Biologisch abbaubar: Im Gegensatz zu herkömmlichem Leder und synthetischen Materialien decomposiert es auf natürliche Weise.
Ressourcenschonend: Die Herstellung benötigt weniger Wasser und Energie im Vergleich zu konventionellen Lederproduktionsprozessen.

Ästhetik und Haptik:
Luxuriöse Textur: Ähnlich wie echtes Leder hat es eine weiche und angenehme Oberfläche.
Vielseitigkeit: Es kann für verschiedene Produkte eingesetzt werden, einschließlich Mode, Taschen und Accessoires.
Herstellung

Biotechnologie: Oft werden biotechnologische Verfahren verwendet, um die Seidenproteine effizient zu extrahieren und zu verarbeiten.
+1
teorema67
teorema6707.03.26 15:24
esc
teorema67
... Oft sehen die tierfreien Varianten nach Jahren Gebrauch viel besser aus als Echtleder (z. B. Alcantara).

Alcantara ist kein Leder

Damit du es auch verstehst 😏 stelle ich den Satz mal um: Oft sehen die tierfreien Varianten (z. B. Alcantara) nach Jahren Gebrauch viel besser aus als Echtleder.
0
Calibrator07.03.26 16:00
Alles hängt von der verarbeiteten Materialqualität ab. Mein Bürostuhl z.B. sieht nach fast 30 Jahren immer noch sehr gut aus - echtes Leder. Manchen Kunstledersessel habe ich in der Zwischenzeit schon ausgemustert. Meine beiden guten Kopfhörer, einer davon über 10 Jahre alt mit Echtleder, sehen aus wie neu. Dagegen musste ich mich von meinen Boses schon nach wenigen Jahren trennen - die Ohrmuscheln waren schlicht zerfallen und nicht austauschbar. Die strapazierten Kunstledersitze unseres Fahrzeuges befinden sich aber auch noch in einem sehr gutem Zustand.
Leider merkt man die o.a. Qualität des Materials erst nach längerer Zeit. Ich würde hier Yamaha allerdings schon vertrauen.
+5
Dunnikin
Dunnikin07.03.26 16:04
sonorman
Dunnikin
Wie das mit dem Kunstleder des Yamahas ist, weiß ich nicht, es basiert vermutlich nicht wie üblich auf Petro-Basis (Kunststoff), wo sich die Weichmacher verflüchtigen und das Material brüchig werden läßt.
Nein. Habe ich doch gerade geschrieben. Es ist Seidenproteinleder. Das ist kein Plastik. Seidenproteine sind rein natürlich Stoffe, die sogar für Hautpflegeprodukte genutzt werden.

Kurzer KI-Request:
Eigenschaften von Seidenproteinleder

Nachhaltigkeit:
Biologisch abbaubar: Im Gegensatz zu herkömmlichem Leder und synthetischen Materialien decomposiert es auf natürliche Weise.
Ressourcenschonend: Die Herstellung benötigt weniger Wasser und Energie im Vergleich zu konventionellen Lederproduktionsprozessen.

Ästhetik und Haptik:
Luxuriöse Textur: Ähnlich wie echtes Leder hat es eine weiche und angenehme Oberfläche.
Vielseitigkeit: Es kann für verschiedene Produkte eingesetzt werden, einschließlich Mode, Taschen und Accessoires.
Herstellung

Biotechnologie: Oft werden biotechnologische Verfahren verwendet, um die Seidenproteine effizient zu extrahieren und zu verarbeiten.

Seidenproteinleder allein sagt noch lange nicht aus, ob es ohne Weichmacher auskommt. Wenn es biologisch abbaubar ist, wird es am Kopfhörer ob des langen Hautkontakts eher nicht lang halten.

Wer Veganer ist, nimmt auch kein Seidenprotein, weil es ja vom Tier (Seidenraupe) gewonnen wird.

Yamaha hätte hier eine Option anbieten können. Leder oder vegan. Vegan wäre dann halt herkömmliches Kunstleder.

Ich würde als Vegetarier die Version mit Leder nehmen. Hält ewig.
0
dam_j
dam_j07.03.26 16:17
Dunnikin
Wer Veganer ist, nimmt auch kein Seidenprotein, weil es ja vom Tier (Seidenraupe) gewonnen wird.

WAS ein Schwachsinn

1. Sollst du die Polster nicht essen! Weder als Veganer noch als Fleischfresser!
2. Kommt das "Seiden"-Protein aus der aus dem Kokoon der Raupe also dem Bio-Müll eben dieser. Das sollte auch keinen Veganer stören
Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !
0
sonorman
sonorman07.03.26 16:20
Dunnikin

In Seidenproteinleder kommen keine Weichmacher zum Einsatz. Es hat eine natürliche Flexibilität.

Die Polster des Yamaha sind einfach austauschbar. Und es mag vielleicht Ultra-Veganer geben, die das ablehnen, aber das Material stammt lediglich aus den ausgedienten Kokons der Raupen.

Damit wie uns nicht falsch verstehen: ich mag auch echtes Leder. Aber ich lehne alternative Materialien deswegen nicht rundweg ab. Schon gar nicht, wenn es nur ein Detail an einem Kopfhörer ist, das zur Not austauschbar ist. Altes Leder kann im Übrigen auch sehr unansehnlich werden.
+4
Dunnikin
Dunnikin07.03.26 16:30
dam_j
Dunnikin
Wer Veganer ist, nimmt auch kein Seidenprotein, weil es ja vom Tier (Seidenraupe) gewonnen wird.

WAS ein Schwachsinn

1. Sollst du die Polster nicht essen! Weder als Veganer noch als Fleischfresser!
2. Kommt das "Seiden"-Protein aus der aus dem Kokoon der Raupe also dem Bio-Müll eben dieser. Das sollte auch keinen Veganer stören

Aus dem Kokon wird der Seidenfaden gewonnen (abgewickelt), nicht direkt aus der Raupe. Der Kokon ist also kein Müll.

Ein Veganer wird seine Schuhe/Sessel/Jacke nicht essen, dennoch keine aus Leder kaufen.

Da die Kokons (mit den Raupen darin) gekocht werden, gehe ich davon aus, daß das Protein (was anderes ist Seide generell nicht) aus dem Kochsud gewonnen wird. Beim Kochen löst sich der Faden vom Kokon, so kommt man da dran.

sonorman

Wechselbare Polster sind schon mal sehr gut. Die erachte ich stets als Verschleißteil (je länger die halten je besser) und durchaus als Hygienesache.
-1
Apple Mik07.03.26 16:30
Mein Gott was für eine Diskussion...Klang Preis alles Wurscht Hauptsache man kann die Ohrpolster auch als Veganer gefahrlos abschlecken🙄
+11
sonorman
sonorman07.03.26 16:33
Dunnikin

Die Kokons werden LEER und ausgedient gekocht. Nicht mit Raupenlarven darin.
+2
Dunnikin
Dunnikin07.03.26 16:36
Apple Mik
Mein Gott was für eine Diskussion...Klang Preis alles Wurscht Hauptsache man kann die Ohrpolster auch als Veganer gefahrlos abschlecken🙄

Na ja, wer heute auf Leder setzt, wird vom daueraufgeregtem Internet zerlegt. Also muß man im Sinne des Unternehmens vegane Produkte anbieten, ob man will oder nicht.

Seide ist eben nicht vegan. Das ist der Widerspruch.

Mir ist‘s egal, es soll gut funktionieren, haltbar sein, lang „frisch“ bleiben und ich würde auch Leder nehmen.

Und niemand hat die Absicht, die Polster zu essen, abzuschlecken oder ein Bussi zu geben
+3
Dunnikin
Dunnikin07.03.26 16:42
sonorman
Dunnikin

Die Kokons werden LEER und ausgedient gekocht. Nicht mit Raupenlarven darin.

Die Raupen werden mit Heißwasser oder Dampf getötet.
Wikipedia
Sie werden mithilfe von Heißwasser oder Wasserdampf vor dem Schlüpfen getötet, um zu verhindern, dass die Kokons zerbissen werden.


+3
sonorman
sonorman07.03.26 16:50
Dunnikin
sonorman
Dunnikin

Die Kokons werden LEER und ausgedient gekocht. Nicht mit Raupenlarven darin.

Die Raupen werden mit Heißwasser oder Dampf getötet.
Wikipedia
Sie werden mithilfe von Heißwasser oder Wasserdampf vor dem Schlüpfen getötet, um zu verhindern, dass die Kokons zerbissen werden.


Okay, da sind sich die KIs wohl uneinig. Auf meine Anfrage erhielt ich folgende Antwort von GPT mini:
Bei der Herstellung von Seidenproteinleder werden in der Regel die leeren, ausgedienten Kokons gekocht, nicht die lebenden Raupen.
0
Dunnikin
Dunnikin07.03.26 17:01
sonorman

Ich kenne mich mit (auch moderner) Textiltechnik aus, weil ich mich für historische Herrengarderobe interessiere (und auch davon Originale besitze).

Generell recherchiere ich immer noch selbst.

Weil ich KI-Systeme gern mal mit Fragen beschäftige, deren Antwort ich kenne. Teils ist es halbwegs brauchbar, teils absolut falsch. Zuletzt ist das etwa vor vier oder fünf Wochen gewesen. Sind die Antworten mal kontinuierlich gut, werde ich KI durchaus nutzen. Derzeit ist dem nicht so.
+1
sonorman
sonorman07.03.26 17:25
Damit zurück zur ursprünglichen Kritik von Tech Berater: Es ist kein Plastik.
+1
Orbital
Orbital07.03.26 20:19
Dunnikin
Na ja, wer heute auf Leder setzt, wird vom daueraufgeregtem Internet zerlegt.

Oh wie wahr, es geht um Kopfhörer und die Schneeflöckchen haben 200 Puls wegen 0,00023 qm Polstermaterial
-3
morpheus
morpheus07.03.26 21:31
esc
teorema67
sonorman
Das ist biologisch abbaubares Seidenproteinleder.
Da viele Nutzer im Gegensatz zu Dir Tierhäute komplett explizit ablehnen, ist das der Kompromiss, den Yamaha gewählt hat.

Und das wäre für mich ein absolutes Kaufargument. Oft sehen die tierfreien Varianten nach Jahren Gebrauch viel besser aus als Echtleder (z. B. Alcantara).

Alcantara ist kein Leder
„Tierfrei“ schreibt er, wie z. B. Alcantara. Lesen kann vor dem Kommentieren helfen.
Coffee is always the solution
0
Mac-Trek
Mac-Trek08.03.26 04:29
Im Artikel ist auch die Rede von einem „breiten Kopfband aus Leder“ die Rede.
Ob für die Ohrpolster die Seidenraupen nun mitgekocht werden, oder nicht (ersteres halte ich in industriellen Prozessen für plausibler), wäre die Vegetarier/Veganer Diskussion ohnehin, spätestens beim Kopfband, obsolet;
sofern der Ursprung des Leders nicht nur vergessen wurde anzugeben.
Live long and *apple* . Mögliche Rechtschreibfehler und grammatikalische Entgleisungen sind Gratisgeschenke. Jegliches Nörgeln ist Energieverschwendung >:-]...
0
Dunnikin
Dunnikin08.03.26 06:30
Mac-Trek
Im Artikel ist auch die Rede von einem „breiten Kopfband aus Leder“ die Rede.
Ob für die Ohrpolster die Seidenraupen nun mitgekocht werden, oder nicht (ersteres halte ich in industriellen Prozessen für plausibler), wäre die Vegetarier/Veganer Diskussion ohnehin, spätestens beim Kopfband, obsolet;
sofern der Ursprung des Leders nicht nur vergessen wurde anzugeben.

Das Kopfband dürfte auch aus Proteinleder sein.

Mit Tierhaut haben Vegetarier (die z. B. auch Käse oder Honig essen) kein Problem, Veganer schon. Die dürften auch mit Seidenproteinleder Schnappatmung bekommen, weil ja vom Tier.

Ist das Kopfband wechselbar? Auch das ist irgendwann hinüber.
-2
Tech Berater08.03.26 11:56
sonorman
Damit zurück zur ursprünglichen Kritik von Tech Berater: Es ist kein Plastik.
Tja, und genau darum ging es. Danke für die Info. Man merkt wieder, wie "gefährlich" es heutzutage ist, etwas zu schrieben, dass auch nur im entferntesten etwas mit die Thema "Fleisch, Vegan oder sonst was zu tun hat. Ich habe als Audiomann natürlich im Laufe meines Lebens viele Kopfhörer genutzt. Alle Ohrpolster aus Leder sind immer noch TipTop, alle Ohrpolster aus Plastik sind Schrott und mussten schon mehrfach getauscht werden. Dass Yamaha die Ohrpolster nun aus Seide herstellt ist natürlich ein geschickter Schachzug. Wenn die jetzt noch lange halten und sich ordentlich reinigen lassen, wäre das eine Alternative.
0
Mac-Trek
Mac-Trek08.03.26 14:18
Dunnikin
Mit Tierhaut haben Vegetarier (die z. B. auch Käse oder Honig essen) kein Problem, Veganer schon.

Als Vegetarier kann ich diese Verallgemeinerung nicht bestätigen. Tierhäute kommen mir nicht ins Haus. Es macht einen Unterschied, ob ein Lebewesen etwas produziert, was man konsumieren und weiterverarbeiten kann (wie z.B. Milch, Eier, Honig), oder ob es für ein Produkt das Leben lassen muß. Letzteres ist für mich als Vegetarier ebenso ein No Go. Dazu zählen imho auch Käsesorten, die mit tierischem Lab hergestellt wurden, Getränke die mit Gelatine geklärt wurden oder auch ein schöner Schluck Weichspüler für die Waschmaschine.

Aber egal... back to topic... es geht um Kopfhörer 😉
Live long and *apple* . Mögliche Rechtschreibfehler und grammatikalische Entgleisungen sind Gratisgeschenke. Jegliches Nörgeln ist Energieverschwendung >:-]...
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Roony10.03.26 14:24
Bitte diesen idiotischen Gesprächsverlauf nach der Vorstellung eines neuen Kopfhörers für 1700€ nicht wieder beim nächsten neuen Kopfhörer anfangen ! Bitte Bitte !
-2

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