TechTicker: Linn Majik DSM Streamer, Subwoofer-Adapter von KEF, iFi Audio ZEN CAN und mehr

LINN STELLT NEUESTE VERSION DES STREAMING-VERSTÄRKERS MAJIK DSM VOR
In Corona-Zeiten gehen immer mehr Hersteller dazu über, der Presse wichtige Produktneuheiten in Webcasts vorzustellen. So auch Linn, die vergangene Woche auf diesem Wege eine rundum erneuerte Version ihres erfolgreichen Streaming-Verstärker Majik präsentierten, mit dem Linn unter diesem Modellnamen schon seit 2009 am Markt ist.


Beim neuen Linn Majik DSM ist so gut wie kein Stein auf dem Anderen geblieben. Kurz zusammengefasst lässt sich das Gerät wohl am ehesten als abgespeckte Variante des modularen und deutlich teureren Selekt DSM beschreiben. Der 2020er Majik übernimmt viele Designmerkmale des Selekt DSM, wie den Formfaktor mit annähernd quadratischer Grundfläche, das große, monochrome Display hinter der schwarzen Front und die Tasten direkt an der Vorderkante des Gehäuses. Nur auf den großen Drehregler des Selekt DSM verzichtet er. Stattdessen kommt eine Vier-Wege-Taste zur Menüsteuerung und Lautstärkeregelung zum Einsatz.


Die wichtigsten Technischen Daten:
  • Neue DAC-Implementation auf Basis der Linn-Katalyst-Technik, maßgeschneiderte Class-D Endstufen und digitale Lautstärkeregelung
  • Analoge und digitale Anschlussmöglichkeiten für Quellen wie TV oder Plattenspieler
  • 4 HDMI-Eingänge plus ARC HDMI-OUT
  • Hybrid Analog/Digitaleingang, wahlweise für Phono (Phonostufe abgewandelt vom Urika II) oder Line-Level
  • Integriertes WiFi (802.11ac) für wireless streaming
  • Bluetooth für einfache und schnelle drahtlose Direktverbindung
  • Typ-B USB Audio-Eingang zur Nutzung des Majik DSM als DAC
  • 100BASE-T RJ45 Ethernet-Port
  • Unterstützt Tidal, Qobuz, Spotify Connect, Airplay, Roon, TuneIn, Calm Radio
  • Neuer hochklassiger Kopfhörerverstärker
  • 6 konfigurierbare Smart Buttons für Schnellzugriff z. B. auf Playlisten
  • Linn Space Optimisation Raumkorrektur
  • 2 x 100W Class-D Endverstärker
  • Maße: 350mm (B) x 100mm (H) x 350mm (T), 4,1 kg


Der Linn Majik DSM zählt damit zur Kategorie der All-In-One Streaming-Verstärker. Einfach Lautsprecher und ggf. noch andere digitale oder analoge Quellengeräte anschließen und los geht's. Passend zur Serie gibt es beispielsweise den Plattenspieler Majik LP12 und die Majik Lautsprecher.


Linn verspricht, dass der neue Majik DSM dank des kompletten Re-Designs und dem Einsatz von Technologien aus höherpreisigen Modellserien seinen Vorgänger klanglich deutlich überflügeln soll. Sollte er auch nur annähernd die Qualitäten des Selekt DSM erreichen, wäre das sensationell. Zumal der Majik DSM mit einem Komplettpreis von derzeit rund 3.400 erheblich erschwinglicher ist. Dafür muss er allerdings auf die Modulbauweise seines großen Bruders verzichten.


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KEF KW1 WIRELESS SUBWOOFER ADAPTER KIT
Besitzer von Lautsprechern wie den ausgezeichneten KEF LS50 Wireless (Testbericht) oder die noch kleineren LSX (Vorstellung) sind eigentlich bestens gerüstet, wenn es um Anschlussvielfalt geht. Selbst ein Subwoofer-Ausgang ist vorhanden. Doch was ist, wenn der Sub weit entfernt von den Hauptlautsprechern aufgestellt werden soll und lange Kabel unerwünscht sind? Nun, Drahtlosadapter für genau diesen Zweck gibt es von verschiedenen Herstellern – und nun auch von KEF selbst.


Der KW1 genannte Adapter eignet sich perfekt als Ergänzung für die aktiven Kompaktlautsprecher des Herstellers. Er wurde für die Subwoofer KEF Kube (8b, 10b, 12b) sowie KF92 Subwoofer entwickelt und bietet eine flexible Lösung, wenn es darum geht, Ihren Subwoofer kabellos in Ihrem Heimkino, AV-System und einem Musik-oder TV-System zu integrieren.


Das KW1 Wireless Subwoofer Adapter Kit (Sender und Empfänger) kostet 199 Euro. Der Empfänger ist auch einzeln zum UVP von 99 Euro verfügbar.


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CAN THE ZEN CAN? IFI AUDIOS NEUER EINSTEIGER-KOPFHÖRER-AMP
"Can" ist englisch für Dose, Büchse, Konserve, wird aber umgangssprachlich auch für Kopfhörer verwendet. Das ermöglicht iFi Audio den griffigen Namen "ZEN CAN" für seinen neuesten Kopfhörerverstärker. Der ZEN CAN ist im Gegensatz zu dem hier getesteten ZEN DAC ein rein analoges Gerät und hat dementsprechend auch nur analoge Eingänge. Der ZEN CAN empfiehlt sich insbesondere für Nutzer, die schon einen DAC besitzen und einen guten, günstigen und kompakten Kopfhörerverstärker ergänzen wollen.


Mit einem UVP von 185 Euro ist der ZEN CAN etwas teurer, als der ebenfalls für Kopfhörerfans geeignete ZEN DAC, muss aber ohne dessen Digitalsektion auskommen. Ansonsten ähneln sich die Geräte äußerlich und funktional fast bis aufs Haar. Der ZEN CAN soll aber über eine hochwertigere, vollsymmetrische dual-mono Ausgangsstufe verfügen. Mit einem entsprechend guten DAC kombiniert, sollte er den ZEN DAC als Kopfhörerverstärker demnach klar übertreffen und er soll auch sehr anspruchsvolle "Cans" mühelos treiben.


Zu den weiteren Besonderheiten gehört ein umschaltbares Pre-Gain (0, 6, 12 und 18 dB) für unterschiedlich laute Kopfhörer, ein analoger Ausgang (symmetrisch und unsymmetrisch) zum Anschluss an Endverstärker oder Aktivlautsprecher und natürlich iFis ‘XBass’ und ‘3D’-Schaltungen. Ersteres empfiehlt sich vornehmlich zur Bassunterstützung von offenen Kopfhörern, letzteres um das Im-Kopf-Gefühl etwas abzumildern.

Die Leistungsdaten des ZEN CAN:

Unsymmetrisch:
1000mW (4.0V) @ 16Ω
1600mW (7.2V) @ 32Ω
196mW (7.6V) @ 300Ω

Symmetrisch (4,4 mm Pentaconn)
1890mW (11.0V) @ 64Ω
756mW (15.1V) @ 300Ω
385mW (15.2V) @ 600Ω


Eine umfangreiche Beschreibung in deutscher Sprache ist beim deutschen iFi-Vertrieb WOD-Audio in Vorbereitung. Die englische Produktseite finden Sie hier. Der ZEN CAN kostet 185 Euro und ist ab sofort verfügbar.


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NURALOOP: IN-EAR MIT GEHÖRANPASSUNG JETZT ERHÄLTLICH
Es hat etwas länger gedauert, aber nun ist der kürzlich vorgestellte Nackenband-In-Ear von NuraLoop verfügbar.

Nura hat sein Prinzip der Einmessung auf die Gehöreigenschaften des Trägers auf eine kompakte In-Ear-Variante übertragen. Der NuraLoop nutzt dafür wie sein großer Bruder Nuraphone den otoakustischen Hörtest. Weitere Features sind ANC, Touch-Schaltflächen, anpassbare Bassintensität und der Social Mode, sodass Außengeräusche bei Bedarf per Fingertipp hörbar werden. Die Akkulaufzeit soll für mehr als 16 Stunden Musikgenuss ausreichen. NuraLoop ist sowohl per Bluetooth 5 als auch kabelgebunden bedienbar.


Der NuraLoop im Überblick:
Alle Fakten im Überblick:

  • In-Ear-Kopfhörer, der per Bluetooth oder Kabel genutzt werden kann
  • Personalisierter Klang mittels otoakustischem Hörtest
  • Über 16 Stunden Akkulaufzeit mit Schnellladefunktion: 10-minütiges Aufladen reicht für 2 Stunden Spielzeit
  • Schaltet sich automatisch an und aus beim Auf- und Absetzen
  • Seitliche Touch-Schaltflächen zum Steuern von Funktionen durch Antippen und Drehbewegungen (z.B. Lautstärke regulieren oder stufenloses Anpassen von ANC)
  • Mit ANC (aktive Geräuschunterdrückung)
  • Individuell anpassbare Basswiedergabe (Immersionsmodus)
  • Social Mode: Außengeräusche werden bei Bedarf über Außenmikrofone hörbar
  • Unterstützt Sprachanrufe
  • Schweiß- und wasserresistent (IPX3)
  • Unterstützt aptX HD und Bluetooth 5
  • Kabel werden über einen proprietärem, magnetischem Anschluss mit dem NuraLoop verbunden
  • Gratis App für iOS (ab 9.3) und Android (ab 5.0) zur Verwaltung von Hörprofilen und Einstellungen
  • Lieferumfang: NuraLoop In-Ear-Kopfhörer, USB-Ladekabel, 3,5-mm-Klinkenkabel, Ohrstöpsel in vier verschiedenen Größen, Reisebeutel


Via Amazon und über andere Online-Anbieter ist der NuraLoop für 229 Euro erhältlich.


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ALBRECHT AUDIO STELLT GÜNSTIGEN WEBRADIO- UND STREAMING-ADAPTER VOR
Der Albrecht DR 461 ist ein kleiner und kompakter Internet-Radio-Tuner mit Streaming-Unterstützung zur Aufrüstung einer vorhandenen HiFi-Anlage oder von Aktivlautsprechern.

Der kleine Adapter wird einfach per Cinch-Kabel mit der Stereoanlage oder einem Aktivlautsprecher gekoppelt und schon lassen sich über eine WLAN-Verbindung über 25.000 Internet-Radiosender abspielen. Der DR 461 benötigt dafür keine Fernbedienung, sondern wird komplett per kostenloser App „AirMusic Control“ über den integrierten DLNA-Standard gesteuert. Über die App lassen sich auf mobilen Geräten beispielsweise sehr bequem Internetradio-Sender auswählen, speichern oder die Lautstärke regulieren. Während der Musikwiedergabe wird das Logo des Radiosenders oder das Albumcover des gehörten Liedes auf dem Smartphone oder Tablet angezeigt.


Dank Unterstützung von Spotify Connect ist der DR 461 quasi auch ein kleiner Streaming-Adapter. Durch die drahtlose Verbindung ist keine Sichtverbindung zur Bedienung nötig, somit kann der Adapter auch hinter der Stereoanlage platziert werden. Der Internet-Radio-Tuner Albrecht DR 461 ist ab sofort zum UVP von 38,89 Euro erhältlich. (Amazon)


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LMP RACK-EINBAULÖSUNG FÜR ZWEI MAC MINI
Wie wäre es mit einer eigenen kleinen Serverfarm bestehend aus Mac minis? LMP hat mit dem iRack 2 einen 19" Rackmount-Einschub mit einer Höheneinheit (1HE) vorgestellt, der zwei Mac mini nebeneinander fasst.


Das Gehäuse eignet sich sowohl für Mac mini 2018 als auch für Modelle aus 2014. Über die USB-Ports und Ein-/Ausschaltknöpfe an der Vorderseite lassen sich die Minis bedienen. Dank LED-Aussparungen bleibt die Betriebsanzeige im Blick. Auf der Rückseite sind alle Ports erreichbar. Optional können Rack-Schienen befestigt werden, um die Mac mini beispielsweise für eine Wartung aus dem Rack ziehen zu können. Öffnungen an der Frontseite und Gummischienen unter dem Mac sollen eine konstante Luftzufuhr und damit die Kühlung im laufenden Betrieb gewährleisten.

Das LMP iRack 2 ist ab sofort in Schwarz zum UVP von 199 Euro erhältlich. LMP-Produkte werden unter anderem von Anbietern wie Comspot, Cancom und Cyberport geführt – auch in den entsprechenden Online-Shops. Distributor für den deutschen Fachhandel ist DataWorld.

Kommentare

Hot Mac
Hot Mac15.08.20 09:46
Beim »Majik 109 System« sind die kleinen Boxen gleich mit dabei.
Das finde ich nicht schlecht.
Kann man für 4190 Flocken ja mal machen.
Für das System mit Standboxen muss man halt noch einen Tausender drauflegen.
+14
Hot Mac
Hot Mac15.08.20 11:35
Da gibt man mal einen Tipp zum Sparen und trotzdem gehen die Daumen runter.
Warum mache ich mir eigentlich die Mühe?
Am besten schreib ich gar nichts mehr ...
+12
hannibal_de115.08.20 12:13
Hey Hot Mac Sparfuchs, hab dir wieder ein Plus gegeben
+5
X-Jo15.08.20 12:31
Hot Mac
[…]
Am besten schreib ich gar nichts mehr ...
Da muss ich widersprechen. Am besten, du schreibst, was du für richtig hältst und ignorierst die Daumen.

P.S.: Zwei „Pluse“.
+11
Tirabo15.08.20 16:26
Immer dieses Rumgejammere wegen irgendwelcher Daumen. Sind immer die gleichen.
-5
beanchen15.08.20 17:39
Immer wieder lustig, es sind auch dieselben, die sich über Leute aufregen, die sich über Daumen aufregen.

@Hot Mac 👍
+1
ckingpin15.08.20 17:48
Wurde eigentlich schon der neue Bluetooth-Kopfhörer von Sony hier erwähnt? Macht neugierig auf das, was Apple an dieser Stelle bringen soll...
+1
Tirabo15.08.20 19:23
beanchen
Immer wieder lustig, es sind auch dieselben, die sich über Leute aufregen, die sich über Daumen aufregen.

@Hot Mac 👍

Ach ja? Wo und wann denn?
-3
MikeMuc16.08.20 15:32
Tirabo
Immer dieses Rumgejammere wegen irgendwelcher Daumen. Sind immer die gleichen.
Tirabo
Ach ja? Wo und wann denn?

Könnte es sein, das du damit gemeint sein könntest
-3
DTP
DTP17.08.20 07:52
Interessanter Kommentar zum NuraLoop auf amazon:
amazon Kunde
Ich suche einen Nachfolger für meine Bose SoundSport Free.
Der NuraLoop hat zwar noch ein Kabel, das beide Seiten verbindet, aber er spielt in einer ähnlichen Preisklasse. Der sitz in meinen Ohren war dicht und nicht unangenehm aber auch nicht sehr fest trotz des Ohrbügels. Hält man den Kopf ruhig geht das sehr gut aber beim Sport würde es für mich problematisch und ich müsste wahrscheinlich häufiger nachdrücken.
Die Bedienung über die Touch-Felder funktioniert sehr gut. Man kann in der Mitte „drücken“ für Funktionen wie Start/Pause oder über den Rand streichen für z.B. die Lautstärke. Alle Funktionen sind frei definierbar.
Das erste Einrichten mit der App ging leicht von der Hand. Jedoch musste ich mein persönliches Profil, zweimal erstellen bis ich das Ergebnis zufriedenstellend fand. Dabei spielt der Kopfhörer Töne ab und misst Reflektionen aus dem Ohr, um die Kopfhörer individuell anzupassen. Das Verfahren verspricht ein, auf jeden Menschen angepasstes Klangerlebnis.
Vor der Anpassung hat der Kopfhörer ein unterdurchschnittliches Klangbild. Alles klingt recht dumpf und flach wie aus einem 5 Euro Kopfhörer. Mit der Anpassung wird das Hörerlebnis bedeutend besser. Die Musik wird brutal neutral wiedergegeben, so wie man es sich von guten Kopfhörern eigentlich wünscht. Man hört teilweise Details, die bei anderen Kopfhörern untergehen.
Dabei werden die einzelnen Frequenzen gut umgesetzt. Der Bass ist sauber, aber nicht druckvoll. Die Mitten sind linear. Die Höhen linear, aber etwas dünn.
So weit, so gut. Trotz der Anpassung entsteht leider kein gefälliges Hörerlebnis. Das liegt für mich zum einen an der fehlenden Bühne. Da es sich um ein geschlossenes System handelt, spielen alle Instrumente zwischen den Ohren mitten im Kopf. Das entspricht nicht der Leistung anderer Kopfhörer in dieser Preisklasse.
Zum anderen ist die Linearität eher ermüdend als angenehm.
Insgesamt finde ich die Kopfhörer zu teuer für das was sie bieten aber die Technik ist faszinierend! Kombiniert mit besseren Lautsprechern von Bose oder Sennheiser könnte da ein tolles Produkt draus werden. Noch ist es aber nicht so weit.
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