Samsung: Entschuldigung und Schmerzensgeld für an Krebs erkrankte Mitarbeiter

Samsung hat sich offiziell bei den Mitarbeitern entschuldigt, deren Arbeit in den konzerneigenen Fabriken schlimme gesundheitliche Konsequenzen nach sich zog. Bei mindestens dutzenden von Angestellten wurden schwerwiegende Krankheiten wie Krebs oder Leukämie diagnostiziert, die von den Produktionsbedingungen bei Samsung und den dort verwendeten Chemikalien begünstigt worden sein könnten. Der Konzern und Apple-Zulieferer kündigte Kompensationszahlungen für jeden Betroffenen an.

Display- und Halbleiter-Produktion betroffen
Kinam Kim, Chef von Samsungs „Device Solutions“-Abteilung, sprach von Versäumnissen des Konzerns: „Geliebte Kollegen und deren Familien haben lange Zeit gelitten – und Samsung hat es verpasst, sich früher darum zu kümmern.“ Potenzielle Gesundheitsrisiken bei der Display- und Halbleiter-Produktion seien nicht gut genug untersucht und eingedämmt worden.

Kim gab allerdings nicht zu, dass Samsung alleine für die Erkrankungen verantwortlich ist. Nichtsdestotrotz versprach Samsung „aktuellen und ehemaligen Angestellten, die unter einer arbeitsbedingten Krankheit leiden“, Zahlungen in Höhe von umgerechnet 115.000 Euro pro Person. Der Antrag auf Kompensationsleistungen ist bis zum Jahr 2028 möglich. Jeder, der seit 1984 für mindestens ein Jahr in einer der betroffenen Samsung-Fabriken arbeitete, hat im nachgewiesenen Krankheitsfall berechtigte Hoffnung auf finanzielle Leistungen des Konzerns.

Viele der Betroffenen und Angehörigen organisieren sich in der Gruppe „Sharps“ (Supporters for the Health and Rights of People in the Semiconductor Industry), um ihre Forderungen gegenüber Samsung durchzusetzen. Sharp zufolge gibt es zusätzlich zu den bisher bekannten Fällen noch 319 weitere Opfer, von denen 117 schon verstorben seien.

Apple bekam in den letzten zehn Jahren auch immer wieder Kritik wegen der Arbeitsbedingungen bei den unter anderem asiatischen Zulieferern ab. Das Unternehmen reagierte darauf mit der Verkündung von Sicherheitsstandards, Audits vor Ort und entsprechenden Zuliefererberichten, um die Arbeitsbedingungen bei den Firmenpartnern zu verbessern.

Kommentare

Hot Mac
Hot Mac27.11.18 15:28
Na, das ist doch mal eine nette Geste.

Es tut uns sehr leid, dass Sie sterben werden.
Kaufen Sie sich etwas Schönes!
Ihr Leben ist uns 115.000 Euro wert.
+17
BigLebowski
BigLebowski27.11.18 15:33
Sind immer schlimm solche Fälle!
Und unverschämt wie konzerne oder der Staat sich gegenüber den Opfern verhalten.

Siehe Helfer (Polizisten etc.) in New York vom 11. September...

Oder in D:
Almagan...Asbest...

Fukushima:
Dort haben sich ja ältere Japaner freiwillig gemeldet. Das ist auch heftig
+1
rafi27.11.18 15:35
@hot mac: Stell dir mal vor, wie die Welt aussehen täte - insbesondere die arbeitsbedingungen, wenn so etwas es ohne konsequenzen bliebe.

Das gibt den Betroffenen nichts zurück, nein. Aber den Nachkommen.
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Walter Plinge
Walter Plinge27.11.18 15:48
BigLebowski

Amalgam gehört nicht in diese Liste. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Amalgamfüllungen in irgendeiner Hinsicht schädlicher sind, als Keramikfüllungen. Die Furcht vor dem Quecksilber wird zwar gerne geschürt, ist aber völlig unbegründet, da das Quecksilber gebunden vorliegt, und nicht in den Körper abgegeben wird. Andererseits ist es sogar so, dass Keramikfüllungen - aufgrund des hier notwendigen Klebers - oft problematischer sind, was aber kaum irgendwo thematisiert wird.
+11
iFreak777
iFreak77727.11.18 16:08
rafi
@hot mac: Stell dir mal vor, wie die Welt aussehen täte - insbesondere die arbeitsbedingungen, wenn so etwas es ohne konsequenzen bliebe.

Das gibt den Betroffenen nichts zurück, nein. Aber den Nachkommen.
Ich denke hot mac wollte darauf hinweisen das es min. eine Null zu wenig ist, die da noch fehlt hinten dran...
+5
motiongroup27.11.18 16:14
Andererseits ist es sogar so, dass Keramikfüllungen - aufgrund des hier notwendigen Klebers - oft problematischer sind, was aber kaum irgendwo thematisiert wird.

Wie recht du hast, dass war meine dümmste Entscheidung die ich jemals getroffen hatte.. trifft auch auf Kunststofffüllungen zu...
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tbaer
tbaer27.11.18 16:19
Wie wenig ein Menschenleben wert ist....
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Rosember27.11.18 17:09
tbaer
Wie wenig ein Menschenleben wert ist....
Tatsächlich? Du musst das nur mal ins Verhältnis zum Jahresverdienst der Vorstän ... Ähm, nee, schlechtes Beispiel, ... vielleicht im Verhältnis zu ...
Na ja, ähm.
Ist aber doch ne Menge Geld für jemanden, der nur noch ein paar kurze Jährchen zum Ausgeben hat! 😬👍🏻👌🎃
-1
macmuckel
macmuckel27.11.18 17:35
rafi
@hot mac: Stell dir mal vor, wie die Welt aussehen täte - insbesondere die arbeitsbedingungen, wenn so etwas es ohne konsequenzen bliebe.

Das gibt den Betroffenen nichts zurück, nein. Aber den Nachkommen.

Das sind doch keine Konsequenzen. Dafür sollten die Samsung Manager wie für Mord bestraft werden! Was steht auf 319fachen Mord?
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Weia28.11.18 02:01
macmuckel
Dafür sollten die Samsung Manager wie für Mord bestraft werden!
Naja, Mord (im Sinne unseres Rechtssystems) wohl kaum. Aber fahrlässige Tötung …?
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Zerojojo28.11.18 09:12
Einmal mehr:

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macmuckel
macmuckel28.11.18 10:27
Weia
macmuckel
Dafür sollten die Samsung Manager wie für Mord bestraft werden!
Naja, Mord (im Sinne unseres Rechtssystems) wohl kaum. Aber fahrlässige Tötung …?
Das mit dem Recht ist halt so eine Sache, es ist etwas anderes als Gerechtigkeit. Wobei ich der Meinung bin, dass das bewußte Inkaufnahmen des Todes jeder Menge Menschen mehr ist als Fahrlässigkeit.
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Weia28.11.18 11:57
macmuckel
Das mit dem Recht ist halt so eine Sache, es ist etwas anderes als Gerechtigkeit. Wobei ich der Meinung bin, dass das bewußte Inkaufnahmen des Todes jeder Menge Menschen mehr ist als Fahrlässigkeit.
Inkaufnehmen ist Fahrlässigkeit, bewusstes (war es das?) Inkaufnehmen vermutlich grobe.

Und dann käme erstmal die vorsätzliche Tötung; dazu musst Du wollen, dass der Betroffene stirbt (das wollte Samsung ganz sicher nicht).

Zu Mord gehört, dass die Tötung nicht nur vorsätzlich erfolgt, sondern auch noch aus niedrigen Beweggründen.

Mit Recht vs. Gerechtigkeit hat das nix zu tun. Es ist einfach eine Frage der korrekten Verwendung der Begriffe.
+1
DogsChief
DogsChief28.11.18 12:12
macmuckel
rafi
@hot mac: Stell dir mal vor, wie die Welt aussehen täte - insbesondere die arbeitsbedingungen, wenn so etwas es ohne konsequenzen bliebe.

Das gibt den Betroffenen nichts zurück, nein. Aber den Nachkommen.

Das sind doch keine Konsequenzen. Dafür sollten die Samsung Manager wie für Mord bestraft werden! Was steht auf 319fachen Mord?
In den USA die sinnvolle Härte von 319 x lebenslänglich maximal.
Etwas schwachsinnigeres habe ich in einer Rechtsprechung selten gefunden. Bei einer Lebenserwartung von ( z.B. J.Heesters = 108 Jahre ) Würde der Manager also von seinem 45.ten Lebensjahr bis zum 108.ten Jahr im Knast sitzen. Womit einmal lebenslänglich abgegolten wäre. Die anderen 318 haben dann eben Pech gehabt. Da würde mir die Bestrafung aus dem alten Rom ( Deportatio in Insulae ) wesentlich besser gefallen. Kleine Insel, nichts zu essen, nichts zu trinken, fertig. Darauf wird der Manager ausgesetzt und vergessen.
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
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macmuckel
macmuckel28.11.18 18:08
Weia

Wenn man etwas Einkauf nimmt ist das immer bewußt. Ansonsten kenne ich die Rechtsbegriffe.

Bei Samsung war es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Vorsatz, da die Verantwortlichen sicher wussten dass ihre Arbeitsbedingungen krank machen. Ich kann mit nicht vorstellen, dass Leute in diesen Positionen derart verblödet sein können das nicht zu wissen.

DogsChief

Ja, das klingt für mich auch kurios. Nur kann der zu 319mal lebenslänglich Verurteilte 318mal begnadigt werden und sitzt noch immer.
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Weia28.11.18 18:22
macmuckel
Wenn man etwas in Kauf nimmt ist das immer bewußt.
Nein.

Das könnte gefährlich sein, was ich meinen Arbeitern zumute, ich weiß, ich müsste das überprüfen, aber es wird schon nicht gefährlich sein.



Ich weiß, dass es gefährlich ist, was ich meinen Arbeitern zumute, aber es wird schon nichts passieren.
Ansonsten kenne ich die Rechtsbegriffe.
Warum verwendest Du Mord dann falsch?
+1
macmuckel
macmuckel28.11.18 18:38
Weia

Was aber der Fall bei diesen Geldsäcken ist, ist "Ich weiß, dass es gefährlich ist, was ich meinen Arbeitern zumute, aber es ist mir scheißegal. Hauptsache mein Profit stimmt."

Ich weiß, dass auch das nach Rechtslage wohl kein Mord ist. Deswegen sage ich ja, Recht ist nicht Gerechtigkeit. Moralisch ist es Mord, rechtlich nicht.
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Weia28.11.18 19:04
macmuckel
Was aber der Fall bei diesen Geldsäcken ist, ist "Ich weiß, dass es gefährlich ist, was ich meinen Arbeitern zumute, aber es ist mir scheißegal. Hauptsache mein Profit stimmt."
Ja, das kann ja durchaus sein. Das wäre dann bewusst, also wohl grobe Fahrlässigkeit, das schrieb ich ja selbst. Mit Mord hat das trotzdem nichts zu tun. Es ist nicht mal eine vorsätzliche Tötung. Es ist eben ein ziemlicher Unterschied, ob Du willst, dass ein Mensch stirbt, oder ob Dir das nur (in Deinen Worten) „scheißegal“ ist.
Ich weiß, dass auch das nach Rechtslage wohl kein Mord ist. Deswegen sage ich ja, Recht ist nicht Gerechtigkeit. Moralisch ist es Mord, rechtlich nicht.
Es gibt keine „moralische“ Bedeutung des Begriffes Mord, die anders wäre als die rechtliche (wo wäre die definiert?), und mit dem Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit hat das ebenso wenig zu tun.

Dieser Unterschied beschreibt die Differenz zwischen der Strafe, die aufgrund der Rechtslage für den Tatbestand X verhängt werden kann, und der Strafe, die für eben diesen Tatbestand X als gerecht angesehen würde (nach welchen Maßstäben auch immer). Der Tatbestand X als solcher ist dabei aber gerade derselbe – das ist die Pointe.

Ich denke, Du hast den Begriff Mord verwendet, weil das „knalliger“ klingt (siehe auch Deinen Ausdruck Geldsäcke). Einen Tatbestand umzudefinieren, um die Sachlage im eigenen Sinne zu dramatisieren, ist eine beliebte populistische Strategie („Abtreibung ist Mord“ wäre ein klassisches Beispiel) – aber ehrlich, von Populismus haben wir gerade schon mehr als genug, eine verzerrte Beschreibung des Tatbestandes hilft der Sache der Gerechtigkeit ganz bestimmt nicht weiter.
+1
macmuckel
macmuckel28.11.18 19:10
Weia

Daher lautete meine Anfangsaussage, es sollte bestraft werden wie Mord, nicht, dass es Mord ist.

Im Übrigen: Abtreibung ist Mord. Was soll das vorsätzliche Beenden menschlichen Lebens sonst sein?
-1
Weia28.11.18 19:31
macmuckel
Daher lautete meine Anfangsaussage, es sollte bestraft werden wie Mord, nicht, dass es Mord ist.
OK, da hast Du recht.
Im Übrigen: Abtreibung ist Mord. Was soll das vorsätzliche Beenden menschlichen Lebens sonst sein?
Uh-oh, jetzt wird’s aber off-topic.

Der erste Knackpunkt ist, was „menschliches Leben“ in diesem Zusammenhang ist. Unter einem Lebewesen versteht man normalerweise einen sich autonom reproduzierenden Organismus. Das ist ein Embryo eben gerade noch nicht. Das Gegenargument wäre, dass er aber das Potential in sich trägt, einer zu werden.

Der zweite Knackpunkt ist, wozu Du bei einer physiologischen Abhängigkeit verpflichtet bist. Jemand anderes kann z.B. nur überleben, wenn er eine Niere von Dir bekommt, die medizinisch aus irgendwelchen Gründen als einzige passen würde. Zweifellos wäre es sehr edel von Dir, eine Niere zu spenden. Aber kann man Dich dazu verpflichten? Kann man eine Frau verpflichten, ihren Körper einem sonst nicht lebensfähigen Organismus zur Verfügung zu stellen?

In jedem Fall ist aber wiederum klar, Mord ist eine Abtreibung definitiv nicht. Wenn man davon ausginge, dass der Embryo bereits ein Lebewesen ist und eine Frau verpflichtet ist, ihren Körper zur Verfügung zu stellen, dann wäre eine Abtreibung am ehesten so etwas wie Tötung durch Unterlassen – die Mutter unterlässt es, dem Embryo ihren Körper zur Verfügung zu stellen, wohl wissend, dass er dann „stirbt“.
0
macmuckel
macmuckel28.11.18 21:31
Weia

Du hast damit angefangen.

Nach Punkt eins ist ein Kind auch kein menschliches Leben.

Ich sage da nur: Wer vögeln kann, kann auch die Konsequenzen tragen. Und ja, auch der Vater.

Das ist, was du glaubst.
-1
Weia28.11.18 22:27
macmuckel
Du hast damit angefangen.
Ich habe einen Vergleichsfall genannt. Daraus folgt nicht zwingend, den auch noch zu diskutieren.

Mir ging es nur um die polemische Losung Abtreibung ist Mord. Denn wie immer man Abtreibung juristisch und moralisch bewerten mag – Mord ist sie jedenfalls ganz sicher nicht.
Nach Punkt eins ist ein Kind auch kein menschliches Leben.
Doch, ist es. Der Organismus ist als Körper autonom (das heißt in sich abgeschlossen, ohne Nabelschnur etc.), auch wenn er auf äußere Hilfe Dritter angewiesen ist. (Das sind wir Menschen letztlich alle, unser ganzes Leben lang.)

Du kannst dann weiterfragen, wie es mit Komplikationen bei der Geburt aussieht, wo das Neugeborene auf medizinische Versorgung inklusive Infusionen etc. angewiesen ist. Wenn man hier in Details geht, wird es immer komplizierter, das ist schon klar.

Deswegen gibt es, um das Ganze juristisch handhabbar zu machen, ja auch die 3-Monats-Grenze. Denn in diesem Stadium ist jenseits irgendeines denkbaren Zweifel klar, dass es sich noch um keinen autonomen Organismus handelt.
Ich sage da nur: Wer vögeln kann, kann auch die Konsequenzen tragen.
Dass sie/er das kann, ist doch unbestritten. Die Frage ist, ob eine Frau das muss, ob sie dazu verpflichtet werden kann, ein Kind auszutragen.

Das ist ein sehr komplexes Thema. Und darauf, was jemand „nur sagt“, lässt sich keine allgemeinverbindliche Gesetzgebung aufbauen, nicht einmal eine moralische Maxime. Da braucht man schon ziemlich differenzierte Argumente.
Und ja, auch der Vater.
Ein Mann kann kein Kind austragen. Er kann sich um das geborene Kind kümmern, aber um geborene Kinder geht es bei der Abtreibung ja gerade nicht. Niemand stellt infrage, dass man geborene Kinder nicht töten darf.
Das ist, was du glaubst.
Was ich persönlich glaube, dazu habe ich mich überhaupt nicht geäußert.

Ich habe in extrem komprimierter Form den aktuellen Stand der einschlägigen moralphilosophischen Debatte referiert, um anzudeuten, eine wie schwierige Diskussion das ist, in der Holzhammerparolen à la Abtreibung ist Mord (oder umgekehrt Mein Bauch gehört mir) ganz sicher nicht weiterhelfen.
-1
JoMac
JoMac29.11.18 08:01
Es mag derzeit biologisch/medizinisch so gesehen werden, dass der Embryo noch kein Mensch ist. Allerdings in meinen Augen nicht korrekt, weil anderes außer Acht gelassen wird: Die verschwiegenen Folgen für die Mutter nach der Abtreibung, u.a. Depressionen.
Für mich ein Unding dass es Gesellschaftlich "so" etabliert wurde; in meinen Augen gut durchstrukturierter Mord.
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DogsChief
DogsChief29.11.18 09:41
JoMac
Es mag derzeit biologisch/medizinisch so gesehen werden, dass der Embryo noch kein Mensch ist. Allerdings in meinen Augen nicht korrekt, weil anderes außer Acht gelassen wird: Die verschwiegenen Folgen für die Mutter nach der Abtreibung, u.a. Depressionen.
Für mich ein Unding dass es Gesellschaftlich "so" etabliert wurde; in meinen Augen gut durchstrukturierter Mord.

Ok, die ursprüngliche Diskussion hatte irgendwas mit Samsung und Krebs zu tun. Aber wenn wir schon so weit abschweifen, was ist mit Frauen, die das Kind ungewollt empfangen haben? Schwanger nach Vergewaltigung - passiert ja schon mal. Da macht das Recht keinen Unterschied, auch nicht hier in der Diskussion. Die Welt ist nun mal nicht schwarz und weiss. Weder bei Samsung und deren Managern, auch nicht bei Apple, VW, Mercedes, Bayer, Johnson und Johnson usw. und bei Schwangerschaftsabbrüchen auch nicht
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
+1
JoMac
JoMac29.11.18 13:21
DogsChief
Ok, die ursprüngliche Diskussion hatte irgendwas mit Samsung und Krebs zu tun.
Ich wollte mich gerne melden und die vorige Aussage nicht so stehen lassen, .. meine Meinung sagen.
DogsChief
Aber wenn wir schon so weit abschweifen, was ist mit Frauen, die das Kind ungewollt empfangen haben? Schwanger nach Vergewaltigung - passiert ja schon mal. Da macht das Recht keinen Unterschied, auch nicht hier in der Diskussion. Die Welt ist nun mal nicht schwarz und weiss.
Ja das ist eine heftig schlimme Situation für die Frau. Und da habe ich Verständnis wenn das dann zum Thema wird. (Obwohl es für mich ebenso eine Tötung bleibt). Aber es geht für mich in erster Linie um die 97% anderen Fälle.
Sorry, ich wollte nur darüber meine Meinung kundtun, und nicht den Thread abschweifen lassen.
-1
DogsChief
DogsChief29.11.18 13:37
JoMac

Sorry, ich wollte nur darüber meine Meinung kundtun, und nicht den Thread abschweifen lassen.

Alles gut
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
0
Weia29.11.18 14:48
JoMac
Es mag derzeit biologisch/medizinisch so gesehen werden, dass der Embryo noch kein Mensch ist. Allerdings in meinen Augen nicht korrekt, weil anderes außer Acht gelassen wird: Die verschwiegenen Folgen für die Mutter nach der Abtreibung, u.a. Depressionen.
Was hat die Frage, wie es der Mutter nach einer Abtreibung psychisch geht, damit zu tun, ob ein Embryo schon ein Lebewesen ist? Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Wenn man der Mutter kontrafaktisch einredet, sie habe einen Menschen getötet, erhöht das die Chance, dass sie depressiv wird.

Wenn es Dir um die Folgen für die Mutter geht (Wer verschweigt da etwas? Niemand behauptet, das sei eine leichte Entscheidung), muss aber jedenfalls natürlich die Mutter die sein, die entscheidet.
in meinen Augen gut durchstrukturierter Mord
Nein, Mord ist es eben nun ganz sicher nicht. Dazu fehlen die niederen Beweggründe. Wenn die Mutter so mit der Entscheidung ringt, dass Du selbst schreibst, sie sei gefährdet, depressiv zu werden, schließt das niedere Beweggründe bereits aus.
+2
JoMac
JoMac29.11.18 19:36
Weia
JoMac
Es mag derzeit biologisch/medizinisch so gesehen werden, dass der Embryo noch kein Mensch ist. Allerdings in meinen Augen nicht korrekt, weil anderes außer Acht gelassen wird: Die verschwiegenen Folgen für die Mutter nach der Abtreibung, u.a. Depressionen.
Was hat die Frage, wie es der Mutter nach einer Abtreibung psychisch geht, damit zu tun, ob ein Embryo schon ein Lebewesen ist?
Viel.
Sie hat ein Kind verloren (und nicht nur ein paar „Zellen“ o.ä.) und hat jetzt psychisch damit zu kämpfen. Wegen ein paar Zellen würde keine Krise ausgelöst werden.
Weia
in meinen Augen gut durchstrukturierter Mord
Nein, Mord ist es eben nun ganz sicher nicht. Dazu fehlen die niederen Beweggründe. Wenn die Mutter so mit der Entscheidung ringt, dass Du selbst schreibst, sie sei gefährdet, depressiv zu werden, schließt das niedere Beweggründe bereits aus.
Sorry das ich ungenau war:
Ich beziehe hier alle mit ein, die dies etablieren, organisieren und durchführen.
Deswegen „gut durchstrukturiert“.
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Weia29.11.18 20:18
JoMac
Weia
Was hat die Frage, wie es der Mutter nach einer Abtreibung psychisch geht, damit zu tun, ob ein Embryo schon ein Lebewesen ist?
Viel.
Sie hat ein Kind verloren (und nicht nur ein paar „Zellen“ o.ä.) und hat jetzt psychisch damit zu kämpfen. Wegen ein paar Zellen würde keine Krise ausgelöst werden.
Das ist ein Zirkelschluss. Du begründest Deine Behauptung, ein Embryo sei bereits ein „Kind“, damit, dass es der Mutter nach einer Abtreibung schlecht geht, und der Mutter geht es schlecht, weil ihr gesagt wird, sie hätte ein „Kind getötet“.

Dieser Zirkelschluss ist wie alle Zirkelschlüsse selbststabilisierend. Wenn Du der Mutter sagst, das war nur ein Zellhaufen, geht es ihr nicht schlecht, und damit kannst Du dann begründen, dass es ja tatsächlich nur ein Zellhaufen war. Das ginge als Argument genauso.

Außerdem ist die Wirklichkeit nicht so schwarzweiß. Gerade weil die Entscheidung so schwierig ist, wird so gut wie keine Frau, die davor steht, 100% mit ihrer getroffenen Wahl im Reinen sein, sorum oder sorum. Und sie wird sich im Falle einer Abtreibung oft fragen, wie es wohl gewesen wäre, wenn sie dieses Kind ausgetragen hätte. Das ist wie bei vielen wichtigen Lebensentscheidungen ganz natürlich und sagt überhaupt nichts über den Status eines Embryo aus.

Aber nochmals: Wenn es Dir um das Wohlergehen der Mutter geht, dann überlasse ihr doch die Entscheidung. Wenn sie wahrnimmt, dass sie mit einer Abtreibung psychisch nicht klar kommt, wird sie nicht abtreiben.

Sie „verliert“ jedenfalls kein Kind. Sie entscheidet sich, es nicht in ihrem Körper auszutragen (wodurch das Kind überhaupt erst entstehen würde).
Weia
in meinen Augen gut durchstrukturierter Mord
Nein, Mord ist es eben nun ganz sicher nicht. Dazu fehlen die niederen Beweggründe. Wenn die Mutter so mit der Entscheidung ringt, dass Du selbst schreibst, sie sei gefährdet, depressiv zu werden, schließt das niedere Beweggründe bereits aus.
Sorry das ich ungenau war:
Ich beziehe hier alle mit ein, die dies etablieren, organisieren und durchführen.
Deswegen „gut durchstrukturiert“.
Dadurch wird es aber trotzdem kein Mord. Denn diejenigen, die der Frau in ihrer Situation helfen wollen, tun das ja nun erst recht nicht aus niederen Beweggründen.
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