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OpenAI: „Revolutionäres“ Gerät wird wohl smarter Lautsprecher – Konkurrenz für HomePod und Echo?

Als Apples ehemaliger Chefdesigner Jony Ive und OpenAI ihre Zusammenarbeit verkündeten, um ein mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattetes „revolutionäres“ Gerät zu entwickeln, war das Stoff für jede Menge Spekulationen. Die Vermutungen im Hinblick auf die Hardware reichten von einem KI-Pin oder einem Smartphone über einen Stift bis hin zu einem Roboter. Schon damals war aber auch die Rede von einem smarten Lautsprecher (siehe ). Letztere Annahme scheint sich jetzt zu bestätigen: Beim ersten Device mit OpenAI- beziehungsweise ChatGPT-Logo dürfte es sich tatsächlich um einen Konkurrenten für Apple HomePod, Amazon Echo & Co. handeln – wenn auch mit einem etwas anderen Ansatz.


Mobiler Smartspeaker mit Kamera und Umgebungsanalyse
Im Unterschied zu den genannten Geräten und beispielsweise auch dem Google Nest Hub entwickelt OpenAI nämlich einen mobilen Smartspeaker. Das will der Bloomberg-Journalist Mark Gurman in Erfahrung gebracht haben. Seinem Bericht (Bezahlschranke) zufolge verfügt das Gerät – wenig überraschend – über eine wiederaufladbare Batterie. Außerdem sind einige Teile motorisiert und somit beweglich; dabei handelt es sich wohl um eine Kamera, welche die Umgebung analysieren und den oder die Nutzer verfolgen kann. Diese Eigenschaften unterscheiden den smarten Lautsprecher deutlich vom Apple HomePod, dessen beide Varianten für den stationären Einsatz vorgesehen sind und nicht über eine Kamera verfügen. Ändern könnte sich jedoch zumindest Letzteres beim künftigen Home-Hub, an dem man in Cupertino offenbar seit einiger Zeit arbeitet (siehe ).

Smarter Lautsprecher basiert angeblich auf ChatGPT Live
Wichtiger als die Hardware sind allerdings die von OpenAI geplanten KI-Features. Gurman zufolge wird das Gerät auf ChatGPT Live basieren und dadurch in der Lage sein, zuzuhören während es selbst mit dem Nutzer spricht. Darüber hinaus soll es proaktiv tätig werden können, also Ansagen machen und Informationen liefern, ohne dass es eines Aktivierungsworts bedarf. Wie sich eine derartige Funktion mit europäischen Datenschutzvorschriften und anderen Gesetzen in Einklang bringen ließe, bleibt allerdings abzuwarten.

Kein Display, Vorstellung möglicherweise noch 2026
Über ein Display verfügt der smarte Lautsprecher laut Bloomberg nicht. Das Gerät befindet sich dem Bericht zufolge noch in der Entwicklung. Welche Möglichkeiten es über ChatGPT Live hinaus bietet, etwa eine Smarthome-Steuerung, ist derzeit nicht bekannt. Das Gerät könnte noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit präsentiert und Anfang 2027 auf den Markt gebracht werden. Beides steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich der Rechtsstreit zwischen Apple und OpenAI nicht negativ auf die weitere Entwicklung auswirkt.

Kommentare

macster10015.07.26 12:09
Danke, aber nein danke.
+9
MLOS15.07.26 12:31
Das ist alles, aber nicht revolutionär
+3
maikdrop15.07.26 12:49
Was ist denn hier der UseCase??? Dass Leute das Ding mitnehmen und auf den Tisch stellen, wenn andere dabei sind. Und dann bringt jeder eins mit und die Dinger unterhalten sich alleine.

Und der UseCase für zu Hause!? Das Ding gibt doch niemand mit klaren Verstand Komplettzugriff (Lesen/Schreiben) auf die eigenen Daten. Wenn dann muss OpenAI wie Google ein eigenes Servicesystem aufbauen. Oder soll mich das Ding vollquatschen, wenn ich einen Film gucke!?
+5
Legoman
Legoman15.07.26 12:52
Ein Gerät mit dauerhaft eingeschalteter Kamera und Mikrofon, welches mich auf Schritt und Tritt verfolgt - der feuchte Traum aller Geheimdienste.

maikdrop
Was ist denn hier der UseCase??? Dass Leute das Ding mitnehmen und auf den Tisch stellen, wenn andere dabei sind. Und dann bringt jeder eins mit und die Dinger unterhalten sich alleine.
Ich habe diese wackelnden Kakteen oder Hamster vor Augen, die alles nachplappern und als Gruppe nur noch wilde Geräsche produzieren.
+2
CommodoreVC2015.07.26 13:06
Was bitte ist an einem Lautsprecher, egal ob mobil oder stationär, Revolutionär?
Oder bedeutet Revolutionär in diesem Fall, dass ich die Geheimdienstmitarbeiter quasi an meinen Esstisch einlade Platz zunehmen?
+2
System 6.0.115.07.26 13:45
Ich habe noch drei von diesen revolutionären Dinger in der mini-Version von 2022 im Schrank stehen. Ich brauche keine Revolution zuhause.

Wenn die wer will …
+1
Fontelster
Fontelster15.07.26 14:22
Legoman
Ein Gerät mit dauerhaft eingeschalteter Kamera und Mikrofon, welches mich auf Schritt und Tritt verfolgt - der feuchte Traum aller Geheimdienste.
Nicht nur aller Geheimdienste, sondern aller Werbetreibenden und allen, die ihr Geld sonst mit Daten von und Informationen über Menschen verdienen.
+5
MacTaipan15.07.26 16:20
Wow.
-1
AppleUser2013
AppleUser201315.07.26 22:05
Einsame Menschen bekommen ihren KI Partner, mit dem sie kommunizieren können...
-1
desko7516.07.26 10:04
@AppleUser2013
Ich finde die Vorstellung, eine KI als "Partner" zu haben, echt traurig. Wobei der Griff zu einem "Ersatzprodukt" weniger traurig ist, als der Umstand, dass es für einige Menschen der einzige Zugang zu Kommunikation zu sein scheint. Der Wunsch nach Verbindung und Kommunikation ist da, aber keine passender Fleischsack steht bereit. WTF, Gesellschaft? Und wenn man niemanden zum Sprechen hat, kann so eine Entität, die kein Mensch sein muss, eine Erleichterung sein. Das denke ich auch. Aber nur in einem gewissen Rahmen und auch nur, wenn man es schafft auszublenden, dass eine KI keine echte Wärme und Zuneigung geben kann, kein echtes Interesse oder Empathie. Aber vielleicht reicht das einigen auch, um sich besser zu fühlen. Dann ist das eine gute Sache.
+1

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