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Warum startet ein länger stromloses iPad nicht mehr?
Warum startet ein länger stromloses iPad nicht mehr?
Weia
28.08.26
20:11
Vorneweg: Es geht hier
nicht
um die Lösung eines Problems, das fragliche iPad ist uralt (1. Generation von 2010) und wird seit Jahren nicht mehr genutzt; die Daten sind längst auf dem Nachfolger. Es interessiert mich nur technisch, was passiert sein könnte.
Ich habe dieses iPad 2020 außer Betrieb genommen, aber zunächst in seinem Dock gelassen, das auch mit einem USB-Ladegerät verbunden war. Das iPad war zwar ausgeschaltet (nicht nur Ruhezustand), aber der Akku wurde kontinuierlich aufgefrischt. Wenn ich das iPad alle Jubeljahre aus Nostalgie mal kurz eingeschaltet habe, hat das immer sofort funktioniert, auch wenn der Akku, von USB abgestöpselt, nicht mehr lange hielt. Irgendwann habe ich es dann aber verräumt und es war nicht mehr am Strom angeschlossen, mindestens 2, eher 3 Jahre lang.
Als ich jetzt aus Neugierde versuchte, es wieder einzuschalten, ging erwartungsgemäß zunächst überhaupt gar nichts, der Akku war einfach tiefstentladen und hat die Stromversorgung quasi kurzgeschlossen. Nach über 24 Stunden am USB-Ladegerät wurde aber plötzlich der Start-Apfel sichtbar. Doch dabei blieb es – der Bootvorgang hängt also irgendwo, wo, kann ich natürlich nicht beurteilen, da es ja kein Verbose-Booten gibt.
Strom ist jetzt ja aber da, daran kann es also eigentlich nicht liegen. Was könnte die Ursache sein? Die einzige Vermutung, die mir in den Sinn kommt, ist, dass die interne SSD durch die lange stromlose Zeit ihren Speicherinhalt ganz oder teilweise verloren hat, sodass es kein intaktes iOS zum Booten mehr gibt. Das wäre dann ja aber durchaus eine Warnung mit praktischer Relevanz für andere, zwar selten, aber doch betriebene iPhones und iPads.
Was meint Ihr?
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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+4
Kommentare
Moranai
28.08.26
20:41
Könnte es vielleicht einen ähnlichen Grund haben wie bei MacBooks wenn man dort den Akku ausbaut?
Dass dein Akku im iPad so kaputt ist, dass es jetzt wie ein iPad ohne Akku aussieht und damit Probleme hat?
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0
Weia
28.08.26
20:50
Moranai
Könnte es vielleicht einen ähnlichen Grund haben wie bei MacBooks wenn man dort den Akku ausbaut?
Was soll denn dann bei einem MacBook passieren? Ich habe noch eines von 2004, da ist der Akku aus Sicherheitsgründen schon lange entsorgt, das MacBook läuft mit Netzteil aber einwandfrei.
Wenn der tiefentladene Akku nach wie vor quasi einen Kurzschluss verrusachen würde, dürfte doch auch kein Strom für das Aufleuchten des Apfels auf dem Bildschirm vorhanden sein?
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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+1
RichMcTcNs
28.08.26
21:02
Möglicherweise hat sich in den 24h der Akku soweit reformattiert, dass er genug Leistung bietet, den Apfel anzuzeigen, die Spannung aber dann bei der ersten leichten Belastung zusammenbricht. Und ...Aus.
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+3
TomDsh
28.08.26
21:32
Weia
Als ich jetzt aus Neugierde versuchte, es wieder einzuschalten, ging erwartungsgemäß zunächst überhaupt gar nichts, der Akku war einfach tiefstentladen und hat die Stromversorgung quasi kurzgeschlossen. Nach über 24 Stunden am USB-Ladegerät wurde aber plötzlich der Start-Apfel sichtbar.
Der Effekt trat auch bei meinem iPad (7.Gen) auf, nachdem es 4 Monate einfach in der Schublade lag. Hat mit dem Alter nichts zu tun.
Und entweder wird etwas kurzgeschlossen oder nicht. Kurzschluss durch Temperatur-Veränderung - ja. Aber durch stromlos machen? Unwahrscheinlich. Ich denke, Apple schreibt die Bootsequenz ins ROM und das wird es erst wieder "lebendig", wenn alle Kondensatoren aufgeladen sind und eine Mindestspannung anliegt. So würde ich es jedenfalls konstruieren.
Zur Sicherung wichtiger Daten sollten SSDs regelmäßig (z. B. einmal im Jahr) an Strom angeschlossen werden, damit der Controller die Zellen auffrischt, oder es sollten stattdessen magnetische Festplatten (HDDs) für die Langzeitlagerung verwendet werden. Das hat sich nach meinem Wissensstand nicht geändert.
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+1
TomDsh
28.08.26
21:34
Weia
Was soll denn dann bei einem MacBook passieren? Ich habe noch eines von 2004, da ist der Akku aus Sicherheitsgründen schon lange entsorgt, das MacBook läuft mit Netzteil aber einwandfrei.
Das Macbook hat eine SSD oder eine HD?
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0
caMpi
28.08.26
22:01
Weia
Moranai
Könnte es vielleicht einen ähnlichen Grund haben wie bei MacBooks wenn man dort den Akku ausbaut?
Was soll denn dann bei einem MacBook passieren? Ich habe noch eines von 2004, da ist der Akku aus Sicherheitsgründen schon lange entsorgt, das MacBook läuft mit Netzteil aber einwandfrei.
Ich meine, dass gerade neuere Geräte nicht mehr ohne angeschlossenen Akku betrieben werden können.
Das könnte es sein, also Fehler bei der Stromversorgung, durch mangelnde Leistung, etc.
Oder die genannte Demenz des Flashspeichers, was sich durch Wiederherstellen per DFU-Mode bestätigen ließe.
Oder ein sonstiger HW-Defekt, wie z.B. RAM.
„Keep IT simple, keep IT safe.“
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+3
bmonno2
28.08.26
22:24
Es geht um ein iPad 1, nicht um ein MacBookPro !
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-1
Weia
29.08.26
05:17
TomDsh
Das Macbook hat eine SSD oder eine HD?
HD.
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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0
ttwm
29.08.26
07:56
Weia
Als ich jetzt aus Neugierde versuchte, es wieder einzuschalten, ging erwartungsgemäß zunächst überhaupt gar nichts, der Akku war einfach tiefstentladen und hat die Stromversorgung quasi kurzgeschlossen. Nach über 24 Stunden am USB-Ladegerät wurde aber plötzlich der Start-Apfel sichtbar. Doch dabei blieb es – der Bootvorgang hängt also irgendwo, wo, kann ich natürlich nicht beurteilen, da es ja kein Verbose-Booten gibt.
Hast Du mal andere USB-Ladegräte ausprobiert?
Das iPhone meiner Holden war auch über ein Jahr nicht mehr am Lader und tiefentladen. Der Versuch, es an einem neuen Anker GaN-Ladegerät wieder aufzuladen, hat – mehrfach versucht – das gleiche Ergebnis wie bei Dir gebracht. Aber an meinem alten Bluelounge Sanctuary 4 ging es dann auf Anhieb.
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0
Mr. Pink
29.08.26
08:32
Weia
Was soll denn dann bei einem MacBook passieren? Ich habe noch eines von 2004, da ist der Akku aus Sicherheitsgründen schon lange entsorgt, das MacBook läuft mit Netzteil aber einwandfrei.
iBook oder PowerBook, MacBooks gab es im Jahr 2004 nicht.
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+1
Buginithi
29.08.26
08:48
Intel Macbooks laufen auch ohne Akku. Allerdings mit reduzierter Leistung, weil nur der Akku bei hoher Last genügend Strom liefern kann. Das schafft das Ladegerät nicht. Daher wird die Leistung gedrosselt damit das System nicht abstürzt.
Beim iPad wird der Akku tot sein. Allein das iPad so lange im Dock zu lassen war nicht gut. Das hat wahrscheinlich den Akku schon geschädigt. Dann das lange liegen lassen gab den Akku den Rest. Der Akku zieht so viel Strom, dass für das System nicht genug übrig ist und beim booten hängen bleibt.
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+4
Weia
29.08.26
11:26
Mr. Pink
Weia
Was soll denn dann bei einem MacBook passieren? Ich habe noch eines von 2004, da ist der Akku aus Sicherheitsgründen schon lange entsorgt, das MacBook läuft mit Netzteil aber einwandfrei.
iBook oder PowerBook, MacBooks gab es im Jahr 2004 nicht.
Stimmt, damals hieß das ja noch
PowerBook
.
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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+1
Weia
29.08.26
11:33
ttwm
Hast Du mal andere USB-Ladegräte ausprobiert?
Bis jetzt nicht, aber aufgrund Deiner Erfahrung werde ich das mal machen. Ich hatte allerdings schon ein vermeintlich besonders starkes Ladegerät benutzt, muss ich also genau überlegen, welches ich nehme, denn vermutlich werde ich in jedem Fall ja wieder lange warten müssen, bis sich überhaupt was tut.
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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0
Weia
29.08.26
11:47
Buginithi
Intel Macbooks laufen auch ohne Akku. Allerdings mit reduzierter Leistung, weil nur der Akku bei hoher Last genügend Strom liefern kann. Das schafft das Ladegerät nicht. Daher wird die Leistung gedrosselt damit das System nicht abstürzt.
Interessant. Dass der Akku auch die Funktion eines Power-Boosters hat, ist ja angesichts von 85W-oder-so-Ladegeräten einleuchtend, war mir bis jetzt aber überhaupt nicht klar.
Beim iPad wird der Akku tot sein.
Das sicherlich. Nur ob das zu dem jetzigen Verhalten führen kann, ist mir halt unklar. Wäre der Apfel niemals sichtbar geworden und das Gerät völlig tot geblieben, hätte ich mich weniger gewundert.
Allein das iPad so lange im Dock zu lassen war nicht gut. Das hat wahrscheinlich den Akku schon geschädigt.
Wieso das? Es gibt doch ein Lademanagement? All meine akkubetriebenen Geräte hängen grundsätzlich am Ladegerät, wenn ich nicht gerade mit ihnen unterwegs bin. Schließlich will ich ja, dass der Akku garantiert voll ist, wenn ich mal mit ihnen unterwegs bin, was eher selten und unregelmäßig/unvorhersehbar der Fall ist. Und wenn ein akkubetriebenes Gerät nicht möglichst ununterbrochen am Ladegerät hinge, würde doch nur die Zyklenzahl des Akkus unnötig steigen.
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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+1
TMS
29.08.26
14:45
Weia
Buginithi
Allein das iPad so lange im Dock zu lassen war nicht gut. Das hat wahrscheinlich den Akku schon geschädigt.
Wieso das? Es gibt doch ein Lademanagement? All meine akkubetriebenen Geräte hängen grundsätzlich am Ladegerät, wenn ich nicht gerade mit ihnen unterwegs bin. Schließlich will ich ja, dass der Akku garantiert voll ist, wenn ich mal mit ihnen unterwegs bin, was eher selten und unregelmäßig/unvorhersehbar der Fall ist. Und wenn ein akkubetriebenes Gerät nicht möglichst ununterbrochen am Ladegerät hinge, würde doch nur die Zyklenzahl des Akkus unnötig steigen.
Das Apple-"Lademanagement" ist bei einem 16 Jahre alten Gerät irrelevant. Akkus werden durch dauernde Volladung = maximale Spannung schneller geschädigt. Das "Management" des alten iPads konnte nicht auf 60% Status gesetzt werden, was sinnvoll gewesen wäre.
Die Überlegung mit der Zyklenzahl ist eine Milchbub-Rechnung. Auch wenn es dauernd and Ladegerät hängt, passieren da quasi Zyklen, dank Selbstentladung (die bei vollem Ladezustand höher ist) - nur wird das dann vermutlich nicht gezählt. Der Akkustand oszilliert da jedenfalls auf ganz hohem Niveau zwischen Laden und Nichtladen.
Auf jeden Fall ist der Akku sehr tot. Ob es "nur" am Akku liegt oder sonst noch was klemmt am Gerät, kriegst Du nur raus, wenn Du Dir den Spaß gönnst, den Akku zu wechseln...
Aber ob Dein Erkenntnisinteresse so groß ist?
Hilfreich?
+2
Weia
29.08.26
15:02
TMS
Das Apple-"Lademanagement" ist bei einem 16 Jahre alten Gerät irrelevant. Akkus werden durch dauernde Volladung = maximale Spannung schneller geschädigt. Das "Management" des alten iPads konnte nicht auf 60% Status gesetzt werden, was sinnvoll gewesen wäre.
Die Überlegung mit der Zyklenzahl ist eine Milchbub-Rechnung. Auch wenn es dauernd and Ladegerät hängt, passieren da quasi Zyklen, dank Selbstentladung (die bei vollem Ladezustand höher ist) - nur wird das dann vermutlich nicht gezählt. Der Akkustand oszilliert da jedenfalls auf ganz hohem Niveau zwischen Laden und Nichtladen.
Das leuchtet ein.
Auf jeden Fall ist der Akku sehr tot. Ob es "nur" am Akku liegt oder sonst noch was klemmt am Gerät, kriegst Du nur raus, wenn Du Dir den Spaß gönnst, den Akku zu wechseln...
Aber ob Dein Erkenntnisinteresse so groß ist?
In diesem Fall eher nicht …
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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+2
Roony
30.08.26
20:01
mal doof gefragt: hat denn das iPad lange "richtig" genug geladen oder ist nur die Buchse verdreckt und der Akku bekam gar nicht richtig Ladestrom.
Hilfreich?
-1
Weia
30.08.26
20:58
Roony
mal doof gefragt: hat denn das iPad lange "richtig" genug geladen oder ist nur die Buchse verdreckt und der Akku bekam gar nicht richtig Ladestrom.
Eine verdreckte Buchse kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, denn das iPad stand 99% seiner Lebenszeit ja im Dock (und ich gehe generell sehr sorgsam mit Dingen um).
Beim Ausprobieren verschiedener Ladegeräte habe ich jetzt aber durch Zufall entdeckt, dass – bei allen Ladegeräten gleichermaßen – bei einem Druck auf die Home-Taste die Ladeanzeige (also diese stilisierte liegende Rundzelle mit rotem Ring am linken Rand/Boden) erscheint. Ich lasse das jetzt nochmals 24 Stunden laden und schaue ab und an, ob sich da irgendwas am Ladezustand tut.
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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+3
schlawuzelbaer
31.08.26
10:00
Beim Hochfahren des OS wird mehr Energie benötigt als das Ladegerät momentan liefern kann. Der Akku wird daher als Puffer benötigt. Da er mittlerweile defekt ist, wird das nicht mehr funzen. Ob durch ein stärkeres Ladegerät mehr zugelassen wird, ist sehr fraglich. Durch lange Ladezeiten (Wärme) kann man den Sterbeprozeß des Akkus beschleunigen.
Hilfreich?
+3
Weia
31.08.26
15:01
Spannende neue Entwicklungen: Nach nochmaligem längeren Laden – an verschiedenen Ladegeräten bzw. meinem Mac Pro mit Mojave – blieb zunächst alles beim Alten: der Apfel erscheint, aber dann passiert nichts mehr und insbesondere kann ich auch in keiner Form mit dem iPad interagieren; namentlich bewirkte weder ein Druck auf die Ein-Aus-Taste noch auf den Home-Button irgendetwas, weswegen ich eben zu der Auffassung gelangt war, das iPad würde softwaremäßig „hängen“.
Ich plante aber noch den Tipp von
caMpi
mit dem DFU-Modus ausprobieren und habe zur Vorbereitung gelesen, wie man den aktiviert (8-10 s Ein-Aus-Taste
und
Home-Button drücken, dann nur Ein-Aus-Taste loslassen). Als ich das versuchsweise schonmal tat, obwohl das iPad da gerade an einem Netzteil und nicht via USB am Mac hing, verschwand zu meiner Überraschung der Apfel, so wie es im DFU-Modus sein sollte – in jedem Fall reagierte das iPad erstmals auf irgendetwas. Ich habe das iPad dann vom Netzteil abgenabelt und bin zum Mac geflitzt in der Hoffnung, dass der Akku zumindest diese kurze Zeit überleben würde, und das tat er auch: Als ich das iPad mit dem Mac verband, erklang ein Ping und
iTunes
meldete ein im DFU-Modus angeschlossenes Gerät.
Die Frage, ob ich iOS erneut auf das Gerät aufspielen wolle, habe ich dann natürlich bejaht, woraufhin
iTunes
iOS 5.1 (sic!) herunterlud und zu installieren begann. Das war es dann aber auch. Danach gab es auf
iTunes
keinerlei sichtbare Rückmeldung mehr über das Geschehen, und auch nach mehreren Stunden wurde kein angeschlossenes fertig installiertes iPad erkannt.
iTunes
scheint bemerkenswerterweise also zwar iOS 5.1 noch herunterladen und aufspielen zu können, erkennt das fertig installierte iOS-5.1-Gerät dann aber nicht mehr (vermutlich, weil iOS 5.1 zu alt ist).
Ein Druck auf den Home-Button enthüllte dann aber ein funktionierendes, jungfräuliches iPad, das auf seine Konfiguration wartete.
Die ging zunächst auch problemlos voran (Spracheinstellungen, WLAN, …) bis zu dem Punkt der „Aktivierung“. Da kam dann die Fehlermeldung:
Ihr iPad konnte nicht aktiviert werden, da der Aktivierungsserver nicht erreichbar ist. Versuchen Sie, das iPad über iTunes zu aktivieren oder probieren Sie es in einigen Minuten erneut.
Das geht aber natürlich nicht, da
iTunes
das iPad ja nicht erkennt (obwohl zwischen dem iPad 1 und macOS Mojave ja nur 8 Jahre liegen).
Hier kam nun das grandiose
iMazing
zu Hilfe (unabhängig vom Verwendungszweck eines der besten, perfekt in macOS integrierten Third-Party-macOS-Programme, die ich kenne), das das iPad problemlos erkennt und eine Fülle an Daten liefert, so auch zum Akku: der hat nach 1161 Ladezyklen (und mehrjähriger Tiefentladung 🙄) noch 2001 von ursprünglich 6500 mAh, gibt 3989 mV ab und ist nun 100% geladen.
Ich werde nun versuchen, ob sich das iPad auch via
iMazing
aktivieren lässt oder ob ich einfach das Backup zurückspielen kann. Es interessiert mich jetzt schon, ob ich das Ding prinzipiell wieder betriebsbereit kriegen würde.
Herzlichen Dank an
caMpi
für den entscheidenden Tipp!
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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