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Belastungstest mit Pixel 11 Pro Fold: Ähnliches Problem wie bei Vorgängern

Smartphones sind gelegentlich extremen Belastungen ausgesetzt – meistens allerdings ungewollt. Wie gut ein Gerät derlei Strapazen übersteht, lässt sich im Voraus schwer vorhersagen. Hersteller werben oftmals mit Vervielfachungen von Kratz- und Biegeresistenzen, doch Vergleichszahlen gibt es nicht. Der YouTube-Kanal „JerryRigEverything“ hat sich der Aufgabe angenommen, neue Smartphones allen möglichen Belastungen auszusetzen; dies endet meist in der kompletten Zerstörung des Geräts. Beim jüngst vorgestellten Pixel 11 Pro Fold offenbarte sich eine strukturelle Schwäche, welche bereits in den Vorgängern auftauchte.


Wie üblich begann Tester Zach Nelson mit einem Kratztest auf dem inneren sowie äußeren Display. Der mit Glas bedeckte Außenbildschirm widerstand Kratzern bis Härtestufe 5; ab Stufe 6 blieben dauerhafte Spuren. Das Innendisplay ist mit einer Kunststoffschicht bedeckt, welche bei Härtestufe 2 aufgibt – das entspricht in etwa der von Fingernägeln. Ein Strandbesuch mit einem Pixel 11 Pro Fold ist keine gute Idee: Sand und Staub gelangen leicht ins Scharnier und richtet dort auf Dauer Schäden an.

Strukturelle Schwäche
Bei der ersten Begutachtung fiel Nelson auf, dass die Aussparungen im Aluminiumrand an derselben Stelle angebracht sind wie bei den Vorgängern: Die kunststoffbedeckten Bereiche für Funkantennen sind beidseitig nah am Scharnier. Dementsprechend war dies die Stelle, bei dem beide Gerätehälften im Biegetest nachgaben – das Gerät war recht schnell dauerhaft verbogen und damit unbrauchbar. Anders als in vorherigen Jahren sprang dabei allerdings auch die Glasscheibe des Außendisplays ab; sie ist offenbar recht leicht auszutauschen.

Resistente Rückseite
Lobend hob Zach Nelson die kunststoffbewehrte Rückseite hervor – sie war am schwersten zu zerkratzen. Zudem fing der Akku des Pixel 11 Pro Fold nach dem Biegen kein Feuer wie der Vorgänger in derselben mechanischen Extrembelastung. Auch das Scharnier selbst blieb dieses Mal bei seinem Biegetest intakt. Das aktuelle Samsung Galaxy Z Fold8 Ultra hielt der Tortur allerdings deutlich besser stand.

Im nächsten Monat: iPhone Ultra
Die gleichermaßen unterhaltsame wie schwer zu ertragende Zerstörungsorgie hochwertiger Elektronik gibt Besitzern des entsprechenden Modells wichtige Einsichten, welche Nutzungsszenarien sie tunlichst vermeiden sollten. JerryRigEverything behandelt alle Hersteller gleich: Zach Nelson kündigte bereits an, Apples erstes faltbares Smartphone mit derselben Prozedur malträtieren zu wollen.

Kommentare

Blaubierhund
Blaubierhund28.08.26 17:51
Diese Klapp-Handys sind eine Sackgasse. In ein paar Jahren guckt niemand mehr auf ein Gerät mit Display: Die KI sitzt direkt im Ohr und blendet alles notwendige in der Brille/Kontaktlinse ein. Das Smartphone hat seinen Zenit schon überschritten.
Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können! (Anneliese Bödecker)
-19
Moranai
Moranai28.08.26 18:24
Blaubierhund

Glaube ich nicht. Für einige Sachen kommt man an einem Display mit Touch nicht vorbei. Navigation oder Texte gehen vielleicht noch, wobei ich die Texte nicht in der Öffentlichkeit diktieren möchte. Spiele ohne touch werden auch nicht laufen. Der Human ai pin ist auch deswegen so gefloppt, weil man damit nichts machen kann. KI schön und gut aber nicht alles kann man nur mit KI machen. Fotos machen geht auch mit dem Gerät in der Hand am besten.
+5
semmelroque
semmelroque28.08.26 18:56
Blaubierhund

Wird ja immer absurder. Ich möchte weder eine KI, noch irgendwas anderes in meinem Ohr und auch keine „Displays“ vor oder in meinen Augen haben.
+20
K-Roc
K-Roc28.08.26 20:29
Ich hoffe, das neue Rückseitenmaterial ist etwas stumpfer als beim Pixel 10 Pro, diese Geräte drehten gern auf MagSafe-Autohaltern in flott gefahrenen Serpentinen.

Die Pixel 11 Serie soll wohl noch von GrapheneOS profitieren können, was einen zusätzlichen Mehrwert darstellen würde.
+1
L-E29.08.26 10:14
Nach diesem "Test" ist also wieder klar, dass Besitzer solcher Handies das Gerät nicht mit Gewalt in die falsche Richtung biegen sollten.
+3
Dunnikin
Dunnikin29.08.26 12:11
Der Test ergab genau das, was man erwarten kann.

Ein solches Display kann nicht kratzfest sein, weil man es sonst nicht falten könnte. Oder doch, einmal

Gut, übermäßig nach hinten zu biegen ist kein reales Nutzungsszenario. So dämlich wird ja kaum jemand sein.

Sand oder sonstiges Zeug, dem man draußen begegnet, inklusive Witterung, muß ein solches Gerät bei mir wegstecken können. Daher scheidet ein faltbares Smartphone bei mir aus. Die Dinger würden bei meiner Nutzung nicht länger als sechs Monate überstehen.
+5
L-E29.08.26 15:47
Er hätte auch mit einem Vorschlaghammer draufschlagen können. Die Aussagekraft wäre in etwa die gleiche wie bei seinem Biege"test".
-4
PythagorasTraining
PythagorasTraining29.08.26 17:59
Alle mit langen Fingernägeln 💅 sind nicht in der Zielgruppe. Interessant 🧐.
a² + b² = c² ist nicht der Satz des Pythagoras!
+1
K-Roc
K-Roc29.08.26 18:34
K-Roc
Die Pixel 11 Serie soll wohl noch von GrapheneOS profitieren können, was einen zusätzlichen Mehrwert darstellen würde.

Jetzt sieht die Situation schon anders aus...

Wenn ich das richtig verstehe, scheint laut GrapheneOS den Pixel 11-Modellen eine sicherheitsrelevante Komponente zu fehlen, so dass ein Einsatz darauf keinen Sinn mehr macht:

"We're unable to complete the port due to lack of support for ARM hardware memory tagging in software, firmware and near certainly hardware."

Quelle (gibt dort auch lobende Worte für das iPhone 17):

Gut, Motorola als künftigem Kooperationsparter bietet auch interessante Modelle...
+1
Maxlgraf30.08.26 07:26
Wer ein Gerät misshandelt, macht es kaputt. DAS MUSS EINEM JA MAL GESAGT WERDEN!
+4
L-E30.08.26 19:04
Eben. Kein Nutzer malträtiert sein Gerät so wie dieser Wichtigtuer. Solche brachialen "Tests" sind daher völlig sinnfrei. Aber Hauptsache, man hat Klicks auf Youtube.
+2
Raziel131.08.26 08:24
Moranai
Der Human ai pin ist auch deswegen so gefloppt, weil man damit nichts machen kann.

Der ist nur gefloppt weil sie das Produkt am Ende überschnell released haben und sie nichts von dem versprochenen liefern konnten. Konzept etc waren seiner Zeit voraus und sie haben bei den Ideen und der Hardware sehr viel genau richtig gemacht. Bringt aber alles nichts wenn es am Ende nicht funktioniert hat am Release Zeitpunkt und der Zug dann für sie abgefahren war.

Was @Blaubierhund sagt ist aber richtig. Genauso wie heute kaum jemand den Rechner hochfährt weil man am Handy doch alles schneller besser und sofort verfügbar viel schneller erledigen kann ist das gleiche mit Ki. Die wenigstens nutzen noch Google um was zu suchen und es gibt unendliche Möglichkeiten was KI bequemer erledigen kann. Bin da immer wieder überrascht wie viel solchen Technologischen Wandel nicht sehen können, selbst wenn er sich direkt vor ihren Augen abspielt. Und am Ende ist es dann wieder undenkbar das es jemals anders war.

Ohne Grund arbeiten nicht derzeit fast alle an den passenden Wearables Konzepten. Und wie immer braucht es am ende nur einen einzigen, wie damals Apple beim Smartphone, der es gut macht um alle zu überzeugen.

Das Problem ist selten das Konzept bei technologischen Wandel, sondern nur die Umsetzung. Aber wenn es einen gibt der diese Hürde nimmt, tritt das wieder eine neue Generation los.
+2
slmnbey
slmnbey31.08.26 11:14
K-Roc
Ich hoffe, das neue Rückseitenmaterial ist etwas stumpfer als beim Pixel 10 Pro, diese Geräte drehten gern auf MagSafe-Autohaltern in flott gefahrenen Serpentinen.

Die Pixel 11 Serie soll wohl noch von GrapheneOS profitieren können, was einen zusätzlichen Mehrwert darstellen würde.

Leider lässt sich GrapheneOS noch nicht gänzlich installieren und so nutzen wie es vorgesehen ist. Denn es wurden aus "Kostengründen" die Unterstützung für ARM Memory Tagging in Software, Firmware und sehr wahrscheinlich auch in der Hardware entfernt. Dieses Defizit, was von Kuketz beschrieben wird, ist ein Sicherheitsmagel - und sicher auch für Leute die gerade aus Sicherheit auf GrapheneOS setzen.
Gefundene Rechtschreibfehler dürfen behalten werden!
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slmnbey
slmnbey31.08.26 11:27
K-Roc
K-Roc
Die Pixel 11 Serie soll wohl noch von GrapheneOS profitieren können, was einen zusätzlichen Mehrwert darstellen würde.

Jetzt sieht die Situation schon anders aus...

Wenn ich das richtig verstehe, scheint laut GrapheneOS den Pixel 11-Modellen eine sicherheitsrelevante Komponente zu fehlen, so dass ein Einsatz darauf keinen Sinn mehr macht:

"We're unable to complete the port due to lack of support for ARM hardware memory tagging in software, firmware and near certainly hardware."

Quelle (gibt dort auch lobende Worte für das iPhone 17):

Gut, Motorola als künftigem Kooperationsparter bietet auch interessante Modelle...
Ah Sorry! Hab deinen zweiten Post übersehen
Gefundene Rechtschreibfehler dürfen behalten werden!
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