Apples dynamischer EU-Stromadapter mit Spring-Mechanik


Nimmt man sein Mobilgerät mit auf Reisen, sollte man nicht nur das Gerät selbst in die Kalkulation des Gepäckbedarfs einbeziehen, sondern auch das Netzteil: Kaum ein Geräteakku übersteht einen mehrtägigen Ausflug ohne erneutes Aufladen. Neben dem ohnehin meist klobigen Transformator erschweren die standardisierten Steckkontakte das Verstauen. Bisher setzte Apple auf abnehmbare (und durch Kabel ersetzbare) Adapter. Bei der EU-Version des neuen
Dynamic Power Adapter hat sich Apple allerdings etwas Neues einfallen lassen: ausfahrbare Steckkontakte.
Der ausfahrbare Kontakt zur Steckdose besteht aus zwei Komponenten – der sechseckigen Basis und den beiden teilisolierten Stiften. Drückt man die Kunststoffbasis in Richtung Gehäuse, versenken sich die Stifte in der Basis und die Basis im Gehäuse, bis beide komplett im Korpus verschwunden sind. Der resultierende abgerundete Quader lässt sich deutlich bequemer verstauen. Und geht es ans Laden, drückt man auf den Schalter auf der Oberseite, und der Stecker fährt in Sekundenbruchteilen heraus – wie ein Springmesser, aber deutlich ungefährlicher.
Leistungs- und preisstarkDas neue Gerät lädt angeschlossene Smartphones, Tablets und Laptops über einen USB-C-Adapter. Um maximale Leistung bei möglichst kleinem Gehäuse zu ermöglichen, liefert das Netzteil zeitweilig bis zu 60 Watt – aber nur, solange es dabei nicht überhitzt. Ein
Teardown der US-Version zeigt einen PI-Semi-Chip, eigens für Apple gefertigt. Dieser beobachtet beim Laden die Temperatur und regelt bei zu großer Hitze auf 40 Watt Ladeleistung herunter. Apple verlangt 45 Euro für das innovative Netzteil, ein USB-C-Kabel liegt nicht bei. Zum Vergleich: Ein vergleichbar teurer
Ladeadapter des Markenherstellers Anker setzt auf klappbaren Stecker, lädt mit bis zu 70 Watt, integriert drei USB-Buchsen und legt ein Kabel bei.
Nachteil für WeltenbummlerApple macht bisher keine Angaben zu Ausmaßen und Gewicht des Dynamic Power Adapters, der sich jetzt vorbestellen lässt – am 22. September beginnt der EU-weite Verkauf. Auf Vergleichsbildern erscheint er deutlich kleiner als das 30-W-Netzteil, welches Apple bisher für iPhone 17, iPad etc. empfiehlt. Für Vielreisende ist die neue Version mit Springstecker nur bedingt geeignet, da der integrierte Stecker auf einen austauschbaren Adapter verzichtet. Reist man in Länder mit anderen Steckdosen, hilft das Apple Travel Adapter Kit (oder ein lokal erworbenes
C7-Kabel) nicht weiter – man muss ein zweites Netzteil erwerben.