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Mac Studio M5 Ultra – weitere Gerüchte zu Ausstattung und Zeitplanung

Anfang des Jahres galt es als ziemlich sicher, im März oder spätestens April eine neue Generation des Mac Studio zu sehen. Das aktuelle Modell setzt in der Maximalkonfiguration auf einen M3 Ultra, die nächste Serie soll hingegen einen M5 Ultra mitbringen. Bekanntlich ist der M5 in der Basisversion sowie den Ausbaustufen Pro und Max längst verfügbar, der M5 Ultra für den Mac Studio fehlt jedoch weiterhin. Angeblich hatte Apple auch einen Märztermin angepeilt, sich dann aber aufgrund der immer schwierigeren Lage auf dem Speichermarkt zu einem vorsichtigeren Vorgehen entschlossen. Mark Gurman geht in einem Artikel noch einmal auf das Gerät ein.


M5 Ultra im Herbst, oder gar Frühjahr 27?
Wie schon in einem vorherigen Artikel diskutiert, könnte der Mac Studio M5 Ultra erscheinen, wenn längst der erste M6 auf dem Markt ist – und bei noch längeren Verzögerungen sogar zusammen mit dem M7 (siehe Meldung). Allerdings hält Gurman weiterhin eine Veröffentlichung zum Jahresende für denkbar.

Bis zu 768 GB Unified Memory
Die Hardware-Specs sollen es jedenfalls in sich haben. Erwartet werden bis zu 36 CPU- und 80 GPU-Kerne. Letzteres würde sich zwar nicht vom M3 Ultra unterscheiden, allerdings handelt es sich nun einmal um einen Sprung um gleich zwei Chip-Generationen. Während die vorherige, inzwischen aber eingestellte Maximalkonfiguration maximal 512 GB Unified Memory mitbrachte, sollen es beim nächsten Mac Studio gar 768 GB sein. Das richtet sich selbstverständlich nicht an normale Anwender, schon aufgrund des zu erwartenden Preises von deutlich mehr als 10.000 Dollar. Wer allerdings lokal große KI-Modelle ausführen möchte und nicht so sehr auf die Hardwarekosten schaut, erhielte dann ein mächtiges Gesamtsystem.

Mac Studio M3 Ultra: Faktisch nicht verfügbar
Derzeit gibt es den Mac Studio M3 Ultra nur noch mit 96 GB Arbeitsspeicher, seit der Preisanpassung schlägt das mit 6.299 Euro zu Buche. Angesichts der Lieferzeit von drei bis vier Monaten dürften sich jedoch nicht viele Kunden finden, die momentan zu besagtem Gerät greifen. Möglicherweise setzt Apple die Prognose schlicht deswegen so hoch an, weil im September/Oktober die M5-basierte Generation auf den Markt kommt.

Kommentare

t.stark
t.stark26.06.26 16:47
Wann wohl der erste mac studio mit der gleichen oder höheren maximalen RAM-Ausstattung herauskommt, der an Mac pro von 2019 (1,5TB) herankommt?
0
ttwm26.06.26 17:03
Und was wäre dann?
-6
erikhuemer
erikhuemer26.06.26 17:10
Selbst wenn sie 20.000 dafür verlangen, werden sie nicht genug produzieren können. Macs sind beliebt für lokale LLM Projekte.
Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen. Albert Einstein
+3
UWS26.06.26 17:29
…zumindest versuchen ein paar Vögel mit M3 Ultras und 512 GB RAM auf eBay ne Schnitte zu machen
There is no cloud…it’s just someone else’s computer.
0
Raziel126.06.26 19:06
Kaum zu glauben das wir für unseren M1 Ultra nur 1400€ gezahlt haben vor nem Jahr 😅
+4
Metti
Metti27.06.26 14:36
erikhuemer
Selbst wenn sie 20.000 dafür verlangen, werden sie nicht genug produzieren können. Macs sind beliebt für lokale LLM Projekte.

Welche Macs (welche Minimalanforderung?) sind dafür denn geeignet und mit welcher LLM kann man den nutzen?
0
udrabo
udrabo27.06.26 18:57
Metti
Welche Macs (welche Minimalanforderung?) sind dafür denn geeignet und mit welcher LLM kann man den nutzen?

Es kommt vor allem auf Speicherbandbreite und RAM an:
Die RAM-Größe bestimmt, wie groß die Modelle sein können, mit denen man arbeiten kann. Die Speicherbandbreite bestimmt, wie performant das funktioniert.

Ich habe hier das MacBook Pro mit M5 Max Prozessor und 128 GB Arbeitsspeicher. Das hat eine Speicherbandbreite von ca. 600 GB/s. Das ist nach einem Mac Studio mit 800 Gb/s das aktuell beste verfügbare Gerät. (Glücklicherweise habe ich es schon hier stehen. Der Preisaufschlag von gestern ist krass!)

Gelegentlich nutze ich hier lokal Mistral Medium 3.5:128b. Das nimmt sich dann ziemlich viel von meinem RAM.
Programmier-Arbeiten mache ich mit Qwen3.6:27b-coding-mxfp8. Das nimmt sich je nachdem zwischen ca. 25–35 GB RAM.

Für andere Aufgaben verwende ich meistens qwen3.6:35b und bin damit sehr zufrieden. Das benötigt ebenfalls 25–30 GB RAM.

Da ich einen Großteil des Tages auf dem Laufband arbeite, diktiere ich viel. Dann lasse ich Mistral-Small3.2:24b automatisch im Hintergrund über die Aufnahmen drübergehen. Das verbessert die Diktatqualität ungemein.

Mistral-Small braucht ca. 25 GB RAM.

Ich verwende Ollama, um diese Modelle hier lokal laufen zu lassen und als Benutzeroberfläche Open WebUI.
+6
udrabo
udrabo27.06.26 19:14
Metti
Welche Macs (welche Minimalanforderung?) sind dafür denn geeignet und mit welcher LLM kann man den nutzen?
Um deine Frage direkter zu beantworten:
• Mac mini M4 Pro 48 GB, 273 GB/s, moderate Geschwindigkeit
• MacBook Pro M4 Max 14-core 36 GB, 410 GB/s spürbar schneller

Da kannst du Qwen3.6 oder Mistral-Small3.2 drauf laufen lassen.
Das sind die, mit denen ich Erfahrungen habe.
+3
gfhfkgfhfk27.06.26 20:18
Metti
Welche Macs (welche Minimalanforderung?) sind dafür denn geeignet und mit welcher LLM kann man den nutzen?
Es betrifft wegen der Speicherbandbreite und der Speichergröße in erster Linie den den Max und Ultra Chip. Für AI sind die Desktops besser geeignet wie die Notebooks, aber Apple bietet momentan keinen Chip aus der 5. Generation in Desktops an, und hat die Speicherausstattungen beschnitten.

Als Basis für einen Vergleich: die nVidia Blackwell Profigrafikkarten
  • RTX Pro 2000, 16GB, 288GB/s
  • RTX Pro 4000 SFF, 24GB, 432GB/s
  • RTX Pro 4000, 24GB, 672GB/s
  • RTX Pro 4500, 32GB, 896GB/s
  • RTX Pro 5000, 48GB bzw. 72GB, 1344GB/s
  • RTX Pro 6000, 96GB, 1792GB/s
Und die nVidia AI/HPC GPGPUs, die allesamt über NVLink verclustert werden können. Die NVLink Bandbreite liegt bei Hopper nur bei 900GB/s, die Blackwell schaffen 1,8TB/s. Die Hopper Karten werden noch immer als „preisgünstige“ Einsteigerlösung genutzt, da man 1, 2 oder 4 Karten in einem Standardserver verclustern kann. Für mehr GPUs werden spezielle Systeme benötigt, die über interne NVLink Switche verfügen. Das treibt den Preis massiv in die Höhe. Das Maximum sind die nVidia Blackwell NVL72 Systeme bei denen 72 Blackwell GPUs in einem Rechner verbaut sind. All die Server lassen sich natürlich auch noch einmal verclustern.
  • H200 NVL, 141GB, 4,8TB/s
  • B200, 180-192GB , 8TB/s
  • B300, 288GB, 8TB/s
+2
FlyingSloth
FlyingSloth28.06.26 12:35
Dieser Kindekreis greift mittlerweile mehr und mehr zum NVIDIA DGX Spark. Speziell auf AI und lolale LLMs und lokale Agents ausgelegt.


erikhuemer

Selbst wenn sie 20.000 dafür verlangen, werden sie nicht genug produzieren können. Macs sind beliebt für lokale LLM Projekte.
Fly it like you stole it...
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AJVienna03.07.26 15:15
t.stark
Wann wohl der erste mac studio mit der gleichen oder höheren maximalen RAM-Ausstattung herauskommt, der an Mac pro von 2019 (1,5TB) herankommt?
An den Speicher kam damals aber nur die CPU. Ist daher nicht so vergleichbar und würde für die heutige Anwendung mit LLMs nichts bringen.
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gfhfkgfhfk03.07.26 17:02
AJVienna
An den Speicher kam damals aber nur die CPU. Ist daher nicht so vergleichbar und würde für die heutige Anwendung mit LLMs nichts bringen.
Das stimmt so nicht, denn LLMs können auch auf CPUs laufen. AMD, ARM und Intel erweitern die Befehlssätze der CPUs, so dass immer mehr AI Code auch direkt auf der CPU laufen kann. Bei ARM wird hierzu die SVE (Scalable Vector Extension) Erweiterung genutzt, die Apple bisher nicht in den Apple M SoCs umsetzt. Apple hat nur die NEON SIMD Einheit bisher in die M SoCs eingebaut. SVE ist ursprünglich für Japans HPC Cluster am RIKEN in ARM integriert worden, die CPUs waren damals von Fujitsu.

nVidia unterstützt nun in der neuesten CPU Generation Vera 88 Kerne mit SVE2, welches FP8 als Datenformat auf die CPU bringt. Ferner hat Vera 1,2TB/s Speicherbandbreite, bis zu 1,5TB LPDDR5X RAM und 88 PCIe 6.0 Lanes.
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