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Kooperation: Apple und Google kündigen gemeinsame technische Plattform zum Kampf gegen Covid-19 an

Bislang trat Apple in der Corona-Krise unter anderem durch Geldspenden in Erscheinung, außerdem wurde ein Teil der Operations-Abteilung dafür abgestellt, Schutzmasken zu organisieren. Tim Cook gab erst kürzlich bekannt, dass man bereits 20 Millionen Stück verteilt habe. In einer Videobotschaft sprach der Apple-CEO zudem darüber, aktiv in die Produktion von Schutzausrüstung einzusteigen (siehe diese Meldung: ). Damit gesellt sich Apple zu jenen Unternehmen, die ihre Expertise in der aktuellen Situation dazu verwenden, am Kampf gegen die Pandemie mitzuwirken. Dies fördert offensichtlich auch neue Allianzen, denn Google und Apple gaben eine Zusammenarbeit bekannt.


Apple und Google schaffen plattformübergreifende Lösungen
Die beiden Unternehmen wollen ihren Anteil leisten, um die Ausbreitung des Virus verfolgen und gleichzeitig auch Personen warnen zu können. Konkret geht es darum, "Technologien zur Kontaktmessung" zu entwickeln, die systemübergreifend funktionieren. Die Rede ist von umfassenden Lösungen auf Betriebssystem-Ebene. Schon im Mai sollen APIs zur Verfügung stehen, um Interoperabilität zwischen Android und iOS zu ermöglichen – gleichzeitig aber die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Gesundheitsbehörden können ihre Apps auf Grundlage dieser Schnittstellen entwickeln und dann über die bekannten Stores zur Verfügung stellen.

Der zweite Schritt ist eine gemeinsame Bluetooth-Plattform
Etwas länger dauert es hingegen, bis die Kooperation zwischen Apple und Google auch ausgefeiltere Kontaktmessung hervorbringt. Geplant ist eine Bluetooth-basierte Plattform, welche den Behörden viel Entwicklungsarbeit abnimmt und sich in die Systeme integrieren lässt. Apple und Google betonen in der gemeinsamen Stellungnahme, dass keine persönlichen Daten übermittelt werden. Die technische Dokumentation ist öffentlich einsehbar, damit sich jeder einen Eindruck verschaffen könne, was Apple und Google genau im Sinn haben.

Alle Kräfte bündeln und zusammenarbeiten
Im Schlusswort der Erklärung heißt es, es habe nie einen wichtigeren Moment gegeben, gemeinsam ein dringendes Problem zu lösen. Enge Kooperation und Bündelungen aller Ressourcen ermögliche es hoffentlich, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Rückkehr zum normalen Alltag zu beschleunigen.

Kommentare

sir calvin
sir calvin12.04.20 20:02
Also, DAS macht mir Angst!

Das Virus nicht.
-14
uuhh12.04.20 21:46
sir calvin
Also, DAS macht mir Angst!

Das Virus nicht.
Durchgelesen, was die machen?

Danach(!): Was macht Dir Angst?
+5
nubber
nubber12.04.20 22:23
Es wird keinen normalen Alltag mehr geben.
-7
scheibe brot
scheibe brot12.04.20 22:26
plattformübergreifend finde ich super, dann sollten die auch gleich imessage für das android lager öffnen..
+7
Wurzenberger
Wurzenberger12.04.20 22:34
sir calvin
Also, DAS macht mir Angst!

Das Virus nicht.
Schön blöd.
+2
sir calvin
sir calvin12.04.20 23:25
uuhh

Da wird etwas spätesten mit Stufe 2 tief in die Systeme integriert was man nicht kontrollieren kann und wohl nie mehr los wird.
-5
mac_heibu12.04.20 23:41
Und wieder: Die Deppen werden nicht alle, gell, Sir Calvin?
+1
uuhh12.04.20 23:57
sir calvin
uuhhDa wird etwas spätesten mit Stufe 2 tief in die Systeme integriert was man nicht kontrollieren kann und wohl nie mehr los wird.
Nee, nicht so billig - Deine Antwort lässt mich vermuten, dass Du die technische Dokumentation immer noch nicht gelesen hast, sorry: Was *genau* macht Dir Angst?
"Tief in die Systeme integriert" ist vieles...
+5
sir calvin
sir calvin13.04.20 00:03
uuhh

Sollte diese Dokumentation in deutscher Sprache erhältlich sein werde ich sie gerne lesen. Ob ich ihr glauben werde steht aber auf einem anderen Blatt.
-19
uuhh13.04.20 00:23
sir calvin
uuhhSollte diese Dokumentation in deutscher Sprache erhältlich sein werde ich sie gerne lesen. Ob ich ihr glauben werde steht aber auf einem anderen Blatt.
Okay, Du glaubst also nicht, dass Open Source nachprüfbar und damit glaubwürdig ist?
Na gut, hat sich der Versuch einer Diskussion ja erledigt.
+14
sir calvin
sir calvin13.04.20 00:32
uuhh

Das was da Open Source und nachprüfbar sein mag muss nicht das sein, was dann in den Systemen steckt die dann nicht mehr Open Source und damit nicht glaubwürdig sein wird.
-14
becreart
becreart13.04.20 07:53
sir calvin

🤦🏻‍♂️
+6
Caliguvara
Caliguvara13.04.20 09:47

Sorry ist brutal. Aber so viel Stuss in so wenigen Zeilen hab ich seit dem Netflix Kommentar nicht mehr gelesen! Und dann auch noch Themen übergreifend
Don't Panic.
-1
claudiusw
claudiusw13.04.20 11:16
Doch wohl nicht Apple Masken <Made in China>. Apple sollte es langsam begreifen und Produkte wieder verstärkt lokaler zur den Absatzmärkten produzieren. Früher wurden Macs in Irland und Tschechien produziert. Warum muss ein 1200 Euro iPhone in China hergestellt werden? Was alle Hersteller inkl. Apple doch jetzt im Sinn habe, ist nur so schnell wie möglich wieder produzieren und verkaufen zu können. Ich benutze Apple Produkte sehr gerne, bin aber sehr kritisch über die Art wie und wo Apple seine Produkte herstellten läßt. Vielleicht sollten sich viele einmal überlegen ob man sein iPhone nicht mal ein oder zwei Jahre länger nutzt.
You can­not cre­ate good ty­pog­ra­phy with Arial.
-5
Metti
Metti13.04.20 13:17
Ich verstehe nicht, warum alle auf Sir Calvin rumhacken. Edward Snowden hat gezeigt: was gemacht werden kann, wird gemacht!
Sicher sind die gemeinsamen Bemühungen von Google und Apple gut und richtig. Auch ist es wichtig, dass deren Bemühungen überprüfbar sind (open source). Den Hinweis auf die möglichen Risiken aber völlig abzustreiten ist in Anbetracht der Vergangenheit eher naiv bis gefährlich.
Möglicherweise war die Wortwahl von Sir Calvin ungeschickt, es wird aber sicher keiner bestreiten, das sich die Geheimdienste diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wollen.
Um so mehr müssen wir alle(!) genau hinsehen und dürfen nicht all diejenigen, die sich kritisch äußern, als Spinner und Aluhutträger abtun.
Lernt aus der Vergangenheit!
-4
uuhh13.04.20 14:18
Metti Völlig berechtigte Punkte, und die EFF hat auch eine gute Übersicht zu den unterschiedlichen Problemen der verschiedenen Ansätze publiziert:
Allgemeines Geschwafele hilft hier nicht, konstruktive Kritik sicher. Aber auf eine sinnvolle sachliche Ebene kamen wir nach dem knalligen Einstieg nicht.
+6
Christoph_M
Christoph_M13.04.20 15:48
Ich bin da bei Metti..
Wer sagt mir, dass ich das in einem Jahr deaktivieren kann? Eine Überprüfung zB durch den CCC würde mich da umstimmen..
+2
Caliguvara
Caliguvara13.04.20 16:30
Leute… es geht hier bisher um eine API die den Entwicklern bereitgestellt wird. Sprich etwas wie ein Kamerazugriff für eine App. Ist die App einmal gelöscht ist Ende.
Don't Panic.
+1
uuhh13.04.20 16:55
Caliguvara
Leute… es geht hier bisher um eine API die den Entwicklern bereitgestellt wird. Sprich etwas wie ein Kamerazugriff für eine App. Ist die App einmal gelöscht ist Ende.
Jein - das ist nur der kurzfristige erste Schritt. Für einen effektiven Einsatz ist eine breitestmögliche Verwendung notwendig, und auch dafür gibt es Ideen.

Nach wie vor meine Bitte: Lest euch doch das wirklich reichliche Material zu dem Thema durch! Und dann fände ich es spannend, eine Diskussion zu den möglichen Schwächen im Konzept zu führen.
+5
Metti
Metti13.04.20 18:14
Ich verstehe nicht, warum alle auf Sir Calvin rumhacken. Edward Snowden hat gezeigt: was gemacht werden kann, wird gemacht!
Sicher sind die gemeinsamen Bemühungen von Google und Apple gut und richtig. Auch ist es wichtig, dass deren Bemühungen überprüfbar sind (open source). Den Hinweis auf die möglichen Risiken aber völlig abzustreiten ist in Anbetracht der Vergangenheit eher naiv bis gefährlich.
Möglicherweise war die Wortwahl von Sir Calvin ungeschickt, es wird aber sicher keiner bestreiten, das sich die Geheimdienste diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wollen.
Um so mehr müssen wir alle(!) genau hinsehen und dürfen nicht all diejenigen, die sich kritisch äußern, als Spinner und Aluhutträger abtun.
Lernt aus der Vergangenheit!
-1
sir calvin
sir calvin13.04.20 20:17
Sehr sehenswert was Dirk Müller dazu sagt:
-11
uuhh13.04.20 22:25
sir calvin
Sehr sehenswert was Dirk Müller dazu sagt:
Oha, Dirk Müller... Ok, verstanden.
+4
LoCal
LoCal13.04.20 22:41
sir calvin
Sehr sehenswert was Dirk Müller dazu sagt:

Der Mann weiss leider nicht wovon er redet!
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+4
LoCal
LoCal13.04.20 22:44
Fall jemanden die technischen Details interessieren:
NSHipster: Contact Tracing


Mein persönliches Highlight darin ist allerdings folgender Satz:
NSHipster: Contact Tracing
In our time of crisis, what technology did Apple entrust with the fate of humanity? None other than Objective-C.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
0
sierkb13.04.20 23:09
LoCal
Fall jemanden die technischen Details interessieren:
NSHipster: Contact Tracing

Ich ergänze um die technischen Analysen/Statements von:

Abe Winter (10.04.2020): Leakage paths for the Apple / Google bluetooth tracing system

Moxie Marlingspike (Signal) via Twitter (10.04.2020):

––
Apple: | Google (April 2020): Contact Tracing Framework Documentation
(API) Preliminary - Subject to Modification and Extension (PDF, 15 Seiten)
+1
john
john14.04.20 12:11
ich kann ebenfalls nicht ganz nachvollziehen, wieso hier auf diejenigen massiv eingedroschen wird, die eine solche entwicklung kritisch sehen und stattdessen massiv abgefeiert wird mit dutzenden likes, dass hier die weichen für ein massenüberwachungssystem gestellt werden.

falls euch das statement von diesem dirk müller (von den ich bis gerade übrigens noch nie was gehört habe) nicht zusagt, dann lasst ihr es euch vielleicht von edward snowden himself sagen, der dieser entwicklung ebenfalls kritisch gegenübersteht:

https://t3n.de/news/edward-snowden-warnt-virus-1266408/

er nennt es die "architektur der unterdrückung"

wer hier denkt "ja für die krise muss das halt sein, da geht das schon in ordnung, ist ja ein ausnahmezustand" und dann denkt, dass das NACH der krise alles wieder zurückgebaut wird, ist wirklich naiv.
dann wird die krise einfach zum dauerzustand erklärt, genau wie halt der "kampf gegen den terrorismus", der ja auch inzwischen dauerhaft als totschlagargument alles mögliche legitimiert.

sowas ist eine fahrt in einen totalitären überwachungsstaat.
und auch wenn die regierungen/machthabenden von heute versprechen derlei mechanismen nicht für böses zu missbrauchen, wer garantiert denn dass ein weniger demokratisches, liberales system von morgen sich dann noch immer daran hält? wenn die instrumente dann schonmal da sind, kann man sie ja auch nutzen...

und ich bin bei weitem kein aluhutträger oder anhänger irgendwelcher verschwörungstheorien sondern einfach nur realist.
biete support. kostenlos, kompetent und freundlich. wähle zwei.
-1
flyingangel14.04.20 13:49
Ja, ich finde auch, dass man darüber diskutieren muss, wenn sensible Daten (in welcher Form auch immer) ausgetauscht, verarbeitet, gespeichert... werden. Aber: ich finde es sehr positiv und auch beruhigend, wenn offen darüber gesprochen wird! Für Apple und Google wäre es ein einfaches hinter verschlossenen Türen etwas einzubauen. Aber sie reden darüber und informieren darüber. Und ja, auch wenn die beiden keine Heiligen sind, aber denen müssen wir ein Stück weit vertrauen, sonst müssten wir sofort unsere technischen Geräte in den Müll werfen!

Und wenn sich jetzt Trump gegen diese Lösung ausspricht ist das für mich positiv! Warum? Weil man bei dem Typen davon ausgehen kann/muss, dass es ihm nicht um den Schutz seiner Wähler geht, sondern dass er zu wenig für IHN (Regierung) wichtige Daten aus der Lösung herausbekommt.

Apple und Google arbeiten plötzlich zusammen? Wie heißt es so schön: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund.“
-1
aqua01
aqua0114.04.20 15:14
Ich bin überrascht, wie sehr auf jemanden eingeprügelt wird, der das ganze kritisch hinterfragt. Ich sehe die Begehrlichkeiten der Regierungen. In Österreich ist man ja auch noch daran, jene die ohne Smartphone unterwegs sind, eine Marke zu verpassen, damit alle getrackt werden können. Hier vertreibt das ganze das Rote Kreuz, das macht es leichter annehmbar, als wenn das von der Regierung kommen würde.

Ja, das alles kann man unter dem Schutz vor der Ausbreitung von Covid19 sehen und verkaufen, aber wie schon von anderen Schreibern angemerkt, wer sagt, dass das wieder weg geht?

Vielleicht sollte man sich noch einmal mit der Geschichte auseinandersetzen, so vieles war schon da. Und es wiederholt sich gerade wieder. Vernaderung und Denunzierung wird gerade wieder zum guten Ton gemacht. Also, vielleicht sollten gerade Menschen in der IT da mit etwas mehr Abstand darauf blicken.
+3
sierkb14.04.20 15:50
Netzpolitig.org/Golem (03./04.04.2020): Digitalisierung in der Corona-Falle: Warum freiwilliges Handy-Tracking nicht funktioniert
Im Kampf gegen die Coronakrise sollen nun freiwilige Apps helfen, die ihre Nutzer vermeintlich anonym bei Kontakt mit Infizierten warnen. So sollen Ausgangsbeschränkungen gelockert werden können. Dieser Ansatz wird scheitern, kommentieren der baden-württembergische Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink und Clarissa Henning. /


Netzpolitik.org (02.04.2020): Daten von Infizierten: Polizei sammelt in mehreren Bundesländern Coronavirus-Listen
In Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern erhielt die Polizei Listen mit Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind. Auch in Niedersachsen und Bremen kam es nach Recherchen von netzpolitik.org zu einer Übermittlung sensibler Gesundheitsdaten. Datenschützer:innen halten dies zum Teil für illegal.

heise (02.04.2020): Polizei sammelt per Notstandsparagraf Daten von Corona-Infizierten
Die niedersächsische Datenschutzbehörde hat den Transfer von Listen über Covid-19-Patienten an die Polizei untersagt, doch die macht weiter.


Parallel dazu auch das hier ein interessanter und nachdenkenswerter Vorgang:

Golem (03.04.2020): Anrufprotokoll: Apple stoppt undokumentierte Synchronisation mit der iCloud
Die Funktion hatte Apple vor drei Jahren heimlich eingeführt. Forensiksoftware konnte so an die Anrufprotokolle von iPhones kommen.

Elcomsoft Blog (21.04.2020): macOS, iOS and iCloud updates: forensic consequences
+1
sierkb14.04.20 17:48
SZ (14.04.2020): Apple und Google: Der Anti-Corona-Plan der Erzrivalen
  • Apple und Google sind Rivalen im Kampf um Handynutzer, im Kampf gegen Corona arbeiten die Unternehmen zusammen.
  • Mitte Mai wollen die Unternehmen Schnittstellen in ihren Betriebssystemen öffnen, über die Apps zur Corona-Kontaktverfolgung kommunizieren sollen.
  • Später soll die Technik auch direkt in die Betriebssysteme Android und iOS eingebaut werden.
  • Die Politik begrüßte den Schritt, auch Experten sind vorsichtig optimistisch. Jedoch seien noch einige Fragen offen.
+1

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