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Home-App: Heimautomatisierung klemmt alte Version serverseitig ab

Die Einführung der neuen Version des Apple-eigenen Heimautomatisierungsprotokolls Home löste nicht gerade Begeisterung aus: HomeKit 2 erschien im Jahr 2022 mit iOS 16 und macOS 13 (Ventura) und wurde aufgrund von massiven Stabilitätsproblemen zurückgezogen. Schließlich behob Apple die auffälligsten Bugs, ließ aber bis gestern die ursprüngliche Version weiterhin unangetastet. Am 10. Februar, so kündigte Apple mehrfach an, wäre allerdings Schluss mit HomeKit 1: Wer seit heute die HomeKit-App öffnet, kommt um das Upgrade nicht herum.


Dass Apple eine Funktion aus der Ferne für alle Anwender deaktiviert, ist aufgrund der zentralen Rolle von iCloud möglich: Die Authentifizierung und Fernsteuerung läuft über Apples Server-gestützten Synchronisierungsdienst. HomeKit 2 wird einmalig auf der jeweiligen Steuerzentrale (Home Hub) aktiviert, welche allerdings weitgehend transparent bleibt: Zur Aktualisierung rufen Sie die Home-App auf iPhone, iPad, Mac oder Apple TV auf und bestätigen den Wechsel auf das neue Home.

Höhere Voraussetzungen
Die Aktualisierung geht mit höheren Systemanforderungen einher: Mindestens die im Jahr 2022 eingeführten Versionen müssen installiert sein. Das sind namentlich iOS 16 sowie macOS 13. Als Steuergerät fungiert entweder ein Apple TV (4. Gen/HD oder neuer) oder ein HomePod. Die bisherige Möglichkeit, ein iPad als Zentrale zu verwenden, entfällt. Damit fallen einige Apple-Geräte aus der Unterstützung, etwa iPads vor der 5. Generation oder iPhone 7 und älter.

HomeKit 2: Systemvoraussetzungen
Gerät Modell System
iPhone 8 iOS 16.2
iPad 5 iPadOS 16.2
Mac MacBook Air Retina macOS 13.1
Apple TV HD tvOS 16.2
Apple Watch Series 4 watchOS 9.2
HomePod alle alle

Alternative Systeme
Apple sieht mittlerweile davon ab, bei Heimautomatisierung ein eigenes Süppchen zu kochen, und integriert zunehmend den herstellerübergreifenden Branchenstandard Matter. Matter-zertifizierte Geräte erlauben unter anderem den Wechsel zwischen Steuerungs-Software, so wird man zukünftig in der Lage sein, zwischen Amazon Alexa, Apples und Googles Home-App zu wechseln. Wer ganz unabhängig von Cloud-Anbietern bleiben möchte, kann eine autonome Smarthome-Steuerung aufsetzen. Diese werden beispielsweise auf einem Raspberry Pi oder in einem (Docker-)Container im eigenen Netzwerk installiert. Weit verbreitet ist Home Assistant, aber auch OpenHAB und ioBroker haben umfangreiche Nutzergemeinden. Alle drei lassen sich im privaten Umfeld kostenlos betreiben und bieten konfigurierbare Steuerungs-Interfaces via Browser – unabhängig vom Betriebssystem sowie dessen Version.

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