Google zeigt Android 17 mit "Gemini Intelligence"


Google hat einen Ausblick auf die Funktionen der nächsten großen Systemgeneration von Android ermöglicht. Es überrascht sicherlich niemanden, dass Künstliche Intelligenz dabei im Vordergrund steht. Für die Vielzahl an Werkzeugen verwendet Google nun auch einen Überbegriff und entschied sich für "
Gemini Intelligence", was durchaus eine Anlehnung an "Apple Intelligence" sein dürfte. Ebenso wie Apple fasst Google damit das Feature-Bündel unter einer gemeinsamen Marke zusammen – die enthaltenen KI-Tools sollen proaktiv Aufgaben erledigen, Bildschirminhalte einbeziehen, Formulare ausfüllen, im Browser helfen und sogar eigene Widgets per generativer KI erzeugen.
Agentische AufgabenBesonders stark betont Google agentische Aufgaben, also Abläufe, in denen die KI-Werkzeuge mehr als nur Antworten ausspucken. Gemini soll App-übergreifend Dinge erledigen können, etwa Einkaufslisten aus Notizen in Warenkörbe übertragen, Kurse buchen, Informationen aus Gmail heranziehen oder Aufgaben im Hintergrund abarbeiten. Google betont dabei, der Nutzer bleibe in Kontrolle, denn für sensible Schritte und finale Bestätigungen sei weiterhin eine aktive Freigabe nötig.
Rambler, Android AutoEine weitere Neuerung betrifft Gboard. Die Funktion "Rambler" soll gesprochene Eingaben in saubere Texte verwandeln. Wer beim Diktieren abbricht, Füllwörter verwendet oder sich korrigiert, erhalte trotzdem eine brauchbare Nachricht. Rambler verstehe außerdem mehrere Sprachen innerhalb einer Nachricht. Android Auto, das Pendant zu Apple CarPlay, weist mit Android 17 ein neues Design, Widgets, "Edge-to-Edge"-Karten und überarbeitete 3D-Navigation auf.
QuickShare und AirDropAus Apple-Sicht besonders interessant sind die Neuerungen beim Teilen und Wechseln zwischen Plattformen. Quick Share soll mit AirDrop kompatibel werden, zunächst auf Pixel-Geräten und später bei weiteren Herstellern. Zusätzlich können Android-Geräte per QR-Code Dateien an iOS-Geräte senden.
Neben den Gemini-Funktionen gibt es auch klassische Plattformneuerungen. "Screen Reactions" nimmt beispielsweise gleichzeitig den Bildschirm und die Frontkamera auf – man richtet sich damit offensichtlich an Content Creator, die Reaction-Videos erstellen. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten ist übrigens ebenfalls mit von der Partie, Apple hatte die Funktion bereits in dieser Woche mit iOS 26.5 eingeführt.
Veröffentlichung in den kommenden WochenDie erste Entwicklerbeta von Android 17 war schon im
Februar erschienen, in den kommenden Wochen soll dann die finale Version erscheinen. Viele der neuen Endnutzer-Funktionen stellte das Unternehmen allerdings erst jetzt im Detail vor. Die neuen Gemini-Features gelangen jedoch nicht alle zeitgleich an die Kunden, sondern werden je nach Funktion, Gerät und App schrittweise freigeschaltet.