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Gerichtsprozess gegen Apple wegen illegaler Preisabsprachen bei E-Books beginnt

Nachdem sich das Justizministerium im Verfahren um illegale Preisabsprachen bei E-Books mit allen führenden US-Verlagen noch vor Ende der Ermittlungen einigen konnte, bleibt im heute beginnenden Prozess nur noch Apple als Vertriebspartner für die E-Books übrig. Das Justizministerium wirft Apple vor, die unerlaubten Preisabsprachen mit den Verlagen instrumentalisiert zu haben, um 2010 in den E-Book-Markt einzusteigen. Apple hingegen argumentiert, dass Konsumenten vom Markteintritt durch Innovation und Wettbewerb profitiert hätten.

Das Justizministerium stützt sich bei der Klage gegen Apple unter anderem auf E-Mails vom damaligen CEO Steve Jobs sowie Apples Internet-Chef Eddy Cue sowie auf Zeugenaussagen der Verlagschefs. So soll hieraus hervorgehen, dass Apple mit einer Umsatzbeteiligung von 30 Prozent nicht nur die Preise von den Verlagen festlegen ließ, sondern sich zugleich mit einer Klausel auch den niedrigsten Preis sicherte. Die Folge waren Preissteigerungen bei konkurrierenden Angeboten auf das Niveau des iBookstore.

In einem Gespräch mit Medienvertretern bezeichnete Apple CEO Tim Cook die Ermittlungen gegen Apple und den Prozess an sich als bizarr. Seiner Ansicht nach hat Apple nichts Falsches getan, weswegen man hier an der Grundposition festhält und kämpfen wird. Ob Apple damit allerdings Erfolg hat, ist nach Ansicht einiger Beobachter ungewiss. In der Regel führt das Justizministerium nur Gerichtsprozesse, wenn es davon überzeugt ist, diese auch zu gewinnen. Meist können sich alle Parteien aber ohnehin im Vorfeld einigen, wodurch es nur selten tatsächlich zu einem Gerichtsprozess kommt.

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Kommentare

Chiplet
Chiplet03.06.13 19:52
Das reality distortion field ist stark in Apples Führungsetage! Aber wird für den geneigten Zuschauer natürlich ein Spaß mit anzusehen, wie Apple sich zum Affen macht
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Tuco03.06.13 20:31
Al Capone hingegen argumentiert, dass Konsumenten vom Markteintritt durch Innovation und Wettbewerb profitiert hätten.
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johnnyb04.06.13 00:20
Random House ist übrigens nie Teil des Prozesses gewesen, weswegen die völlig unbehelligt blieben bisher... Nur wenn's bei Apple kippt, gibts die Bücher auch bald wieder günstiger bei Amazon...
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Grolox04.06.13 09:37
Kenne mich in der Buchbranche nicht sehr gut aus , aber ich kann
mich noch an Bestseller erinnern die im Buchladen so etwa um die
30-40 Euro gekostet haben.
Heute holt sich meine Frau für einen Bruchteil gute Bücher auf
ihr iPad.
Was war so falsch , selbst wenn es Preisabsprachen gab wurde
doch alles deutlich billiger und einfacher.
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lügendedektor04.06.13 09:56
Das reality distortion field ist stark in Apples Führungsetage!
Oh, noch stärker ists bei den Fanboys. Da sind die EBook Preise seit (dank) Apples Einstieg um 30% gestiegen. Und es gibt dennoch Leute, die uns weismachen wollen, gegenteiliges sei der Fall.

Was war so falsch , selbst wenn es Preisabsprachen gab wurde doch alles deutlich billiger und einfacher.
Tja, und da ist so ein Fanboy...
Die Untersuchung des US Justizministeriums hat eine Preiserhöhung von rund 30% ergeben. Dies deckt sich mit den Angaben von US Konsumentenschutzorganisationen. Wieso Typen wie du, um Apple zu verteidigen. Gegenteiliges behaupten....

Übrigens: Selbst SteveJobs war klar. Dass sein Preismodell zu höheren Preisen führt. Siehe seine Autobiographie, und Gesprächsprotokolle bezüglich der Untersuchung.

In Deutschland gibt es übrigens die Buchpreisbindung mein lieber Grolox...


Wie verbissen und mit was für merkwürdigen (und unehrlichen) Aussagen manche hier Apple immer wieder verteidigen ist schon etwas erschreckend... Da wird allen allen ernstes versucht, eine erhebliche Preiserhöhung als Preisnachlass zu verkaufen..
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