Facebook wertet Standortdaten aus – trotz deaktivierter Option

Facebook nahm in jüngster Zeit jedes erdenkliche Fettnäpfchen mit – über Sicherheitslücken, Datenpannen und die Auswertung von Nutzerdaten durch Drittanbieter war alles dabei. Auch Google musste sich in letzter Zeit oft für sorglosen Umgang mit Nutzerdaten rechtfertigen – im August 2018 wurde bekannt, dass Google trotz deaktivierten Einstellungen weiterhin die Standortdaten der Nutzer mitprotokollierte. Facebook scheint ebenfalls weiterhin Standortdaten von Nutzern auszuwerten, obwohl die betreffenden Optionen deaktiviert sind.


Entzieht man der Facebook-, WhatsApp- und Instagram-App die Berechtigung, den Anwender zu orten und schaltet auch die betreffenden Optionen bezüglich der Standortbestimmung in diesen Apps ab, erhält der Nutzer trotzdem weiterhin lokale Werbung. Facebook wertet trotz deaktivierter Option viele Merkmale des Facebook-Users aus, um den Standort eingrenzen zu können.

Dies geschieht über Suche nach Orten auf Facebook, den Inhalt von kürzlich erstellten Posts sowie ungefragt über die IP-Adresse des Nutzers: Meist lässt sich anhand der IP-Adresse zumindest die Stadt oder Region des Nutzers recht verlässlich ermitteln. Obwohl betreffende Optionen deaktiviert sind, nutzt Facebook weiterhin diese Informationen zur Aussteuerung von zielgerichteter Werbung. Laut einem Hilfetexts von Facebook bezüglich zielgerichteter Werbung wertet Facebook auch verbundene oder in der Nähe befindliche WLAN-Netzwerke aus, um den Standort selbst ohne GPS recht präzise ermitteln zu können:


Auch die sich in der Nähe befindlichen Bluetooth-Geräte zieht Facebook heran, um den Standort eines Nutzers möglichst genau feststellen zu können.

Gegenüber Gizmodo bestätigte Facebook diesen Sachverhalt und gibt an, dass es derzeit keine verlässliche Option gibt, die Standortauswertung abzuschalten. Facebook teilt in dem Statement mit, dass es sich bei der IP-Adresse um keine präzise Standortbestimmung handle und dies deshalb unbedenklich sei.

Kommentare

Sagrido
Sagrido19.12.18 09:43
Und das wundert jetzt nochmal genau wen?
+9
Peter Eckel19.12.18 09:44
Nein! Doch! Ooooh!

Eigentlich ist es ja etwas ermüdend, Facebook dabei zuzuschauen, wie man dort auf der Privatsphäre der Mitglieder und Nichtmitglieder herumtrampelt. Aber es funktioniert ja offenbar prima, und so wird der Dreckladen damit so lange weitermachen, wie ihm die Benutzer nicht weglaufen.

Und das machen sie ja nun nicht, die Datenschafe. Egal, was Zucki sich wieder für eine Dreistigkeit leistet. Ist ja alles so schön bequem und alternativlos, määäh, määäh.
+4
gegy
gegy19.12.18 09:45
Deswegen bin ich schon seit über nem Jahr von Whatsapp weg und seit zwei Jahren von Facebook.
+8
rene204
rene20419.12.18 09:46
und leider gehört diese Whatsa.. Mist zum Konzern dazu....

Die Hoffnung stirbt zuletzt..

Eigentlich kann man bei jedem Posting einen Link anfügen...
https://threema.ch/de
+6
deus-ex19.12.18 09:50
iMessage für Android und WhatsApp ist Geschichte. Go Apple. It‘s your chance!

Finanzieren kann man das über Sticker Verkäufe.
+4
gegy
gegy19.12.18 09:51
deus-ex
iMessage für Android und WhatsApp ist Geschichte. Go Apple. It‘s your chance!

Ich befürchte so einfach wird das nicht. Das Android lager traut dem Apple Lager nicht und umgekehrt (zu recht muss man sagen) ist es nicht anders.
+1
FlyingSloth19.12.18 09:51
Sowas aber auch...
Hier sind noch 24 weitere iOS Apps bei denen Apple auch fröhlich zusieht, wie diese Location Daten weiterverkaufen. Aber anscheinend will ja Apple jetzt mehr durchgreifen und den AppStore etwas ausmisten

+1
Peter Eckel19.12.18 09:59
deus-ex
iMessage für Android und WhatsApp ist Geschichte. Go Apple. It‘s your chance!
Du unterschätzt das Beharrungsvermögen der Herde, fürchte ich.

Datenschutz ist für die Mehrheit der Leute nicht einmal etwas, das sie überhaupt auf dem Radar haben ("Es weiß doch eh schon jeder alles" hat mir mal eine Kassiererin auf meine Antwort, daß ich nein, keine Payback-Karte habe, und nein, auch keine wolle, und meine Postleitzahl gehe sie auch nichts an, entgegnet).

Und deswegen das geliebte WhatsApp aufgeben? Oder den Facebook-Kontakt zu Nichten und Neffen im Schüleraustausch in Kirgisien verlieren? Ach komm, so schlimm ist das doch gar nicht! Die paar Daten!
+1
MikeMuc19.12.18 10:03
Da hilft nur eine saftige Strafe und bei Wiederholung jeweils länger werdende Verbote / Sperrung. Von Apple im AppStore wenn Tim es mit dem Datenschutz ernst nimmt und von der EU.
Ansonsten zuckt FB mal wieder nur mit den Schultern und es kommt Max ein Sorry und es geht munter „weiter so“
+3
LoCal
LoCal19.12.18 10:04
Facebook wendet die gleich Strategie an wie google.

Grenzen bewusst um 5 Schritte überschreiten, auf Protest warten, dann 2 Schritte zurück gehen und sicher sein, dass die Protestierenden glauben, sie hätten etwas erreicht.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+7
My2Cent19.12.18 10:11
Peter Eckel
Du unterschätzt das Beharrungsvermögen der Herde, fürchte ich.

Das, grundsätzliche Problem ist die Gleichgültigkeit der User gegenüber dem Datenschutz.

- Verstöße gegen den Datenschutz verursachen keine Schmerzen.
- Verstöße gegen den Datenschutz kosten kein Geld.
Also ist es egal.
+7
Embrace19.12.18 10:11
Naja, der Nutzer hat aber nie innerhalb Facebook die Option zur Standortdatenbestimmung deaktiviert, oder? Es ist also nicht so, dass der Nutzer Facebook untersagt, seinen Standort zu bestimmen, sondern nur die Facebookapp daran hindert, auf die Positionsdaten des Geräts zuzugreifen.
Facebook wendet also keine miesen Tricks an, um doch noch an die Standortdaten des Geräts zu kommen und so die Entscheidung des Nutzers auszuhebeln. Dass Facebook durch die Art und Weise wie Menschen Facebook nutzen Standortdaten interpolieren kann ist für sich genommen wahnsinnig interessant und spricht für deren technische Expertise in den Bereichen Big Data und Künstliche Intelligenz.

In dem Fall sehe ich jetzt nicht wirklich ein Problem. Als Nutzer sollte man mittlerweile eigentlich schon wissen, worauf man sich einlässt, wenn man Facebook nutzt. Die haben ja auch sowas wie Nutzungsbedingungen.
+1
rene204
rene20419.12.18 10:16
Embrace
... Es ist also nicht so, dass der Nutzer Facebook untersagt, seinen Standort zu bestimmen, sondern nur die Facebookapp daran hindert, auf die Positionsdaten des Geräts zuzugreifen. ...
Doch eben genauso ist es...
"schaltet auch die betreffenden Optionen bezüglich der Standortbestimmung in diesen Apps ab, erhält der Nutzer trotzdem weiterhin lokale Werbung. Facebook wertet trotz deaktivierter Option viele Merkmale des Facebook-Users aus, um den Standort eingrenzen zu können."
+4
Wurzenberger
Wurzenberger19.12.18 10:29
deus-ex
iMessage für Android und WhatsApp ist Geschichte.

Es gibt bereits tausende Instant Messenger die niemand nutzt. Warum sollten die Leute dann ausgerechnet auf iMessage umsteigen? Apple ist vielen Leuten noch weniger sympathisch als Facebook.
+1
Rosember19.12.18 10:59
Mal eine Frage an die Experten: Ich habe die Installation der FB-App zum Glück niemals vorgenommen (WhatsApp habe ich schon vor 4+ Jahren gelöscht). Aber hilft es tatsächlich, FB nur über Safari zu nutzen? Oder mache ich mir da was vor?
Danke.
0
Peter Eckel19.12.18 11:04
Rosember
Aber hilft es tatsächlich, FB nur über Safari zu nutzen? Oder mache ich mir da was vor?
Das einzige, was wirklich ein wenig hilft, ist Facebook gar nicht zu benutzen.

Selbst dann tracken sie Dich aber, z.B. über eingebettete "Like"-Buttons in fremden Webseiten. Daß Facebook Schattenprofile über Nichtmitglieder führt, ist ein offenes Geheimnis. Und je mehr Daten Du ihnen gibst (was Du unweigerlich tust, solange Du ihre Dienste in Anspruch nimmst), desto mehr erfahren sie auch über Dein soziales Umfeld - ob es sich dabei um Facebook-Mitglieder handelt oder nicht.

Und nein, Facebook ist nicht der einzige Laden, der sowas macht - z.B. Google ist auch nicht besser.
+3
Rosember19.12.18 11:16
Peter Eckel
Das einzige, was wirklich ein wenig hilft, ist Facebook gar nicht zu benutzen.

Selbst dann tracken sie Dich aber, z.B. über eingebettete "Like"-Buttons in fremden Webseiten. Daß Facebook Schattenprofile über Nichtmitglieder führt, ist ein offenes Geheimnis. Und je mehr Daten Du ihnen gibst (was Du unweigerlich tust, solange Du ihre Dienste in Anspruch nimmst), desto mehr erfahren sie auch über Dein soziales Umfeld - ob es sich dabei um Facebook-Mitglieder handelt oder nicht.

Und nein, Facebook ist nicht der einzige Laden, der sowas macht - z.B. Google ist auch nicht besser.
Danke für die Hinweise! Insbesondere zum Tracking über Like-Buttons. Trotzdem nochmal die Nachfrage: Es hilft auch nicht, wenn man in Safari das Tracking unterbindet?
0
Peter Eckel19.12.18 11:31
Rosember
Danke für die Hinweise! Insbesondere zum Tracking über Like-Buttons. Trotzdem nochmal die Nachfrage: Es hilft auch nicht, wenn man in Safari das Tracking unterbindet?
Ich würde mich jedenfalls nicht drauf verlassen. Die Datenfirmen sind sehr erfinderisch, was das Aushebeln von Tracking-Schutzmechanismen angeht, und zumindest Google hat sich auch schon dabei erwischen lassen, genau den Tracking-Schutz von Safari auszuhebeln:

Abschalten würde ich es trotzdem nicht, in den meisten Fällen scheint es zu wirken und Apple entwickelt ja auch weiter an der Technologie. Aber zusätzlich einen Adblocker einzusetzen, der Social Media Buttons filtert, schadet auch nicht.
+1
fliegerpaddy19.12.18 11:43
Peter Eckel
Datenschutz ist für die Mehrheit der Leute nicht einmal etwas, das sie überhaupt auf dem Radar haben ("Es weiß doch eh schon jeder alles" hat mir mal eine Kassiererin auf meine Antwort, daß ich nein, keine Payback-Karte habe, und nein, auch keine wolle, und meine Postleitzahl gehe sie auch nichts an, entgegnet).

Da habe ich einen heißen Tipp, wenn du nach der PLZ gefragt wirst. Brunsbüttel!
0
uepsilon
uepsilon19.12.18 12:16
Ich habe die App nicht installiert und rufe FB über Safari auf, auf den iOS-Geräten. Können die das dann auch? Das würde mich mal interessieren.
0
sierkb19.12.18 13:38
heise (19.12.2018): Facebook: Netflix, Spotify, Amazon et al. hatten Zugriff auf persönliche Daten und private Nachrichten
Große Unternehmen wie Apple und Microsoft hatten Zugriff auf die Daten von Facebook-Nutzern. Netflix und Spotify hätten sogar private Nachrichten lesen können.
heise, 19.12.2018
Facebook kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen: Die New York Times berichtet von einer massiven Weitergabe von privaten Daten durch Facebook an Dritte. Interne Papiere zeigten, dass mehr als 150 externe Partnerunternehmen Zugriff auf Nutzerinformationen hatten. Darunter befinden sich auch Schwergewichte aus der Tech-Welt, etwa Apple, Amazon, Spotify oder Netflix.

Ihnen und Medienorganisationen sowie Vertretern der Autoindustrie gewährte Facebook Zugriff auf persönliche Daten der Mitglieder. In manchen Fällen hatten die Unternehmen auch dann noch Zugriff, obwohl dieser eigentlich hätte abgestellt sein müssen. Monatlich seien die Daten von Hunderten Millionen Anwendern ausgelesen worden.

Öffentlich und privat

Bing etwa konnte offenbar die Namen von allen Facebook-Nutzern einsehen, berichtet die New York Times . Inzwischen habe man die Daten aber gelöscht, versicherte Microsoft. Facebook stellte außerdem klar, dass nur öffentliche Daten zugänglich waren.

Es kommt aber schlimmer: Netflix und Spotify durften sogar die privaten Nachrichten der Nutzer lesen (und welche schreiben). Die Streaming-Anbieter erklärten, dies sei ihnen nicht bewusst gewesen. Apple durfte in die Kalender der Facebook-Nutzer schauen und erhielt deren Kontakte – selbst, wenn die Nutzer einer Datenweitergabe widersprochen hatten. Auch Apple erklärte, davon nichts gewusst zu haben.

Amazon bekam Benutzernamen und diverse Kontoinformationen von Facebook. Der Onlinehändler erklärte, die Daten seien "angemessen" genutzt worden. Wofür die Daten aber genau genutzt worden sind, ließ das Unternehmen zunächst offen.

Facebook und seine Partnerschaften

Facebook unterhielt drei Arten von Partnerschaften mit Firmen. Die erste nennt Facebook "Integrations", schreibt The Verge. Dabei geht es um maßgeschneiderte Apps, die Facebook beispielsweise für BlackBerry entwickelt hat.

Die zweite Art der Partnerschaft bezog sich auf das inzwischen eingestellte Programm "Instant Personalization". Es erlaubte den Partnern die Personalisierung des eigenen Angebots mithilfe von Facebook-Daten. Yelp etwa zeigte seinen Besuchern an, welche ihrer Facebook-Freunde die Seite auch nutzen. Das Programm wurde seit seinem Start scharf kritisiert, denn jeder Facebook-Nutzer machte automatisch mit (Opt-out). Deswegen wurde es 2014 eingestellt. Allerdings hatte Bing wohl noch bis 2017 Zugang zu den Daten. Dabei handelte es sich um öffentlich zugängliche Informationen (Namen der Freunde, Wohnort und alle öffentlichen Einträge).

Bei der dritten Art von Partnerschaft handelt es sich um individuell ausgehandelte Kooperationen zwischen Facebook und anderen Firmen. In diese Kategorie fallen auch die Partnerschaften mit Netflix und Spotify, die Zugriff auf persönliche Nachrichten bekommen haben sollen. Schuld daran war offenbar eine zu großzügig programmierte API, die den Datenzugriff ermöglicht haben soll. Die Programmierschnittstelle war 2010 entstanden, noch bevor es den jetzigen Facebook-Messenger gab.

Netflix erklärte, dass es in der Vergangenheit Versuche gab, die Streaming-Plattform etwas "sozialer" zu gestalten. Eine Funktion sollte es ermöglichen, Facebook-Freunden via Messenger oder Netflix eine Serie zu empfehlen. "Es hat sich nie durchgesetzt, also haben wir die Funktion 2015 wieder abgeschaltet", erläuterte Netflix. "Zu keiner Zeit hatten wir Zugriff auf die privaten Nachrichten der Nutzer auf Facebook. Wir haben auch nie danach gefragt."

Facebook: "Kein Hinweis auf Datenmissbrauch"

Dokumente und Interviews mit rund 50 ehemaligen Facebook-Mitarbeitern zeigen, dass die Partnerschaften zwischen Facebook und den Firmen bis ins Jahr 2010 zurückreichen und allesamt 2017 noch aktiv waren. Einige der Deals galten auch noch in diesem Jahr. Facebook bestätigte, dass die Schnittstellen zum Teil noch 2017 verfügbar gewesen seien, obwohl der Datenzugang eigentlich 2014 deaktiviert wurde. Das hätte nicht passieren dürfen, räumte der zuständige Manager Konstantinos Papamiltiadis ein . Es gebe aber keine Hinweise auf einen Datenmissbrauch.

Facebook betonte, dass die Schnittstellen dazu gedacht gewesen seien, Nutzern den Kontakt zu ihren Facebook-Freunden auf den anderen Plattformen zu ermöglichen. Sie seien lediglich nach einer Anmeldung aktiviert worden. Das Netzwerk sieht darin keine Verletzung der Datenschutz-Vorgaben: Die Nutzer hätten einfach auf der Plattform der Partnerfirma den Zugang zu ihren Facebook-Daten gehabt. Kritiker argumentieren, dass dabei allerdings Daten – zum Beispiel Informationen von Freunden – ohne deren Zustimmung weitergegeben worden seien.

Gegenüber The Verge erklärte Facebook-Manager Steve Satterfield, dass es falsch sei, nun anzunehmen, dass die Partnerfirmen die Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer einfach ignorieren würden. Das Vertrauen der Nutzer in Facebook dürfte dennoch leiden, denn der aktuelle Vorfall reiht sich ein in eine Reihe von Daten-Skandalen und -Pannen, mit denen Facebook zu kämpfen hat. Nach dem Skandal um Cambridge Analytica im April beschränkte Facebook immerhin seine Schnittstellen. Es sei aber noch viel Arbeit nötig, um das Vertrauen der Nutzer zurück zu gewinnen, meint Facebook.

New York Times (18.12.2018): As Facebook Raised a Privacy Wall, It Carved an Opening for Tech Giants
Internal documents show that the social network gave Microsoft, Amazon, Spotify and others far greater access to people’s data than it has disclosed.
N.Y.T, 18.12.2018
The exchange was intended to benefit everyone. Pushing for explosive growth, Facebook got more users, lifting its advertising revenue. Partner companies acquired features to make their products more attractive. Facebook users connected with friends across different devices and websites. But Facebook also assumed extraordinary power over the personal information of its 2.2 billion users — control it has wielded with little transparency or outside oversight.
[…]
But the documents, as well as interviews with about 50 former employees of Facebook and its corporate partners, reveal that Facebook allowed certain companies access to data despite those protections.
[…]
In all, the deals described in the documents benefited more than 150 companies — most of them tech businesses, including online retailers and entertainment sites, but also automakers and media organizations. Their applications sought the data of hundreds of millions of people a month, the records show. The deals, the oldest of which date to 2010, were all active in 2017. Some were still in effect this year.
[…]
Facebook did say that it had mismanaged some of its partnerships, allowing certain companies’ access to continue long after they had shut down the features that required the data.
[…]
With most of the partnerships, Mr. Satterfield said, the F.T.C. agreement did not require the social network to secure users’ consent before sharing data because Facebook considered the partners extensions of itself — service providers that allowed users to interact with their Facebook friends. The partners were prohibited from using the personal information for other purposes, he said. “Facebook’s partners don’t get to ignore people’s privacy settings.”

“The only common theme is that they are partnerships that would benefit the company in terms of development or growth into an area that they otherwise could not get access to,” said Ashkan Soltani, former chief technologist at the F.T.C.

Mr. Soltani and three former employees of the F.T.C.’s consumer protection division, which brought the case that led to the consent decree, said in interviews that its data-sharing deals had probably violated the agreement.

“This is just giving third parties permission to harvest data without you being informed of it or giving consent to it,” said David Vladeck, who formerly ran the F.T.C.’s consumer protection bureau. “I don’t understand how this unconsented-to data harvesting can at all be justified under the consent decree.”
[…]
“I don’t believe it is legitimate to enter into data-sharing partnerships where there is not prior informed consent from the user,” said Roger McNamee, an early investor in Facebook. “No one should trust Facebook until they change their business model.”
[…]
-1
sierkb19.12.18 13:51
N.Y.T, 18.12.2018
[…]
Facebook empowered Apple to hide from Facebook users all indicators that its devices were asking for data. Apple devices also had access to the contact numbers and calendar entries of people who had changed their account settings to disable all sharing, the records show.

Apple officials said they were not aware that Facebook had granted its devices any special access. They added that any shared data remained on the devices and was not available to anyone other than the users.

[…]
-1
Cupertimo19.12.18 13:58
Peter Eckel
Und deswegen das geliebte WhatsApp aufgeben? Oder den Facebook-Kontakt zu Nichten und Neffen im Schüleraustausch in Kirgisien verlieren?
Wenn die Nichten und Neffen in Kirgisien Facebook haben können, dann können sie auch Threema oder sonstige Kommunikationsapps haben, die keine Daten abgreifen und verkaufen.
+4
tomtom00700
tomtom0070020.12.18 10:55
Ich habe das mal bei meinen Kollegen so angesprochen :

einhellige Meinung. Ist mir egal ob die meinen Ort und meine Bilder haben und verwenden war die Meinung.
Datenschutz interessiert keinen wirklich. (alles Meister & Techniker).

Ich bin der einzige der kein WA oder FB verwendet (komme damit sehr gut zurecht).
+4
Peter Eckel20.12.18 11:05
tomtom00700
Datenschutz interessiert keinen wirklich. (alles Meister & Techniker).
Genau das ist der Punkt.

Die einen haben einfach keine Idee, was man auch mit vermeintlich harmlosen Daten alles anstellen kann, andere (z.B. meine Kassiererin) haben angesichts der eingesammelten Datenmengen resigniert (die Schnittmenge ist sicherlich auch nicht leer) und viele finden es sogar gut, weil dann ja alles ganz toll sicher wird und die bösen Verbrecher mit einem einzigen Knopfdruck fertig verschnürt aus dem Behördencomputer purzeln.

Und dann hat natürlich auch noch die Propaganda diverser Lobbyisten ihren Beitrag dazu geleistet, Datenschutzrichtlinien wie die DSGVO oder die hoffentlich kommende ePrivacy-Verordnung als Schreckgespenst darzustellen - ich denke nur an die Wiener Klingelschilder-Posse. Datenschutz als Schreckgespenst ist auch nicht so attraktiv, daß man sich damit auseinandersetzen möchte.
+2
tomtom00700
tomtom0070020.12.18 19:46
Ich finde eigentlich am schlimmsten... jede kleine Firma wird in Deutschland abgemahnt für Kleinigkeiten ... Oder eben vor Gericht gezogen...

FaceBook oder WhatsApp dürfen alles. Alle Kontakte werden zu den Servern hochgeladen. Standorten trotz verbot hochgeladen...

Warum bekommen die keine Abmahnungen oder werden vor Gericht zu strafen verurteilt? Kann mir das mal einer erklären ?


Unsere Politiker sind das schlimmste was es gibt für die normale Welt. So etwas Stümperhaftes gibt es einfach nicht.
Der Nuhr hat ja gerade wieder ein tolles Stück veröffentlicht.

Selbst Trump der Spinner unternimmt dagegen nix...Da sieht man wie dämlich der Kerl ist. Gerde bei diesen ganzen Vergehen...
+2
Sagrido
Sagrido25.12.18 12:22
Schnell noch die Kurve ins politisch korrekte Lager gekriegt mit dem Trump-Bashing?
Bravo.
-6
Peter Eckel25.12.18 12:34
fliegerpaddy
Da habe ich einen heißen Tipp, wenn du nach der PLZ gefragt wirst. Brunsbüttel!
Ich halte das für den falschen Ansatz.

Die Wahrnehmung der Umstehenden ist: Da wird einer nach seiner Postleitzahl gefragt und gibt sie an. Den Gag kennen nur Insider, und daß Du die PLZ von Brunsbüttel nennst, fällt auch keinem auf.

Auf die Frage nach der PLZ laut und vernehmlich zu antworten "Meine persönlichen Daten gehen <Firma> nichts an, die sage ich Ihnen nicht" birgt zumindest die Hoffnung, daß der eine oder andere anfängt nachzudenken.

Zumindest stirbt die Hoffnung etwas später.
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