Essiggurke, Meteor und mehr – diese neun Emojis kommen bald (oder schon jetzt)


Emojis sind trotz ihrer teilweise variablen Bedeutung sehr beliebt. Anders als bei vielen anderen Innovationen in moderner Kommunikation gilt dies generationsübergreifend – zwischen bildschirmfüllenden Blumenwiesen eines Silver Surfers und dem ironisch eingesetzten Singulär-Emoji der Gen Z findet jede Subkultur eine Verwendung für die bunten Bildzeichen. Sie werden regelmäßig von einem international besetzten Gremium durch neue Zeichen ergänzt. Nun stehen die Kandidaten für die 18. Version des Unicode-Standards fest. Darin enthalten sind neun neue Zeichen.
Die Unicode Emoji Standard and Research Working Group (ESR) empfiehlt, neun neue Emoji in das Repertoire der Bildzeichen aufzunehmen. Diese sind für die Version 18.0 des Unicode-Standards vorgesehen, dessen Ratifizierung im September 2026 ansteht. Die Zeichen haben folgende Umschreibungen:
- Gesicht mit zusammengekniffenen Augen
- Ausgestreckter Daumen nach links
- Ausgestreckter Daumen nach rechts
- Leuchtturm
- Meteor
- Gewürzgurke
- Monarchfalter
- Radiergummi
- Kescher
So könnten die zukünftigen Emojis aussehen (Quelle:
Emojipedia)
Auslegbar durch AppleWie die Emojis schlussendlich aussehen werden, entscheiden die Anbieter des jeweiligen Betriebssystems. Google und Apple wenden im Allgemeinen recht unterschiedliche Stile an. Dass die neun Vorschläge tatsächlich Teil des Standards werden, ist nicht garantiert: Das im letzten Jahr vorgeschlagene Apfelgehäuse schaffte es nicht in Version 17.
Nicht vor 2027Üblicherweise wartet Apple noch etwa ein halbes Jahr, bis die in einem Standard festgeschriebenen Emojis in Systeme übernommen werden. So sind die in
Unicode 17 integrierten Bildzeichen noch nicht Teil der 26er-Systeme. Typischerweise setzt das .4-Update den erweiterten Zeichenumfang der neuen Unicode-Version um.
Selbst machen mit GenmojiWer unter den Zeichen etwas sieht, was er sofort in den eigenen bildlichen Wortschatz aufnehmen möchte, kann sich mit der Genmoji-Funktion von Apple Intelligence (ab iPhone 16 Pro oder Apple-Silicon-Mac) auf die Schnelle eine entsprechende Grafik erzeugen. In der Nachrichten-App erscheint dafür in der Emoji-Palette neben dem Suchschlitz ein Icon. Tippen oder klicken Sie es an, um den Assistenten dafür zu starten. Alternativ öffnen Sie die App „Image Playground“ und wählen im Stil-Aufklappmenü den Eintrag „Genmoji“. Dann geben Sie im Textfeld unten einen Begriff (oder eine kurze Phrase) ein, die Sie umgesetzt haben wollen. Nach Klick auf „Hinzufügen“ sind sie fortan Teil der eigenen Sticker-Palette; über das Drei-Punkte-Menü und den Eintrag „Teilen“ lässt sich die Grafik an andere Apps weiterleiten oder in die Zwischenablage bugsieren.
Mit Apple Intelligence lassen sich viele der zukünftig standardisierten Emojis schnell selbst erzeugen.
Nicht alle gelingenWörter wie Essiggurke, Monarchfalter und Meteor setzt Apple Intelligence problemlos in freigestellte Grafiken für die Nachrichten-App um. Die Resultate sind mit einer Größe von 768 Pixeln auch detailreich genug. Bei „Leuchtturm“ wollte Image Playground unbedingt ein Gesicht oder eine Person hinzufügen. Erst als wir zusätzliche Begriffe wie „keine Lampe“ und „Insel“ als zusätzliche Faktoren ergänzten, war Apple Intelligence bereit, einen authentischen Leuchtturm zu erzeugen. Andere Motivvorschläge scheiterten ganz: „Daumen nach links“ brachte leider gar keine brauchbaren Ergebnisse, und „Gesicht mit zusammengekniffenen Augen“ entsprach ebenfalls nicht unseren Erwartungen.
Image Playground möchte nicht, dass Daumen anderswohin zeigen als nach oben. Der kritische Blick, bei dem die Lider zu Sehschlitzen verengt werden, bekommt Apple Intelligence ebenfalls nicht überzeugend dargestellt.