Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Auf dem Weg zu Siri 2 – der vermutete Zeitplan

Apple musste sich viel Kritik gefallen lassen, nachdem einige der zur WWDC 2024 angekündigten Siri- und KI-Meldungen wohl bestenfalls Konzepte waren – wie es aus verschiedenen Quellen hieß. Recht schnell stellte sich heraus, dass Apple damals zu viel versprochen hatte und sich vor allem die Ansätze für Siri als untauglich erwiesen. Die seit Monaten mehrfach wiederholte Zeitprognose lautet, man wolle 2026 so weit sein – erst vor einigen Tagen wiederholte ein Apple-Sprecher besagte Nennung noch einmal.

iOS und macOS 26.4 stehen inzwischen als Betaversion zur Verfügung, ohne dass sich allerdings Hinweise auf die neue Siri-Generation oder sonstige Gemini-basierende KI-Funktionen finden ließen. Dies wiederum deckt sich mit Mark Gurmans Angaben, Apple habe einen vorsichtigeren Zeitplan gewählt und Siri 2 auf Systemversion 26.5 verschoben. Die Funktionen sollen nach und nach erscheinen, einiges auch erst mit der nächsten Hauptversion.


Apple ist wohl vorsichtig geworden
Man kann davon ausgehen, dass bei Apple die Devise "nur kein weiterer Schnellschuss" gilt. Lieber zeigt man gar nichts, als noch einmal die Erwartungen nicht zu erfüllen. Das betrifft sowohl Siri als auch Apple Intelligence, denn die ab Ende 2024 eingeführten Features weisen oft erhebliche Schwächen auf. Laut Mark Gurman wollte Apple tatsächlich System 26.4 als Ziel anvisieren, war dann jedoch mit der Zuverlässigkeit nicht zufrieden. Ohnehin war man an kein Datum gebunden, denn 2026 ist noch lang – selbst Herbst 2026 wäre demnach im prognostizierten Rahmen

Ein plausibler Ablauf:
Das Apple-Event am 4. März könnte eine Bühne bieten, um Siri 2 der Öffentlichkeit bzw. den anwesenden Teilnehmern zu präsentieren (eine Live-Übertragung gibt es höchstwahrscheinlich nicht). Sofern 26.5 den Anfang machen sollte, egal ob mit Vorführung im März oder nicht, würde Apple die Resultate ab Ende März/April testen lassen und dann im April/Mai auf den Markt bringen. Den nächsten großen Schritt sieht man aber sicherlich nicht vor Juni auf der diesjährigen WWDC. Hierzu gibt es ebenfalls mehrere Berichte: Gurman zufolge sind für 26.4 geplante Funktionen auf iOS 27 verschoben worden, dürften also in der ersten Entwicklerbeta des Systems auftauchen. Dazu kommen weitere Früchte der Zusammenarbeit zwischen Apple und Google.


Neuentwickelte Modelle aus dem Themenfeld rund um Apple Intelligence verfolgen angeblich einen anderen Ansatz als die bisherigen. Aus dem Mantra "alles lokal, und wenn es gar nicht anders geht, dann Private Cloud Compute" werde schrittweise direkte Ausführung auf Googles Infrastruktur (siehe Artikel). Glaubt man den Angaben, so verwandelt sich Siri in einen Chatbot – mit weitaus mehr Funktionen, als die 2024 angekündigte appübergreifende Nutzung und Kontextwissen. Mit der vollständigen Umsetzung der neuen Siri-Generation ist somit nicht vor September 2026 zu rechnen.

Kommentare

McCrutio18.02.26 08:56
Uff, alles auf Google Infrastruktur und nicht mehr lokal finde ich keine gute Entwicklung. Auch wenn der Komfort wachsen mag.
So wie sich das politisch gerade alles entwickelt möchte ich eigentlich mehr und mehr Abstand haben von Google, Meta und Co.
Na mal sehn.
+5
Tirabo18.02.26 09:08
Soweit ich das mitbekommen habe, wird es eben NICHT auf Googles Infrastruktur laufen. Das ist wohl auch nicht notwendig in diesem Fall. Genauere Hintergründe kenn ich mangels Expertise in diesem Fach nicht. Vielleicht kann ja jemand mit Expertise dazu was sagen?
+1
Metty
Metty18.02.26 09:08
direkte Ausführung auf Googles Infrastruktur
Sorry ... geht gar nicht. Dann kann man ja gleich Android nehmen. Auch wenn es deaktivierbar wäre, Apple Privacy-Versprechen wäre dahin. Dümmer könnte sich Apple nicht in den Fuss schiessen.
Dann besser keine KI im System und jede und jeder kann selbst entscheiden welche KI Apps sie/er auf dem Gerät haben will.
+1
ssb
ssb18.02.26 09:10
Es bleibt dabei, dass ich meine LLMs lokal laufen lassen werde. Mit ollama nicht top performant und wegen des lokalen RAMs auch nur kleinere Modelle, aber wo ich es brauche, genügt das fürs Erste.

(bezieht sich natürlich auf macOS)
0

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.