Einschätzung: Apples Prozessor-Switch für Mac dürfte diesmal unkomplizierter ablaufen – für die Meisten

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Apple wird schon bald Intel als Prozessorlieferanten verabschieden und stattdessen für Macs auf selbst entwickelte, ARM-basierte Prozessoren der A-Serie setzen, wie sie auch in Apples iDevices stecken. – Natürlich in weiterentwickelter Form für macOS und für Hardware mit höherer Leistungsanforderung. Die bevorstehende „virtuelle“ WWDC (Montag 22.6. um 19 Uhr) wird daher vermutlich auch ohne die einzigartigen Umstände bedingt durch die Corona-Pandemie historisch in besonderer Erinnerung bleiben. – Es sei denn, es kommt alles ganz anders, aber davon ist derzeit nicht auszugehen.

MTN berichtet umfassend über die bevorstehende Transition und besonders Apple-affine Nutzer beteiligen sich rege an Diskussionen und Spekulationen in den Kommentarsektionen und Foren. Nicht selten mit ziemlich eindeutiger Meinung darüber, ob ein solcher Prozessorwechsel eine gute oder schlechte Sache ist.



Tatsächlich ist die Umstellung der CPU-Plattform für Apple ein dickes Brett und wegen der Größe des Unterfangens mit für Laien unvorstellbaren technischen, logistischen und finanziellen Herausforderungen gespickt. Die Nutzer interessiert aber in der Regel nur, welche Auswirkungen der Wechsel für sie ganz persönlich haben könnte. – Was natürlich in gewisser Hinsicht nachvollziehbar ist. So befürchtet mancher, dass sein vielleicht gerade erst erworbenen Mac mit Intel-CPU schon bald zum alten Eisen gehören könnte oder dass zumindest die Softwareunterstützung früher als üblich enden könnte. Andere wiederum sehen Schwierigkeiten mit der Kompatibilität bestimmter Software herauf dämmern und einige wenige sehen darin sogar einen Anlass, das Betriebssystem komplett zu wechseln. – Warum auch immer. Den meisten Bedenken gemeinsam ist die Furcht vor finanziellen Einbußen, auf die eine oder andere Art, oder davor, mit ihrem besonderen Anwendungsspektrum nicht ausreichend berücksichtigt und damit abgehängt zu werden.


Warum „German Angst“ unbegründet ist
Natürlich spricht nichts dagegen, einen derart einschneidenden Wechsel in Apples Hardware-Architektur genau zu beobachten und Risiken zu diskutieren. Sowohl aus Journalistischer- als auch aus Entwickler- oder Anwendersicht. Ich gehe allerdings davon aus, dass sich die praktischen Auswirkungen des Prozessorwechsels in Grenzen halten und sich nur wenige Nutzer und einige Entwickler umfangreicher mit der Thematik werden beschäftigen müssen.

Otto-Normalanwender dürften hingegen – wenn sie von der Sache nicht aus den Medien wüssten – im Alltag so gut wie nichts davon bemerken. Es sei denn, es folgt irgendwann in ein paar Jahren ein Wechsel auf einen ARM-Mac und ältere Software läuft darauf plötzlich nicht mehr. Mit ein klein wenig rechtzeitiger Vorbereitung sollte das aber die absolute Ausnahme bleiben.

Diese persönliche Einschätzung, mit der ich natürlich auch falsch liegen könnte, beruht vornehmlich auf der Erfahrung des letzten Prozessorwechsels von PowerPC auf Intel. Dieser fand unter Umständen statt, die mit der heutigen Situation Apples im Markt für Desktop- und Notebook-Systeme nur bedingt vergleichbar sind. Der damalige Wechsel erfolgte zu einer CPU-Basis, die bis dahin gar nicht in Apple-Hardware zum Einsatz kam. Heute hingegen soll auf eine CPU-Architektur gewechselt werden, mit der Apple schon jahrelang Erfahrung hat und für die lange genug Zeit war, um macOS schrittweise darauf vorzubereiten.


Genau genommen ist iOS (sowie iPad- und tvOS), das schon lange auf A-Serie-CPUs läuft, nur ein abgewandeltes macOS (bzw. OS X). Das heißt, Apple hat viel Zeit und Gelegenheit gehabt, die Codebasis von macOS und existierende Software auf der ARM-Architektur zu testen. Das ist ein riesiger Unterschied zu damals. Und dennoch gab es auch beim „riskanteren“ PPC/Intel-Switch rückblickend keine allzu gravierenden oder nicht überwindbaren Folgen für die Mehrheit der Nutzer. Die normalen Produkt- und Software-Updatezyklen sorgten für einen gleitenden Übergang hin zu Intel-Macs. Verluste durch nicht mehr lauffähige Hard- und Software hielten sich in engen Grenzen.


Der Teufel liegt natürlich im Detail. Wird etwa – um ein Beispiel zu nennen – ein (veraltetes) Adobe Lightroom 6, dass trotz unvollständiger 64-Bit-Codebasis nach wie vor (wenn auch leicht eingeschränkt) auf macOS Catalina funktioniert, auch auf einem ARM-Mac laufen? Das heißt, bei einem Hardwarewechsel von einem Intel- auf einen ARM-Mac müssen gewisse Dinge vorher sorgfältig abgeklärt werden. Solche und ähnliche Problematiken sind kaum vermeidbar und werden zweifellos hier und da für Verdruss sorgen.

Die Auswirkungen des bevorstehenden Intel/ARM-Übergangs dürften jedoch insgesamt geringer sein, als nach dem letzten CPU-Wechsel. Ebenso ist unwahrscheinlich, dass bestehende Macs mit Intel-CPU dadurch vorzeitig – also früher, als in den normalen Produktzyklen – unbrauchbar werden.

Auf einem anderen Blatt steht die Frage des Nutzens. Wer wird hauptsächlich von der Umstellung profitieren? Nur Apple durch mehr Kontrolle über die Hardware und bessere Margen, oder auch Mac-Kunden durch schnellere, effizientere Rechner mit noch besserer Verschmelzung von mac- und iOS? Es könnte eine Win-Win-Situation werden. Auch die Performance-Frage ist noch vollkommen ungeklärt. Doch derartige Spekulationen sollen hier nicht das Thema sein. Ich plädiere lediglich für Gelassenheit und eine gesunde „Schaun-mer-mal“-Einstellung.

In diesem Sinne sehe ich der bevorstehenden WWDC mit all Ihren Enthüllungen, auch über die Prozessorfrage hinaus, gespannt und freudig entgegen.

Kommentare

Raziel120.06.20 09:08
Also ich blicke dem ganzen freudig entgegen. Apple hat die letzten Jahre gezeigt was die A-Chips leisten und nicht ohne Grund schneide ich mein 4K Material mittlerweile oft am iPad weil das dort extrem performant läuft und das auf einer nicht aktiv gekühlten Hardware (im Grunde mache ich mittlerweile das meiste meiner Sachen am iPad, fehlt mir eigentlich nur noch ein Xcode). Je nachdem wie Apple das ganze handhabt, rechne ich mit nem potentiellen deutlichen Performance Anstieg und wie im Artikel beschrieben Vorteile für das ganze Ökosystem.

Offen bleibt die Frage nach der Abwärtskompatibilität, aber sie werden sicher eine Lösung finden.
+4
andreas_g
andreas_g20.06.20 09:14
Das heißt, Apple hat viel Zeit und Gelegenheit gehabt, die Codebasis von macOS und existierende Software auf der ARM-Architektur zu testen. Das ist ein riesiger Unterschied zu damals.
Soweit ich mich erinnern kann, wurde beim Intel-Switch verkündet, dass Mac OS X ein "geheimes Doppelleben" führte und parallel auf Intel-CPUs gelaufen ist. Dieser Teil des Artikels ist also meiner Ansicht nach falsch.
+16
FlyingSloth20.06.20 09:23
Ich bin auch schon ziemlich gespannt auf das was da kommt. Apple würde diesen Schritt sicher nicht machen, wenn durch diesen nicht ein enormer Leistungsanstieg einhergehen würde in Verbindung weniger Strom fressenden Endgeräten. Was mich interessieren würde ist die Frage, wieviel Vorlaufzeit Entwickler und NDAs bekommen, um zum Start Software parat zu haben?
+1
Der Mike
Der Mike20.06.20 09:25
andreas_g
Das heißt, Apple hat viel Zeit und Gelegenheit gehabt, die Codebasis von macOS und existierende Software auf der ARM-Architektur zu testen. Das ist ein riesiger Unterschied zu damals.
Soweit ich mich erinnern kann, wurde beim Intel-Switch verkündet, dass Mac OS X ein "geheimes Doppelleben" führte und parallel auf Intel-CPUs gelaufen ist. Dieser Teil des Artikels ist also meiner Ansicht nach falsch.

Letztlich ist macOS/Mac OS X "nur" ein NeXTStep mit einem GUI, das an die optischen Gewohnheiten der Nutzer des klassischen Mac OS angepasst wurde.

Und NeXTStep lief nicht nur auf 68k, sondern schon jahrelang auch auf x86. Und wurde zuerst mit Mac OS X Server 1.0 auf PowerPC portiert, was als Final Release 1999 erschien, also zwei Jahre vor der Client-Version. (Darwin gab es AFAIR auch immerzu für x86.)

Die Mischung der Optik aus Mac OS und NeXTStep ist hier - Mac OS X Server 1.0 - noch besonders unverkennbar.

+10
pünktchen
pünktchen20.06.20 09:29
Rhapsody, praktisch die Alphaversion von Mac OS X Server, lief auch noch auf x86.
+5
cfkane20.06.20 09:32
Otto-Normalanwender dürften hingegen – wenn sie von der Sache nicht aus den Medien wüssten – im Alltag so gut wie nichts davon bemerken. Es sei denn, es folgt irgendwann in ein paar Jahren ein Wechsel auf einen ARM-Mac und ältere Software läuft darauf plötzlich nicht mehr.

Also wenn Otto erst in ein paar Jahren auf einen ARM-Mac wechselt, dann ist ziemlich klar, daß er bis dahin im Alltag nichts mitbekommt .
Diese persönliche Einschätzung, mit der ich natürlich auch falsch liegen könnte, beruht vornehmlich auf der Erfahrung des letzten Prozessorwechsels von PowerPC auf Intel. Dieser fand unter Umständen statt, die mit der heutigen Situation Apples im Markt für Desktop- und Notebook-Systeme nur bedingt vergleichbar sind.

Bislang auch selten gelesen:
Im Satz 1 die eigene Einschätzung begründen
Im Satz 2 diese Grundlage für nicht anwendbar zu erklären und damit die eigene Einschätzung zu neutralisieren bzw. sogar negieren.
Heute hingegen soll auf eine CPU-Architektur gewechselt werden, mit der Apple schon jahrelang Erfahrung hat und für die lange genug Zeit war, um macOS schrittweise darauf vorzubereiten.

Das Problem war und ist doch nicht macOS, sondern die Anwender-Software, die draußen so rumschwirrt. Die Lösung war damals Rosetta. Mal sehen, ob Apple heute etwas Vergleichbares hinbekommt.
Unterschied zu damals ist auch: es wurde aus der Nische in den Hauptmarkt geschwenkt, das brachte Apple viele Nutzer und auch Entwickler. Diesmal geht's eher den umgekehrten Weg, auch wenn ARM in Telefonen und Tablets der Renner ist.

Aber danke für die Morgenerheiterung, habe selten so eine "Begründung" gelesen
+22
Steffen Stellen20.06.20 09:40
Frage mich vor allem wie Apple das gegenüber dem Kunden motiviert. Beim letzten Mal war es Performance per Watt. Das hat jeder verstanden. Kann ja sein, dass die Intel-Roadmap so lala ist, aber richtig schlecht ist sie sicher nicht. Außerdem gibt es ja noch AMD, von denen man auch seit Langem GPUs bezieht. Die sind bei den CPU aktuell vorne und die könnten auch SoCs. So eine PS 5 oder XBOX Series X als Mac, das wäre doch was.
+15
madddiin20.06.20 09:44
Das einzige was dann für mich schmerzlich sein wird ist, dass Windows dann nicht mehr performant auf den Mac laufen wird. Bei mir läuft ein Windows 10 in Virtualbox. Brauche es aus beruflichen Gründen.

Dann werde ich mir doch irgendwann mal einen PC dazu kaufen müssen. 😓😓😓
+18
Retrax20.06.20 09:47
Könnte doch sein, dass Windows RT (ARM Version / 2013 eingestellt), in den MS-Laboren auch ein "geheimes Weiterleben" führen durfte und auf der WWDC dann ein MS-Würstchen ein aktuelles Windows als ARM-Version zeigt.

Halte ich jetzt nicht für soo weit hergeholt...
+1
MrWombat
MrWombat20.06.20 09:51
Zum Glück macht das lesen der Kommentare Spaß und ist auch informativer als der Artikel davor.

Etwas weniger Mutmaßungen und etwas mehr Recherche würde dem Artikel guttun.
+14
molly7820.06.20 09:54
Retrax
Könnte doch sein, dass Windows RT (ARM Version / 2013 eingestellt), in den MS-Laboren auch ein "geheimes Weiterleben" führen durfte und auf der WWDC dann ein MS-Würstchen ein aktuelles Windows als ARM-Version zeigt.

Halte ich jetzt nicht für soo weit hergeholt...
Wenn ich mir den Microsoft Aktienkurs der letzten Jahre ansehe scheinen da nicht nur Würstchen zu arbeiten. Microsoft ist mehr als Windows und Office.
X86 Virtualisierung würde mir auch fehlen. Eventuell dann halt in Azure bei den „Würstchen“ eine Maschine bei Bedarf.
+5
Peter Eckel20.06.20 09:55
madddiin
Das einzige was dann für mich schmerzlich sein wird ist, dass Windows dann nicht mehr performant auf den Mac laufen wird. Bei mir läuft ein Windows 10 in Virtualbox. Brauche es aus beruflichen Gründen.

Dann werde ich mir doch irgendwann mal einen PC dazu kaufen müssen. 😓😓😓
Wenn es nur f*ing Windoze wäre.

Ich brauche aus beruflichen Gründen ganze Linux-Cluster, die ich in Vagrant auf meinen Macs laufen lasse. Das wäre mit ARM Geschichte, und damit habe zumindest ich beruflich keine Verwendung mehr für Macs. Klar, das ist eine Spezialnutzung, aber es ist halt so - mit einem Umstieg auf ARM steht die weitere Nutzung von macOS für mich in Frage.

Daheim ist das kein Problem, da läuft der Kram dann halt im Keller auf dem Server - da ein paar CPUs und ein bißchen Speicher mehr reinzupacken ist kein Problem. Aber unterwegs beim Kunden ist das keine Lösung, zumindest bis sich - woran ich ehrlich zweifle - x86_64 vernünftig auf ARM emulieren läßt oder der Rest der Industrie auch auf ARM schwenkt.
Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.
+16
Johnny6520.06.20 09:55
Wenn man mal die Privatnutzer-Brille zur Seite legt und darauf blickt, wie das ganze für berufliche Anwender aussieht, kommt halt noch folgender Aspekt dazu: Was machen wichtige Kunden und Geschäftspartner? Ich schleppe nicht aus Begeisterung und Nostalgie alte InDesign-Versionen mit mir herum, sondern weil mehrere meiner Kunden bzw. Auftraggeber sich seit Jahren beharrlich weigern, ihre Software auf Adobes Cloud-Modell umzustellen.

Selbst wenn (was ja keineswegs sicher ist) Adobe eine ARM-Version seiner Creative-Suite entwickeln sollte, ist das dafür auch keine Lösung. Das wäre so ein "Warum auch immer", das mich im schlimmsten Fall dazu bringen würde, künftig statt auf einem Mac auf einem Windows-PC zu arbeiten - auch wenn ich diese Umgebung nicht wirklich mag.

Für ein bisschen Surfen und Mailen im Starbucks kann man sich dann natürlich parallel ein MacBook gönnen. Wobei dann tatsächlich die Frage wäre, ob es dafür nicht auch ein iPad tut.
+19
MrWombat
MrWombat20.06.20 09:56
Wie wäre es mit einem Intel als Coprozessor
0
Peter Eckel20.06.20 09:58
MrWombat
Wie wäre es mit einem Intel als Coprozessor
Klar, das ist dann ja auch in Hinblick auf den Stromverbrauch die ideale Lösung. Bauen wir doch zusätzlich zu den sparsamen ARM-Cores noch einen Stromfresser ein! Toller Plan!
Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.
+7
don.redhorse20.06.20 10:03
MrWombat
Etwas weniger Mutmaßungen und etwas mehr Recherche würde dem Artikel guttun.

Der ist nicht schlecht, wenn es Fakten gibt, dann bestenfalls zur WWDC, bis jetzt sind das alles nur Vermutungen.
Ich würde den Wechsel sehr bedauern. Es gibt für mich keinen Mac mehr den ich kaufen würde. Mein letzter war ein PM G5 2*2. Danach kam nichts mehr, bzw. einfach nicht meine Preisklasse. Mag ja Kunden für nen Mac mini geben, aber erstens ist das Ding schweine teuer und zudem uralt. Die iMacs fallen schon wegen 16:9 Displays raus. Ich will 8:5, bietet Apple nicht. Ein Notebook brauche ich nicht, dass erledigt mein iPad. Damit wird es ganz dünn. Vielleicht baue ich mir Ende des Jahres meinen letzen Hacki zusammen und stelle dann auf Linux um, dann haben sie endlich das geschafft, woran sie seit 10 Jahren arbeiten, sie werden mich los.
-11
g_from_h
g_from_h20.06.20 10:07
Johnny65
Wenn man mal die Privatnutzer-Brille zur Seite legt und darauf blickt, wie das ganze für berufliche Anwender aussieht,

Vielleicht bewertet Apple das aber auch so, dass sie mit den beruflichen Pro Anwendern und den VM-Cracks immer weniger verdient. Vlt. sind gerade die finanzstarken Heimanwender und die, die im Beruf was schlankes, schnelles und leichtes (z. b. ARM MacBook Pro und iPad) einsetzen, die Zielgruppe mit den dicken Margen.
+5
john
john20.06.20 10:08
das was cfkane und peter eckel sagen.

selten so einen komischen artikel gelesen.

montag wird - zumindest für mich - ein schwarzer tag was die mac-plattform angeht, wenn sich die (verdichteten und inzwischen als sicher geltenen) gerüchte bewahrheiten sollten.

ich persönlich würd mich über ryzen cpus in aktuellen macs deutlich mehr freuen als über eine abwanderung wieder zurück auf die nischen-insel durch die abkehr von x86.

damit wäre die mac plattform für mich faktisch gestorben.
und nur als "spass gerät" für die couch um mal ne mail zu schreiben und ein bisschen zu surfen sind apples dekadente preise inzwischen für mich aus prinzip schon nicht mehr akzeptabel.
biete support. kostenlos, kompetent und freundlich. wähle zwei.
+27
Peter Eckel20.06.20 10:09
don.redhorse
Der ist nicht schlecht, wenn es Fakten gibt, dann bestenfalls zur WWDC, bis jetzt sind das alles nur Vermutungen.
Ich würde den Wechsel sehr bedauern. Es gibt für mich keinen Mac mehr den ich kaufen würde. Mein letzter war ein PM G5 2*2.
Naja, seien wir ehrlich: Dann haben sie Dich doch schon vor mehr als 10 Jahren als Kunden verloren. Was läßt Du den auf dem schönen alten Stück noch laufen?
don.redhorse
Danach kam nichts mehr, bzw. einfach nicht meine Preisklasse. Mag ja Kunden für nen Mac mini geben, aber erstens ist das Ding schweine teuer und zudem uralt.
Ende 2018? Uralt? Nun ja, wenn man so will ... taufrisch ist anders.

Aber selbst er "uralte" Mac Mini ist um Größenordnungen schneller als Dein alter PM G5. Ich habe den Sprung schon überdeutlich gemerkt, als ich vom MacPro 3,1 auf den Mini gewechselt habe, weil ich die Aussichten auf einen Mac Pro für mich Anfang 2019 begraben hatte.
Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.
0
Johnny6520.06.20 10:10
g_from_h
Vielleicht bewertet Apple das aber auch so, dass sie mit den beruflichen Pro Anwendern und den VM-Cracks immer weniger verdient. Vlt. sind gerade die finanzstarken Heimanwender und die, die im Beruf was schlankes, schnelles und leichtes (z. b. ARM MacBook Pro und iPad) einsetzen, die Zielgruppe mit den dicken Margen.

Mag ja sein. Andererseits verhindert die schwelende Diskussion in meinem Fall, dass ich mich dazu durchringe, über 10K für einen MacPro auszugeben. Dessen Marge dürfte schon eine Handvoll Hipster-Macbooks aufwiegen.
+5
Peter Eckel20.06.20 10:17
g_from_h
Vlt. sind gerade die finanzstarken Heimanwender und die, die im Beruf was schlankes, schnelles und leichtes (z. b. ARM MacBook Pro und iPad) einsetzen, die Zielgruppe mit den dicken Margen.
Kann sein. Dann hoffe ich als AAPL-Aktionär mal auf viele finanzstarke Heimanwender. In den letzten 15 Monaten habe ich geschäftlich ich für ca. 20 kEUR Macs gekauft, und da ist noch nicht mal ein Mac Pro dabei - der kommt frühestens 2022, falls die Plattform bis dahin für mich nicht unbrauchbar geworden ist. Dafür müssen die finanzstarken Heimanwender im Jahr 0 nach Covid-19 lange stricken.

Ich muß allerdings gestehen, daß ich eher auf einen Wechsel zu AMD als auf einen zu ARM hoffe. Man wird ja träumen dürfen
Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.
+8
Orbital
Orbital20.06.20 10:18
Ich hoffe mein 15“ mid 2012 Macbook Pro hält noch länger durch. Arbeitsspeicher und Festplatte lassen sich einfach erweitern und als das CD-Laufwerk seinen Dienst versagte, wurde es einfach ausgetauscht, das nenne ich Nachhaltigkeit! Es hat auch noch Magsafe und viele Anschlüsse und Nvidia und einen matten Bildschirm… und… und…

So ein Teil in aktueller Ausführung hätte ich gerne und nicht die derzeitige völlige Ungewissheit was eigentlich im Busch ist. Gäbe es das von Apple dann shut up and take my money…
+4
ThoSchl20.06.20 10:21
Eines vorweg: Ich liebe diese ARM-Umstiegs-Diskussionen! Da kommen so viele gute Geschichten wieder auf und ich schwelge in Erinnerung. Ich hatte damals (2004) meinen ersten Mac (PowerBook G4 1,33GHz) und dachte (2005) auch es sei unmöglich auf Intel umzusteigen. Denn wenn Macs Intel Prozessoren haben: Warum soll dann noch jemand für den Mac entwickeln? Man kann doch einfach eine zweite Partition für Linux und/oder Windows einrichten... Wir wissen alle, dass es anders kam und dass es verdammt gut lief!
Ich bin inzwischen einer von den Typen, die auf Ihrem MacBook Pro VMs mit Linux laufen haben. Perfekt! Diese Lösung ist aus meinem momentanen Dafürhalten "unschlagbar". Es freut mich hier zu lesen, dass ich mit meiner Verwendung nicht alleine bin.
Nichts desto trotz bin ich sehr gespannt, was am Montag vorgestellt wird und was das in ein, zwei Jahren für Kunden wie mich bedeutet? Ich bleibe optimistisch und drücke uns die Daumen!
+10
Moka´s Onkel
Moka´s Onkel20.06.20 10:22
andreas_g
Das heißt, Apple hat viel Zeit und Gelegenheit gehabt, die Codebasis von macOS und existierende Software auf der ARM-Architektur zu testen. Das ist ein riesiger Unterschied zu damals.
Soweit ich mich erinnern kann, wurde beim Intel-Switch verkündet, dass Mac OS X ein "geheimes Doppelleben" führte und parallel auf Intel-CPUs gelaufen ist. Dieser Teil des Artikels ist also meiner Ansicht nach falsch.

Das habe ich auch so in Erinnerung, doch ist es m.E. etwas anderes, wenn das OS sowie unendlich viel Software über viele Jahre auf 100en von Millionen Geräten läuft als wenn Apple die neue Architektur im Testlabor auf ein paar hundert Geräten in verschiedenen Testkonfigurationen parallel laufen lässt.
+7
nane
nane20.06.20 10:28
Könnte es nicht auch so sein, dass für die "Profi" Geräte (MacPro und iMacPro) noch lange Jahre bei INTeL und damit XEON CPUs (die man ja nicht jährlich tauscht) bleibt und "nur" die "normalen" Macs von i5/7/9 CPUs auf eigene ARM CPUs umstellt?

Das die "Profi-Nutzer" sicher nicht begeistert sind von einem Schwenk auf eigene ARM CPUs dürfte Apple bestimmt auch klar sein.
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+8
Johnny6520.06.20 10:29
Peter Eckel
Ich habe den Sprung schon überdeutlich gemerkt, als ich vom MacPro 3,1 auf den Mini gewechselt habe, weil ich die Aussichten auf einen Mac Pro für mich Anfang 2019 begraben hatte.

Sorry wenn offtopic – aber wie zufrieden bist Du mit dem Mini? Wäre auch für mich die Vernunfts-Alternative zum Mac Pro. Allerdings habe ich in letzter Zeit viel von Instabilitäten vor allem im Zusammenhang mit externen Komponenten gelesen.

Und wenn Mini, hieße das für mich eigentlich auch eGPU und auf jeden Fall externe Zusatz-SSD. Als Besitzer eines 13" MBP aus 2018, das alle paar Tage mit BridgeOS-Kernel-Panic neustartet, habe ich da meine Bedenken und keine Lust, sowas mit meiner Haupt-Arbeitsmaschine zu erleben.
0
pünktchen
pünktchen20.06.20 10:42
Steffen Stellen
Frage mich vor allem wie Apple das gegenüber dem Kunden motiviert. Beim letzten Mal war es Performance per Watt.

Ich vermute das wird es diesmal auch sein. Wobei sie damals was von bis zu 5 mal mehr Leistung pro Watt geredet haben und diesmal würde es mich doch sehr überraschen wenn sie mehr als die doppelte Leistung versprechen können. Und das ist halt nicht genug um die Nachteile einer Emulation aufzuwiegen. Entspricht vielleicht eher dem Wechsel von 68k auf PPC, da waren die alten 68k Rechner für die alten 68k Programme auch eine ganze Zeit noch deutlich schneller.
+5
mikeboss
mikeboss20.06.20 10:46
Retrax
Könnte doch sein, dass Windows RT (ARM Version / 2013 eingestellt), in den MS-Laboren auch ein "geheimes Weiterleben" führen durfte und auf der WWDC dann ein MS-Würstchen ein aktuelles Windows als ARM-Version zeigt.

Halte ich jetzt nicht für soo weit hergeholt...

huh? Windows 10 gibt es schon eine ganze weile fuer ARM. als release, nicht als laborversion. bastler lassen es auch versuchsweise auf dem Raspberry Pi laufen.
+5
MrWombat
MrWombat20.06.20 11:11
don.redhorse
Mein letzter war ein PM G5 2*2. Danach kam nichts mehr, bzw. einfach nicht meine Preisklasse.
Find ich spannend das du dann noch immer Mactechnews liest

Ich hab mir einen 16:10 (8:5) Monitor angestöpselt.
+1
Maniacintosh
Maniacintosh20.06.20 11:19
nane
Könnte es nicht auch so sein, dass für die "Profi" Geräte (MacPro und iMacPro) noch lange Jahre bei INTeL und damit XEON CPUs (die man ja nicht jährlich tauscht) bleibt und "nur" die "normalen" Macs von i5/7/9 CPUs auf eigene ARM CPUs umstellt?

1.) Nicht alle Profis nutzen diese Geräte. Der eine schneidet seine Videos auf dem Mac mini (ggf. Mit eGPU). Dem anderem reicht unterwegs für die ersten Blicke auf die Fotos ein MacBook Air. Und dem Fotografen vielleicht auch der Nicht-Pro-iMac. Abgesehen davon: Gerade unterwegs kommt gerne ein MacBook Pro zum Einsatz.
2.) Diese Taktik wäre fatal für die Plattform: Es wäre das Eingeständnis von Apple, dass die ARM-Prozessoren gerade nicht leistungsfähig genug sind. Das würde gerade Profis dann motivieren vielleicht ganz von Apple weg zu wechseln, denn der Wechsel auf die „lahme“ ARM-Plattform würde ja dennoch irgendwann kommen.
3.) Es bedeutet eben die Pflege von zwei Plattformen für Apple und vor allem auch für Drittentwickler. Das werden nicht alle mitmachen. Viele würden vielleicht nur für macOS/ARM entwickeln, weil mehr Geräte, die anderen nur für macOS/x86_64, weil Pro-Zielgruppe und diese Leistung nötig. Und der Profi kann am Ende ggf. nicht mal die gleiche Software auf Mac Pro und MacBook Pro nutzen. Das wäre fatal.
Das die "Profi-Nutzer" sicher nicht begeistert sind von einem Schwenk auf eigene ARM CPUs dürfte Apple bestimmt auch klar sein.

Eigentlich dürfte kein normaler Anwender davon begeistert sein. Dem der wirklich nur Apple-Apps nutzt, dem kann es wohl egal sein, aber alle anderen müssen sich Sorgen machen, ob die benötigte bzw. gewünschte Software künftig überhaupt noch auf dem Mac läuft. Und das alles nur, damit Apple wieder ein MacBook bauen und verkaufen kann? Da sehe ich den realen Nutzen einfach nicht. Und ob Apple einen ARM in der Leistungsklasse eines 8-core-i9 unter Vollast auch passiv weggekühlt bekommt, muss noch gezeigt werden. Spätestens bei den ni
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