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ChatGPT ab sofort mit Werbung in den USA: OpenAI verspricht „besonderen Mehrwert“

Vor einigen Monaten galt es noch als einigermaßen unwahrscheinlich, dass ChatGPT in absehbarer Zeit Werbung erhalten würde. Zu dieser Einschätzung trug vor allem der CEO von OpenAI bei: Sam Altman erklärte, mit Werbung nicht anfangen zu können und verlieh seinen Sorgen Ausdruck, Anzeigen mit KI zu vermengen. Vor rund einem Monat erfolgte die Kehrtwende und das Unternehmen erklärte, mit ersten Tests experimentieren zu wollen. Nun ist es so weit: In den USA sind bei Nutzern des Chatbots Werbeeinblendungen zu sehen.


Free- und Go-Nutzer von Werbung betroffen
OpenAI beschränkt sich bei der Anzeige von Werbung auf bestimmte Anwender: Diese müssen angemeldet und volljährig sein und die Tarife Free oder Go nutzen. Plus-, Pro-, Business- sowie Enterprise-Kunden sind folglich nicht davon betroffen. Wer im Free-Tarif gänzlich auf die Einblendung von Anzeigen verzichten möchte, kann dies entsprechend konfigurieren, muss aber im Gegenzug eine wesentliche Einschränkung in Kauf nehmen: Die Unterhaltung mit dem Chatbot endet dann nach weniger Fragen als zuvor. OpenAI verspricht, relevante Werbung einzublenden, um passende Produkte oder Dienstleistungen zu entdecken. Diese seien eine Chance für „einen besonderen Mehrwert“ und hätten keinen Einfluss auf die Antworten von ChatGPT. Wer personalisierte Werbung ablehnt, kann sie in den Einstellungen ausschalten:

Quelle: OpenAI

Anthropic kontert: Claude bleibt werbefrei
Die Anzeigen werden visuell klar vom Chatverlauf getrennt. Werbetreibende erhalten keinen Zugriff auf die Unterhaltung und persönliche Daten. Bestimmte Themen sind zudem tabu: Bei Fragen zur Gesundheit oder Politik bleibt Werbung außen vor. OpenAI behält sich jedoch vor, „den Umfang verantwortungsvoll ausweiten, wenn Schutzmaßnahmen ausgereift sind“.

Quelle: OpenAI

Die Konkurrenz hat teilweise bereits auf OpenAIs neue Ausrichtung reagiert: Anthropic macht darauf aufmerksam, dass Werbung in KI-Diensten Einzug hält, bei Claude jedoch nicht. Einige Werbespots unterstreichen dieses Versprechen – und machen sich über derartige Anzeigen lustig:

Kommentare

AppleUser197410.02.26 11:02
25 Mio. für Trump, einfach jetzt von OpenAi zu einer anderen KI wechseln. Im besten Falle vielleicht was aus der EU wie Mistral.
+4
UWS10.02.26 11:27
Tja, das Problem liegt doch auf der Hand. Für die KI - zumindest so wie sie jetzt betrieben wird - braucht man Geld, viel Geld und eigentlich sogar noch viel mehr Geld.

Das kann man natürlich über Venture Kapital (die noch mehr Geld damit machen wollen) oder kommerzielle Investoren (die sich davon technisch etwas versprechen) bekommen. Der Einsatz von Werbung reicht ja mglw. zumindest für die Finanzierung der Kaffeekasse.

Bei den derzeit aufgerufenen Fantastilliarden wird die Frage nach dem Erlösmodell aber drängender. Nur die Hoffnung, sich am Ende durchzusetzen und die anderen dann aus dem Markt zu schubsen, mag ja verlockend sein, aber so hat Herr Pyrrhus seinerzeit wohl auch gedacht. So mancher Geldgeber hat da offenbar mittlerweile gewisse Zweifel, speziell bei OpenAI.

Und zum Thema Digitale Souveränität und EU ist eigentlich auch alles gesagt. Man sollte langsam mal von der Erkenntnis- in die Umsetzungsphase übergehen...sonst gehen noch mehr Spezialisten von der Fahne.
There is no cloud…it’s just someone else’s computer.
+2
99problems10.02.26 11:30
Wen wundert das?
„verantwortungsvoll ausweiten wenn Schutzmaßnahmen ausgereift sind“ ?
Ok. Wer sowas noch glaubt, ist mir echt ein Rätsel.
0
iEi
iEi10.02.26 11:41
War zu erwarten.
Überall ist mittlerweile Werbung.
Warum sollte ausgerechnet dieser Bereich (der ja auch noch sehr kostenintensiv für die Anbieter ist) ohne Werbung auskommen?
Und das mit der EU-Souveränität…. Ich glaub da nicht dran.
Bis jetzt kann die EU nur Bürokratie und marktfeindliche Regulierungen.
Ich denke wenn sich hier nicht viel ändert, werden wir noch stärker auf außer-EU Lösungen angewiesen sein als jetzt schon da Firmen hier nicht mehr investieren. Globalisierung und so….
-1
massi
massi10.02.26 12:43
Ich war mal bei Mistral auf der Seite, doof gefragt, was muss ich denn da auswählen, wenn ich sowas wie ChatGPT haben möchte, ich blicke da bei den ganze Products und Solutions nicht durch.
0
Frost10.02.26 12:48
massi
ich blicke da bei den ganze Products und Solutions nicht durch.

Das war dann wohl nicht die Webseite von deren Chatbot.
Der Chatbot von Mistral ist Le Chat (spricht sogar auch Deutsch und nicht wie bei einer franzoesichen Firma zu erwarten waere nur Franzoesich und den gibt es auf dieser Internetseite:
0
desko7510.02.26 12:49
massi
Ich war mal bei Mistral auf der Seite, doof gefragt, was muss ich denn da auswählen, wenn ich sowas wie ChatGPT haben möchte, ich blicke da bei den ganze Products und Solutions nicht durch.
Le Chat

https://chat.mistral.ai/
0
massi
massi10.02.26 12:55
Das ging fix, vielen Dank Euch!
+1

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