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Benchmarks: M1 Pro und M1 Max im direkten Performance-Vergleich

Wer die Anschaffung eines MacBook Pro (2021) ins Auge fasst, hat bekanntlich nicht nur die Wahl zwischen zwei Displaygrößen. Es gilt auch, sich für eine der beiden neuen Prozessorvarianten zu entscheiden, welche es zudem in diversen Leistungsstufen gibt. Ob im neuen Notebook aus Cupertino ein M1 Pro oder ein M1 Max seinen Dienst verrichten soll, hängt natürlich vom geplanten Einsatzzweck und den individuellen Anforderungen ab.


Zahlreiche Tests mit M1 Pro und M1 Max
Benchmarks können im Vorfeld eines Kaufs eine wichtige Entscheidungshilfe sein. Rob Art Morgan, der Betreiber der bekannten Webseite Bare Feats, hat M1 Pro und M1 Max jetzt einem direkten Vergleich unterzogen. Dabei kamen nicht nur synthetische Leistungsmessungen zum Einsatz, er führte auch praktische Tests mit gängigen Programmen durch. Hierfür nutzte er ein MacBook Pro 16" mit M1 Max, 32-Kern-GPU und 32 Gigabyte RAM sowie ein MacBook Pro 14", welches über den zehnkernigen M1 Pro, die mit 16 Kernen ausgestattete Grafikeinheit und 16 Gigabyte Unified Memory verfügte.


Quelle: Bare Feats

Deutliche Unterschiede, aber nicht bei jedem Benchmark
Erwartungsgemäß verzeichnetet Morgan bei den diversen Tests deutliche Leistungsunterschiede zwischen den beiden Geräten, allerdings nicht bei jedem Benchmark. Beim Export von 100 Bildern mithilfe von Adobe Lightroom Classic etwa lagen MacBook Pro 14" und MacBook Pro 16" nahezu gleichauf, das kleinere Gerät war lediglich eine Sekunde langsamer als das größere Notebook. Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich beim Multi-Core-CPU-Benchmark von Geekbench 5, in welchem der M1 Max auf 12.716 Punkte kam (M1 Pro: 12.616 Punkte). Auch im BrowserBench waren die Unterschiede nur marginal, wobei auch hier das MacBook Pro 16" leicht die Nase vorn hatte.

M1 Pro schlägt M1 Max beim Foto-Upscaling
Anders sah das beispielsweise beim 4K-Metal-Benchmark von BasemarkGPU aus. In diesem Test erreichte der M1 Max im MacBook Pro 16" einen Wert von 96 FPS, der M1 Pro im MacBook Pro 14" kam mit 49 FPS auf etwas mehr als die Hälfte. Ein ähnliches Bild zeigten auch GFXBEnch Metal und LuxMark 3.1. Nicht ganz so groß waren die Leistungsunterschiede hingegen bei der Wiedergabe eines Projekts mithilfe von DaVinci Resolve: Während der M1 Max in diesem Test auf 30 FPS kam, lag der M1 Pro bei 20 FPS. Geschlagen geben musste sich das Gerät mit 16-Zoll-Display hingegen überraschenderweise beim Upscaling eines Bildes mit PhotoZoom Pro 8: Es erledigte die Aufgabe etwas langsamer als das MacBook Pro 14".

RAM-Ausstattung sollte berücksichtigt werden
Die Tests von Bare Feats zeigen, dass der M1 Max dem M1 Pro in etlichen Disziplinen weit überlegen ist. Das gilt übrigens auch für das eine oder andere Spiel. Beim internen Benchmark von Shadow of he Tomb Raider etwa spielte der größere Chip die Leistungsfähigkeit seiner 32-Kern-GPU mit 33 FPS aus, Apples schwächerer SoC kam hierbei auf 18 FPS. Berücksichtigen sollte man allerdings, dass sich bei einigen der Vergleiche auch die unterschiedliche RAM-Ausstattung ausgewirkt haben dürfte.

Kommentare

verstaerker
verstaerker05.11.21 11:39
mein Mac Pro 2019 mit VegaII ist im Basemark übrigens leicht hinter dem M1 Pro Max (89fps) obwohl er im Geekbench Metal 35000 Punkte mehr hat
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antipod
antipod05.11.21 12:23
Synthetische Benchnarks sollten duetlich weniger Anerkennung erhalten, als sie es derzeit tun. Der beste Benchmark ist bisweilen der Lightroom-Export und dieser zeigt auch im selben Moment, dass sich der Aufpreis nicht unbedingt lohnt. Die 10 CPU-Cores sind identisch, von daher stellt das Resultat keine Überraschung dar.
-4
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck05.11.21 12:24
antipod
Der beste Benchmark ist bisweilen der Lightroom-Export

Warum ist das so?
+2
antipod
antipod05.11.21 12:29
Mendel Kucharzeck
antipod
Der beste Benchmark ist bisweilen der Lightroom-Export

Warum ist das so?
Weil es kein synthetischer Benchmark ist.
-8
maculi
maculi05.11.21 12:33
antipod
Der beste Benchmark ist bisweilen der Lightroom-Export
Alles was der zeigt ist das die adobesoftware nicht in der Lage ist die Grafik zu nutzen. Für einen reinen Vergleich der CPU mag das sinnvoll sein, aber ein Rechner ist ein klein wenig mehr als nur die CPU, die anderen Komponenten tragen ihren Teil zur Leistung bei. Von daher wird kein einzelner Test jemals einen zutreffenden Gesamteindruck vermitteln können, sondern es braucht dafür viele verschiedene Tests (synthetische Benchmarks genauso wie Versuche mit Anwendungsprogrammen, egal ob die jetzt Lightroom oder Logoist heißen).
+7
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex05.11.21 12:35
maculi
antipod
Der beste Benchmark ist bisweilen der Lightroom-Export
Alles was der zeigt ist das die adobesoftware nicht in der Lage ist die Grafik zu nutzen.

Die ist nicht mal in der Lage vernünftig die SingleCore Performance auszunutzen. Von MultiCore, SSD, Ram und Grafik will ich gar nicht sprechen... die Hardware langweilt sich während die Programme rödeln...
+6
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck05.11.21 12:57
antipod
Ein Benchmark sollte möglichst gut die Gesamtleistung des Systems wiederspiegeln – und da ist das Umwandeln von Bildmaterial kein guter alleiniger Indikator, besonders wenn dieser noch nicht mal in der Lage ist, mehrere Kerne auszunutzen.
+5
trigunas10805.11.21 12:57
Was die Test bei BareFeats doch recht gut zeigen ist das es bei reiner CPU Leistung kaum unterschiede zwischen Pro und Max gibt. Kommt die GPU bei Aufgaben mit ins Spiel sind 32 Kerne natürlich 16 Kernen überlegen. Also nicht wirklich überraschend die Ergebnisse. Wer also Software benutzt welche nicht stark die GPU nutzt wird sich wohl das Extrageld für die Max CPU sparen können.
-1
arekhon
arekhon05.11.21 13:01
Wer den Unterschied bei den GPUs sehen will, kann sich ja das hier mal ansehen - 6 verschiedene Spiele auf 4 verschiedenen M1-Konfigs - vorweg, der M1 skaliert hier fast linear:
+4
antipod
antipod05.11.21 13:02
Solange Benchmarks sich darauf konzentrieren theoretische maximalwerte, nicht aber realistisch zu erwartende Leistung abzubilden, sind sie allerhöchstens zu Marketingzwecken zu gebrauchen. Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
-3
Dunkelbier05.11.21 13:20
Dazu gibt es auch seit gestern ein Video von Max Tech Da werden die Teile recht gut gegrillt.
+1
colouredwolf05.11.21 15:06
Ich hab mir den Max mit 24 GPU Cores bestellt, damit ich die 64 GB UM konfigurieren kann. Hätte es die beim Pro gegeben, hätte mir der gereicht.
Drehmoment kann man nie genug haben, bildlich gesprochen.
Hier würde ich gern mal einen Test sehen:
Pro mit 16 GB
Max mit 16 GB
Max mit 32 GB
Max mit 64 GB
+3
retoter
retoter06.11.21 11:27
Beim beabsichtigen Kauf des neuen MBP M1 frage ich mich, ob sich das Upgrade auf die 10-core CPU lohnt.

Zumal die Leistungen im Single-Core-Bereich fast identisch sind stellt sich die gleiche Frage anderes formuliert: Wie relevant ist die bessere Multi-Core-Leistung und wo schlägt sich diese im Alltag überall nieder (heute und in ein paar Jahren)?

Mein bisheriges MBP (early 2015 16GB RAM) kam letzter Zeit v. a. bei vielen offenen Applikationen inkl. dutzenden Browser-Tabs an die Grenzen. Auch 4K-Videos spielte es nicht mehr ruckelfrei ab.

Wie hält ihres mit future proofing? Ist der M1 sowieso schnell genug, damit auch in sieben/acht Jahren noch alles flüssig läuft. Wenn nicht, eher auf 10 Kerne oder auf 32 GB Arbeitsspeicher setzen?
0
maculi
maculi06.11.21 12:50
retoter
Es gibt Anwendungen, die lassen sich leicht parallelisieren (z.B. Safari mit vielen Tabs, Filmbearbeitung,3D...) und andere bei denen geht das deutlich schlechter. Und wenn dann noch ein Projekt-Missmanagement dazu kommt, ich sag nur adobe
Von daher bräuchten wir erstmal eine vollständige Ansage, wofür der Mac alles genutzt wird, bevor eine Empfehlung gegeben werden kann. Ich würde eher zu mehr RAM tendieren, aber ohne genaue Infos ist das ein Blindflug
+2

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