Apples intensiviert Vorbereitungen auf die Zeit nach Tim Cook – Suche nach neuen Talenten für das Top-Management

Gleich vorweg: Es gibt keine Hinweise darauf, dass Tim Cook das Interesse daran verloren hat, an der Spitze Apples zu stehen. Gleichzeitig war sein knappes Jahrzehnt als CEO so erfolgreich, dass niemand ernsthaft mit dem Gedanken spielen dürfte, ihn durch einen anderen Manager zu ersetzen. Tim Cook wird im November 60 Jahre alt und dürfte damit, sollte die Gesundheit mitspielen, noch eine ganze Weile lang leistungsfähig sein. Da Cook bekanntlich auf Privatleben wenig Wert legt und Apple als seinen Lebensmittelpunkt bezeichnet, ist nicht von einem raschen Wechsel in den Ruhestand auszugehen, wie ihn Phil Schiller jüngst ankündigte. Dennoch meldet Bloomberg, Cook und sein Team arbeiten momentan verstärkt und mit größerem Nachdruck an einem Nachfolgeplan, um irgendwann einen geregelten Übergang zu ermöglichen – nicht nur für Cook, sondern auch die sonstigen Führungskräfte.


Wenn es schnell gehen müsste: Williams oder Joswiak
Müsste Tim Cook sehr schnell ersetzt werden, beispielsweise aufgrund gesundheitlicher Probleme, wäre der Kreis potenzieller CEOs momentan übersichtlich und es gäbe eine sehr naheliegende Wahl: Chief Operating Officer Jeff Williams (Porträt: ). Williams ist mit allen Abläufen im Unternehmen bestens vertraut und kennt sich als Rundum-Talent nicht nur mit der Lieferkette, sondern auch Design und Produktentwicklung aus. Beispielsweise ist Williams wesentlich mitverantwortlich, dass die Apple Watch nach einem schwachen Start zu einem großen Erfolg wurde.

Ein anderer denkbarer CEO wäre Greg Joswiak, der gerade erst Apples Marketingabteilung übernahm (Porträt: ). Auch Joswiak arbeitet bereits seit den 80er Jahren bei Apple und hat viele Hochs und Tiefs miterlebt. Apples Plan zufolge könnte iPhone-Marketingchefin Kaiann Drance in Joswias Fußstapfen treten, sollte nicht mehr für seine aktuelle Position zur Verfügung stehen. Dennoch würde es im Fall der Fälle momentan recht eindeutig auf Jeff Williams hinauslaufen, darin sind sich viele Marktbeobachter einig.

Ein langfristiger Plan: CEO und Manager
Der langfristige Nachfolgeplan, welcher derzeit verstärkt in den Mittelpunkt rückt, sieht laut Bloomberg hingegen vor, eine neue Generation an Führungskräften aufzubauen – die dann in einigen Jahren so weit sind, Apple als CEO bzw. als einer der Senior Vice Presidents führen zu können. Die aktuelle Führungsriege besteht zwar aus Apple-Urgesteinen, welche oft schon seit zwei Jahrzehnten oder länger im Unternehmen sind, allerdings auch schon häufig auf die 60 zugehen. Aus diesem Grund gilt es auch, in der zweiten Reihe nach geeigneten Kandidaten zu suchen und diese zu fördern. Dabei handelt es sich momentan um Manager, die noch nicht so stark im Rampenlicht wie die SVPs stehen, welche man regelmäßig auch bei Events auf der Bühne sieht.


Talente für viele Managerposten müssen gefunden werden

Da innerhalb der nächsten zehn Jahre kaum noch einer der aktuellen Senior Vice Presidents für den aktuellen Tätigkeitsbereich zur Verfügung stehen, bedeutet Apples verstärkter Fokus auf die "Nach-Tim-Cook-Ära" gleichzeitig, Talente für die Sparten Hardware, Software, Dienste, Marketing, Design sowie alle weiteren wichtigen Bereiche aufbauen zu müssen. Die aktuelle Altersstruktur deutet an, dass es in überschaubarer Zeit zu zahlreichen Änderungen an der Unternehmensspitze kommen dürfte. Über einen Mangel an kompetentem Personal kann sich Apple indes nicht beschweren, denn für alle Sparten gibt es dem Bericht zufolge mehr als nur einen möglichen Nachfolger.

Kommentare

teorema67
teorema6711.09.20 16:03
Mr. Cook ist noch nicht einmal 60 ... und sie suchen schon
„Das ist das letzte Mal, dass wir uns bei Apple einschleimen. Wir werden nicht einmal dafür bezahlt“ (Kent Brockman, Channel 6)
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Rharbarber
Rharbarber11.09.20 16:12
teorema67 Was für ein seltsamer Kommentar. Sollen sie für langfristige mehrjährige Planung so lange warten, bis sie kurzfristig reagieren müssen?
+18
teorema67
teorema6711.09.20 16:24
Rharbarber
teorema67 Was für ein seltsamer Kommentar. Sollen sie für langfristige mehrjährige Planung so lange warten, bis sie kurzfristig reagieren müssen?

Sorry, das war mein erster Gedanke, als ich das oben gelesen habe. Natürlich kann man sich intern Gedanken machen, dass Mr. Cook etwas passieren könnte. Öffentliche Diskussionen und Mutmaßungen (von Bloomberg), wenn er am 1. November 60 wird, finde ich etwas unangebracht
„Das ist das letzte Mal, dass wir uns bei Apple einschleimen. Wir werden nicht einmal dafür bezahlt“ (Kent Brockman, Channel 6)
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Nekron11.09.20 16:25
Step 1: Feiern wenn der Kerl selbstständig in den Ruhestand geht.

Step 2: Die ganzen Debakel die er angerichtet hat aus dem Fenster werfen und neu starten. (Karten, AR-Gedöns, usw.)

Step 3: Endlich das Erbe von Steve Jobs so einsetzten, wie es Ihm würdig wäre. Und nicht wie Cook das Erbe rein verwalten und sich von den Apple-Fanboys feiern lassen für seinen geerbten „Erfolg“. In der MTN Redaktion scheint ja ein Schrein für den Kerl zu stehen.


Tim Cook‘s Erfolg beruht zu 90% auf dem Schwung den Steve Jobs hinterlassen hat. Seine einzige Leistung ist es den Karren nicht an die Wand gefahren zu haben. Und hierfür verdienen die anderen hohen Tiere bei Apple Lob und nicht Mr. „Tim O‘Cock I screwed it up again“
-62
tobias.reichert11.09.20 16:30
@Nekron: Was für ein Unsinn 😂
+26
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck11.09.20 16:33
Nekron
In der MTN Redaktion scheint ja ein Schrein für den Kerl zu stehen.

Autsch.
+11
amanita phalloides
amanita phalloides11.09.20 16:47
Nett, die Chefs von Apple Revue passieren zu lassen, aber solche Diskussionen kommen sicher nicht von Apple. Welche Interessen Bloomberg hat, lässt rätseln. Für gewöhnlich werden so ganze Vorstände abgeschossen, wenigstens unter Druck gesetzt. Dafür ist nur kein Grund ersichtlich.
Hollywood hat instinktsicher sofort erkannt, dass es sich bei Dr. Schiwago um einen Arztroman handelt
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Nekron11.09.20 16:52
Bevor meine "Daumen nach unten" dreistellig werden hier ein Bild von Tim Cook mit Heiligenschein.

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teorema67
teorema6711.09.20 16:53
amanita phalloides
... Für gewöhnlich werden so ganze Vorstände abgeschossen, wenigstens unter Druck gesetzt ...

... und dann sind da 12 Bilder, nur 2 davon sind Frauen. Das muss man nicht gut finden, auch bei Apple nicht, oder?
„Das ist das letzte Mal, dass wir uns bei Apple einschleimen. Wir werden nicht einmal dafür bezahlt“ (Kent Brockman, Channel 6)
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gegy
gegy11.09.20 16:58
Nekron
Bevor meine "Daumen nach unten" dreistellig werden

Verdient hättest du es dir jedenfalls
+16
PorterWagoner
PorterWagoner11.09.20 17:01
Ab einem gewissen Level ist ein Beitrag keine Meinung mehr sondern einfach nur noch Unsinn. Nekron hat auf jeden Fall für September die Niveaulatte auf den Boden gelegt.
+15
Nekron11.09.20 17:08
PorterWagoner
Ab einem gewissen Level ist ein Beitrag keine Meinung mehr sondern einfach nur noch Unsinn. Nekron hat auf jeden Fall für September die Niveaulatte auf den Boden gelegt.

Eine Meinung grundsätzlich als Unsinn abzustempeln hat die Niveaulatte für das Jahr 2020 auf den Boden gelegt.
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incredibleole11.09.20 17:09
teorema67
... und dann sind da 12 Bilder, nur 2 davon sind Frauen. Das muss man nicht gut finden, auch bei Apple nicht, oder?
Nein, muss man nicht. Jedem vernünftigen Menschen sollte es einfach völlig egal sein, was bei wem zwischen den Beinen baumelt oder nicht... Aber immerhin ist er schwul, das sollte für die linksidentitären eigentlich fast so gut wie das Merkmal „Frau“ sein. Aber Apple arbeitet sicher daran, dass das nächste CEO eine genderfluide muslimische RollstuhlfahrX of Color ist, denn wie alle wissen, hängt von sowas sowohl der Unternehmenserfolg als auch der Weltfrieden ab...
+2
aMacUser
aMacUser11.09.20 17:10
PorterWagoner
Ab einem gewissen Level ist ein Beitrag keine Meinung mehr sondern einfach nur noch Unsinn. Nekron hat auf jeden Fall für September die Niveaulatte auf den Boden gelegt.
Wenn nicht sogar komplett ausgelöscht.

@Nekron du weißt schon, dass Apple unter Cook größer als je zuvor geworden ist? Nach zehn Jahren dürfte von Steves Jobs Schwung schon lange nichts mehr übrig sein. Produkte und Entwicklungen, die jetzt an die Öffentlichkeit kommen, dürfte Jobs schon länger nicht mehr erlebt haben. Wer Cooks eigenständigen Erfolg leugnet, sollte wissen, dass Apple auch schon zu Jobs Zeiten ohne Cook nicht so erfolgreich gewesen wäre. Cook hatte auch schon unter Jobs vieles bei Apple in seinen Händen gehabt und verbessert und optimiert. Jobs war vielleicht gut darin zu verstehen, was die Leute wollen/brauchen, aber als eigentständiger CEO war er, frei gesprochen, schlecht. Und das ist keine Meinung, das ist ein Fakt.
+14
aMacUser
aMacUser11.09.20 17:12
Nekron
Eine Meinung grundsätzlich als Unsinn abzustempeln hat die Niveaulatte für das Jahr 2020 auf den Boden gelegt.
Es gibt einen Unterschied zwischen Meinung und Fakt. Das Cook erfolgreich ist, ist zum Beispiel ein Fakt. Damit können deine Aussagen keine Meinung mehr sein, sondern sind Unsinn.
Anderes Beispiel: Es ist ein Fakt, dass die Erde rund ist. Aber dennoch sind manche Menschen der "Meinung", dass das nicht so ist (und nennen ihre Meinung dann Fakt). Allerdings kann man nicht die "Meinung" haben, dass ein Fakt kein Fakt ist. Das ist Widerspruch in sich und einfach nur Unsinn. Auch kann man eine "Meinung" nicht einfach "Fakt" nennen. So funktioniert das einfach nicht. Und das ist ein Fakt.
+12
Nekron11.09.20 17:23
aMacUser
Nekron
Eine Meinung grundsätzlich als Unsinn abzustempeln hat die Niveaulatte für das Jahr 2020 auf den Boden gelegt.
Es gibt einen Unterschied zwischen Meinung und Fakt. Das Cook erfolgreich ist, ist zum Beispiel ein Fakt. Damit können deine Aussagen keine Meinung mehr sein, sondern sind Unsinn.
Anderes Beispiel: Es ist ein Fakt, dass die Erde rund ist. Aber dennoch sind manche Menschen der "Meinung", dass das nicht so ist (und nennen ihre Meinung dann Fakt). Allerdings kann man nicht die "Meinung" haben, dass ein Fakt kein Fakt ist. Das ist Widerspruch in sich und einfach nur Unsinn. Auch kann man eine "Meinung" nicht einfach "Fakt" nennen. So funktioniert das einfach nicht. Und das ist ein Fakt.

Fakt ist auch das es sich bei Apple um einen Großkonzern handelt und nicht um einen 1-Mann Handwerkerbetrieb bei den sämtlicher Erfolg von diesem einem Mann (oder Frau) abhängt.

Apples Erfolg einzig mit Tim Cook´s Leistung gleichzusetzen ist absoluter Unsinn und ignoriert eine Menge an erfolgreichen Managern in den Schichten unterm Vorstand.
0
ilig
ilig11.09.20 17:25
Nekron
aMacUser schreibt »Das Cook erfolgreich ist, ist zum Beispiel ein Fakt.«
Hier der Beweis:

Quelle:
Apples Erfolg einzig mit Tim Cook´s Leistung gleichzusetzen ist absoluter Unsinn und ignoriert eine Menge an erfolgreichen Managern in den Schichten unterm Vorstand.
Da gebe ich Dir Recht.
Tim Cook‘s Erfolg beruht zu 90% auf dem Schwung den Steve Jobs hinterlassen hat.
Diese Deine Aussage ist dann aber auch Unsinn.
+8
Mecki
Mecki11.09.20 17:27
Nekron
Tim Cook‘s Erfolg beruht zu 90% auf dem Schwung den Steve Jobs hinterlassen hat.
Tim Cook hat bereits zu Lebzeiten von Steve Jobs die meisten Fäden bei Apple im operativen Geschäft gezogen. Denn das operative Geschäft interessiert Steve Jobs eher peripher. Als Steve 2004 operiert wurde, vertrat ihn Cook das erste mal als CEO und das geschah auf ausdrücklichen Wunsch von Steve. Dann, ab Anfang 2011 vertrat Cook ihn dauerhaft, auch wieder auf eigenen Wunsch, denn erst im August 2011 ist Steve als CEO offiziell zurück getreten.

Und Cook hat mit Nichten alles so weiter laufen lassen wie unter Steve. Eines der ersten Dinge, die er nach dem Tod von Steve getan hat, ist gleich mal in der Chefetage aufzuräumen. Zuerst einmal hat er Scott Forstall gefeuert, weil der den Start von Apple Maps verkackt hatte. Dann hat er die komplette Verantwortung für das iOS Design an Jonathan Ive übertragen, der hier bisher nur als Berater auftrat, und Craig Federighi zum neuen Chef der iOS Softwaresparte ernannt. Ich weiß, nicht jeder ist damit glücklich geworden, aber viele der Umbauten waren einfach nötig, weil iOS sonst gegen Android chancenlos gewesen wäre.

Und mit der Entwicklung der Apple Watch hatte Steve nichts mehr zu tun, die Idee dazu nahm erst nach seinem Tod überhaupt konkrete Formen an. Dito HomePod, AirPods und neuer Mac Pro. Und das erste neue Produkt nach Jobs Tod war aber übrigens das iPad Mini, ein Gerät, gegen das sich Steve massiv gesträubt hatte zu Lebzeiten, weil er es für schwachsinnig hielt ("Man will ein Tablet oder ein SmartPhone, wer braucht was dazwischen?"), aber man hatte wohl Angst, hier einen weiteren Markt an Android zu verlieren, wenn man so ein Gerät nicht bringt. Also wurde schnell aus Resten von Prototypen was zusammen geschustert, weswegen das iPad Mini auch nie der große Wurf war.

Cook hat also keineswegs immer nur in den Goldtopf gegriffen, aber Steve auch nicht. Es geht hier nur um die Frage, hat Cook einfach alles so laufen lassen oder Apple selber seinen Stempel aufgedrückt. Und er hat definitiv letzteres getan und damit hatte er noch zu Steves Lebzeiten angefangen. Denn Steve war mal hier und war mal da, hatte mal die Idee und dann wieder eine andere Idee, hat mal alle zum Teufel gejagt und dann wieder von Null anfangen lassen, aber der, der immer da war, der, der immer diesen Konzern am laufen gehalten hat, das war Cook und das auch schon in der Zeit 2004 bis 2011, denn man muss dazu nicht CEO sein und während Steve sich zu 100% auf ein neues Projekt fokussiert hat, wer hat da wohl den restlichen Laden am Laufen gehalten? Genau dafür hatte Steve 1998 doch persönlich Cook zu Apple geholt, er sollte ihm den Rücken frei halten und sich um das langweilige Tagesgeschäft kümmern.
+14
teorema67
teorema6711.09.20 17:29
incredibleole
... Aber immerhin ist er schwul, das sollte für die linksidentitären eigentlich fast so gut wie das Merkmal „Frau“ sein ...

Wie, die Frauenquote kann jetzt durch schwule Männer erfüllt werden? YMMD
„Das ist das letzte Mal, dass wir uns bei Apple einschleimen. Wir werden nicht einmal dafür bezahlt“ (Kent Brockman, Channel 6)
+5
ilig
ilig11.09.20 17:35
Mich würde interessieren was bei incredibleole zwischen den Ohren baumelt oder nicht.
+6
incredibleole11.09.20 17:37
teorema67
incredibleole
... Aber immerhin ist er schwul, das sollte für die linksidentitären eigentlich fast so gut wie das Merkmal „Frau“ sein ...

Wie, die Frauenquote kann jetzt durch schwule Männer erfüllt werden? YMMD
Wenn man denn Unsinn der dieser Religion konsequent umsetzt, reicht es eigentlich, wenn sich irgendein Kerl als Frau identifiziert, jeder der das dann anzweifelt ist eh mindestens ein Nazi, Ende der Diskussion und Quote erfüllt...
-6
Nekron11.09.20 17:41
ilig
Nekron
aMacUser schreibt »Das Cook erfolgreich ist, ist zum Beispiel ein Fakt.«
Hier der Beweis:

Quelle:

Das Diagramm zeigt Aktienkurse, seit dem Ableben von Steve Jobs hat es einige Änderungen im Finanzmarkt gegeben, welche immer mehr Geld aus traditionellen Anlagemethoden in Aktien gedrängt hat.

Das Problem bei der Diskussion über Tim Cook ist das absolut eindimensionale Denken.
Hoher Aktienkurs = Gut, Gut = Erfolgreich, Erfolgreich = Alles ist Tim Cook zu verdanken.

Mein Beitrag war vielleicht mit etwas zu viel Sarkasmus und Ironie gewürzt, aber Tim Cook´s Leistung anhand einer Kennzahl, welche durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird, zu beurteilen ist der weit größere Unsinn und definitiv kein Fakt.

Der größte Unsinn ist natürlich incredibleole Beitrag. So sehr ich Tim Cook seinen beruflichen Erfolg abspreche, Menschlich ist er definitiv ein Vorbild mit seinem offenen Umgang seiner sexuellen Orientierung. In diesem Bereich gehört im auf jeden Fall eine lobende Erwähnung in Apple zukünftigen Geschichtsbüchern.
0
incredibleole11.09.20 17:51
Nekron
ilig
Nekron
aMacUser schreibt »Das Cook erfolgreich ist, ist zum Beispiel ein Fakt.«
Hier der Beweis:

Quelle:

Das Diagramm zeigt Aktienkurse, seit dem Ableben von Steve Jobs hat es einige Änderungen im Finanzmarkt gegeben, welche immer mehr Geld aus traditionellen Anlagemethoden in Aktien gedrängt hat.

Das Problem bei der Diskussion über Tim Cook ist das absolut eindimensionale Denken.
Hoher Aktienkurs = Gut, Gut = Erfolgreich, Erfolgreich = Alles ist Tim Cook zu verdanken.

Mein Beitrag war vielleicht mit etwas zu viel Sarkasmus und Ironie gewürzt, aber Tim Cook´s Leistung anhand einer Kennzahl, welche durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird, zu beurteilen ist der weit größere Unsinn und definitiv kein Fakt.

Der größte Unsinn ist natürlich incredibleole Beitrag. So sehr ich Tim Cook seinen beruflichen Erfolg abspreche, Menschlich ist er definitiv ein Vorbild mit seinem offenen Umgang seiner sexuellen Orientierung. In diesem Bereich gehört im auf jeden Fall eine lobende Erwähnung in Apple zukünftigen Geschichtsbüchern.

Ähm, tja ich finde es auch ziemlich super, dass man als offen schwuler Mann CEO sein kann und sowas selbstverständlich (zumindest in westlichen Industrienationen) ist. Leute, die ein Problem damit haben, dass zu wenig Leute mit den Merkmalen XY irgendwo sind, machen solchen Eigenschaften jedoch zu Einstellungskriterien. Das sollten sie niemals sein. Identitätspolititik ist gefährlich, spalterisch und zum kotzen. Von links und von rechts. Sie sortiert Menschen in Schubladen, deindividualisiert entmündigt. Ich weiß, dass es Leute gibt, die meinem, damit die Welt gerechter zu machen, aber gut gemeint ist in diesem Fall, wie so oft das Gegenteil von gut.
+3
FoneBone
FoneBone11.09.20 18:59
[…] und hat viele Hochs und Tiefs miterlebt.

Höhen und Tiefen
+5
cyqurayte12.09.20 08:41
Deine Grafik zeigt, dass Steve Jobs den Aktienkurs Apples seit seinem Comeback 1996 vervielfachen konnte, vielleicht mehr als Tim Cook danach. Es fehlt aber noch die Berücksichtigung der Aktiensplits. Ansonsten läge der Kurs heute bei über 1000 Euro pro Aktie.
ilig
Nekron
aMacUser schreibt »Das Cook erfolgreich ist, ist zum Beispiel ein Fakt.«
Hier der Beweis:

Quelle:
Apples Erfolg einzig mit Tim Cook´s Leistung gleichzusetzen ist absoluter Unsinn und ignoriert eine Menge an erfolgreichen Managern in den Schichten unterm Vorstand.
Da gebe ich Dir Recht.
Tim Cook‘s Erfolg beruht zu 90% auf dem Schwung den Steve Jobs hinterlassen hat.
Diese Deine Aussage ist dann aber auch Unsinn.
-1
teorema67
teorema6712.09.20 12:01
cyqurayte
... Es fehlt aber noch die Berücksichtigung der Aktiensplits. Ansonsten läge der Kurs heute bei über 1000 Euro pro Aktie.

Nein, die Grafik berücksichtig selbstverständlich mehrere im Laufe der Jahre stattgehabte Splits.
„Das ist das letzte Mal, dass wir uns bei Apple einschleimen. Wir werden nicht einmal dafür bezahlt“ (Kent Brockman, Channel 6)
+2
marm12.09.20 12:44
Mecki
Und Cook hat mit Nichten alles so weiter laufen lassen wie unter Steve.
Nichtenwirtschaft, ähh, Vetternwirtschaft durch Tim Cook?
+1
Der echte Zerwi12.09.20 17:13
marm
Mecki
Und Cook hat mit Nichten alles so weiter laufen lassen wie unter Steve.
Nichtenwirtschaft, ähh, Vetternwirtschaft durch Tim Cook?



Sowas dachte ich mir auch. Die Nichten von Tim scheuen aber ziemlich die Öffentlichkeit.
0
Weia
Weia13.09.20 06:32
Du meine Güte, was geht denn hier ab? Fast könnte man meinen, einige Forenteilnehmer hätten sich zusammengetan, um ein Schaustück aufzuführen, das zeigt, dass der Niedergang argumentativer Kultur, hierzulande gerne im fernen Trumpistan alternativer Fakten verortet, auch bei uns im vollen Gange ist.

Da postet Nekron einen Beitrag, der deutlich macht, dass er Tim Cook keine Träne hinterherweinen wird. Ja, der Beitrag war nicht groß argumentativ unterfüttert, er war zunächst mal ein Statement. Aber er war weder konfus noch völlig abwegig noch unter der Gürtellinie oder vulgär, sondern eigentlich recht unspektakulär. Mir wäre nicht bekannt, dass Tim Cook sakrosankt ist und eine eher negative Bilanz seiner CEO-Zeit daher von vornherein im Wortsinne indiskutabel.

Und dennoch erhält Nekron (Stand jetzt) 5 – 59 = 54 gesenkte Daumen. Ich äußere auch manchmal unpopuläre Standpunkte und manchen geht meine Art ganz prinzipiell furchtbar auf den Senkel, aber das habe ich noch nie auch nur annähernd erreicht. Ich kann mich allgemein an so gut wie keinen Beitrag in diesem Forum erinnern, der über 50 Stimmen erreicht hätte, egal ob positiv oder negativ.

Das legt den Verdacht nahe, dass es hier gar nicht um Nekrons Einschätzungen im Einzelnen geht, sondern dass er einen Nerv der Community berührt hat, als Nestbeschmutzer wahrgenommen wird, der etwas getan hat, was „man nicht tut“, und mit dem man daher, weil er dergestalt die Gruppenidentität gefährdet, keine Argumente austauscht, sondern den man mit Daumen niederbrüllt, wie man ebenso blindlings alle, die ihm verbal entgegentreten, mit Daumen bejubelt.

Und diese ungute Ahnung bestätigt sich leider beim Lesen des Threads. Exemplarisch:
PorterWagoner
Ab einem gewissen Level ist ein Beitrag keine Meinung mehr sondern einfach nur noch Unsinn. Nekron hat auf jeden Fall für September die Niveaulatte auf den Boden gelegt.
Ein besonders übles ad hominem-Argument. Auf die Standpunkte Nekrons wird mit keiner Silbe eingegangen, stattdessen wird Nekron einfach apodiktisch – ohne jegliche inhaltliche Begründung – das Niveau abgesprochen. Besonders übel ist diese ad hominem-Variante deshalb, weil sie die Integrität nicht nur von Nekron angreift, sondern prophylaktisch auch gleich noch von jedem, der ihm eventuell noch zur Seite springen würde: Denn das Verdikt der Niveaulosigkeit überträgt sich natürlich automatisch auf jeden, der seinen vermeintlich niveaulosen Argumenten beipflichtet. Da aber in keiner Weise deutlich gemacht wird, inwiefern diese Argumente niveaulos sind, fehlen jegliche Kriterien, anhand derer man versuchen könnte zu vermeiden, selbst ins Fettnäpfchen der Niveaulosigkeit zu tappen, wenn man sich Nekron argumentativ nähert. Also sicherheitshalber besser den Mund halten. So wird durch die bösartige Vagheit der Kritik ein Diskussionsklima numinoser Angst für zarter besaitete Forumsteilnehmer erzeugt. Wer will sich schon aus Versehen als niveaulos outen?

Ein Argument des Opponenten in einer Diskussion kann man als richtig oder falsch bewerten. Sein „Niveau“ zu bewerten, gehört nicht in eine sachliche Argumentation.
aMacUser
Es gibt einen Unterschied zwischen Meinung und Fakt.
Das mag zwar mehr oder weniger richtig sein (ganz so einfach ist es nicht), aber wodurch unterscheiden sich beide? Wenn man Deine Argumente so liest, beschleicht einen der Verdacht, dass Du Deine Einschätzungen für Fakten hältst und widersprechende Einschätzungen anderer für bloße Meinungen:
Das Cook erfolgreich ist, ist zum Beispiel ein Fakt.
Dieser kurz hingerotzte Satz ist ein mehr als seltsames „Beispiel“. Was macht diese Deine Einschätzung zum „Fakt“?
Damit können deine Aussagen keine Meinung mehr sein, sondern sind Unsinn.
Es wird also noch besser: wer nicht Deiner Einschätzung ist, ist also nicht nur dazu verdammt, lediglich eine „Meinung“ zu haben, nein, die ist eigentlich nicht einmal mehr das, denn da sie Deiner Einschätzung (a.k.a „Fakt“) widerspricht, ist sie logisch zwingend letztlich bloßer Unsinn.

Wie sagt Lucy in den Peanuts so schön: Wenn alle meiner Meinung wären, hätten alle recht.
Allerdings kann man nicht die "Meinung" haben, dass ein Fakt kein Fakt ist.
Man kann aber sehr wohl die Einschätzung haben, dass vorgebliche Fakten in Wahrheit gar keine sind. Hatte Einstein z.B. mit den „Fakten“ der Newton’schen Physik.
Auch kann man eine "Meinung" nicht einfach "Fakt" nennen.
Und warum tust Du es dann bei Deiner?

Es liegt in der Natur einer argumentativen Auseinandersetzung, dass man die eigene Einschätzung als die richtige erachtet. Das aber dadurch hervorzuheben, dass man die eigene Einschätzung mit dem Label Fakt versieht, zerstört jede sachliche Diskussion. Denn damit erklärt man die eigene Einschätzung als unangreifbar, was der Opponent aber natürlich ebenso kann. Und ab da schreit man sich wieder nur noch an, statt Argumente auszutauschen.

Der Hammer kommt aber zum Schluss:
ilig
aMacUser schreibt »Das Cook erfolgreich ist, ist zum Beispiel ein Fakt.«
Hier der Beweis:

Quelle:
Das soll nun also der „Beweis“ für den „Fakt“ sein. Dummerweise ist es de facto aber ein Argument aus der Abteilung Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast. Der Chart zeigt nämlich in keiner Weise, was er vorgibt zu zeigen.

Einmal abgesehen von der für ein Technikforum höchst seltsamen Messlatte eines Aktienkurses (ein Unternehmen kann doch technisch miese Produkte bauen und dennoch dank gewiefter Verkaufsstrategien finanziell enorm erfolgreich sein) ist dieser Chart völlig aussagelos, weil die Ordinate (die y-Achse) nicht logarithmisch ist, sondern linear.

Das ökonomische Erfolgskriterium für einen CEO ist sicherlich, das Unternehmenswachstum ≥ 1 zu halten; das entspricht aber mathematisch einem exponentiellen Kursverlauf. Gerade in Corona-Zeiten sollten doch alle mitbekommen haben, was eine exponentielle Entwicklung ist. Mit anderen Worten: Jede nicht völlig erfolglose Aktie sieht auf einem Chart mit linearer y-Achse so aus wie die Apple-Aktie auf dem gezeigten Chart. Deshalb sind Charts mit linearer y-Achse völlig sinnlos.

Anschaulich gesprochen für die, die es mit Mathematik nicht so haben: Ein CEO, der den Kurs der Unternehmensaktie um 2$ von 3$ auf 5$ steigen lässt, leistet natürlich weit mehr als ein CEO, der den Kurs um 2$ von 400$ auf 402$ steigen lässt. Auf einem linearen Chart entsprächen beide 2$-Änderungen aber derselben Veränderung auf der y-Achse, was ein vollkommen verzerrtes Bild vermittelt.

Ein Chart mit logarithmischer y-Achse zeigt stattdessen die tatsächlichen Verhältnisse; gleichen Entfernungen auf der y-Achse entsprechen nun jeweils prozentual gleiche Kursveränderungen.

Hier ist ein logarithmischer Chart der Apple-Aktie seit 1997. Ein Kursbalken repräsentiert jeweils einen Monat. Ich habe Anfang und Ende der Kursentwicklung auf Basis des jeweiligen Monatschlusskurses für die Ägiden von Steve Jobs und Tim Cook eingezeichnet; jeder möge sich sein eigenes Bild machen:



Und da haben wir den vollständigen Salat: Eine als „Fakt“ unangreifbar gemachte Einschätzung, „bewiesen“ durch eine Grafik, der es an elementarem mathematischen Verständnis fehlt.

Das ist ein trauriges Musterbeispiel für das verheerende Absinken der Diskussionkultur, das spätestens seit Trump die ganze westliche Welt zu überfluten scheint. Können wir es nicht wenigstens hier besser machen, mit dem Austausch von Argumenten statt dem Diffamieren des Diskussionsgegners und der Anmaßung, die eigene Einschätzung für unangreifbar zu halten?
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+2
deus-ex13.09.20 08:40
Nekron
Eine Meinung grundsätzlich als Unsinn abzustempeln hat die Niveaulatte für das Jahr 2020 auf den Boden gelegt.
Meinungen sind meist Unsinn. Denn sie basieren oft NICHT auf Fakten. Fakten sind kein Unsinn.
0
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