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Sam Altman über den Energieverbrauch von KI: Auch nicht mehr als ein heranwachsender Mensch

In Diskussionen rund um Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz kommt immer wieder das Thema des Energieverbrauchs zur Sprache, immerhin benötigen Training und Ausführung von Modellen gewaltige Rechenzentren. Das erinnert etwas an Debatten vor vielen Jahren, als der Ausbau von Cloud-Plattformen ebenso kritisch beäugt wurde. Ein Klassiker ist zudem die Behauptung, dass eine Google-Suche so viel Strom wie eine Glühlampe pro Stunde verbrauche – was Google damals mit dem Vergleich zurückwies, es sei eher wie eine LED in weniger als zwei Minuten. Im Falle des Energiebedarfs von KI zählt Sam Altman stets zu jenen, die Kritik am Ressourcenhunger relativieren.


Relativierung des Energiebedarfs...
Auf dem AI Impact Summit musste er einmal mehr derlei Fragen beantworten und griff zu einem etwas gewagten Vergleich. Wer sich an den Energiekosten von KI-Training störe, müsse sich die Frage stellen, wie viel es erfordere, einen Menschen "zu trainieren". Sicherlich sei der Strom- und Wasserverbrauch von KI hoch, doch sieht er die Größenordnungen im Vergleich zum Aufwachsen eines Menschen samt dessen Ernährung nicht als relevant an. Auf den ersten Blick mag die These richtig klingen – in der Tat benötigt man in seinen ersten 20 Lebensjahren (und später genauso) viel Energie – dennoch bleibt es eine merkwürdige Gegenüberstellung.

...mit einem hinkenden Beispiel
Bei KI wird häufig ein klar messbarer Strom- und Wasserbedarf diskutiert, hier landen plötzlich sämtliche Lebenshaltungskosten in einem Topf – inklusive Dinge, die mit kognitiver Ausbildung nur sehr indirekt zu tun haben. Außerdem konkurrieren in seinem Vergleich klar messbare Prozesse mit einem unscharfen und nicht zu beziffernden Wert. Dazu kommt die simple Tatsache, dass Menschen nicht plötzlich die Gesamtnachfrage explodieren lassen (außer, sie nutzen KI-Dienste!) – KI aber in hohem Maße genau das tut.

Die Frage sollte eher sein: Gibt es langfristig Effizienzgewinne?
Letztlich dient der Vergleich daher weniger als belastbare Analyse denn als rhetorischer Perspektivwechsel. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Intelligenz (egal ob biologisch oder künstlich) Energie benötigt, sondern wie viel zusätzlicher Bedarf durch KI tatsächlich hervorgerufen wird, wo dieser anfällt und wie er zu decken ist. Wenn langfristige Effizienzgewinne entstehen, die ihren Ressourcenverbrauch rechtfertigen, gäbe es wohl kaum Diskussionen – doch genau darauf zielt die meiste Kritik ab, nämlich auf den unklaren Ausblick, inwiefern die Investitionen nachhaltig sind.

Kommentare

konnektor23.02.26 13:06
In der ersten Reaktion wollte ich antworten, in einen heranwachsenden Menschen steckt man nicht so viel Mist wie in KI-Anfragen, bei genauerer Überlegung ...
+6
Schens
Schens23.02.26 13:52
Ist das wirklich so falsch? Elon Musk forderte ja mal, dass wir autonomen fahren mindestens so viele Tote zugestehen müssten, wie analogem fahren. Konnte ich auch nicht widerlegen.
-6
TMS
TMS23.02.26 13:59
Selbst wenn er recht hätte und der Vergleich keine Relativierung wäre und nicht hinken würde, stellt sich doch die Frage, ob der aktuelle Ressourcenverbrauch schlagartig um den einiger zig Millionen zusätzlicher Menschen oder gar Größenordnungen höher ansteigen lassen sollte. Der Club of Rome lag zwar in etlichen Projektionen falsch, aber nicht in der Grundüberlegung, dass die Ressourcen endlich und nicht unbegrenzt sind.
Eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs jedenfalls scheint KI zumindest absehbar definitiv nicht mit sich zu bringen.
+1
Fucko23.02.26 14:04
Schens
Ist das wirklich so falsch? Elon Musk forderte ja mal, dass wir autonomen fahren mindestens so viele Tote zugestehen müssten, wie analogem fahren. Konnte ich auch nicht widerlegen.

1. Elon Musk ist ein durchgeknallter Spinner (das gilt immer)
2. "Mindestens so viele" bedeutet, es dürften auch einfach ungleich mehr sein. Was soll dann der Mehrwert davon sein? Ich führe eine neue Technologie ein, die alles unsicherer macht... das zeigt, was für Elon Musk ist ein Menschenleben wert ist, was unweigerlich wieder zum ersten Punkt führt.
+3
DunklesZischt23.02.26 14:07
Schens
Ist das wirklich so falsch? Elon Musk forderte ja mal, dass wir autonomen fahren mindestens so viele Tote zugestehen müssten, wie analogem fahren. Konnte ich auch nicht widerlegen.
Ich dachet in meiner naiven Sichtweise, dass so etwas eingeführt werden soll, damit es genau keine Unfälle mit tödlichem Ausgang mehr gibt …
+3
Fontelster
Fontelster23.02.26 14:09
Schens
Elon Musk forderte ja mal, dass wir autonomen fahren mindestens so viele Tote zugestehen müssten, wie analogem fahren.
Ja, wenn der Elon das fordert, dann muss es ja stimmen!

Schens
Konnte ich auch nicht widerlegen.
Ist auch nicht deine Aufgabe. Sondern die von Elon, seine Behauptung zu beweisen, oder wenigstens mit Fakten zu belegen.
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AND41123.02.26 14:41
Irgendwann bräuchten die Menschen nach Altman nichts mehr zu lernen, weil die KI ja alles für sie macht?
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